Berlin: Verfolgung und Gefährdung

Böller aus Auto auf Passanten geworfen – anschließende Verfolgung
Charlottenburg-Wilmersdorf/Neukölln

In der vergangenen Nacht beobachteten Polizisten in Charlottenburg zwei Männer, die aus ihrem Auto heraus Pyrotechnik auf Passanten warfen. Die ersten gezielten Würfe erfolgten durch den Fahrer des „Nissan“ gegen 0 Uhr 30 am Kurfürstendamm auf Passanten, die auf dem Mittelstreifen standen. Danach setzten die beiden ihre Fahrt auf dem Kurfürstendamm in Richtung Schöneberg fort. Kurz darauf stoppte der Fahrer wieder und der Beifahrer warf ebenfalls „Böller“ auf Passanten auf dem Mittelstreifen. In diesem Fall wichen die betroffenen Personen vor Schreck auf die andere Richtungsfahrbahn aus. Verletzt wurde offenbar niemand. Die Fahnder entschlossen sich das Fahrzeug zu stoppen. An der Kreuzung Kurfürstendamm, Leibnizstraße, Olivaer Platz, mussten die beiden bei „rot“ anhalten.

Das nutzten die Polizisten aus um sich mit ihrem Fahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht vor den „Nissan“ zu stellen. Während einer der Beamten an das Fahrzeug herantrat und sich als Polizist zu erkennen gab, gab der Fahrer plötzlich Gas und fuhr auf den zweiten Beamten zu, der gerade das Dienstfahrzeug verlassen hatte. Der konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Bei diesem Manöver fuhr der Flüchtige die Fahrertür des Zivilfahrzeuges ab, die durch die Wucht des Aufpralles ca. 15 Meter weit geschleudert wurde. Die anschließende Verfolgung, bei der der Verfolgte mehrere Verkehrsgefährdungen beging, endete auf einer Tankstelle in der Karl-Marx-Straße in Neukölln, wo der Fahrer gegen eine Zapfsäule fuhr und das Auto zum Stehen kam. Der 21-jährige Fahrer und sein 27 Jahre alter Beifahrer wurden vorläufig festgenommen und für die Kriminalpolizei der Direktion 5 eingeliefert. Ein Beamter wurde bei der Festnahme leicht verletzt.
Beide werden einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Quelle: PM der Polizei Berlin vom 01.01.2013

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