Lohra/Fronhausen (Hessen): Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamten nach Zigarettendiebstahl

Größere Mengen Zigaretten sollen drei Personen am Dienstagmittag, 20. September, in einem Markt in Lohra gestohlen haben. Ein Zeuge, der den Vorfall beobachtete, verständigte die Polizei. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen nach zwei Fahrzeugen kam es zum Schusswaffengebrauch durch die Polizei. Ein Wagen verunglückte bei der Flucht. Zwei Insassen erlitten mittelschwere Verletzungen. Gegen 12 Uhr beobachtete ein Zeuge drei Männer bei dem mutmaßlichen Diebstahl größerer Mengen Zigaretten aus einem Markt in der Marburger Straße. Das Trio flüchtete zunächst mit zwei in Nordrhein-Westfalen zugelassenen Fahrzeugen. Polizeibeamte stoppten kurze Zeit später in der Ortslage Fronhausen einen Daimler Benz und nahmen den 37 -jährigen Fahrer vorläufig fest. Der zweite Wagen, ein Hyundai, fiel Zivilfahndern auf einem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes in Fronhausen auf. Nach derzeitigen Erkenntnissen ignorierte der Fahrer die Anhaltezeichen des Polizeibeamten und fuhr auf ihn zu. Dabei kam es zur Abgabe von Schüssen auf den flüchteten Hyundai. Der Polizeibeamte kam nach bisherigen Erkenntnissen ohne Verletzungen davon. Der mit zwei Männern besetzte Wagen flüchtete und kam auf der Landesstraße 3093 zwischen Fronhausen und Niederwalgern von der Straße ab. Bei dem folgenden Überschlag wurden offenbar beide Insassen aus dem Fahrzeug geschleudert. Die 30 und 31 Jahre alten Männer erlitten hierbei mittelschwere Verletzungen. Beide wurden mit einem Rettungswagen in die Uni-Klinik Marburg eingeliefert. Durch den Schusswaffengebrauch selbst wurde nach den vorliegenden Informationen niemand verletzt. In den sichergestellten Fahrzeugen stellte die Polizei eine größere Menge Zigaretten sicher. Die Ermittlungen zum Tatgeschehen laufen momentan auf Hochtouren. Das Hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden hat die weitere Bearbeitung im Zusammenhang mit dem Schusswaffengebrauch übernommen. Zeugen, die Angaben zur den Vorgängen in Lohra und Fronhausen machen können, setzen sich bitte mit der Polizei in Marburg, Tel. 06421- 4060, in Verbindung. Weitere Presseauskünfte behält sich die Staatsanwaltschaft Marburg, Tel. 06421- 290222, am Mittwoch vor.

Quelle: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Marburg und der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf vom 20.09.2011

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.