Freiburg (BW): Polizeibeamte bei Hilfseinsatz attackiert

Sog. Autonome attackieren Polizei bei Hilfseinsatz und zünden Baumaschine an

Am Mittwochabend kam es im Quartier Vauban beim Baugelände M1 erneut zu Störungen, die einen Polizei- und Feuerwehreinsatz notwendig machten.

Vorausgegangen war eine Vermisstenmeldung eines Freiburger Krankenhauses. Eine Person, offensichtlich in einer hilflosen Lage, so die Mitteilung, würde aus einem Krankenhaus vermisst. Die Freiburger Polizei suchte nach dieser Person und erhielt um 18.40 Uhr den Hinweis, dass sich die Person, mit einer blutenden Kopfverletzung, im Bereich der Merzhauser Straße, nahe der Vaubanallee, aufhalte. Tatsächlich wurde die Person dort von einer Polizeistreife angetroffen und angehalten. Aufgrund der Kopfverletzung war von den Polizeibeamten zur medizinischen Versorgung ein Rettungswagen hinzugerufen worden.

Bei diesem Hilfseinsatz an der Vaubanallee wurden die Beamten von sog. Autonomen angegangen.

Zunächst flogen kleinere Steine in Richtung der Polizisten. Als ein größerer Stein einen Streifenwagen traf, wollten die Beamten eine Mann einer Personenkontrolle unterziehen. Dabei wurden die Ordnungshüter von weiteren Personen aus dem Bereich der SUSI massiv angegangen. Die Polizeibeamten mussten sich dabei zur Wehr setzen. Bei dieser Situation waren zirka 20 sog. Autonome anwesend, die die Polizeibeamten bedrängten. Ein Beamter wurde dabei an der Hand verletzt, sein Diensthemd zerrissen.

Später gingen aus dem Quartier Vauban bei der Polizei Beschwerdeanrufe wegen Ruhestörung und eines Feuers in einer Tonne ein. Polizeibeamte stellten Transparente der Wagenburgszene an Häusern und am Zaun des vor vier Wochen geräumten Baugeländes M1 fest. Um 21.30 Uhr war an einem Radlader auf dem Baugelände M1 eine Scheibe eingeworfen worden. Um 22.00 Uhr wurde der Brand eines  Tiefbaubaggers gemeldet. Einsatzkräfte der Polizei ermöglichten der Feuerwehr ein ungehindertes Löschen des vorsätzlich gelegten Feuers.

Die Höhe des angerichteten Sachschadens lässt sich noch nicht genau beziffern, dürfte jedoch im sechsstelligen Euro-Bereich liegen.

Nachdem die Polizeidirektion stärkere Kräfte sichtbar in Position gebracht hatte, beruhigte sich die Situation.

Die Kriminalpolizei Freiburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen sich zu melden. Telefon: 0761/882-4884. Das so genannte anonyme Telefon  0761/41262 ist ebenfalls geschaltet. Per Mail sind die Ermittler unter der Anschrift kripo.freiburg@polizei.bwl.de zu erreichen.

Quelle: PM der PD Freiburg vom 01.09.2011

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