Bremen: Gefährlicher Flaschenwurf: Diensthund „Amigo“ im Einsatz verletzt

Ein Diensthund der Bundespolizeiinspektion Bremen ist durch einen Glassplitter im Auge beim Fußballeinsatz vom Samstag schwer verletzt worden. Heute gab es erste Hinweise auf Besserung, aber die Gefahr der Erblindung ist noch nicht gebannt. Der Schutz- und Sprengstoffsuchhund wurde vier Stunden operiert.

Bildquelle: Bundespolizei Bremen

Nach dem Spiel des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen kamen rund 200 Leverkusener Fans von der Straßenbahn zum Bahnhof. Auf dem Bahnhofsvorplatz sicherten Bundespolizisten gerade die Ermittlungen nach einer zuvor begangenen Körperverletzung. Scheinbar aus Protest dagegen flog ungezielt aus der Menge heraus eine Bierflasche. Sie zerbrach unglücklicherweise unmittelbar vor Amigo.

Der Diensthundeführer (56) bemerkte die blutende Wunde und konnte den Glassplitter aus dem Auge seines fünfjährigen Malinois (Belgischer Schäferhund) entfernen. Ein zufällig vorbeikommender Arzt der Bundeswehr kümmerte sich um den Partner mit der kalten Schnauze. Er empfahl die sofortige Einlieferung in die Tierklinik. Von 19:20 bis 22:45 Uhr wurde der Hund operiert.

Danach hatte sein Herrchen eine anstrengende Zeit. Seit Samstag muss alle zwei Stunden die Wunde gesäubert und mit Tropfen versorgt werden. Obwohl Amigo in seiner Familie lebt und außerhalb von Einsatzlagen sehr zutraulich ist, darf nur sein Herrchen helfen.

Dieser Vorfall hat erneut gezeigt, welche Gefahren durch Flaschenwürfe entstehen können. Der Täter entkam unerkannt im Schutz der Menge.

Quelle: PM der BPOLI Bremen vom 31.01.2012

Scheiß Flaschenwerfer!

3 Kommentare
  1. Alex sagte:

    Früher wurden überwiegend Dosen geworfen. Dank dem nun höheren dazugehörigen Pfand werden heute eben leider fast nur noch die mit dem „billigeren“ Pfand versehenen Flaschen als Wurfgeschosse verwendet, die die Eigenart haben, auch noch zu zerbrechen. Hoffentlich geht es dem Hund bald wieder besser und der/die Täter/-in können festgestellt werden. Schon alleine wegen dem wahrscheinlich ungleich höheren zivilrechtlichen Anspruch gegenüber dem möglichen strafrechtlichen Urteil.

    Antworten
  2. friederike sagte:

    Der Flaschenwerfer ist einfach feige! Aber derlei Feiglinge gibt es wohl viele.

    Aber ich hab (mal wieder) eine ganz naive Frage:
    Dass die Passanten auf den Straßen und die Geschäfte geschützt werden müssen vor Randalierern, ist mir ja einsichtig. Aber wenn Fans aufeinander losgehen, warum muss die Polizei eigentlich dazwischen gehen? Lasst sie doch mal richtig den Schmerz ihrer Wunden spüren, die sie sich gegenseitig zufügen. Vielleicht kommen dann doch einige zur Besinnung.

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.