Buchholz (Niedersachsen): Polizeibeamte beleidigt und Widerstand geleistet

In der Zeit vom 16.09. bis zum 18.09.2011 fand das 37. Buchholzer Stadtfest statt. Insgesamt ist aus polizeilicher Sicht festzustellen, dass der Großteil der Besucher friedlich feierte. Polizeiliches Einschreiten war meist nur bei alkoholisierten Stadtfestbesuchern notwendig.

In diversen Fällen wurden durch eingesetze Präventionsstreifen Kinder und Jugendliche kontrolliert. In über 50 Fällen wurde bei Minderjährigen verbotenerweise Alkohol festgestellt. Dieser wurde vor Ort freiwillig entsorgt. Trotz der intensiven Kontrollen konnten stark alkoholisierte Kinder und Jugendliche festgestellt werden. Trauriger Höhepunkt waren ein 13-jähriger mit 1,02 Promille sowie ein 15-jähriger mit 1,93 Promille. Die beiden wurden den Erziehungsberechtigten übergeben. Zusätzlich konnte ein derart stark alkoholisierter 14-jähriger festgestellt werden, der ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Einen Alkotest konnte er nicht mehr durchführen.

Neben den Präventionsstreifen konnten durch eingesetzte Polizeibeamte diverse sich anbahnende Körperverletzungen verhindert werden. Trotzdessen kam es zu einigen Auseinandersetzungen von überwiegend alkoholisierten Personen. Ernsthaft verletzt wurde jedoch niemand. Ein amtsbekannter 20-jähriger Buchholzer zeigte sich den Polizeibeamten gegenüber als äußerst aggressiv. Einem Platzverweis kam er trotz mehrfacher Aufforderung nicht nach. Im Zuge der Ingewahrsamnahme leistete er erheblichen Widerstand und beleidigte die Beamten aufs Übelste. Er durfte zum wiederholten Male die Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen und darf nun neben einer Rechnung für die Übernachtung mehrere Strafanzeigen erwarten.

Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag, raubte ein 15-jähriger amtsbekannter Seevetaler zusammen mit einem unbekannten Täter das Handy eines 17-jährigen in der Nähe des Kabenhofes. Die Täter entrissen dem Opfer das Handy und schlugen diesem anschließend ins Gesicht. Das Opfer seinerseits versuchte sich mit einem Butterfly-Messer zu wehren. Ein einschreitender Zeuge konnte zum Glück schlimmeres verhindern. Sowohl Täter als auch Opfer übergaben dem Zeugen das Handy und das Messer bis zum Eintreffen der Polizei. Die Täter flüchteten jedoch vor Eintreffen der Polizei. Nach einer Verfolgung durch die Innenstadt konnte der 15-jährige jedoch gestellt werden. Gegen ihn und den unbekannten Begleiter wurde ein Strafverfahren wegen räuberischem Diebstahls eingeleitet. Aber auch das Opfer muss sich auf ein Strafverfahren einstellen, da das Butterfly-Messer ein verbotener Gegenstand nach dem Waffengesetz ist.

Quelle: PM der PI Harburg vom 18.09.2011

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