Aschaffenburg (Bayern): Massiver Widerstand nach Trunkenheitsfahrt – Drei Beamte leicht verletzt

Nachdem die Aschaffenburger Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag dank eines aufmerksamen Zeugen auf einen betrunkenen Autofahrer aufmerksam wurde, kam es bei der Kontrolle zu massiven Widerstandshandlungen der beiden Fahrzeuginsassen. Auch die Mutter des Fahrers mischte dabei kräftig mit. Drei Polizisten erlitten leichtere Verletzungen. Fahrer, Beifahrer und die renitente Mutter wurden vorläufig festgenommen. Bei allen drei wurden Blutentnahmen durchgeführt.

Kurz vor Mitternacht hatte sich ein Verkehrsteilnehmer per Handy gemeldet und auf einen offensichtlich betrunkenen Autofahrer hingewiesen, der auf der Autobahn A 3, aus Richtung Frankfurt kommend, aufgefallen war. Der Peugeot-Transporter fuhr in starken Schlangenlinien und gefährdete dabei laut Aussage des Zeugen andere Fahrzeuge. Der Transporter verließ an der Ausfahrt Stockstadt die Autobahn und fuhr auf der B 8 in Richtung Aschaffenburg. Der aufmerksame Zeuge hielt dabei ständig Kontakt mit der Polizei und gab präzise den jeweiligen Standort durch.

Die Kamikazefahrt führte über die Ebertbrücke auf die Darmstädter Straße. Hier versuchte der Fahrer trotz Gegenverkehrs, ein anderes Auto zu überholen. Nur durch starkes Abbremsen und Ausweichen konnte der entgegen kommende Fahrer einen Verkehrsunfall vermeiden. Anschließend ging es an der Kreuzung Auweg trotz Rotlichts nach links in Richtung Nilkheim weiter. In der Georg-Dewald-Straße blieb der Transporter stehen und die beiden Insassen versuchten zunächst zu flüchten, konnten aber von einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Aschaffenburg kurz danach gestellt werden.

Da sich die 22 und 27 Jahre alten Männer weigerten, ihre Personalien anzugeben, erklärten ihnen die Beamten die vorläufige Festnahme. Sofort begannen der Fahrer und sein Beifahrer, die bei der Polizei bereits bestens bekannt sind, massiven Widerstand zu leisten. Mit Unterstützung anderer Streifenbesatzungen und durch Anwendung von unmittelbarem Zwang konnten die Beschuldigten überwältigt werden. Den Männern mussten in der Folge sogar Handfesseln angelegt werden.

In diesem Moment trat auch die Mutter des 22-jährigen Fahrers auf den Plan. Die 46-Jährige wollte partout die Festnahme ihres Sohnes verhindern. Trotz mehrfacher Aufforderung, dies zu unterlassen, ging sie immer wieder auf die Beamten los und versuchte, ihren Filius zu befreien. Daraufhin wurde auch sie festgenommen. Alle drei mussten anschließend zur Dienststelle mitkommen. Da bei den Männern und auch der Frau Alkohol im Spiel war, waren Blutentnahmen fällig.

Der 22-jährige Fahrer, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, sowie sein fünf Jahre älterer Beifahrer verbrachten den Rest der Nacht in Arrestzellen der Polizei. Die 46-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Bei dem Einsatz wurden die Beamten nicht nur massiv beleidigt. Drei der Ordnungshüter erlitten leichtere Verletzungen und auch Dienstkleidungen wurden beschädigt. Gegen die beiden Fahrzeuginsassen wird jetzt u.a. wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung ermittelt. Auf den Fahrer kommt zusätzlich noch eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu. Auch für die Mutter hat ihr massiver Einsatz strafrechtliche Konsequenzen. Gegen die 46-Jährige wurde eine Ermittlungsverfahren u.a. wegen versuchter Gefangenenbefreiung und ebenfalls wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Da davon auszugehen ist, dass der betrunkene Autofahrer mit seinem Peugeot-Transporter mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet hat, bittet der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Aschaffenburg die betreffenden Fahrer, sich unter Tel. 06021/857-2230, zu melden.

Quelle: PM des PP Unterfranken vom 21.08.2011

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