Mainz/Kaiserslautern (RLP): Übergriffe u.a. auf Polizeibeamte im Zusammenhang mit dem Rheinlandpfalzderby vom

Gegen 22.00 Uhr meldete ein besorgter Wirt einer Gaststätte in der Mainzer Innenstadt eine 15-20köpfige Personengruppe, augenscheinlich Kaiserslauterer Fans, die sich in seinem Lokal aggressiv verhalten würden.
Bei Eintreffen der Polizeikräfte berichtete der Wirt, dass die Personengruppe die Örtlichkeit verlassen habe und dabei Gegenstände beklebt und beschädigt hätten. Aufgrund der festgestellten Aufkleber dürfte es sich bei den Tätern um Mitglieder der Kaiserslauterer Ultraszene gehandelt haben.
Kurze Zeit später meldeten Passanten einen Übergriff einer Personengruppe auf zwei Mainzer Bürger, bei der ein Geschädigter verletzt wurde. Die Beschreibung der Personengruppe glich der des Gastwirts. Da der Geschädigte auf Nachfrage durch Mitglieder dieser Gruppe „Mainz oder Kaiserslautern?“ mit Mainz antwortete, wurde dieser geschlagen, so dass momentan davon auszugehen ist, dass es sich bei den Tätern um die gleichen Personen der Kaiserslauterer Ultraszene gehandelt hat.
Im Rahmen der Fahndung durch mehrere Streifen der Polizei Mainz konnten dann im örtlichen Nahbereich circa 25 dunkel gekleidete Jugendliche festgestellt werden, die bei Sichtung der Polizeikräfte flüchteten. Eine Überprüfung einer Vielzahl dieser Personen ergab, dass es sich um Mitglieder und Unterstützer der Mainzer Ultraszene handelte.
Bei einer Person aus der Mainzer Gruppe konnte ein Teleskopschlagstock aufgefunden und sichergestellt werden. Allen kontrollierten Personen wurden Platzverweise erteilt.
Die Gesamtumstände lassen vermuten, dass eine größere Schlägerei zwischen den verfeindeten Ultragruppierungen verhindert werden konnte.
Die Polizei Mainz ermittelt wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Am Spieltag waren insgesamt vier szenekundige-Beamte der Mainzer Polizei in Kaiserslautern eingesetzt. Diese Polizisten wurden permanent und massiv durch die eigenen Mainzer Fans (insbesondere Mitgliedern und Unterstützern der Ultraszene) beleidigt und angefeindet.
Die Anfeindungen gipfelten im Stadion in einem gezielten Wurf einer Stahlmutter auf die szenekundigen Beamten aus Mainz. Durch diesen Wurf wurde eine Mainzer Beamtin an der Hand verletzt. Es ist nur einem glücklichen Umstand zu verdanken, dass die Kollegin nicht schwerer verletzt wurde. Momentan werden die Ermittlungen gegen unbekannt geführt.
Insgesamt beschreiben die Einsatzkräfte aus Mainz eine Personengruppe von circa 200 schwarz gekleideten Personen aus der Mainzer Anhängerschaft als hochaggressiv, provokant und Auseinandersetzungen zu gegnerischen Fans und der Polizei suchend. Aus diesem Grund wurden mehrfach Schlagstockeinsätze der Polizei notwendig.
Am Abend musste die Polizei in Mainz nochmals tätig werden, als ein Privatfahrzeug eines Angehörigen der Polizeiinspektion in der Weißliliengasse durch einen Böllerwurf beschädigt wurde (Scheibe geborsten). Aufgrund der Gesamtumstände ist auch hier davon auszugehen, dass Mainzer Fußballfans als Täter in Frage kommen.

Quelle: PM des PP Mainz vom 20.09.2011

Der Teil mit dem Böllerwurf auf das Privatfahrzeug zeigt mal wieder ganz deutlich, wie dringend Polizisten eine namentliche Kennzeichnung brauchen. Geht doch nix über netten Besuch daheim…

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