Uelzen (Niedersachsen): Auseinandersetzungen von Fußballfans im Bahnhof

Fußballfans des 1. FC Magdeburg und FC St. Pauli haben heute im Bahnhof Uelzen randaliert. Dabei griffen sie Bundespolizisten an. Ein Beamter wurde verletzt.

Die Angriffe ereigneten sich um 07:55 Uhr noch vor der eigentlichen Anreisephase zu den Fußballspielen Eintracht Braunschweig – FC St. Pauli und FC St. Pauli II – FC Magdeburg. Wegen der frühen Anreise beider Fangruppierungen mit einem unvermeidbaren Zusammentreffen in Uelzen mehrere Stunden vor den Spielen kann nach ersten Ermittlungen eine sogenannte „Verabredung“ zum Aufeinandertreffen nicht ausgeschlossen werden. Denn auch die Hamburger Fans auf dem Weg nach Braunschweig hätten ursprünglich erst um 09:56 Uhr im Hamburg Hauptbahnhof abfahren sollen. Noch ist unklar, wo die Gruppen in die Züge eingestiegen sind.

In der Folge wurde erst kurz vor dem Eintreffen des Magdeburger RE 17702 in Uelzen um 07:51 Uhr bekannt, dass sich rund 50 Magdeburger Fans im Zug befanden. Sie wollten in Uelzen „umsteigen“. Nur vier Minuten später trafen rund 200 St. Pauli-Fans mit dem Metronom 82143 aus Hamburg in Uelzen ein. Dort mussten sie in den Zug nach Braunschweig umsteigen. Die Magdeburger Fans hätten dann in den Zug nach Hamburg einsteigen müssen, aus dem die Hamburger Fans gerade ausstiegen.

Beim Aufeinandertreffen der Fangruppierungen kam es sofort zu verbalen Provokationen beider Lager. Viele Fans vermummten sich. Es folgten Flaschenwürfe, Schläge und Tritte. Sechs Bundespolizisten gerieten zwischen die Fronten und wurden selbst attackiert. Dabei wurde ein Beamter am Knie und im Gesicht leicht verletzt. Er wurde ärztlich behandelt. Drei Streifen der Polizei Uelzen eilten zu Hilfe, brauchten aber nicht mehr eingreifen. Kurz darauf trennten sich die Gruppen und fuhren weiter nach Braunschweig und Hamburg.

Unterdessen wurde aus den Reihen der Fans bekannt, dass es ohne das beherzte Eingreifen der sechs Bundespolizisten zu weitaus massiveren Ausschreitungen gekommen wäre.

Die Ermittlungen wegen diverser gefährlicher Körperverletzungen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte dauern an.

Quelle: PM der BPOLD Bremen vom 28.08.2011

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