Weilheim (Bayern): Prügelei zweier Männer endet in Polizeigewahrsam

Am Abend des 20.03.2020 wurde der Polizeiinspektion Weilheim eine heftige Prügelei zweier Männer in der Geistbühelstraße mitgeteilt. Bei Eintreffen der Beamten vor Ort, hatte sich einer der beiden Männer bereits entfernt. Die zweite Person, ein 18-jähriger Weilheimer, konnte vor Ort auf offener Straße mit leichten Verletzungen angetroffen werden. Bei der folgenden Identitätsfeststellung trat er mehrfach gegen die eingesetzten Beamten. Diese wurden glücklicherweise nicht verletzt. Der stark alkoholisierte Mann verbrachte anschließend seine Nacht in einer Zelle der Polizeiinspektion Weilheim. Ihn erwarten nun Strafanzeigen wegen Körperverletzung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

PM der PI Weilheim vom 21.03.2020

 

Biberach (Baden-Württemberg): Streit eskaliert völlig – Verletzungen zog sich ein 27-Jähriger am Freitagnachmittag zu, nachdem ein Streit im Trinkermilieu eskalierte.

Gegen 16:40 Uhr befand sich die sechsköpfige Gruppe im Bereich des Marktplatzes. Dort sprachen alle dem Alkohol zu. Aus unbekanntem Grund gerieten eine 40-jährige Frau und ihr 27-jähriger Kontrahent aneinander. Die Frau wurde von dem Mann zu Boden gestoßen. Daraufhin kam ein 29-Jähriger aus der Gruppe der Frau zu Hilfe. Dabei übertrieb er es aber. Er schlug den Hals einer Flasche ab und ging auf den 27-Jährigen los. Dieser wehrte sich. Er erlitt dabei Schnittverletzungen an Hand und Stirn. Verletzt flüchtete er in die Innenstadt.
Das Polizeirevier Biberach war schnell mit drei Streifenbesatzungen vor Ort. Die Beamten nahmen den Sachverhalt auf und fahndeten nach dem Verletzten. Sie trafen ihn in der Innenstadt an. Zur Versorgung seiner Wunden kam er in eine Klinik.
Der 29-jährige Angreifer dagegen landete in der Zelle. Er war auch den Polizisten gegenüber sehr aggressiv und störte den Einsatz massiv. Er brachte es auf über 2,8 Promille. Die Dame, welche wohl zur Eskalation des Streits maßgeblich beigetragen hatte, war ebenfalls nicht mehr nüchtern. Ein Atemalkoholtest bei ihr ergab über 1,7 Promille. Das Polizeirevier Biberach ermittelt nun wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung.

PM des PP Ulm vom 21.03.2020

 

Geislingen (Baden-Württemberg): Nach Widerstand in Gewahrsam genommen

Ein betrunkener Mann erhielt am Freitag, gegen 18.30 Uhr, zunächst einen Platzverweis durch die Polizei. Diesem kam er auch widerwillig nach. Kurze Zeit darauf wurde in der Stuttgarter Straße eine Person gemeldet, die herumschreien und gegen Fensterscheiben schlagen soll. Bei der Personenkontrolle wurde der 37-jährige immer aggressiver. Er verweigerte die Personalien. Den Anweisungen leistete er nicht Folge. Auch die Androhung eines Gewahrsams erbrachte keine Einsicht. Der Mann musste zu Boden gebracht und gefesselt werden. Dabei leistete er massiven Widerstand. Auf der Fahrt zum Polizeirevier urinierte er in den Streifenwagen. Anschließend hatte er in der Zelle Gelegenheit seinen Stresslevel herunterzufahren. Die Beamten wurden nicht verletzt.

PM des PP Ulm vom 21.03.2020

 

Salzgitter (Niedersachsen): Ruhestörung endet in Gewahrsamszelle

Zeit: Samstag, 21.03.2020, 01:10 Uhr.
Ort: 38228 Salzgitter, Holbeinweg. Hergang: Nachdem es an einer Wohnanschrift in Fredenberg mehrfach zu Beschwerden über eine Ruhestörung gekommen war und die wiederholten Appelle der eingesetzten Polizeibeamten, sich leiser zu verhalten, offenbar ungehört geblieben waren, sollte ein besonders uneinsichtiger Partygast, ein 25-jähriger Salzgitteraner, einen Platzverweis erhalten. Anstatt dem Platzverweis Folge zu leisten, bäumte sich der junge Mann gegenüber den Polizeibeamten auf und begann, diese verbal zu provozieren. Der Mann sollte daraufhin in Gewahrsam genommen werden. Ein 23-jähriger Bruder des Mannes versuchte nun, die Ingewahrsamnahme zu verhindern, indem er begann, eine agierende Polizeibeamtin von seinem Bruder wegzuzerren. Dies konnte durch unterstützend eingreifende Polizeibeamte unterbunden werden. Letztlich wurde der 25-jährige Mann dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt. Gegen seinen jüngeren Bruder wurde ein Strafverfahren wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet. Im Rahmen des Gerangels wurde außerdem ein 30-jähriger Polizeibeamter leicht verletzt.

PM (auszugsweise) der POL Salzgitter vom 21.03.2020

 

Zürich (Schweiz): Coronavirus: Bevölkerung hält sich gut an die erlassenen Vorgaben

In der Nacht vom Freitag, 20. März 2020, zum Samstag, 21. März 2020, rückten die Patrouillen der Stadtpolizei Zürich mehrere Male im Zusammenhang mit Meldungen zu den neuen Massnahmen des Bundes- und des Stadtrates aus. Mehrheitlich konnte festgestellt werden, dass sich die Bevölkerung an die Regelungen gehalten hat. Vereinzelt mussten Personenkontrollen durchgeführt und Wegweisungen ausgesprochen werden.
Im Verlauf der ganzen Nacht gingen mehrere Dutzend Meldungen bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich ein, dass sich verschiedene Personen in Gruppen nicht an die neuen Anordnungen des Bundes- oder des Stadtrates halten würden. Sämtlichen Hinweisen gingen Patrouillen der Stadtpolizei nach und konnten in fast allen Fällen feststellen, dass sich die Personen bereits von den Örtlichkeiten entfernt hatten oder aber die Anzahl von fünf Personen nicht überschritten und die Abstände einhielten.
Beim GZ Heuried im Kreis 3 jedoch trafen die Einsatzkräfte der Stadtpolizei auf eine Gruppierung von rund 20 Personen, welche die Polizistinnen und Polizisten beschimpften und dann flüchteten. Nachdem sich die Patrouille zurückzog, kamen die Personen wieder zurück und mussten schlussendlich durch mehrere Streifenwagenbesatzungen kontrolliert und von der Örtlichkeit weggewiesen werden.
Kurz vor 2 Uhr meldeten Anwohner, dass rund 15 Personen verbotenerweise in die gesperrte Bäckeranlage im Kreis 4 eindringen würden. Die ausgerückten Patrouillen trafen schlussendlich auf 20 Personen, führten Personenkontrollen durch und verfügten Wegweisungen.
Nicht immer ist es jedoch so, wie es auf den ersten Blick scheint. Kurz nach 8 Uhr am Samstagmorgen ging eine Meldung über maskierte Personen in einem Hörgerätegeschäft an der Tramstrasse im Kreis 11 ein. Es stellte sich dann aber heraus, dass es sich dabei um Arbeiter handelte, die unter Einhaltung des Abstandes und mit entsprechenden Schutzmasken ausgestattet mit dem Umbau des Geschäftes beschäftigt waren.

PM der Stapo Schweiz vom 21.03.2020

 

Freiburg (Baden-Württemberg): Polizeipräsidium Freiburg: Maßnahmen der Polizei in Zusammenhang mit Zusammenkünften von Personengruppen in der Öffentlichkeit (Stand 21.03.2020)

Ab Samstag, 21.03.2020, 0 Uhr, traten in Baden-Württemberg aktualisierte Regelungen in Kraft, die der Bekämpfung der Corona-Pandemie dienen sollen. Bereits in den Tagen zuvor waren die Polizeireviere in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Waldshut und in der Stadt Freiburg mit zahlreichen Einsätzen beschäftigt, bei denen es um mögliche Verstöße gegen die aktuelle Rechtslage ging.
Seit Freitagnachmittag, 20.03.2020, bis kurz nach Mitternacht, zählte das Führungs- und Lagezentrum der Polizei in Freiburg um die 50 Einsatzanlässe in diesem Bereich. Mehrheitlich ging es dabei um Personengruppen, die sich zum gemeinsamen Spiel oder zum Feiern getroffen hatten. Oft kamen die Hinweise an die Polizei von beunruhigten Bürgerinnen und Bürgern. Die eingesetzten Polizeibeamten haben die Menschen, die angetroffen wurden, auf die besonderen Gefahren ihres Verhaltens aufmerksam gemacht und sie über die Empfehlungen zur Minimierung des Infektionsrisikos informiert. Ab 0 Uhr trat die neue Rechtslage in Kraft, die von der Polizei vor Ort angewendet wurde. Während die allermeisten Personen, mit denen die Polizei Kontakt hatte, Einsicht und Verständnis zeigten, gab es nur sehr wenige konfliktbehaftete Situationen. In einem Fall, der sich gegen 1.30 Uhr in der Freiburger Auwaldstraße zutrug, mussten polizeiliche Maßnahmen mit Zwang durchgesetzt werden. Fünf Männer Anfang 20, die sich an einem Auto zum Feiern versammelt hatten, verhielten sich sehr aggressiv. Ein junger Mann, der sich nicht ausweisen wollte, setzte sich auch körperlich zur Wehr. Ein anderer brachte seinen Unmut zum Ausdruck, indem er eine Polizeibeamtin provokant anhustete. Gegen die beteiligten Personen werden entsprechende Verfahren wegen Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. In der Gesamtbetrachtung war dieses Vorkommnis jedoch eine absolute Ausnahme. In der Regel konnten die Einsätze kommunikativ bewältigt werden.
In der Nacht nahmen die Hinweise auf Ruhestörungen ab. Das Polizeipräsidium Freiburg hat die sichtbare Polizeipräsenz an diesem Samstag im gesamten Zuständigkeitsbereich deutlich verstärkt. Die Beamtinnen und Beamten sind zu Fuß, mit dem Fahrzeug und auch mit Polizeipferden unterwegs. Sie beobachten und bewerten, wie die Bevölkerung mit den neuen erlassenen Regeln umgeht und werden auf die Einhaltung der Rechtslage achten. Sie werden im Gespräch mit den Menschen die noch vorhandenen Unsicherheiten aufgreifen und sie informieren.
Offensichtliche Verstöße und das Nichtbefolgen von Anordnungen kann dabei, wenn eine andere Lösung nicht zum Erfolg führt, in Straf- und Bußgeldverfahren münden.
Die Kommunikationskanäle des Polizeipräsidiums Freiburg in den sozialen Medien (Facebook und Twitter) werden in dieser besonderen Situation auch am Wochenende aktiv betreut. Tagsüber wird das Social Media Team dort Nachrichten und Kommentare beantworten.

PM des PP Freiburg vom 21.3.2020

 

Horb (Baden-Württemberg): Polizeibeamter bei Widerstandshandlungen verletzt

Dienstunfähig verletzt wurde am Freitag ein Polizeibeamter in Horb bei der Kontrolle eines offenbar psychisch auffälligen 67-Jährigen. Über Notruf meldete kurz nach 16 Uhr ein Zeuge, dass er von einem Mann aus einem Auto heraus beleidigt und mit einem Holzknüppel bedroht wurde. Da sich der 39-Jährige davon aber nicht beeindrucken ließ und sein Handy hervorholte, flüchtete der VW-Fahrer. Das gesuchte Fahrzeug konnte etwa zwei Stunden später beim Schützenhaus Betra durch eine Streifenwagenbesatzung festgestellt werden. Der 67-Jährige wurde im Pkw sitzend angetroffen. Dieser zeigte sich sofort verbal aggressiv, beleidigte fortwährend die Beamten und drohte den griffbereit neben ihm liegenden Holzknüppel einzusetzen. Der Aufforderung sich auszuweisen kam er nicht nach, weshalb er nach mehrfacher Androhung gegen seinen Willen aus dem Auto verbracht wurde. Wegen seines aggressiven Verhaltens sollten ihm die Handschließen angelegt werden. Da er sich dagegen aber so massiv wehrte, fiel er auf einem Beamten liegend zu Boden. Ehe der Mann geschlossen werden konnte, zog sich der Polizist beim Gerangel eine stark blutende Ellbogenwunde, Prellungen und eine Schürfwunde zu. Seine Verletzungen mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Den Mann erwartet eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

PM des PP Pforzheim vom 21.03.2020

 

Erfurt-Drosselberg (Thüringen): Drogenfund und Widerstand

Nach einem Bürgerhinweis konnten Beamte des Inspektionsdienstes Süd am Freitagmorgen einen Jugendlichen auf dem Drosselberg stellen, der zwei Fahrräder mit sich führte, deren Herkunft er nicht glaubhaft erklären konnte. Außerdem war er den Beamten bereits als Straftäter bekannt. Gegen seine Durchsuchung, bei welcher Methamphetamin gefunden wurde, wehrte er sich massiv, so dass er überwältigt und gefesselt werden musste. Dabei wurde eine Kollegin leicht verletzt. Den 17-Jährigen erwarten nun zwei Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

PM der LPI Erfurt vom 21.03.2020

 

Erlenbach a. Main, Lkr. Miltenberg (Bayern): Polizisten beleidigt und kurz darauf Schlägerei angezettelt

Am Freitagabend hatte ein Anwohner mitgeteilt, dass vor dem Jugendhaus in der Liebigstraße eine Gruppe Männer sitzt, die Musik dröhnt und Alkohol getrunken wird. Dies sei in Anbetracht der Coronakrise nicht angebracht. Bei der Überprüfung und Belehrung durch die Polizeistreife zeigten sich zwei der Anwesenden bereits von Beginn an aggressiv. Ein 30jähriger verweigerte die Angaben seiner Personalien und betitelte einen Polizeibeamten als „Arschloch“. Anschießend setzte er seine Beleidigungen noch derber auf Türkisch fort. Nach Aufnahme der Personalien und der Mitteilung über die Aufnahme einer Strafanzeige wurde den dreien ein Platzverweis erteilt. Kurze Zeit später wurde aus dem Siedlerweg eine handgreifliche Auseinandersetzung mitgeteilt. Die drei Männer vom Jugendhaus waren im Vorbeilaufen mit einem Ehepaar in Streit geraten. Dadurch entwickelte sich eine handgreifliche Auseinandersetzung, bei der sowohl der Ehemann als auch die Ehefrau verletzt wurden. Die drei Männer hatten sich vor Eintreffen der Polizei bereits aus dem Staub gemacht. Als Täter wurde eindeutig derjenige beschrieben, der sich kurz zuvor bereits eine Anzeige wegen Beleidigung eingehandelt hatte.

PM (auszugsweise) der PI Obernburg vom Samstag, 21.03.2020

 

Wittmund (Niedersachsen): Diebstahl und Beleidigung

Am 21.03.2020, gegen 00.24 h, meldete ein männlicher Anrufer, dass drei bis vier Personen mit einer ganzen Menge angeblich gestohlener Pfandflaschen an der Isumser Straße in Wittmund in Richtung Innenstadt unterwegs laufen würden. Von den eingesetzten Polizeibeamten konnte ein amtsbekannter 23 Jahre alter Wittmunder mit vier Müllsäcken gefüllt mit Pfanddosen angetroffen werden. Der Wittmunder konnte die Herkunft der Dosen nicht erklären. Ermittlungen ergaben noch vor Ort, dass diese Dosen aus dem Eigentum der Biogasanlage in Isums stammten. Während der Sachverhaltsaufnahme beleidigte der Wittmunder die vier Beamten mehrfach mit der Abkürzung „ACAB“. Gegen den Beschuldigten wurde Ermittlungsverfahren wegen Diebstahl und Beleidigung eingeleitet.

PM (auszugsweise) der PI Aurich/Wittmund vom 21.03.2020

 

Achim/Bremen (Niedersachsen): Trunkenheitsfahrt mit anschließendem Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte

Am Freitag, dem 20.03.2020, teilte ein Bremer der Polizei gegen 17:00 Uhr mit, dass er am Bahnhof Mahndorf eine alkoholisierte Person beobachtet habe, die in ein Fahrzeug gestiegen, und dann weggefahren sei. Als Halter konnte ein 44-jähriger Achimer ermittelt werden. Beamte des PK Achim suchten daraufhin die Halteranschrift auf. Dort trafen sie auf den stark alkoholisierten Fahrzeughalter. Als er für eine Blutprobenentnahme zur Wache verbracht werden sollte, leistete er Widerstand, wodurch ein Beamter des PK Achim leicht verletzt wurde. Schließlich wurde der Mann zur Dienststelle verbracht, wo Blutproben entnommen und Strafverfahren eingeleitet wurden. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Ihn erwarten nun Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

PM (auszugsweise) der PI Verden / Osterholz vom 21.03.2020

 

Pankow (Berlin): Polizist bei Festnahme verletzt

Heute früh ist ein Polizist bei einer Festnahme in Französisch Buchholz verletzt worden. Gegen 4.25 Uhr wurden ein Polizeiobermeister und sein Kollege zu einem unzulässigen Lärm in die Pasewalker Straße alarmiert. Am Ort stellten die Beamten fünf laut grölende, junge Männer fest. Während vier Männer sofort ruhig waren, wollte sich der fünfte mit einem Fahrrad entfernen. Da die Kräfte jedoch starken Cannabisgeruch wahrgenommen hatten, wurde er aufgefordert, am Ort zu bleiben. Erst nach mehrmaligem Ansprechen stieg der junge Mann vom Rad. Daraufhin sollte er von den Polizisten durchsucht werden, woraufhin ihm die Maßnahmen auch erklärt wurden. Plötzlich drehte er sich in Richtung des Kollegen des Polizeiobermeisters und schlug mit einer Faust in seine Richtung. Dem Beamten gelang es, den Schlag abzuwehren, er brachte ihn gemeinsam mit dem Polizeiobermeister zu Boden und legte ihm die Handfesseln an. Dabei trat der junge Mann gegen Beine und Körper der Polizisten. Nachdem zwischenzeitlich hinzugerufene Unterstützungskräfte eingetroffen waren, beruhigte sich der Festgenommene. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Kräfte zwei Joints bei ihm und beschlagnahmten diese. Der 18-Jährige kam zur Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam, da der Eindruck bestand, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und Alkohol gestanden haben könnte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der junge Mann gehen. Währenddessen begab sich der Polizeiobermeister zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus und beendete im Anschluss mit Handverletzungen seinen Dienst.

PM Nr. 0683 der POL Berlin vom 21.03.2020

 

München (Bayern): 389. Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie

Im Zeitraum vom 20.03., 06.00 Uhr bis 21.03.2020, 06.00 Uhr waren ca. 200 Polizeibeamte in der Stadt und im Landkreis München eingesetzt, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügung zu überprüfen. Dazu riefen viele Mitteiler beim Polizeinotruf 110 an und teilten mit, dass sie auch Verstöße festgestellt hätten.
Schwerpunkte dieser Einsätze waren Überprüfungen von gastronomischen Betrieben,
Ladengeschäften sowie Veranstaltungen im Sinne der Allgemeinverfügung. Über 2.400
Überprüfungen wurden in dem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden über 200 Verstöße festgestellt. Davon betrafen 10 die neue ab 00.00 Uhr geltende Ausgangsbeschränkung.
In vielen Fällen hatten die angetroffenen Personen Verständnis für die aktuelle Problematik und befolgten die Anweisungen der Polizei. In 25 Fällen mussten Verantwortliche wegen Verstößen angezeigt werden.
In über 15 Fällen mussten Gruppenbildungen im Bereich des Flauchers angezeigt werden. So befanden sich z.B. sieben Personen (18 – 21 Jahre, alle mit Wohnsitzen in München) gegen 18.30h am dortigen Isarufer. Sie hielten den Mindestabstand von 1,5 Meter nicht ein, tranken alkoholische Getränke und hatten ein Lagerfeuer angezündet. Sie erhielten einen Platzverweis und wurden wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.
Am 20.03.2020, gegen 16.45 Uhr, befanden sich fünf Personen auf einer Freischankfläche einer Gastwirtschaft in Garching, wo sie alkoholische Getränke konsumierten. Ihnen wurde von Beamten der Polizeiinspektion 48 (Oberschleißheim) ein Platzverweis erteilt. Einer aus der Gruppe, ein 49-Jähriger aus dem Landkreis München, befolgte dies nicht. Er weigerte sich beharrlich die Örtlichkeit zu verlassen und die Maßnahme musste mit unmittelbarem Zwang durchgesetzt werden. Dabei wehrte er sich körperlich gegen die Beamten. Er wurde wegen eines Widerstandes gegen
Vollstreckungsbeamte und eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

PM des PP München vom 21.03.2020

 

Breitenthal (Bayern): Mann leistet Widerstand nach Sturz von Balkon

Am Freitagabend feierte ein 30-jähriger Mann aus Breitenthal im familiären Rahmen seinen runden Geburtstag. Der Mann war stark betrunken, daher wurde er von seiner Ehefrau ins Bett gebracht. Hiermit war er offenbar nicht einverstanden, weshalb er versuchte, über den Balkon aus dem Haus zu klettern, um erneut an Alkohol zu kommen.
Hierbei stürzte der Mann aus einer Höhe von mehr als zwei Metern auf den Boden, weshalb die Polizei und der Rettungsdienst verständigt wurden. Das „Geburtstagskind“ zeigte sich gegenüber den Einsatzkräften sofort aggressiv. Er drohte diesen, weshalb er mit unmittelbarem Zwang fixiert und in eine Klinik zur Abklärung der Verletzung, die durch den Sturz evtl. verursacht wurden, eingeliefert wurde. Hierbei sperrte er sich massiv gegen die Polizeibeamten und versuchte auch nach diesen zu treten. Außerdem beleidigte er die Beamten mehrfach. Durch einen Staatsanwalt wurde die Durchführung einer Blutentnahme angeordnet. Bei dem Einsatz wurden weder die eingesetzten Beamten noch der renitente Herr verletzt. Den Mann erwartet nun eine Strafanzeige, sein Verhalten wurde durch die von der Polizei mitgeführte BodyCam dokumentiert.

PM des PP Schwaben Süd/West vom 21.03.2020

 

Salzburg: Widerstand gegen die Staatsgewalt in der Stadt Salzburg

Am 20.03.2020, gegen 19:30 Uhr, schlug ein 43-jähriger griechischer Staatsangehöriger im Zuge einer Amtshandlung auf einen 38-jährigen Polizeibeamten ein und verletzte ihn dabei leicht im Gesicht. Der Aggressor wollte einen Diebstahl anzeigen. Als ihm erklärt wurde, dass es sich um eine privatrechtliche Angelegenheit handelt (Zimmerpreis) und die Polizei nicht zuständig sei, schlug der Mann plötzlich und unvermutet zu.
Der Mann wurde festgenommen und in das Polizeianhaltezentrum eingeliefert.

PA der LPD Salzburg vom 21.03.2020

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