Berlin: Betrunken zwei Unfälle verursacht, Streifenwagen gerammt und Polizisten verletzt

Ein 23-jähriger alkoholisierter Autofahrer verursachte in der vergangenen Nacht in Gesundbrunnen innerhalb von drei Stunden drei Verkehrsunfälle und versuchte jedes Mal, vor der Polizei zu flüchten.

Der ersten Unfall mit anschließender Flucht ereignete sich gegen 0 Uhr 30 an der Kreuzung Kolonie- Ecke Osloer Straße. Hier musste ein 33-Jähriger Autofahrer mit seinem „Mercedes“ an einer „roten“ Ampel halten. Der 23-Jährige fuhr mit seinem „Mitsubishi“ auf den Wagen des Älteren auf, setzte zurück und flüchtete über den Gehweg in Richtung Prinzenallee. Auf der Flucht missachtete er zwei „rote“ Ampeln und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer, deren Reaktionsfähigkeit es zu verdanken ist, dass es nicht auch hier zu Unfällen kam. Alarmierte Polizisten stellten den Flüchtenden kurz darauf in der Schwedenstraße. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 2,75 Promille. Die Beamten brachten den jungen Mann zur Blutentnahme zur Gefangenensammelstelle, beschlagnahmten seinen Führerschein und setzten ihn wieder auf freien Fuß.

Knapp drei Stunden später, gegen 3 Uhr 30, verursachte derselbe Mann mit seinem Fahrzeug in der Prinzenallee den nächsten Auffahrunfall. Ein LKW musste an einer „roten“ Ampel an der Kreuzung Prinzenallee Ecke Osloer Straße halten, als der 23-Jährige wieder nicht rechtzeitig bremsen konnte. Er wendete sein offenbar robustes Fahrzeug und fuhr nun entgegen der Fahrtrichtung die Prinzenallee zurück. Eine Funkwagenbesatzung hatte die Verkehrsunfallflucht beobachtet und stellten sich in Höhe der Bellermannstraße mit Blaulicht und Martinshorn auf, um den Tatverdächtigen an der Weiterfahrt zu hindern. Dies hielt den Autofahrer jedoch nicht davon ab, mit erhöhter Geschwindigkeit auf das Polizeifahrzeug zuzufahren und es frontal zu rammen. Wieder setzte der 23-Jährige sein Fahrzeug zurück und startete einen erneuten Fluchtversuch. Die Beamten setzten den Irrfahrten des Alkoholisierten ein Ende, indem sie ihn kurzerhand aus dem Fahrzeug zogen, nachdem er der Aufforderung nicht nachgekommen war, selbständig auszusteigen. Er leistete nun erheblichen körperlichen Widerstand und verletzte dabei einen Polizisten leicht an der linken Hand. Die Einsatzkräfte brachten den renitenten Mann zu Boden, legten Handfesseln an und nahmen ihn vorläufig zur erneuten Blutentnahme fest.
Gegen den Autofahrer sind Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Widerstands, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Trunkenheit im Straßenverkehr, Verkehrsunfallflucht und Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet worden.
Während der Unfallaufnahme war die Prinzenstraße ab der Bellermannstraße in Richtung Osloer Straße bis kurz vor 6 Uhr gesperrt.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 08.10.2011

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