Berlin: Ausschreitungen nach friedlichem Straßenfest – Diensthund und sieben Polizisten verletzt

Mehrere Hundert ehemalige Teilnehmer eines Straßenfestes in Rosenthal griffen in der vergangenen Nacht Polizeibeamte an.
Etwa 600 überwiegend alkoholisierte junge Leute hielten sich gegen 23 Uhr teilweise auf der Fahrbahn der Hauptstraße auf und behinderten dadurch den Fahrzeugverkehr. Nachdem die Personen auch den mehrfachen Aufforderungen der Polizisten mit den eintreffenden BVG-Bussen weg zu fahren und vor allem von der Fahrbahn zu treten, nicht nachgekommen waren, begannen die Beamten die Personengruppe in Richtung Gehweg abzudrängen.
Die ehemals Feierenden verhielten sich den Polizisten gegenüber aggressiv und fingen an, Flaschen in deren Richtung zu werfen. Ein 17-Jähriger trat plötzlich aus der Gruppe heraus und trat gegen einen eingesetzten Diensthund, der dabei verletzt wurde.
Aus der Gruppe wurden immer wieder Flaschen und auch Steine aus dem Gleisbett der Straßenbahn auf die Polizeibeamten geworfen. Unbekannte setzen außerdem Pfefferspray ein. Vier Beamte erlitten dadurch Reizungen.
Nachdem angeforderte Unterstützungskräfte eingetroffen waren, beruhigte sich die Lage und eine Vielzahl der Beteiligten entfernte sich. Nachdem Platzverweise ausgesprochen worden waren, lösten sich die verschiedenen Personengruppen vollends auf.
Insgesamt wurden sieben Polizisten leicht verletzt, einer von ihnen musste vom Dienst abtreten. Die Beamten leiteten unter anderem Verfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 18.09.2011

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