Wiesbaden (Hessen): Tatverdächtiger schießt auf Polizeibeamte

In der Waldstraße in Wiesbaden wurden heute, gegen 06.30 Uhr, Polizeibeamte von einem 43-jährigen Deutschen beschossen. Der Mann stand im Verdacht, mehrere Raubüberfälle im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen begangen zu haben. Die Beamten wollten mit einem Durchsuchungsbeschluss die Wohnung durchsuchen. Nachdem die Einsatzkräfte die Wohnung betreten hatten, schoss der Mann auf sie. Ein Polizeibeamter wurde im Bereich der Schutzweste getroffen. Nur aufgrund der angelegten Schutzweste blieb er unverletzt. Nach ersten Befragungen hat sich der Tatverdächtige anschließend mit der eigenen Waffe in den Kopf geschossen. Der Tatverdächtige wurde in ein Wiesbadener Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen haben die Staatsanwaltschaft Wiesbaden und das Hessische Landeskriminalamt übernommen.

Quelle: PM des LKA Hessen vom 22.09.2011

Ach Du meine Güte! Ich hoffe, der Mann überlebt das Ganze. Das ist für die beteiligten Polizeibeamten auch so schlimm genug!

Ich bin froh, dass den Polizeibeamten körperlich nichts passiert ist, ganz besonders dem Polizisten, dessen Schussweste die Kugel abgefangen hat!

2 Kommentare
  1. austria sagte:

    Alles tragisch. Bin selbst Polizist – gut, dass der Kollege eine Schutzweste trug und so zu sagen unverletzt blieb. Hätte aber nur eine Frage. Es steht der Mann schoss, hat sich aber nach ersten Befragungen selbst in den Kopf geschossen. Wie geht das? Hat man ihm die Waffe nicht abgenommen bzw. nach seinem Schuss auf den Kollegen nicht ……..

    Antworten
    • mgernhardt sagte:

      Ich denke, man darf sich darunter keine „Befragung“ im Sinne einer Vernehmung vorstellen. Ich denke eher, die PM ist an der Stelle schlecht formuliert. Das passiert leider oft, zumal im ersten Schock auch nicht immer so klare Aussagen vorliegen. Meine Vermutung ist, dass sie versucht haben, mit ihm zu reden und er dann sich selbst in den Kopf schoss, bevor sie dazu kamen, ihm die Waffe abzunehmen oder aber, dass er eine weitere Waffe irgendwo herumliegen hatte.

      Das muss alles Spekulation bleiben. Ich gehe davon aus, dass wir mehr erfahren werden, wenn die Sachlage genauer ausermittelt ist.

      Ich versuche zu diesem Zeitpunkt lieber erst einmal die Sicht einer Seelsorgerin einzunehmen. Ich finde es jetzt erstmal wichtig, den Polizeibeamten Rückhalt zu geben. Den größten Fehler hat der gemacht, der auf sie geschossen hat…

      Was nicht heißt, dass da nicht für spätere Einsätze draus gelernt werden sollte, das ist in jedem Fall auch wichtig…

      Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.