Baden AG: Polizist mit Samuraischwert verletzt

Weil ein Mann bei der Vorsprache der Polizei die Türe nicht öffnete, musste diese gewaltsam aufgemacht werden. Dabei wurden die Polizisten angegriffen und einer durch ein eingesetztes Samuraischwert am Arm verletzt. Durch die Sondereinheit Argus konnte der Mann nach einem Tasereinsatz und einer Schussabgabe überwältigt werden.

Am 30.08.2011, 09:00 Uhr, wollten fünf Polizisten einen 53-jährigen Schweizer an seinem Wohnort abholen und befragen. Dies darum, weil der Mann im Vorfeld angeblich Drohungen ausgestossen haben soll und sich offenbar in einem psychisch instabilen Zustand befand.
Weil der Mann die Türe nicht öffnete, entschlossen sich die Polizisten diese gewaltsam zu öffnen und es wurde das Türschloss aufgebohrt. Als die Türe offen war, griff der Mann die Polizisten unvermittelt mit einem Samuraischwert an. Dabei wurde ein Polizist am Arm verletzt. Er wurde zwischenzeitlich operiert und es geht ihm den Umständen entsprechend gut.
Nach der Attacke verschanzte sich der Mann erneut in seiner Wohnung. Da er dort isoliert war und keine Gefährdung Dritter darstellte, wurde vorerst das Gebäude gesichert und weitere Kräfte aufgeboten.
Um 14:20 Uhr konnte der Mann, als er sich im Bereich der Türe befand, durch die Sondereinheit Argus überwältigt werden. Dabei wurde ein Schuss abgegeben und der Mann mittels Taser ausser Gefecht gesetzt. Der Mann ist unverletzt.

Der 53-Jährige wurde bereits am 29.08. abends von der Polizei aufgesucht. Dabei konnte mit ihm durch die Türe ein ruhiges Gespräch geführt werden. Die Türe öffnen wollte er jedoch nicht. Da er sich ruhig verhielt und um sämtliche Umfeldabklärungen machen und auswerten zu können, zog sich die Polizei nach einer ersten Lagebeurteilung zurück.
Aufgrund der neuen Erkenntnisse sowie des offenbar vorliegenden psychisch instabilen Zustandes wurde der Mann dann aber heute angehalten.

Quelle: PM der Kantonspolizei Aargau vom 30.08.2011

An dieser Stelle stellt sich mir doch allmählich die Frage, warum sich in Deutschland vehement gegen Taser gewehrt wird. Mir scheint, dass damit nicht nur die Leben jener gerettet werden können, die mit den irrsinnigsten Waffen durch die Gegend rennen, sondern auch den Polizisten, die diese Leute außer Gefecht setzen müssen, doch einiges erspart bleibt.

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