Am frühen Freitagnachmittag ist es im Bereich der Göhrde zu Gleisblockaden gekommen. An mehreren Stellen besetzten insgesamt rund Zweihundert, teilweise vermummte Personen die Gleise, errichteten Blockaden und zündeten diese an. Innerhalb dieser Blockaden begannen die Personen „zu schottern“.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, betont in diesem Zusammenhang noch einmal, dass „Schottern“ eine Straftat darstellt, die von den Einsatzkräften konsequent verfolgt wird.

Am Bahnübergang Grünhagen bewarfen Vermummte einen VW Bus der Bundespolizei mit Molotow-Cocktails und beschädigten das Fahrzeug dabei so stark, dass es nicht mehr einsatzbereit ist. Fünf weitere in der Nähe abgestellte Kleinbusse der Polizei wurden durch die Täter mit Steinen beworfen und hierdurch beschädigt. Bei Leitstade wurde ein Sonderbefehlswagen der Bundespolizei mit insgesamt 15 Molotow-Cocktails angegriffen, von denen sich sieben entzündeten. Bei dem Fahrzeug wurden die Frontscheibe und ein Reifen beschädigt; es ist weiter einsetzbar. Bei beiden Angriffen wurden glücklicherweise keine Personen verletzt.

Auch Wege in der Nähe der Gleiskörper wurden durch Personengruppen durch Baumstämme und Äste blockiert, um hierdurch Einsatzkräften die Anfahrt zu diesen Bereichen zu erschweren bzw. zu verbauen.

Die Einsatzleitung der Polizei geht davon aus, dass es sich bei diesen Straftaten und den Angriffen auf Polizeikräfte gestern in Metzingen um die Taten von wenigen Einzeltätern handelt, die nicht stellvertretend für den Protest im Wendland stehen.

Dazu der Lüneburger Polizeipräsident Friedrich Niehörster am frühen Freitagabend: „Wir hoffen, dass sich die Demonstranten von diesen Straftätern distanzieren und ihnen weder bei der morgigen Auftaktdemonstration in Dannenberg noch im Anschluss Deckung in ihren Reihen geben.“

Quelle: PM der Polizeipressestelle zum Castortransport vom 25.11.2011, 19:51

lichen Dank an MJ für den Hinweis auf diese besondere Pressestelle!

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