Dahme (BRB): Geflüchtet und Polizeiauto gerammt

Als Polizeibeamte am Montagabend in Dahme einen PKW Huyndai kontrollieren wollten, weil an dem Fahrzeug die hintere Kennzeichentafel fehlte, missachtete der Fahrer sämtliche Anhaltesignale der Polizei und flüchtete mit seinem Fahrzeug durch das gesamte Stadtgebiet von Dahme. Außerhalb der Ortschaft hielt das Fahrzeug schließlich an. Als einer der Polizisten sich dem Fahrzeug näherte, beschleunigte der Fahrer und fuhr auf den Beamten zu. Dieser konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten. Die Nacheile setzte sich nun über verschiedene Rad- und Feldwege bis in die Ortslage Rosenthal fort. Das flüchtige Fahrzeug kollidierte dabei zwischenzeitlich mit einem Wegweiser. Die Flucht zog sich durch mehrere Dörfer hin. Dabei rammte das Fluchtfahrzeug auch mehrfach den Funkstreifenwagen. Weitere Einsatzmittel der Polizeiinspektion Luckenwalde und des Polizeireviers Lübben kamen zur Unterstützung hinzu. Als das flüchtige Fahrzeug wieder ins Stadtgebiet von Dahme einfuhr, gelang es den Einsatzmitteln das Fahrzeug im Töpfermark zu stoppen und die beiden  Insassen zu stellen. Beide stritten ab gefahren zu sein. Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich um einen 22-Jährigen und einen 29-Jährigen aus dem Landkreis Teltow-Fläming. Da bei beiden Insassen der Verdacht auf Alkoholkonsum bestand, wurden Blutproben entnommen. Bei dem 22-Jährigen hatte ein Atemalkoholtest einen Wert 1,55 Promille ergeben. Der 29-Jährige hat den Test verweigert. Das Fahrzeug war zudem stillgelegt und die Beschuldigten nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Vorn am Fahrzeug befand sich ein weiteres Kennzeichen, das eigentlich an ein anderes stillgelegtes Fahrzeug gehört.
Während der Maßnahmen beleidigte der 22-Jährige zudem  Polizeibeamte.
Polizisten wurden während des Einsatzes glücklicherweise nicht verletzt. Der an einem der Funkwagen entstandene Sachschaden wird auf über 12.000 Euro geschätzt. Der 29-jährige Täter wurde vorläufig festgenommen. Bei dem 22-Jährigen erfolgte die Ingewahrsamnahme. Gegen beide wird nun wegen mehrerer Gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr in Verbindung mit Trunkenheit, wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Unfallflucht, Fahren ohne Haftpflichtversicherung, Fahren ohne Fahrerlaubnis  und Kennzeichenmissbrauch ermittelt. Das Tatfahrzeug wurde sichergestellt. Die Beschuldigten wurden heute (Dienstag) gegen 13.00 Uhr wieder entlassen.

Quelle: PM der Polizei Brandenburg vom 08.01.2013

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