Gelsenkirchen (NRW): Aggressionen auch gegen Polizei bei Einsätzen wegen häuslicher Gewalt

Am Dienstag kam es in den Abendstunden im Stadtgebiet zu zwei Fällen häuslicher Gewalt. Gegen 18:45 Uhr randalierte ein 62-jähriger Gelsenkirchener in der ehelichen Wohnung an der Rotthauser Straße. Gegenüber den eingesetzten Beamten gab die verängstigte Frau (61J.) an, dass ihr aggressiver und stark alkoholisierte Mann sie zuvor bedrohte hatte. Er würgte sie und baute sich mit geballten Fäusten vor ihr auf. Völlig eingeschüchtert verständigte sie daraufhin die Polizei. Im Beisein der Beamten beschimpfte und beleidigte der Mann zunächst seine Frau und den 32-jährigen Sohn. Kurz darauf richtete sich seine Aggressivität gegen die Beamten. Im letzten Moment konnten sie seinen Angriff abwehren. Anschließend fesselten sie ihn und brachten ihn ins Gewahrsam. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,44 Promille. Ein Arzt entnahm ihm eine Blutprobe. Am frühen Morgen wurde er mit der Verfügung eines 10-tägigen Rückkehrverbotes wieder entlassen.

Um kurz vor Mitternacht informierte eine Nachbarin die Polizei über einen Fall häuslicher Gewalt in einer Wohnung an der Bottroper Straße in Horst. Die 49-jährige Ehefrau sagte später aus, dass es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu körperlichen Übergriffen kam. Diese habe sie aber bislang nicht zur Anzeige gebracht. Zwischen den Eheleuten eskalierte am Abend erneut ein Streit, da der 61-Jährige beabsichtigte, ihr die Haare zu schneiden. Während der anschließenden Rangelei fügte er ihr mit der Schere eine Schnittverletzung am Finger zu. Die 49-Jährige flüchtete daraufhin in die Wohnung einer Nachbarin. Ein Rettungswagen brachte sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Da der aggressive, uneinsichtige und alkoholisierte (2,08 Promille) Gelsenkirchener der Wohnungsverweisung nicht nachkam, brachten die Beamten ihn ins Polizeigewahrsam. In den heutigen Mittagsstunden wurde er wieder entlassen.

Quelle: PM des PP Gelsenkirchen vom 09.01.2013

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