Hannover (Niedersachsen): Betrunkene greifen Polizisten an

Die Polizei musste in der vergangenen Nacht gegen 02:15 Uhr gegen mehrere Randalierer beim Stadtfest Barsinghausen einschreiten. Die Betrunkenen hatten zuvor versucht, einen bereits geschlossenen Bierstand aufzubrechen und warfen anschließend mit Bierkrügen und Flaschen nach den Beamten. Gegen 02:15 Uhr erhielten die Polizisten den Hinweis, dass mehrere Personen versuchen, in einen bereits geschlossenen Bierstand einzubrechen. Als die Beamten eintrafen, befanden sich noch etwa 150 zumeist völlig Betrunkene vor Ort. Da die Stimmung zunehmend aggressiver wurde, betrunkene Jungerwachsene einen Beamten mit Pfefferspray verletzten und bereits erste Flaschen und Bierkrüge in Richtung der Polizisten flogen, forderten die Einsatzkräfte Verstärkung an. Nachdem diese eingetroffen war, kam es gegen 02:50 Uhr erneut zu Ausschreitungen. Wieder wurden gezielt Flaschen und Bierkrüge auf die Polizisten geworfen, dabei wurde ein 38-jähriger Beamter am Knöchel getroffen und leicht verletzt. Als die Menge aufgefordert wurde, den Platz zu verlassen, kam es zu Handgreiflichkeiten und mehreren Widerstandshandlungen zum Nachteil der Einsatzkräfte. Ein 23 Jahre alter Mann versuchte dabei, einem der Ermittler die Waffe aus dem Holster zu entreißen. Als weitere Personen versuchten, mit Bierkrügen auf die Polizisten einzuschlagen, setzten die Beamten Pfefferspray ein. Auch die Randalierer sprühten ihrerseits mit Reizgas. Mehrere Unbekannte urinierten gegen geparkte Funkstreifenwagen, konnten jedoch unerkannt flüchten. Gegen etwa 03:05 Uhr gelang es den Beamten durch konsequentes Einschreiten, die Lage zu beruhigen und den Platz zu räumen. Bilanz des Einsatzes: Mehrere Polizisten und Randalierer erlitten Augenreizungen durch Reizgas und Pfefferspray. Zwei Polizeibeamte wurden durch einen Faustschlag bzw. einen Flaschenwurf leicht verletzt. Die Beamten nahmen insgesamt fünf Personen vorübergehend in Gewahrsam und leiteten bislang fünf Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung ein.

Quelle: PM der PD Hannover vom 28.08.2011

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