Denzlingen (BW): „Komponist“ mit reichlich defizitären Manieren beleidigt Polizeibeamte auf das Übelste

Am Dienstag, gegen 17:00 Uhr, meldete eine Bewohnerin eines Anwesens in der ‚Berliner Straße‘, dass seit nahezu vier Stunden aus der Wohnung eines Nachbarn unerträglicher Lärm dringt. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten den eigentlichen Urheber nicht antreffen, dieser hatte kurz zuvor mit seinem Hund bereits die Wohnung verlassen. Durch den heruntergelassenen Rollladen der geöffneten Terrassentür, in welcher eine Lautsprecherbox eigens zur Beschallung der Nachbarschaft aufgestellt war, drang in voller Lautstärke eine wenig gelungene Eigenkomposition mit selbst verfasstem Liedtext in englischer Sprache ins Freie. Der 46-jährige „Komponist“ beleidigte in seinen Textpassagen sämtliche Mitbewohner des Hauses. Die eingesetzten Beamten zeichneten die Musik zu Beweissicherungszwecken auf und sorgten durch eine kurzfristige Stromunterbrechung dafür, dass Ruhe einkehrte. Keine Stunde später wurde die Polizei davon unterrichtet, dass der lyrische Nachbar wohl wieder zu Hause sei, da die Musik in gewohnter Lautstärke erklang. Eine richterliche Durchsuchung zur Beschlagnahme der Musikanlage und des eingesetzten Tonträgers wurde beantragt und bestätigt. Im Rahmen der nun folgenden Maßnahmen wurden die eingesetzten Polizeibeamten auf Übelste beschimpft und beleidigt. Der aus dem osteuropäischen Raum stammende Beschuldigte mit britischer Staatsangehörigkeit schreckte auch nicht davor zurück, die Beamten im Kontext nationalsozialistischer Gräueltaten zu beleidigen. Den Beamten gelang es in der Folge dennoch, die Ruhe vor Ort herzustellen.

Gegen den 45-jährigen Mann wurden verschiedene Strafverfahren eingeleitet; die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiposten Denzlingen.

Quelle: PM der PD Emmendingen vom 24.08.2011

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