München (Bayern): Ein verletzter Polizeibeamter bei Münchner Sicherheitskonferenz

Das Polizeipräsidium München zieht eine positive Bilanz des Einsatzes anlässlich der 48. Münchner Sicherheitskonferenz. Der Einsatzleiter Polizeivizepräsident Robert Kopp:
„Wir haben unsere taktischen Ziele bei klirrender Kälte erreicht. Die Konferenz sowie alle Programmpunkte rund um die Veranstaltung konnten störungsfrei durchgeführt werden – der Schutz und die Sicherheit aller Teilnehmer war zu jeder Zeit gewährleistet. Auch bei den rund 180 Begleitschutzfahrten und Transfers hochrangiger Konferenzteilnehmer kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen.“
Die Münchner Sicherheitskonferenz wurde am Freitag, 03.02.2012, kurz nach 15.00 Uhr, im Hotel Bayerischer Hof eröffnet. Der Sicherheitsbereich wurde bereits ab 06.00 Uhr mit Inkrafttreten der Verkehrssperren eingerichtet. In diesem Zusammenhang kam es zu insgesamt zehn Abschleppungen aus den Haltverbotszonen.
Neben den vielfältigen Schutzmaßnahmen rund um das Hotel Bayerischer Hof mussten weitere Hotels und Objekte ebenfalls intensiv polizeilich betreut werden. Unter den Teilnehmern der Sicherheitskonferenz befanden sich mehr als 100 potentiell gefährdete Personen, für deren Schutz und Sicherheit die Münchner Polizei in besonderem Maße zu sorgen hatte.

Zur stationären Versammlung des „Aktionsbündnis gegen die NATOSicherheitskonferenz“ am ersten Konferenztag auf dem Marienplatz fanden sich lediglich 20 Teilnehmer ein. In der Innenstadt herrschte am Freitag normaler Verkehr. Nennenswerte Störungen waren nicht zu verzeichnen.

Am Samstag, 04.02.2012, wurde die Konferenz sowie weitere Programmpunkte ab 08.45 Uhr fortgesetzt. Auch an diesem Tag hatte der Schutz und deren Teilnehmer oberste Priorität.
Bei der zentralen Gegenveranstaltung fanden sich zur Auftaktkundgebung bis zum Abmarsch des Demonstrationszuges um 13.42 Uhr insgesamt 800 Teilnehmer ein. Im Verlauf des Aufzuges stieg die Teilnehmerzahl in der Spitze auf ca. 2.100 Personen.
Gegen 15.00 Uhr erreichte der Demonstrationszug den Marienplatz, auf dem um 16.17 Uhr die Schlusskundgebung beendet wurde. Im Verlauf dieser wurde an der
Besuch erplattform des „Alten Peter“ ein Transparent angebracht, das Polizeikräfte entfernten.

An dem Aufzug nahm auch ein sog. „schwarzer Block“ mit ca. 150 Personen teil. Diese Personengruppe missachtete mehrfach versammlungsrechtliche Beschränkungen durch Mitführen von Seitentransparenten. Nachdem trotz mehrfacher Aufforderung dieses Verbot immer wieder ignoriert wurde, kam es zur Wegnahme durch die Polizei. Dabei wurde ein Polizeibeamter mit einer Fahnenstange sowie durch Faustschläge am Kopf verletzt.

Im Zusammenhang mit dem Einsatzgeschehen kam es zu insgesamt sechs Festnahmen (u.a. wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Diebstahl und
Beleidigung) und 12 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten (z.B. Passivbewaffnung, Bayerisches Pressegesetz). Insgesamt mussten an diesem Wochenende
veranstaltungsbezogen 48 Fahrzeuge abgeschleppt werden.

Das Ende der 48. Münchner Sicherheitskonferenz ist für Sonntag, 05.02.12, 13.00 Uhr vorgesehen. Polizeivizepräsident Robert Kopp dankte allen Einsatzkräften für ihr Engagement. Speziell vor dem Hintergrund der klirrenden Kälte an allen drei Einsatztagen ist die hohe Motivation der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen
besonders hervorzuheben.

„Ein `Vergelt´s Gott` allen friedlichen Versammlungsteilnehmern und natürlich auch den Münchnerinnen und Münchnern, die auch in diesem Jahr der Polizei großes Verständnis entgegengebracht haben“, so Einsatzleiter Robert Kopp.

Quelle: PM des PP München vom 05.02.2012

 

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