Schöppenstedt, Wolfenbüttel (Niedersachsen): Wohnungseinbruchdiebstahl, Täter festgenommen

Freitag, 29.11.19, 21:15 Uhr In Schöppenstedt drang ein 40-jähriger nach Einschlagen eines Fensters in eine Wohnung ein. Dabei wird er von Zeugen beobachtet. Die hinzugerufenen Polizeibeamten konnten den Täter beim Verlassen der Wohnung festnehmen. Der 40-jährige leistete Widerstand, zwei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. Im Anschluss wurde der Täter in die JVA überstellt, da er ohnehin per Haftbefehl gesucht wurde.

PM (auszugsweise) des PK Wolfenbüttel vom 30.11.2019

 

Aschaffenburg (Bayern): Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigungen
Am Freitag, gegen 22 Uhr, geriet eine stark alkoholisierte 50-Jährige, in einer Gaststätte in der Herstallstraße in Streit mit anderen Gästen. Einem Gast schlug sie ins Gesicht, sodass dessen Unterlippe aufplatzte. Die Dame beschädigte in der Gaststätte außerdem eine Glasscheibe. Die eintreffenden Polizeibeamten wurden von der renitenten Dame mit Kraftausdrücken beleidigt. Sie versuchte die Beamten auch anzuspucken. Zur Unterbindung weiterer Straftraten und Sicherheitsstörungen wurde die Dame in der Gewahrsamszelle bei der PI Aschaffenburg ausgenüchtert. Gegen sie wird nun wegen verschiedenster Delikte ermittelt.
Ein weiterer Fall mangelnden Respekts gegenüber Polizeibeamter ereignete sich gegen 01.30 Uhr in einer Diskothek in der Innenstadt. Ausgangslage war eine tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Gästen untereinander und einem Türsteher. Dabei kam es nach derzeitigem Ermittlungsstand zu mehreren Schlägen.
Bei der Sachverhaltsaufnahme durch die Polizei ließ sich ein stark alkoholisierter Beteiligter nicht beruhigen. Er bäumte sich mehrfach aggressiv gegen die Polizeibeamten auf, sodass er in Gewahrsam genommen und gefesselt werden musste. Im Rahmen des Transports zur PI Aschaffenburg beleidigte der 38-Jährige die Beamten und stemmte sich immer wieder gewaltsam gegen die Maßnahmen. Es waren mehrere Beamte notwendig, um ihn unter Kontrolle zu bringen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme bei dem Beschuldigten veranlasst. Er wurde in der Gewahrsamszelle der PI Aschaffenburg ausgenüchtert. Ihn erwartet u. a. ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

PM (auszugsweise) der PI Aschaffenburg vom 30.11.2019

 

Kiel (Schleswig-Holstein): Intensive Kontrollen durch Kieler Polizeirevier

Wie angekündigt führten Polizeibeamte ab Freitagnachmittag intensive Kontrollen rund um den Exerzierplatz durch. Ingesamt kontrollierten sie über 300 Personen und stellten dabei rund 50 Verstöße fest. Die Einsatzleiterin zeigte sich hochzufrieden mit dem Verlauf und dankte ihren engagierten Mitarbeitern.
Im Zeitraum von 15 Uhr bis etwa 23:30 Uhr beobachteten die Beamten zunächst die anreisenden Konzertbesucher. Im Anschluss an das Konzert fand eine stationäre Fahrzeugkontrolle auf dem Schützenwall statt. In der Halle selbst fanden keine Kontrollen statt.
Hier musste die Polizei allerdings tätig werden, da sich mehrere Konzertbesucher mit Ordnern schlugen. Einer der Ordner kam zur Behandlung seiner Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Polizei nahm drei Tatverdächtige vorläufig fest. Einer von ihnen musste aufgrund seines Alkoholisierungsgrades die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen, da keine Angehörigen erreicht werden konnten.
Insgesamt kontrollierten die eingesetzten Kräfte rund 200 Konzertbesucher, die zu Fuß an der Halle ankamen und etwa 130 Autofahrer. Insgesamt schrieben sie knapp 50 Ordnungswidrigkeiten- bzw. Strafanzeigen.

Bei einem mutmaßlichen Dealer fanden sie Kokain und eine größere Menge Bargeld in szenetypischer Stückelung. Nach Rücksprache mit einem Richter ordnete dieser die Durchsuchung der Wohnung des Mannes an. Bei drei weiteren Personen fanden die eingesetzten Polizisten ebenfalls Betäubungsmittel, so dass sie Anzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz schrieben. Drei Fahrer mussten darüber hinaus eine Blutprobe abgeben, da der Verdacht besteht, dass sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln ihre Wagen gelenkt haben. Bei zwei Fahrern bestand der Verdacht, dass sie alkoholisiert Auto fuhren. Der jeweils freiwillige Atemalkoholtest ergab jedoch keine entsprechenden Werte.
Ein 15-Jähriger fiel mit einem Messer vor Konzertbeginn auf. Das Konzert verpasste er, seine Eltern holten den Jugendlichen ab. Er erhielt zusätzlich eine weitere Anzeige, da er die Polizisten mehrfach beleidigte.
Zwei Autofahrer konnten bei den Kontrollen keinen gültigen Führerschein vorweisen. Drei weitere werden ihren Führerschein abgeben müssen, da sie teilweise deutlich zu schnell fuhren. Weitere fünf Fahrer werden auf ihre Fahrzeuge zunächst verzichten müssen, da die Beamten unzulässige Veränderungen feststellten, so dass die Betriebserlaubnis erlosch. Hinzu kommen zwei Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, rund 25 weitere Verkehrsordnungswidrigkeiten und zahlreiche Kontrollberichte, die wegen kleinerer Mängel an den Fahrzeugen geschrieben wurden. Letztgenannte Fahrer haben nun zehn Tage Zeit, die Mängel zu beheben, um so einem Bußgeld zu entgehen.
Die Stimmung der insgesamt rund 6.000 Konzerbesucher bezeichneten die eingesetzten Beamten grundsätzlich als friedlich. Viele zeigten Verständnis für die polizeilichen Maßnahmen und begrüßten diese. Zu Konflikten zwischen Konzertbesuchern und Teilnehmern der kurz zuvor beendeten Demonstration kam es nicht.

PM der PD Kiel vom 30.11.2019

 

Würzburg/Innenstadt (Bayern): 19-Jährige schlägt mit Stuhl im Schnellrestaurant um sich – Bei Festnahme Widerstand geleistet

Bei einer Auseinandersetzung in einem Schnellrestaurant hat eine 19-Jährige mit einem Stuhl um sich geschlagen und dabei eine 24-Jährige leicht verletzt. Anschließend versuchte sie vor der Polizeistreife zu fliehen und wehrte sich gegen ihre Festnahme. Die junge Frau muss nun mit mehreren Anzeigen rechnen.
Um 22.30 Uhr meldeten die Gäste eines Schnellrestaurants am Marktplatz eine Streitigkeit in dem Lokal. Die stark alkoholisierte junge Frau war dort mit zwei weiteren jungen Frauen im Alter von 22 und 24 Jahren in Streit geraten. Sie schlug mit einem Stuhl nach den Beiden, so dass eine der Beiden eine Prellung an der Hand davon trug. Anschließend verließ sie in Begleitung von einer jungen Frau und zwei jungen Männern das Restaurant. Als die Gruppe kurz darauf die hinzugerufene Polizeistreife erkannte, rannten alle Personen in Richtung Domstraße davon. Die 19-Jährige konnte nur wenige Meter entfernt vor einem Elektronikgeschäft in der Domstraße eingeholt werden. Gegen ihre Festnahme wehrte sie sich buchstäblich mit Händen und Füßen. Sie versuchte nach den Beamten zu schlagen und zu treten, so dass sie deshalb schließlich auch gefesselt wurde. Sie musste die Beamten zur Polizeiinspektion Würzburg-Stadt begleiten, wo auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam die 19-Jährige wieder auf freien Fuß. Gegen sie wurde unter anderem Anzeige wegen Gefährlicher Körperverletzung und dem Tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte erstattet.

PM (auszugsweise) der PI Würzburg-Stadt vom 30.11.2019

 

Bruchmühlbach-Miesau (Rheinland.Pfalz(: Einbruch in Autofirma, Festnahme von 3 Tatverdächtigen

Am früheren Samstagmorgen gegen 00:35 Uhr wird in der Industriestraße in eine Autofirma eingebrochen.
Die Polizei war durch ein Sicherheitsunternehmen informiert worden und fuhr die Örtlichkeit umgehend an. Während sich die Polizeibeamten zu Fuß dem Firmengelände näherten durchbrach plötzlich ein BMW X5 die Umzäunung und fuhr direkt auf die Polizeibeamten zu. Ein Beamter musste die Dienstwaffe gegen die Reifen des Fahrzeuges einsetzen, traf aber nicht. Zwei weitere Beamte konnten sich anschließend gerade noch durch einen Sprung zur Seite vor dem annähernden SUV retten. Die Flucht der Täter endete jedoch unmittelbar danach, als das Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, sich überschlug und in einem angrenzenden Gleisbett zum Liegen kam. In dem Auto befanden sich drei junge Männer, ein 17-Jähriger und zwei 20-Jährige. Alle drei Personen konnten festgenommen werden.
Sie wurden weder durch den Unfall noch durch die abgegebenen Schüsse verletzt.
Einer der beiden 20-Jährigen wurde bei der anschließenden Festnahme leicht verletzt. Ebenso verletzte sich dabei ein Polizeibeamter leicht. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen ergaben Hinweise auf Alkohol- und Drogenkonsum, weshalb den Beschuldigten Blutproben entnommen wurden. Wer von den Dreien den BMW gefahren hat steht noch nicht fest. Die Kripo Kaiserslautern hat die Ermittlungen übernommen.

PM des PP Westpfalz vom 30.11.2019

 

Mannheim-Neckarstadt (Baden-Württemberg): Streit vor Diskothek droht zu eskalieren

In der Nacht von Freitag auf Samstag drohte ein Streit zwischen Besuchern einer Diskothek und dem Sicherheitspersonal zu eskalieren – acht Streifenwagen waren im Einsatz. Um kurz nach 2 Uhr alarmierten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes einer Diskothek in der Lagerstraße die Polizei, nachdem eine Gruppe von zehn Personen, ausgerüstet mit Hiebwaffen, ihrer Forderung nach erneutem Einlass Nachdruck verleihen wollten. Aufgrund von Streitigkeiten, die sich kurz zuvor im Innern des Clubs zutrugen, wurden diese Personen der Örtlichkeit verwiesen. Daraufhin suchten die Männer ihre geparkten Fahrzeuge auf und bewaffneten sich u.a. mit Baseballschlägern, Stöcken und Metallstangen und gingen dann zum Gelände der Diskothek. Das hatten die Mitarbeiter aber bereits durch das Zuziehen eines Rolltors verriegelt. Die Aggressoren drohten daraufhin und schlugen gegen das Tor, welches dabei beschädigt wurde. Als die alarmierten Polizeibeamten vor Ort kamen, hatten sich die Männer auf einen nahegelegenen Parkplatz zurückgezogen. Bei einer anschließenden Kontrolle durch die Uniformierten wurden die Hiebwaffen sichergestellt. Ein 22- und 24-Jähriger wurden aufgrund ihres aggressiven Verhaltens in Gewahrsam genommen. Gegen die restlichen Aggressoren wurde ein Platzverweis ausgesprochen, dem sie allesamt nachkamen.
Zu einer Auseinandersetzung zwischen den Mitarbeitern der Diskothek und den bewaffneten Personen kam es nicht. Gegen die Männer im Alter von 19 bis 30 Jahren wurde ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung eingeleitet. Zudem werden waffenrechtliche Verstöße gegen diese geprüft. Die Ermittlungen haben die Beamten des Polizeireviers Mannheim-Neckarstadt aufgenommen.

PM des PP Mannheim vom 30.11.2019

 

Offenburg (Baden-Württemberg): Ohne Ticket unterwegs und Widerstand geleistet

Heute Morgen fuhr ein 37-jähriger Deutscher mit einem Regionalzug von Villingen nach Offenburg, ohne im Besitz eines Tickets gewesen zu sein und wurde daraufhin durch die Zugbegleiterin im Bahnhof Offenburg der Bundespolizei übergeben. Im Rahmen der Personalienfeststellung verhielt er sich unkooperativ und widersetzte sich den polizeilichen Maßnahmen. Als er versuchte die Zugbegleiterin sowie die Beamten anzugreifen, mussten ihm Handfesseln angelegt werden. Erst dann gelang es, ihn zur Dienststelle zu verbringen, wo man seine Personalien feststellen konnte. Er wird nun wegen Erschleichen von Leistungen sowie wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte beanzeigt.

PM der BPOLI Offenburg vom 30.11.2019

 

Magdeburg (Sachsen-Anhalt): Körperverletzung auf Weihnachtsmarkt

Am 30.11.2019 gegen 21:00 Uhr belästigte ein stark alkoholisierter 40-jähriger Magdeburger Passanten auf dem Weihnachtsmarkt und erhielt durch eingesetzte Polizeibeamte einen Platzverweis für den Weihnachtsmarkt. Kurze Zeit später attackierte der Beschuldigte dann wieder auf dem Weihnachtsmarkt seinen 31-jährigen Bekannten mit Schlägen, welcher in der Zwischenzeit auf seinen Hund aufpasste. Beim Schlichten der Auseinandersetzung griff der Beschuldigte einem eingesetzten Polizeibeamten an den Hals, sodass er mittels einfacher körperlicher Gewalt und Anlegen der Handfessel fixiert werden musste. Während dieser Handlungen biss der Hund des Beschuldigten einen ebenfalls vor Ort eingesetzten 34-jährigen Security-Mitarbeiter in den Arm und verletzte diesen leicht.
Der Beschuldigte wurde im Anschluss zur Blutprobenentnahme in den Zentralen Polizeigewahrsam verbracht. Der Hund des Beschuldigten wurde nach Rücksprache mit dem Stadtordnungsdienst Magdeburg an die Lebensgefährtin des Beschuldigten übergeben.

PM (auszugsweise) des PRev Magdeburg vom 30.11.2019

 

Bludenz (Vorarlberg, Österreich): Ausforschung des flüchtigen Täters zum Vorfall einer Anhaltung vom 28.07.2019 Nachtrag zum Pressebericht 2217

Am 28.07.2019 gegen 00.20 Uhr führte die Polizei Bludenz Verkehrskontrollen auf der Werdenbergerstraße (L190) Höhe Postplatz in Bludenz durch. Ein PKW hielt aufgrund des Anhaltezeichens kurz vor dem Polizisten an. Als der unbekannte Lenker aufgefordert wurde zur Seite zu fahren, gab er Gas und flüchtete. Der Polizist musste zur Seite springen, um nicht angefahren zur werden und verletzte sich dabei. Im Zuge umfangreicher Ermittlungen gelang es nun den damaligen Fahrer des weißen BMW auszuforschen. Es handelt sich dabei um einen 18-jährigen in Altach wohnhaften Mann. Dieser nahm das Fahrzeug, trotz bescheidmäßig entzogener Lenkerberechtigung, unbefugt in Betrieb. Der 18-jährige Lenker wird nun wegen einer Reihe von Delikten angezeigt werden.

PA der PI Bludenz vom 30.11.2019

 

Buchholz (Niedersachsen): Bedrohungslage: Spezialkräfte nehmen Täter in Spielhalle fest

Spezialeinsatzkräfte der Polizei nahmen am Samstagnachmittag in einem Gewerbegebiet an der A7 im Heidekreis einen Mann fest, der mehrere Menschen bedrohte. Der 29jährige Täter aus dem Heidekreis hatte mit einer Axt und einem Hund gegen 10.55 Uhr eine Spielhalle betreten und mit der Waffe auf die Spielautomaten eingeschlagen. Drei der vier im Objekt befindlichen Personen gelang die Flucht, eine entkam in einen Nebenraum. Die herbeigerufene Polizei umstellte das Objekt. Bei dem Zugriff durch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde der Täter überwältigt und der Hund erschossen. Verletzte Personen gab es nicht. Am Körper des Mannes stellten die Beamten Behältnisse mit herausragenden Kabeln fest. Hinzugezogene Entschärfer der Polizei klassifizierten den Fund als Attrappe. Der polizeibekannte Mann wurde festgenommen und der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses zugeführt. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen kann eine politische oder religiöse Motivation ausgeschlossen werden. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

PM der PI Heidekreis vom 30.11.2019

 

Neukieritzsch (Sachsen): Klima-/Energieprotest im Leipziger Braunkohlerevier

Ort: Tagebau Vereinigtes Schleenhain
Zeit: 30. November 2019
Am frühen Samstagvormittag brachen mehrere hundert Menschen, überwiegend mit S-Bahnen, in Richtung des südlich von Leipzig gelegenen Tagebaugebiets auf. Nach dem Ausstieg am Bahnhof Neukieritzsch kleidete sich die Mehrzahl der Personen in helle Schutz-/Maleranzüge, legte teilweise aber auch Vermummungsutensilien an. Ein Kommunizieren war erschwert, weil die Protestteilneh-
mer ausschließlich Englisch sprachen. Gleichwohl das Gespräch suchende Polizeikräfte wurden weitgehend ignoriert. Unvermittelt und ohne Gesprächsangebote der Versammlungsbehörde zu nutzen, setzte sich die Menge innerhalb der per Allgemeinverfügung mit Beschränkungen des Versammlungsrechts belegten Zone in Bewegung. Dabei kam es vereinzelt leider auch zu Schlägen sowie Tritten gegen Polizeibeamte, um den Weg in Richtung Tagebau zu „erstreiten“. Die Beamten reagierten besonnen, suchten fortlaufend den Kontakt und stellten auch sonst – trotz Allgemeinverfügung des Landkreises Leipzig und trotz erkennbarer Ziele der Protestteilnehmer – die Deeskalation in den Mittelpunkt. Weil die Menschenmenge mit den in diesem Moment vor Ort befindlichen Polizeibeamten und mit verhältnismäßigen Mitteln nicht zu stoppen war, gelangte sie zum Rand des Tagebaus, überwand die Umzäunung und kletterte die Abbruchkanten hinab. Die
Protestteilnehmer ließen sich auch durch explizite Hinweise auf die einhergehende Lebensgefahr – die Abbruchkanten sind instabil und es drohen jederzeit abrutschende Erdmassen – nicht von ihrem Tun abbringen. Aus Gründen der Eigensicherung folgten Polizeibeamte nicht. Am Grund des Tagebaus zogen die Protestteilnehmer anschließend zu einem der Bagger, die jedoch bereits vorab
gegen eine Besetzung gesichert wurden, und ließen sich dort nieder. Um die Gefahren für Leib und Leben zumindest zu minimieren, schaltet der Tagebaubetreiber umgehend den Strom ab und stoppte alle Maschinen. In der Folge stagnierte die Situation für einige Zeit, wobei auch keine sonderliche Eile geboten war. Eine im Hintergrund getroffene Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Leipzig hatte unterdessen zum Ergebnis, im Verhalten der Protestteilnehmer unweigerlich eine strafrechtliche Relevanz (Verstoß Versammlungsrecht, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Störung öffentlicher Betriebe) erkennen und dieser gemäß Legalitätsprinzip begegnen zu müssen. Folglich begannen ersten Identitätsfeststellungen, zu deren Durchführung teils auch unmittelbarer Zwang (Abdrängen sonstiger Personen) angewandt werden musste. Mit einbrechender Dunkelheit traten im Hinblick auf den Ort der Festsetzung, die Größe der Personengruppe die damit für eine umfassende Identitätsfeststellung beanspruchte Zeit sowie die herbstlich-winterlichen Temperaturen jedoch Aspekte der Gefahrenabwehr in den Vordergrund. Daher wurde den übrigen Protestteilnehmern in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Leipzig die Möglichkeit eingeräumt, das Tagebaugelände noch bei Tageslicht geschlossen und unter Begleitung auf einem regulären Zufahrtsweg zu verlassen. Für
den Weg zum Bahnhof in Neukieritzsch musste kurzzeitig die B 176 gesperrt werden.
Bis zum frühen Abend wurden auch alle Personen entlassen, welche zwischenzeitlich Maßnahmen der Identitätsfeststellung zugeführt worden waren.

PM der PD Leipzig vom 30.11.2019

 

Lindau (Bayern): Randale beim Eishockey in Lindau

Am Freitagabend empfing der EV Lindau die Starbulls Rosenheim im Eisstadion in der Eichwaldstraße. Gegen Ende des letzten Drittels fiel eine Gruppe von 8 auswärtigen Fans auf, die aufgrund erheblicher Alkoholisierung immer aggressiver wurden. Sie begannen damit, ihre Oberbekleidung auszuziehen und grölten durch das Stadion. Zwei Personen aus dieser Gruppe traten so stark gegen die Bande des Stadions, dass diese beschädigt wurde. Bei der anschließenden Kontrolle durch die Polizeibeamten verhielten sich diese Gästefans verbal sehr aggressiv. Im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme wurden die Beamten verbal angegangen und beleidigt. Die Beleidigung wurde durch die Body-Cam der Polizei aufgezeichnet. Die Videoaufnahmen werden nun ausgewertet. Die Personen erwartet ein entsprechendes Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Beleidigung zum Nachteil von Polizeibeamten. Die restlichen Fans der Heim- und Gästemannschaften verhielten sich wie gewohnt friedlich und es kam zu keinen anderen Störungen.

PM des PP Schwaben Süd/West vom 30.11.2019

 

Neu-Ulm (Bayern): Tätlicher Angriff u. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte / gefährliche Körperverletzung / Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Am Freitagabend erfüllte ein 21-jähriger rumänischer Fahrzeugführer im Bereich Neu-Ulm, bei der ESSO-Tankstelle, gleich mehrere Straftatbestände im Straßenverkehr. Der amtsbekannte Fahrzeugführer wurde durch einen Polizeibeamten, welcher sich zu diesem Zeitpunkt privat auf dem Tankstellengelände aufhielt, wiedererkannt. Als der rumänische Fahrzeugführer dann in seinen Pkw einstieg und das Tankstellengelände fahrend verließ, nahm der Beamte die Verfolgung auf, da ihm bekannt war, dass der rumänische Fahrzeugführer nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Zuerst konnte der Beamte den Fahrzeugführer anhalten und sich ordnungsgemäß als Polizeibeamter zu erkennen geben. Im weiteren Verlauf kam der Fahrer jedoch der mehrmaligen Aufforderung auszusteigen nicht nach, sondern fuhr beschleunigt mit seinem Pkw an, ohne den Anordnungen des Polizeibeamten Folge zu leisten. Der Fahrzeugführer entfernte sich anschließend in Richtung Ulm und konnte in einer nachfolgenden Fahndung nicht mehr angetroffen werden. Durch das plötzliche schnelle Anfahren wurde der Polizeibeamte leicht am Arm verletzt. Dem rumänischen Fahrzeugführer erwartet jetzt nicht nur ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, sondern auch wegen dem tätlichen Angriff und dem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, sowie wegen gefährliche Körperverletzung und Gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr.

PM des PP Schwaben Süd/West vom 30.11.2019

 

Wien: Aggressiver Mann in Lokal festgenommen

Heute Nacht informierte ein Lokalbesitzer die Polizei, dass ein Lokalgast mehrere zuvor bestelle alkoholische Getränke nicht bezahlen wollte. Er soll, so Aussagen, auch eine Kellnerin mit einem Messer bedroht haben. Als Polizisten intervenierten, versuchte der Mann (20, Stbg: Rumänien) auch diese mit Schlägen zu verletzen. Er wurde überwältigt und festgenommen. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.

PA der LPD Wien vom 30.11.2019

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