Hemmingstedt (Schleswig-Holstein): Jugendlicher leistet sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei

Ein 17-Jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern, der bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag wegen eines Einbruchs in ein Wesselburener Sportlerheim von der Polizei vorläufig festgenommen worden war (siehe hierzu die ots-Meldung der PD Itzehoe vom 30. Januar 2012, 11.03 Uhr), leistete sich am Dienstag weitere Rechtsverstöße – gegen ihn ermittelt die Polizei nun auch wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Unbefugter Geberauch von Kraftfahrzeugen und Diebstahl sowie Gefährdung des Straßenverkehrs in Verbindung mit mehreren eklatanten Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung.

Polizeibeamte wurden neuerlich auf den 17-Jährigen aufmerksam, als er im Bereich Heide ein Auto lenkte, mit dem er später in Hemmingstedt gegen einen Baum fuhr. Er war an der Stelle auf vereister Straße von der Fahrbahn abgekommen, hatte danach einen Gehweg gequert und einen Gartenzaun durchbrochen. Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von rund 4.000 Euro.

Aufgefallen war er den Polizeibeamten, die bereits von dem Kfz-Diebstahl wussten, um 13.15 Uhr in Heide am Wulf-Isebrand-Platz. Er saß allein in dem Pkw und befuhr anschließend die Straßen Lüttenheid, Neue Anlage, Hafenstraße. An einer Lichtzeichenanlage nahm der die Ordnungshüter wahr und versuchte von dort aus – teils mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in den Orten Heide, Lohe-Rickelshof und Hemmingstedt (auch in einer 30er-Zonen sowie auf einem Gehweg) -, das Weite zu suchen. Dabei ignorierte er ebenso Blaulicht und Martinshorn sowie die Leuchtzeicheneinrichtung „Stop Polizei“.

Während der Fahrt veranlasste er einen Schulbusfahrer abzubremsen, um einer Kollision aus dem Weg zu gehen. Er ignorierte Verkehrsschilder – darunter auch ein Stoppschild – sowie eine geschlossenen Halbschranke und das rote Licht der LZA am Bahnübergang Bahnhofstraße/Dorfstraße in Hemmingstedt, an der bereits Verkehrsteilnehmer aus beiden Richtungen mit ihren Fahrzeugen warteten.

Insgesamt gesehen hat es der 17-Jährige anderen zu verdanken, dass er mit Geschwindigkeiten von über 150 km/h auf winterlichen Straßen nicht vor dem Crash schwerer verunglückte. Er blieb letztlich unverletzt.

Das Fahrzeug, mit dem der Jugendliche unterwegs war und bei dem die gesamte Vorderfront eingedrückt war, musste von einem Abschleppdienst geborgen werden.

Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der 17-Jährige dem Jugendnotdienst beim Kreis Dithmarschen übergeben.

Quelle: PM der PD Itzehoe vom 01.02.2012

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.