Gestern, am zweiten Tag nach Erlass der Allgemeinverfügung der Stadt Worms zur Bewältigung der Lage im Zusammenhang mit dem COVID-19 Virus, hat die Polizei den kommunalen Vollzugsdienst der Stadt Worms wieder bei Kontrollmaßnahmen unterstützt. In dem gemeinsam abgestimmten Konzept wurden Kontrollen der Ausgangssperre sowie der Einschränkungen des 15-km Bewegungsradius im Stadtgebiet Worms durchgeführt.

Aufgrund des hohen Medieninteresses an den geplanten Maßnahmen, wurde seitens der Stadtverwaltung, um 21 Uhr zu einem Pressegespräch auf dem St.-Albans-Platz, vor dem Haupthahnhof, eingeladen. Für Fragen rund um die Verfügung der Stadt und zu den Kontrollmaßnahmen standen der Oberbürgermeister Adolf Kessel, Stadtbürgermeister Hans-Joachim Kosubek und der Leiter der Polizeiinspektion Worms, Thomas Lebkücher, Rede und Antwort. Der Oberbürgermeister erläuterte bei dieser Gelegenheit nochmals, wie es zu der Verschärfung der Maßnahmen in Worms kam und appellierte abermals an die Bürger, die Bestimmungen einzuhalten. „Ich weiß, dass diese zusätzlichen Maßnahmen schwere Einschnitte bedeuten, aber ich bin zuversichtlich, dass sich die Situation in unserer Stadt hinsichtlich der hohen Inzidenzwerte entspannt, wenn wir alle an einem Strang ziehen“, betonte der OB.

Die gemeinsamen Fußstreifen von Polizei und kommunalen Vollzugsdienst der Stadt Worms sowie die im Willy-Brandt-Ring eingerichtete Kontrollstelle fand ebenso mediales Interesse.

Insgesamt wurden 1152 Personen und 916 Fahrzeuge kontrolliert. Hierbei konnten 53 Verstöße gegen die geltenden Corona-Bestimmungen festgestellt werden. 26 Personen trugen keine ordnungsgemäße Mund-Nasenbedeckung, 20 Ordnungswidrigkeiten wegen des Verstoßes gegen die Ausgangssperre, ein Verstoß gegen die 15-km-Beschränkung und sechs sonstige Verstöße gegen die 15. CoBeLVO wurden erfasst.

Der Großteil der kontrollierten Personen zeigte sich einsichtig und begrüßte zum Teil auch die geltenden Regeln. Vereinzelt kam es aber auch zu Unmutsbekundungen und abschätzigen Kommentaren. In einem Fall wurden Beamte der Bereitschaftspolizei auch aus einem vorbeifahrenden Auto heraus beleidigt. Das Fahrzeug konnte später im Rahmen einer Verkehrskontrolle angehalten werden.

Gegen den 20-jährigen Beifahrer aus Worms wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

Ein 37-jähriger Autofahrer aus dem Kreis Recklinghausen zeigte sich bei einer Kontrolle in der Alzeyer Straße aufbrausend und deutete die Maßnahme als reine Schikane. Weiter machte er keine Angaben. In diesem Fall wird wegen das Verdachts eines Verstoßes gegen die 15-km-Regel eine Ordnungswidrigkeit erfasst.

PM der PD Worms vom 15.01.2021

Ein deutscher Staatsangehöriger ist am Sonntag (5. April) in der Kontrollstelle der Bundespolizei auf der A 93 offenbar auf Krawall aus gewesen. Der Münchner trat den Beamten gegenüber sehr aggressiv auf, nachdem er kurz zuvor von der österreichischen Polizei nach Deutschland zurückgewiesen worden war. Für sein renitentes Verhalten kassierte der Mann, der von einer Corona-Lüge überzeugt war, eine Strafanzeige.

Nach ersten Erkenntnissen war der 49-Jährige von München aus mit dem Zug in die deutsch-österreichische Grenzregion gefahren, um auf der Tiroler Seite spazieren zu gehen. Die österreichische Polizei beendete seinen Ausflug und brachte ihn auf die deutsche Seite zurück. Er wurde an der Autobahn-Rastanlage Inntal Ost der Rosenheimer Bundespolizei überstellt. Als er auf die aktuelle Corona-Lage hin angesprochen wurde, schrie er herum, dass doch alles Lüge sei und das Corona-Virus gar nicht existiere. Auf die Bitte, sich zu beruhigen, ging er nicht ein. Stattdessen kam er einem der Bundespolizisten immer näher. Mit ausgestrecktem Arm versuchte der Beamte, den Abstand aufrecht zu erhalten. Der aggressiv auftretende Mann schlug den Arm zur Seite und ging auf den Bundespolizisten los. Zusammen mit einem Kollegen brachte der Angegriffene den renitenten Münchner zu Boden und legte ihm Handschellen an.

Nach einigen Minuten hatte sich der vorläufig Festgenommene wieder beruhigt. Ersten Ermittlungen zufolge war er erst im vergangenen Jahr wegen einer Gewalttat sowie eines Angriffs auf einen Polizeibeamten auffällig geworden. Die Rosenheimer Bundespolizei zeigte ihn nunmehr auch noch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde ihm nahegelegt, sich auf den Heimweg zu begeben.

PM der BPOLI Rosenheim vom 06.04.2020

Die intensiven Ermittlungen der Würzburger Kriminalpolizei nach einem Sexualdelikt am 07. Dezember führten nun zur Festnahme eines 15-jährigen Tatverdächtigen. Der syrische Staatsangehörige konnte am Donnerstagnachmittag vorläufig festgenommen werden und befindet sich bereits in Untersuchungshaft.
Wie bereits berichtet, befand sich eine junge Frau in der Nacht zum 07. Dezember auf dem Nachhauseweg von der Arbeit. Sie stieg nach 02.00 Uhr an der Haltestelle „Juliuspromenade“ in den Bus ein und verließ diesen an der Haltestelle „Bürgerbräu“. Wenige Meter danach, ging der Unbekannte die 19-Jährige in der Mainaustraße gegen 02:40 Uhr plötzlich an und drängte Sie gegen eine Mauer. In der Folge berührte er sie unsittlich im Intimbereich und nahm sexuelle Handlungen an ihr vor.
Die junge Frau setzte sich vehement zur Wehr und rief lautstark um Hilfe. Nachdem sie dem Unbekannten in die Lippe gebissen hatte, ließ dieser schließlich von ihr ab und flüchtete in Richtung Mainaustraße. Nach Eingang des Notrufs bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken begaben sich umgehend mehrere Streifen zum Tatort. Eine großangelegte Fahndung nach dem Täter verlief jedoch ergebnislos. Die Kriminalpolizei Würzburg hat noch vor Ort ihre Arbeit in dem Fall aufgenommen.
Im Rahmen der intensiven Ermittlungen, die stets in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg geführt worden sind, ergaben sich nun Hinweise auf einen 15-jährigen Tatverdächtigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde auf Grund des dringenden Tatverdachts der Vergewaltigung noch am Donnerstag ein Haftbefehl gegen den Jugendlichen erwirkt.
Der syrische Staatsangehörige ist der Polizei einschlägig und im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Bereich Jugendkriminalität in der Würzburger Innenstadt bekannt. Er befand sich am Donnerstagnachmittag wegen der Verhandlung eines anderen Deliktes im Amtsgericht Würzburg und konnte dort vorläufig festgenommen werden. Nach Eröffnung des Haftbefehls wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Während seiner Festnahme leistete der 15-Jährige erheblichen Widerstand und verletzte hierdurch einen Beamten der Kriminalpolizei und wird sich hierfür ebenfalls verantworten müssen.

PM des PP Unterfranken vom 20.12.2019

Für mich persönlich begann der Danke-Polizei-Tag erstmal mit einer schweren Erkältung sowie der krankheitsbedingten Absage unseres Mitglieds, die mich normalerweise immer gern begleitet. Ich befürchtete das Schlimmste, aber es wurde klasse.

Schon die Auftaktveranstaltung an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz, die uns dieses Jahr unterstützte, war großartig. Dazu die Pressemitteilung der Hochschule der Polizei:

 

Auftakt zum Danke-Polizei-Tag 2019 an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz

Am heutigen Tag fand die Auftaktveranstaltung des Danke-Polizei-Tages 2019 an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz statt. Der Verein „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der Öffentlichkeit für einen wertschätzenden Umgang mit polizeilicher Arbeit zu werben und über Gewalt gegen Polizeibeamte aufzuklären. Im Beisein und unter der Schirmherrschaft von Innenminister Roger Lewentz begrüßte Gerke Minrath, die Vorsitzende des Vereins „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“, Personen und Organisationen, die der Polizei danken möchten.

Minister Lewentz bei der Pressekonferenz mit Gerke Minrath vom Verein „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ und Friedel Durben, Direktor der Hochschule der Polizei (Bildquelle: Hochschule der Polizei RLP)

Nicht nur für den geleisteten regulären Dienst, sondern auch für besonderes Engagement einzelner Polizeibediensteter außerhalb der Dienstzeit wurde Dank ausgesprochen. Vor Pressevertretern sprachen neben Vertretern aus Politik und Gesellschaft die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und die Stefan-Morsch-Stiftung der Hochschule der Polizei ihren Dank aus. Beide Organisationen tragen seit Jahren durch Typisierungsaktionen zur Krebsbekämpfung bei und nutzen jährlich die Hochschule als eine Örtlichkeit für die Gewinnung neuer potenzieller Stammzellenspender. Polizeikommissar Maik Molitor, der bis Mai 2019 an der Hochschule sein Bachelorstudium absolvierte, wurde nach einer solchen Typisierungsaktion 2018 zum Stammzellenspender und damit zum Lebensretter. Er steht stellvertretend für alle Polizeibediensteten, denen heute und morgen gedankt wird.

Frau Aßmann, HdP, Frau Burkard, DKMS, Frau Morsch, Stefan-Morsch-Stiftung mit PK Maik Molitor, Stammzellenspender (v.l.n.r.) (Bildquelle: Hochschule der Polizei RLP)

Friedel Durben, der Direktor der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz, würdigte hingegen Frau Minraths Vereinsarbeit: „Ein Engagement, das wir Polizeibeamte sehr wohl wahrnehmen, schätzen und für das wir uns bedanken.“

Nach der Auftaktveranstaltung wird Frau Minrath weitere Polizeidienststellen besuchen, um dort stellvertretend Wertschätzung und Anerkennung an die dort arbeitenden Polizeibeamten auszusprechen.

(Pressemitteilung der Hochschule der Polizei vom 20.09.2019)

 

Damit fing ich auch sofort an. Bevor ich damit loslege, aber an dieser Stelle mein herzlichster Dank an die Hochschule der Polizei für die tolle Unterstützung, ebenso an Minister Lewentz und natürlich an Maik Molitor für seine Bereitschaft zur Spende. Die beiden Damen der DKMS und der Stefan-Morsch-Stiftung hoben beide die überdurchschnittliche Bereitschaft zur Stammzellenspende bei der Berufsgruppe „Polizei“ hervor. Falls noch jemand Fragen hat, warum ich mich für diese Berufsgruppe engagiere. Weil sie es verdient hat!

 

Dienststellenbesuche

Nun aber zu meinen Dienststellenbesuchen. Die Gespräche ähneln sich oft. Überall überwog erst einmal Freude, dass da jemand kommt, um sich zu bedanken. Klar, ab und an kommt ein Danke, oft auch zwischen Tür und Angel nach Einsätzen, manche Menschen schreiben auch nach gut gelungenen Einsätzen. Aber dass Menschen explizit zur Polizei fahren, um sich ohne konkreten Anlass mal zu bedanken, das kommt wohl selten bis nie vor. Vielfach wurden ich (oder auch Mitstreiter) gefragt, was uns bewegt, in unserem Verein aktiv zu sein, was mich bewegt hat, ihn zu gründen und so weiter. Viele Beamte erzählten aus ihrem Dienstgebiet. Was mich immer freut ist, dass die Mehrzahl unserer Gesprächspartner trotz allem finden, dass sie einen tollen Beruf haben und ihn lieben. Auch dafür mag ich unsere Polizistinnen und Polizisten.

 

Nach der Pressekonferenz und einer köstlichen Viertelpizza ging es zur Polizeiwache am Flughafen Hahn. Das war für mich übrigens auch deswegen interessant, weil ich diesen Flughafen noch nie aus der Nähe gesehen hatte. Ich fand auch die Arbeitsteilung zwischen Landes- und Bundespolizei interessant.

Vor der Polizeiwache Hahn (Bildquelle: Polizei RLP)

 

Von dort ging es direkt zum Bundespolizeirevier Hahn, wo der Gesprächsbedarf groß war. Die Unterhaltung drehte sich auch um die massive Personalaufstockung, die der Bund plant und teilweise schon umsetzt. Für mich als Bürgerin eine durchaus beruhigende Information, aber für die aktiven Polizistinnen und Polizisten eine Herausforderung, da die vielen Anwärter natürlich auch ausgebildet werden müssen. Gefreut habe ich mich auch sehr, eine mir bereits bekannte Bundespolizistin aus Trier anzutreffen.

 

Von hier ging es zur Polizeiinspektion Simmern. Leider fehlt mir von diesem supernetten Empfang dort noch das Foto.

 

Damit ging der Freitag zu Ende, was angesichts meiner angeschlagenen Gesundheit auch gut so war. Netterweise erklärte mein Mann sich bereit, mich am Samstag zu fahren. Er bekam so viel Spaß an der Sache, dass er schon ankündigte, nächstes Jahr wieder mitkommen zu wollen. Danke, Du bist der Beste!

Da die Hochschule der Polizei keinem Präsidiumsbezirk zugeordnet ist, aber zum Ausgleich mitten im Hunsrück (für Nicht-Rheinland-Pfälzer – eines der Mittelgebirge in diesem wunderschönen Bundesland) liegt, besuchten wir Hunsrück-Dienststellen, die bislang noch nie an unseren Wegstrecken lagen.

Wir begannen bei der Polizeiinspektion Morbach. Danke für den netten Empfang und den leckeren Latte Macchiato.

 

Weiter ging es zur Polizeiinspektion Idar-Oberstein:

 

Von dort fuhren wir nach Birkenfeld zur dortigen Polizeiinspektion. Netterweise durften wir dort im Hof parken, da wir unseren Hund nicht den ganzen Tag allein zuhause hatten lassen können und wir einen Schattenparkplatz brauchten, damit unsere alte Hundedame nicht verglüht. Auch sonst wurden wir sehr freundlich empfangen:

 

Von hier ging es zur Polizeiinspektion Baumholder; auch hier bedankten wir uns für den täglichen Einsatz:

 

Dieses Mal hatte ich die Ankunftszeiten deutlich großzügiger geplant als sonst. In den vergangenen Jahren war es ab und zu durch die Verkehrslage oder Verfahren oder gesteigerten Gesprächsbedarf bei der einen oder anderen Dienststelle zu Verspätungen gekommen, die dann den ganzen Zeitplan über den Haufen geworfen hatten. Dieses Jahr hatte ich eine Menge Puffer, so dass wir nun gut zwei Stunden totschlagen mussten. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, aber Rheinland-Pfalz ist schön. Sozusagen im Vorbeiflug besichtigten wir den Nahe-Skywalk, die daneben liegende hübsche Stiftskirche (in der unmittelbar vor unserer Ankunft eine Hochzeit stattgefunden hatte), sowie Schloss Dhaun.

Blick vom Nahe-Skywalk

Zurück zu unserer eigentlichen Mission, die sich auch durchaus in der Nähe des Nahe-Skywalks abspielte – der Polizeiinspektion Kirn unseren Dank zu überbringen. Hier durfte unser Hund sogar mit rein und wurde von allen anwesenden Polizistinnen und Polizisten erstmal ordentlich durchgestreichelt.

 

Zuguterletzt endete unsere Tag im Hunsrück bzw. an der Nahe in Bad Kreuznach. Dort war mein Gastspiel bei meiner Danke-Radtour letzten Sommer ja denkbar kurz gewesen, deshalb hatte ich Wert darauf gelegt, dieses Mal mehr Zeit mitzubringen, falls an einem Samstag Nachmittag überhaupt Zeit ist. Das weiß man ja nie so genau, deswegen muss man auch damit rechnen, dass die Einsatzlage dazwischen kommt.

 

Von dort fuhren wir dann nach Hause, wo mein Sofa schon sehr laut nach mir rief. Natürlich enterte ich dieses nicht, ohne noch vorher unserer Dienststelle am Vereinssitz, der Polizeiinspektion Remagen, Danke zu sagen für den täglichen Einsatz für uns alle. Ich freute mich, als mir die Beamten vor Ort erzählten, dass vor der Dienststelle ein Dank in Form von einer Blume gefunden worden sei. In erster Linie wegen des Dankes, weil die Geschenke ja, wie ich nicht müde werde zu betonen, nicht der Sinn dieses Tages sind.

 

 

Aktive Mitglieder 

Auch diverse Mitglieder des Vereins waren nicht untätig. Die folgende Aufstellung erfolgt in der Reihenfolge des Eintreffens der Nachrichten der Mitglieder dazu (keine Wertung!):

Unsere Mitglieder Stefanie und Alexander Poth besuchten die Polizeiinspektion Weststadt in Braunschweig. Schickes T-Shirt, übrigens. 😉

 

Eines unserer Mitglieder besuchte die Polizeiinspektion Bad Dürkheim. Danke Dir für Deinen Einsatz.

Ein weiteres Mitglied besuchte die Polizeiinspektionen Andernach, Neuwied, Koblenz 1 und Montabaur und berichtete ganz begeistert von diesen Besuchen und dem herzlichen Empfang. Außerdem gab es am Tag vorher im Rahmen einer Demonstration eine Danke-Karte an einen der begleitenden Bereitschaftspolizisten ab. Super gemacht! Danke für Deinen Einsatz.

Unser Mitglied Ilija Matijevac, auch mit tollen Shirts, besuchte einige Dienststellen im Gebiet der Rheinpfalz:

Polizeiinspektion Frankenthal:

 

Polizeiwache Maxdorf:

Polizeiwache Oggersheim:

 

Polizeiinspektion Ludwigshafen 1:

 

Polizeidirektion Ludwigshafen (verschlossen):

Last but not least besuchte er auch die Polizeiinspektion Ludwigshafen 2, wo er auf ein weiteres unserer Mitglieder traf. Ihr seid klasse! 🙂

Unser Mitglied Gitti Rief war im Allgäu unterwegs und besuchte einige Dienststellen:

Polizeiinspektion Wangen / Allgäu:

 

Außerdem besuchte sie die Inspektionen Oberstaufen und Lindenberg. Danke!

 

Auch im Vorfeld war sie schon fleißig und schrieb einige Karten:

 

Das tat auch unser Mitglied Kerstin Wenninger.

 

Hier ihr Bericht:

Am Samstag den 14.09.19 hatte ich eine Fortbildung in Marktoberdorf und besuchte die dortige Polizeiinspektion um kurz nach 8 Uhr. Der Diensthabende in der Wache freute sich sichtlich über den Besuch und die Karte bekam sofort einen Platz am schwarzen Brett damit, wie er sagte, seine Kollegen diese auch sehen können :-). Nach der Fortbildung bot sich noch ein Besuch in Kempten beim PP Schwaben Süd West mit der PI zusammen an. Dort war man im Stress und somit wurde das Ganze eine kurze Angelegenheit der Beamte leitet die Karte weiter.

Am Dienstag den 17.09. fuhr ich nach der Schule in Memmingen zur dortigen Polizeiinspektion. Dort durfte ich erst warten und war diesmal auch verhältnismäßig schnell wieder draußen – gefreut haben sie sich aber bestimmt nur der Zeitpunkt war nicht so gut.

Zwischenzeitlich habe ich mir eine Nebenhöhlengeschichte eingefangen, kaum geschlafen, Schmerzen, usw.

Am Freitag den 20.09. besuchte ich den Polizeiposten Dietenheim (meiner Heimat) die Freude war groß und ich wurde gebeten das nächste Mal vorher anzurufen damit man etwas mehr Zeit für ein Gespräch hat 😀

dav

 

Am Samstag 21.09. zwang ich mich wenigstens noch den Nachbarort Illertissen anzufahren. Bei der Polizeiinspektion habe ich geklingelt und bekam da zu hören dass der Beamte gerade alleine sei ich aber herein kommen solle. Als ich im Vereinshoody um die Ecke kam und der Beamte das Logo sah rief er freudig ich weiß es, ich weiß es und lachte – dann schnappte er sich die Karte und brachte sie gleich in den Büroraum 😀 Da ich den Beamten nicht anstecken wollte ging ich wieder weiter und wünschte wie überall einen gewalt- u. verletzungsfreien Dienst 😀

Die noch geplanten Dienststellen habe ich per Post erledigt da mein Kreislauf nicht mehr mitgemacht hatte. Diesbezüglich hoffe ich das meine Karten ihre Ziele in Kaufbeuren, Bad Wörishofen, Mindelheim, Krumbach, Günzburg, Weißenhorn, Senden, Neu-Ulm, Ulm, Ulm Wiblingen, Laupheim, Biberach und Ochsenhausen sowie die BUPO Ulm u. Kempten und die Hundestaffel Ulm erreicht haben – ich bete das sie dort sind :-).

 

Unser Mitglied Simone Schneider war im Umfeld von Mittweida unterwegs. Außerdem hat ihr Verein OASE e. V. (ein Verein, der mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeitet) die Hälfte der etwa 4.000 Postkarten, die zum Danke-Polizei-Tag an alle Dienststellen der Republik versandt werden, im Vorfeld beklebt (Adresse und Porto). Das sind mal sinnvoll verwendete Arbeitsstunden. Die andere Hälfte wurde von unseren Mitgliedern Jenny und Biggi aus Hessen bearbeitet.

So gehen Arbeitsstunden

 

Fertig

Besuch im Revier Mittweida

Besuch im Revier Rochlitz

Ihr Fazit: „Aber gefreut haben sich die Beamten/Beamtinnen in den Revieren ganz sehr, und ehrlich überrascht waren sie!“

Unser Mitglied Erdmute Wittmann war wieder bei der Polizeiinspektion Remagen und hatte einen besonderen Gast dabei. Hier ihr Bericht:

Nima, ein afghanischer Junge im Alter zwischen Kindergarten und Einschulung wohnt in der Straße der Polizeiinspektion Remagen und sieht oft Polizeiautos mit Blaulicht vorbeirasen. Das weckte natürlich in ihm den Wunsch, einmal Polizist zu werden, weshalb ich vorschlug, am Danke-Polizei-Tag ein selbstgemaltes Bild in der Dienststelle vorbeizubringen. Wochen vorher hatte er sich schon mit Feuereifer und unter dem Kommentar seiner Geschwister daran gemacht, und am 21. September 19 konnte er bereits ab 6 Uhr morgens nicht mehr schlafen vor Aufregung. Mit seiner Mutter, mir und seinem Bild marschierte er zur Polizeiinspektion.

Nimas Bild

Eine Polizistin begrüßte ihn unglaublich herzlich und stellte sich mit Namen vor. Sie ging in die Hocke, um mit ihm auf Augenhöhe zu sprechen. Dann durfte er einen Blick in ein Büro werfen. Er war wie gebannt. Nur auf dem Weg zur großen Garage, wo sich mehrere Einsatzfahrzeuge befanden, brach die zurückgehaltene Freude durch mit einigen schüchternen Hüpfern. Dann durfte er sich in eines der Einsatzfahrzeuge setzen und sogar den Knopf für das Blaulicht drücken.

Zum Abschied schenkte ihm die Polizistin ihre Visitenkarte für den Fall, dass er sie wieder besuchen wolle. Auf dem Nachhauseweg klebte er noch immer schüchtern an der Seite seiner Mutter, aber kurz vor dem Haus stürmte er los, um ganz schnell alles seinen Geschwistern zu erzählen.

Für Nima dürfte das ein Erlebnis gewesen sein, das er nicht vergisst. Darum ein besonderer Dank an die Polizistin, die sich so viel Zeit für ihn genommen hat, um ihm ein Einsatzfahrzeug einschließlich des Kofferraumes zu zeigen und sensibel auf seine Schüchternheit eingegangen ist.

 

To be contindued …

Engagierte Nichtmitglieder: 

Unsere Facebook-Leser Marita Gruber und ihre Tochter begingen den Danke-Tag in Mannheim:

Mannheim Oststadt:

Mannheim Neckarau:

Auch Euch beiden herzlichen Dank für die Unterstützung unserer Initiative.

 

Fazit:

Alle Mitglieder, die unterwegs waren, berichteten einhellig von einem jeweils sehr herzlichen Empfang. Alle Polizistinnen und Polizisten freuten sich über den ausgesprochenen und persönlich überbrachten Dank. Es herrschte große Einigkeit, dass das ein sehr seltenes Phänomen ist. Finde ich persönlich übrigens eine sehr spannende Information vor dem Hintergrund, wie viele Leute auf unseren Präsenzen in den Sozialen Netzwerken uns jährlich neu versichern, dass sie das quasi pausenlos tun würden, weswegen ein Danke-Polizei-Tag ja eigentlich vollkommen sinnlos sei …

Die Lobkultur ist ja in Deutschland generell mehr als verbesserungswürdig. Man ist mit negativer Kritik immer schnell bei der Hand, was ja auch durchaus nichts Falsches ist. Aber dazu zu sagen, wie es ist, gehört eben auch, dass man sagt, wenn etwas gut ist. Und da mangelt es hier doch ganz erheblich.

Ich hätte mir persönlich etwas mehr Presseresonanz gewünscht. Auch wenn gute Nachrichten bekanntlich nicht so gut gehen wie schlechte Nachrichten, so haben unsere Polizistinnen und Polizisten das doch mehr als verdient, dass auf diesen Tag hingewiesen wird und Menschen vielleicht doch mobilisiert werden. An dieser Stelle ein dickes Danke an den SWR, die Rhein-Nahe-Zeitung und die Rhein-Hunsrück-Zeitung, die vor Ort waren.

Und noch einmal ein Danke an unsere Polizistinnen und Polizisten, denn Ihr seid #immerda!

 

Mit diesem Slogan wirbt die Stadt Neuwied am Rhein für sich. Vor dem Hintergrund erscheint der erste Einsatz, zu dem „mein“ Streifenteam in dieser Mainacht gerufen wurde, absurd – eine Schlägerei in einem Dartclub war.

Das Team, das mich in dieser Nacht dabei hatte, bestand aus Sascha, einem erfahrenen Polizisten, sowie aus Sylvie, die recht neu bei der Polizei Rheinland-Pfalz war.

Die beiden entschärften die Streitigkeit, die in erster Linie aus einer Überdosis Alkohol und der daraus resultierenden zunehmenden Unfähigkeit zur gegenseitigen Verständigung der Streithähne resultierte. Ebenso befeuert Alkohol den Unwillen, Ärger einfach auch mal aus dem Weg zu gehen.

Sascha und Sylvie schafften es sehr gut, sich mit ihrer Kommunikation zu den Kontrahenten auf Augenhöhe zu begeben und irgendwann zog jeder seiner Wege.

 

Als nächstes wurden wir in einen der kleineren Orte geschickt, die im Dienstgebiet der PI Neuwied liegen.

„Da gehen immer komische Gestalten in der Wohnung eines unserer Mieter ein und aus.“ So hatte der Notruf bei der Polizei gelautet.

 

Schon beim Erklimmen der Treppe zur fraglichen Wohnung schwante uns Übles – denn der Geruch, der uns auf der Treppe entgegen kam, war nicht von schlechten Eltern.

Dem üblen Gestank zum Trotz klingelte Sascha. Mehrfach.

Tatsächlich wurde uns irgendwann geöffnet. Ein junger Mann machte die Tür auf. An seinen Zustand kann ich mich gar nicht so genau erinnern, denn mein Blick wurde angezogen von dem winzigen Ausschnitt der absolut chaotischen Wohnung, den ich sehen konnte. Und gleichzeitig deutlich eingetrübt von einem pestilenzartigen Geruch nach ungereinigtem Katzenklo.

„Wer sind Sie?“ erkundigte sich Sascha. Er hatte gerade meine grenzenlose Bewunderung, dass er sich nicht sofort vor die Füße des Bewohners dieses Desasters erbrach.

„Ich bin der Nachmieter.“

Aha?

Die Vermieterin, die in der Wohnung darunter lebte, und eigentlich auch in selbiger zu bleiben gebeten worden war, meldete sich zu Wort:
„Wie Nachmieter?“

Kurz und gut – der Mieter hatte sich verflüchtigt, wohl schon vor geraumer Zeit. Seine beiden Katzen hatten ihn dabei wohl eher weniger interessiert, denn diese vegetierten in der Wohnung mit dem „Nachmieter“. Anders kann man es nicht nennen, denn die Tiere waren in einem erbarmungswürdigen Zustand.

„Wann haben Sie den Tieren denn das letzte Mal Futter gegeben?“ erkundigte sich Sylvie.

Als Antwort erhielt sie nur ein Achselzucken.

Großartig!

Der feine Herr erhielt zuerst einmal einen Platzverweis sowie eine Wegeschreibung zur nächsten Obdachlosenunterkunft. Er packte seine Siebensachen, was nicht allzu lange dauerte, und verschwand …

Bei ihm hatte es sich wohl auch um die „komische Gestalt“ gehandelt.

Der Rest der Wohnung befand sich in einem unfassbaren Zustand. Das war mit Abstand die ekelhafteste Bleibe, die ich in meinem bisherigen Leben gesehen hatte.

„Die Katzen können in keinem Fall hierbleiben“, stellte Sylvie kategorisch fest.

Recht hatte sie. Abgesehen davon, dass mir dieser Gedanke half, meinen Magen unter Kontrolle zu halten. Die Vermieter hatten weiß Gott genug am Hals. Ihren flüchtigen Mieter würden sie wohl nie wiedersehen. Ich wagte ernsthaft zu bezweifeln, dass der seine Mietschulden jemals begleichen würde. Dafür hatten sie ein hübsches Sümmchen für eine Sanierung aufzuwenden.

Trotz allem waren sie ganz bei Sylvie und liehen der Polizei zwei Katzenkörbe aus. Sylvie rief eine Freundin an, die im örtlichen Tierheim arbeitet. Mit einer Katze im Fußraum des bekanntlich nicht allzu riesigen Audis und einer auf meinem Schoß brachten wir sie ins Tierheim. Wo sie es mit Sicherheit besser haben würden als beim „Nachmieter“.

 

Von dort ging es zu einer Ruhestörung, die sich als bereits in Auflösung begriffener 50. Geburtstag entpuppte. Also gab es hier nur eines zu tun: zu gratulieren. Worüber sich das Geburtstagskind ernstlich freute.

 

Anschließend ging in die Fußgängerzone von Neuwied. Ein uraltes Ehepaar sorgte sich um seine Freundin. Diese beiden waren weit über die 90 Jahre, aber sehr rüstig und unfassbar liebevoll im gegenseitigen Umgang. Man kann sich wirklich nur wünschen, in dem Alter noch so gut bei- und zueinander zu sein.

Jedenfalls meldete die Freundin sich nicht. Ich kann mich leider nicht erinnern, wie die Sache ausging, aber ich kann mich gut an dieses wunderbare Ehepaar erinnern.

 

Ein Radfahrer passierte vor dem Streifenwagen eine rote Ampel und gewann eine Kontrolle.

 

Wir bestreiften einschlägige Kneipenviertel und anschließend das Gebiet vom Zoo. Auf den Parkplätzen treibt sich im Dunkeln gerne mal die eine oder andere lichtscheue Gestalt herum. In dieser Nacht war alles ruhig. Im von uns bestreiften Gebiet liegt auch das Tierheim. Sylvies Freundin hatte die Katzenboxen davor abgestellt. Die lasen wir schnell auf und brachten sie der Vermieterin zurück.

 

„Hier läuft einer besoffen durch die Gegend und klingelt überall.“

Dieser Notruf lotste uns in einen der kleineren Orte um Neuwied. Wir fanden auch recht schnell den jungen Herrn, der Stein des Anstoßes gewesen war. Offensichtlich orientierungslos und ebenso offensichtlich reichlich betrunken.

Meine Begleiter bekamen aus ihm heraus, dass sein Fußballverein gewonnen hatte und man sich daraufhin ordentlich selbst gefeiert hatte. Und da man ja sportlich ist, kann man dann auch nach Hause laufen.

„Wo wohnen Sie denn?“

„In X.“

Sascha hob die Augenbrauen.
„Dann sind Sie aber in der falschen Richtung unterwegs. X liegt da lang.“
Sascha zeigte in die entsprechende Richtung.

„Neeeee.“

„Doch.“

„Neeeee, ich kenn mich doch aus. Ich weiß doch, da ist die Kirche, da muss ich dann links und dann …“

Da war keine Kirche.

„Was wollen Sie eigentlich hier?“ versuchte Sascha es anders.

„Zu meiner Freundin.“

„Wo wohnt die denn?“

„In Y.“

„Sie sind hier aber in Z.“

Verwirrung machte sich in den Gesichtszügen des Herrn breit.

„Deshalb haben Sie auch überall geklingelt, kann das sein?“

Er zuckte die Achseln und wollte los. In seine ursprüngliche Richtung.

„Halt! Wohin des Wegs?“

„Na, nach X.“

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen – Diskussionen mit Betrunkenen sind und bleiben einfach nur mäßig ergiebig.

Um es kurz zu machen: Ausgiebige Erklärungen und einige Versuche des jungen Mannes später, war klar, dass er es keinesfalls allein nach Hause schaffen würde, zumal der von ihm gesuchte Ort 12 km entfernt lag. Er war aber nicht so schwer betrunken, dass er ein Fall für den Rettungsdienst gewesen wäre. Letztlich stimmte er zu, mit einem Taxi nach Hause zu fahren. Wir blieben bei ihm, bis das Taxi kam.

 

Zuguterletzt gab es noch einen Einsatz wegen unklarer Rauchentwicklung an einem Mehrfamilienhaus mitten in Neuwied. Neben der Polizei rückten die Feuerwehr sowie ein Rettungswagen ein. Am Ende stellte sich heraus, dass sich einfach nur Torf selbst entzündet hatte. Die Feuerwehr löschte ihn schnell und damit war auch dieser Einsatz beendet.

Zwischendurch waren wir natürlich ein paar Mal in der Dienststelle, damit Sascha und Sylvie ihre Berichte schreiben konnten. In dieser Zeit kümmerte sich Ronny, der liebenswürdige Dienstgruppenleiter, um mich.

Danke Euch, für die tolle Nachtschicht und den herzlichen Empfang. Ihr seid klasse! Ihr macht dem Slogan der Stadt Neuwied alle Ehre!

Ganz schön blass um die Nase war er, der Anwärter, der auf der Behandlungsliege saß.

Wir befanden uns im Krankenhaus von Pirmasens.

Uns Nordlichtern unter den Rheinland-Pfälzern sagt der Städtename „Pirmasens“ nicht viel. Für mich persönlich hatte dieser Name bis Herbst 2017 den leicht exotischen Klang des Südens dieses schönen Bundeslandes, eben klangvolle Sprache, gutes Essen, guter Wein und schöne Landschaft. Gedanken an Urlaub und Idylle.

Dass es anders sein könnte, schwante mir erstmals, als die Polizeiinspektion Pirmasens zum Danke-Polizei-Tag 2017 auf meinem Programm stand. Da erfuhr ich sozusagen im Vorbeigehen, dass die Einsatzbelastung dort recht hoch sein kann – so hoch, dass man es nicht einmal bis Schweix schaffe. Durch diesen Ort mit dem nicht minder exotisch klingenden Namen war ich auf dem Weg von Frankreich nach Pirmasens gefahren. Er liegt direkt an der Grenze. Gerade mal 20 Minuten Fahrtzeit nach Pirmasens.

Pirmasens war einmal eine reiche Stadt, was man dem Stadtbild auch ansieht. Bis in die 70er Jahre florierte dort die Schuhindustrie, was sich aber im Zeitalter der Massenproduktion überlebte. Es gibt immer noch sehr reiche Menschen in Pirmasens, aber auch eine Menge Arbeitslose, die der Niedergang der Schuhindustrie hinterlassen hat. Zudem hat die Stadt so ziemlich die niedrigsten Mieten in weitem Umkreis, was zum Zuzug weiterer Menschen führt, denen es finanziell nicht so gut geht, bspw. anerkannte Asylbewerber. Da es dort aber keine Arbeit gibt, lebt man dort zwar preisgünstig, aber ist eben auch arbeitslos.

Insgesamt eine schwierige Bevölkerungsstruktur mit einer Menge sozialem Zündstoff, was sich auch darin widerspiegelt, dass der Pirmasenser Maimarkt so ziemlich das einzige Volksfest sein dürfte, auf dem absolutes Alkoholverbot herrscht.

 

Das Wetter war sehr schön, als ich Ende April zu einer Freitagsspätschicht dort eintraf. Ich sah sogar bei einer der Verkehrskontrollen einen Storch.

 

Mein erstes Streifenteam, Dietmar und Laura, packte mich in den Streifenwagen und los ging es.

Nach zwei sehr freundlichen Verkehrskontrollen mussten die beiden den Verkehr um einen Wagen mit einer Reifenpanne herum regeln – der mitten auf einer Brücke stand und diese damit auf eine Spur reduzierte. Es hat mich überrascht, wie unfassbar schnell da der Verkehr aufgelaufen ist.

Anschließend fuhren wir noch ein bisschen Streife.

 

Nach einem kleinen Eis wurde ich dem nächsten Streifenteam zugeordnet, Marvin und Ella. Laura musste nämlich in einen Fußballeinsatz.

Mit den beiden lernte ich dann den schwierigeren Teil der Bevölkerung von Pirmasens kennen.

Es begann mit einem Einsatz wegen Stromdiebstahls. Einem Mieter war offensichtlich der Strom abgestellt worden. Also holte er sich den Strom eben woanders. Der Bestohlene war davon unbegeistert.

Der Mann, der sich den Strom offensichtlich aneignete, war auch unbegeistert – von der aus seiner Sicht unbotmäßigen Einmischung der Polizei. Und zwar derart, dass mein Streifenteam sich Verstärkung rief.

Um noch mehr Unbegeisterung ins Spiel zu bringen: Ein Paar mit einem Kleinkind hatte ein Planschbecken im Innenhof aufgebaut. Der Ehemann regte sich lautstark über das Polizeiaufkommen auf. Nur das. Das Eintreffen der Polizei reichte aus. Mehr war noch nicht passiert. – Meiner Ansicht nach hätte er sich besser über seinen Nachbarn mit dem eigenartigen Verständnis von „mein“ und „dein“ aufregen sollen …

Ein weiterer Einsatz wegen einer Auseinandersetzung zwischen Mann und Frau folgte.

Dann konnte Marvin zu voller Form auflaufen, sein Hobby ist nämlich – Tuning. Er selbst macht das natürlich in legaler Weise. Entsprechend hatte er allerdings einen sehr guten Blick.

So stoppten er und Ella einen Fahrer, dessen Wagen dunkel lackierte Blinker hatte. Er war damit wohl einige Jahre unbehelligt durch die Gegend gefahren. Dann lernte ich noch, anhand eines weiteren gestoppten Wagens, dass es verboten ist, seine Blinker mit dem Standlicht zu synchronisieren. Mir persönlich erschließt sich auch gar nicht, was da der Sinn sein sollte, deswegen bin ich da weniger anfällig. Aber wieder mal sehr spannend, für was sich Leute interessieren …

Und schon kam der Maimarkt ins Spiel. Meine Streife wurde zur Verstärkung gerufen. Ein Randalierer leistete Widerstand.

Bei unserem Eintreffen war er schon quasi auf dem Weg in die Dienststelle und der Einsatz löste sich wieder auf.

In der Dienststelle erfuhr ich dann, dass der Anwärter durch den Widerstand verletzt worden war. Da saß er sozusagen live vor mir – unser Vereinszweck. Dietmar fuhr den jungen Mann ins Krankenhaus, ich begleitete ihn auch. Offensichtlich wirkte meine Anwesenheit beruhigend.

„Mein Finger schmerzt.“

Er vertraute mir an, dass er dort schon einmal eine Verletzung gehabt hatte. Genau an diesem Finger.

Ich war selbst einmal Beamtin auf Probe gewesen, wenn auch in einer anderen „Branche“. Die Angst, diese Probezeit nicht zu überstehen, weil man sich gesundheitlich etwas Unbrauchbares zuzieht, kenne ich ganz gut.

Dietmar nahm sehr gut Luft aus der Sache. Aber letztlich konnte nur ein Arzt die erwünschte Erleichterung bringen.

Nach einer Röntgenaufnahme wussten wir dann – es war nichts Schlimmes passiert.

Ich atmete auf und machte mich dann von der Dienststelle aus wieder auf nach Hause. Dank der miserablen Zugverbindungen zwischen meinem Wohnort und Pirmasens war ich mit dem Auto angereist und hatte noch zweieinhalb Stunden Fahrt vor mir.

In jedem Fall war es eine spannende Schicht gewesen.

„Ich hätte jetzt gern was zum Türaufmachen“, seufzte Markus.

„Du hast doch mich dabei“, sagte Mario.

 

Dieser Kurzdialog ist exemplarisch für die Stimmung des Streifenteams, das mich für die Nachtschicht unter seine Fittiche genommen hatte. Markus und Mario sind erfahrene Polizisten. Sie hatten sich mit einem Witz (Situationskomik, also niedergeschrieben nicht lustig) bei mir eingeführt. Die Nacht begann also mit einem Lacher und das sollte nicht der letzte bleiben.

 

 

Doch zurück zur Haustür eines Mehrfamilienhauses, vor der wir standen.

 

Die Polizei Montabaur hatte einen Anruf aus einem benachbarten Bundesland bekommen. Ein junger Mann hatte sich gemeldet und mitgeteilt, dass sein Freund wiederum von dessen Ex bedroht werde. Der bedrohte Freund wohnte im Zuständigkeitsbereich der Inspektion, bei der ich diese Nachtschicht mitfahren durfte. Entsprechend fuhren meine Herren als erste Streife an die genannte Adresse.

Es war alles ruhig. Nichts wies auf eine Bedrohungslage an. Da man aber nie wissen konnte, hätte Markus gern unauffällig die Haustür geöffnet und vorsichtig dahinter gespäht. Marios Vorschlag war allerdings recht weit von dem entfernt, was man sich unter „unauffällig“ vorstellt.

Letztlich entschieden sich die beiden, einfach bei dem genannten Namen zu klingeln.

Keine Reaktion.

Noch einmal, etwas nachdrücklicher.

„Joah?“ erklang eine müde Frauenstimme.

Irritierter Blickwechsel zwischen den beiden Beamten.

„Polizei, lassen Sie uns bitte herein.“

 

In der Wohnung, die zum Klingelschild mit dem Namen des Bedrohten gehörte, empfing uns eine Frau, die sichtlich schon geschlafen hatte. Die Wohnung strahlte Familienleben aus. Bunt. Ein bisschen unaufgeräumt. Bügelwäsche. Vor allen Dingen – total friedlich.

Von einer Bedrohung keine Spur.

Markus erzählte von dem Anruf, den die Polizei bekommen hatte.
„Ihr Name und Ihre Adresse wurden genannt.“

„Aber hier ist alles ruhig“, sagte die Dame ratlos.

Dann veränderte sich ihr Gesichtsausdruck. Sie rief einen Jungennamen.

Ein Teenager trat auf den Plan.

Der Blick, mit dem er die Polizei maß, wirkte so betont harmlos, dass ich gar nicht anders konnte als misstrauisch zu werden.

Und richtig …

Nach einigen gewechselten Worten, durch meine Polizisten in sehr eindringlichem Tonfall vorgetragen, gab er zu:
„Na ja, das war ich. Ich hab das meinem Freund geschrieben.“

„Was? Dass du bedroht wirst?“
Seine Mutter war fassungslos.

„Ja, schon.“

Er wollte nicht weiter mit der Sprache heraus. Der Grund dafür war allerdings für die Polizei nicht weiter relevant. Wichtig war, dass sich niemand in Gefahr befand.

Meine These ist, dass er sich interessant machen wollte. Er war nämlich blutjung. Und – wie sich später im Laufe des Gespräches herausstellte, kannte sich das Paar nicht einmal persönlich.

Nun, denn …

 

Im Streifenwagen stellte Mario fest:
„Sensationell. Das war wirklich eine Bedrohungslage aus dem Paralleluniversum.“

 

 

Die beiden waren nicht nur lustig, sie waren auch sehr nett. Nicht nur zum Gast auf der Rückbank, sondern auch zu Kindern und älteren Damen.

 

Unser erster Einsatz war ein Ladendiebstahl in einem Baumarkt, der aber letztlich gar keiner war. Ein Kunde, Kunde 1, hatte eine bereits bezahlte Ware umgetauscht und die neue Ware aus dem Regal genommen. Er lief dann nicht zur Kasse, sondern direkt zum Ausgang, was einen Mitkunden, Kunde 2, misstrauisch machte.

Resultat: Kunde 1 fand sich im Büro der Marktleitung wieder und die Polizei traf auf eine hochgradig aggressive Stimmung. Kunde 2 war noch vor Ort, weil Kunde 1 ihn wegen Verleumdung anzeigen wollte. Der Marktleiter versuchte beiden Seiten klarzumachen, dass doch eigentlich nichts passiert war, schließlich hatte die Kassiererin die Sachlage schon lange aufgeklärt. Kunde 2 war mit dieser Interpretation grundsätzlich durchaus einverstanden, wurde allerdings langsam sauer, weil er die Anzeige in Aussicht hatte.

Das Erscheinen der Polizei wirkte auf beide Seiten höchst deeskalierend und schließlich trennte man sich dann friedlich. Ohne sich verbal oder via Anzeige weiter auf die Füße zu treten.

 

Beim Verlassen des Baumarktes erspähten meine beiden Herren einen kleinen Jungen auf dem Arm seines Vaters, der äußerst fasziniert den Streifenwagen anstarrte. Vollkommen nachvollziehbar, aus meiner Warte. 😉

Keine Minute später saß der Kleine auf dem Fahrersitz und durfte mal das Blaulicht anwerfen.

Ich weiß schon, warum ich Fan unserer Polizisten bin, die meisten sind einfach zu nett.

 

 

Nach kurzen Ermittlungen wegen eines verlorenen Kennzeichens wurde mir die beste Pizza von Montabaur vorgeführt – und ja, sie ist wirklich sehr lecker.

In diesem Zusammenhang lege ich Wert auf die Feststellung, dass Polizeibeamten keine festgelegten Pausenzeiten haben. Man stelle sich das auch mal vor – eine Streife bei der Festnahme beispielsweise eines Mannes, der eine alte Dame beraubt, also mit Gewalt um ihr Erspartes erleichtert hat.

Nach einem kurzen Blick auf die Uhr sagt Polizist 1 zu Polizistin 2: „Du, jetzt ist Pause.“
Polizistin 2: „Ach ja. Moment!“
Polizistin 2 zu Räuber: „Setzen Sie sich doch mal bitte auf die Bank da und warten Sie, bis wir fertig sind.“

Diese Berufsgruppe kann nicht einfach zu einer festgeschriebenen Zeit den Stift, bzw. die Handschellen, fallen lassen und eine Pause einlegen.

§ 4 ArbZG (Arbeitszeitgesetz) schreibt vor, dass ein Arbeitnehmer, der zwischen sechs und neun Stunden arbeitet, 30 Minuten Pause machen muss. Dies dient der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit. Nun wird mir bestimmt wieder jemand entgegenhalten, dass Beamte ja keine Arbeitnehmer seien. Aber Menschen sind sie und müssen ebenfalls ihre Arbeitsfähigkeit erhalten. Also muss bei einer Achtstunden- (oder gar Zwölfstunden)-Schicht Zeit für eine Mahlzeit sein Die wird halt eingenommen, wenn Zeit ist. Manchmal ist auch keine Zeit. Sogar ich, die ich nur ab und an mitfahre, habe schon erlebt, dass Essen einfach nicht drin war. Da bin ich dann morgens erstmal in irgendeinem großen Bahnhof über das Sortiment der nächstbesten Bäckereikette hergefallen.

Hier war es zum Glück anders.

Wenn man also Polizisten voll uniformiert bei der Nahrungsbeschaffung antrifft, ist also ein Anzeichen dafür, dass sie nebenbei, während sie ihren Job machen, sich etwas zu Essen holen – allzeit bereit, selbiges kalt werden zu lassen, wenn ein Einsatz ansteht.

 

„Notruf der Polizei Montabaur.“

Ein Anruf hatte mein Gespräch mit dem Wachhabenden unterbrochen. Eine ältere Dame erkundigte sich, ob die Polizei bei ihr angerufen hätte.

Nein, hatte sie nicht.

Durch gezielte Fragen des Wachhabenden stellte sich heraus, dass die Dame offensichtlich Opfer falscher Polizeibeamte werden sollte – der Anrufer hatte sich als Polizist der benachbarten Polizeiinspektion Straßenhaus ausgegeben. Die Dame wohnt allerdings gar nicht im Dienstgebiet von Straßenhaus, sondern im Gebiet der PI Montabaur. Zum Glück hatte sie Verdacht geschöpft.

Markus und Mario nahmen sich, mich im Schlepptau, der Sache an. Sie wartete bereits auf ihrem Balkon, sichtlich beunruhigt.

„Wir sind jetzt die Echten“, rief Markus ihr beim Aussteigen zu, und nahm damit schon einmal eine Menge Druck aus der Situation. Ihr gelang sogar ein kurzes Lächeln.

Markus und Mario nahmen ihre Aussage auf. Immer in der Hoffnung, dass die die Polizei irgendwann genug Informationen hat, um solchen Betrügern nachhaltig das Handwerk zu legen. Das Hauptaugenmerk der Dame lag allerdings in erster Linie auf ihrer persönlichen Sicherheit.
„Was mache ich denn, wenn die wiederkommen?“

Ein Nachbar war bei ihr und versprach zu bleiben.

Grundsätzlich ist es untypisch für falsche Polizisten, trotzdem anzurücken, wenn sie aufgeflogen sind. Ich kann allerdings die Beunruhigung der Dame sehr gut verstehen. Meinen beiden Herren konnten das auch, und es gelang ihnen, sie zu beruhigen.

 

Wo wir schon mal draußen waren, bekam meine Streife den Einsatz wegen der Bedrohungslage. Von dort ging es zum Streifefahren.

 

Nach einer kurzen Pause in der Dienststelle, weil Markus und Mario ihre Berichte verfassen mussten, wurden sie zu einem Randalierer in einer Kneipe gerufen. Nach weiterem Streifefahren und weiteren Berichten in der Dienststelle kam noch ein Einbruchsalarm rein. Allerdings hatten wir zum Tatort, einem Einfamilienhaus im Grünen, gute 20 Minuten Anfahrt, was der Einbrecher genutzt hatte, um sich davon zu machen.

Schon auf der Anfahrt ging die Sonne auf. Das ist im Westerwald wirklich ein grandioses Schauspiel. Während Markus und Mario sich mit der Spurenlage befassten, wurde ich von Frühlingsgefühlen übermannt. Bei der Rückfahrt in die Dienststelle wurde ich durch die tolle Landschaft im Licht eines Frühlingsmorgens schwer von der Polizeiarbeit abgelenkt. Trotzdem ist mein Fazit: Polizei Montabaur – Ihr seid sensationell!

Endlich! Seit sechs Wochen hatte er den Führerschein. Und heute Abend hatte Papa ihm endlich mal den BMW geliehen. Weil er seine Kumpels mitnehmen wollte.

Hier, im tiefsten Westerwald, ging ohne Auto gar nichts. Und Mamas Kleinwagen war einfach nur peinlich.

Ok, dass es den ganzen Tag geregnet hatte und immer noch regnete, war schon blöd. Dabei war der Sommer sowas von bombastisch gewesen und hatte bis in den September gedauert. Diesen einen Tag hätte der sich auch noch halten dürfen. Aber davon ließen doch er und seine Kumpels sich den Abend nicht versauen. Ein kleiner Wechsel der Location lag aber schon noch an. So gegen Mitternacht war eben ein anderer Club angesagt.

„Fahr mal schneller, die anderen sind schon da.“

„Mann, ich fahr das erste Mal bei Regen.“
Er nahm den Fuß vom Gas.

Eine langgestreckte Kurve. Die rot-weißen Richtungstafeln leuchteten im Scheinwerferlicht auf.

Ein leichtes Schleudern.

„Alter, was tust du?“

Er spürte wie der Wagen unter ihm ausbrach.

„Scheiße.“

Der schwere BMW pflügte über den Straßengraben. Es krachte.

 

„Polizeinotruf der Polizei in Straßenhaus.“

„Ich habe gerade ein Schild umgefahren.“

Zufällig befand ich mich gerade im Wachraum, als dieser Notruf hereinkam. Eine junge Stimme. Seltsam unbeteiligt. So unbeteiligt, dass ich vor meinem inneren Auge ein Bild hatte, wie ich selbst mal vor vielen Jahren ein Schild „umgefahren“ hatte. Auf einer Verkehrsinsel. Es hatte sich schlicht um 90 Grad gedreht, ansonsten war der Sachschaden gleich Null. Trotzdem war ich deutlich nervöser gewesen als der Anrufer sich anhörte.

Wie immer liegt mir die Erlaubnis der abgebildeten Polizisten zur Veröffentlichung vor.

Wenig später fuhren Christian, Alex und ich im Streifenwagen vor. Das Blaulicht reflektierte in einer großen Rauchwolke, mehrere Fahrzeuge standen am Straßenrand, junge Menschen wuselten durcheinander.

Hatte ich irgendetwas an dem Notruf missverstanden?

War doch mehr als nur ein Schild zu Schaden gekommen?

Brannte da etwa ein Unfallfahrzeug?

Und was war das für eine Musik, die da durch den nächtlichen Wald wummerte?

 

Meine beiden Herren schienen ebenso verwundert wie ich. Wir steigen aus. Sofort stieg mir Zigarettengeruch in die Nase.

Damit hatte sich schon einmal die Herkunft des Rauchs geklärt und ich entspannte mich wieder.

„Zuerst mal wird jetzt hier die Musik ausgemacht, bitte.“

Natürlich spricht es für das sonnige Gemüt der jungen Menschen, dass sie das Event, zu dem nun einige von ihnen nicht erscheinen konnten, einfach mal locker an den Unfallort verlegten. Aber wir waren hier nicht auf einer Open-Air-Party, sondern die beiden Beamten hatten zu arbeiten. Man kann sich einfach nur schwer konzentrieren, wenn man rein akustisch in einer Art Freiluftdisko steht.

Mit großer Geduld fanden Christian und Alex heraus, wer nun eigentlich etwas zum Unfallgeschehen beitragen konnte. Alle anderen wurden weggeschickt. Da die Party mangels Musik sowieso vorbei war, trollten sich die jungen Leute auch nach und nach widerspruchslos. Teilweise warteten sie, bis die Aussagen und Personalien der Mitfahrer aufgenommen waren, sodass sie diese gleich mitnehmen konnten.

Übrig blieben am Schluss nur noch der Fahrer selbst sowie einer seiner Kumpel. Allmählich erschloss sich mir auch die Ruhe des Fahrers – vor so vielen Kumpels geht das natürlich gar nicht, wegen eines popeligen Straßenschildes die Fassung zu verlieren …

 

„Ich habe meinen Führerschein erst seit sechs Wochen“, teilte uns der junge Fahrer mit. „Das ist meine erste Fahrt bei Regen.“

Das passte durchaus zum Wetter der letzten Wochen und Monate.

„Ich habe gebremst, aber wohl nicht genug und zu spät.“

Er sah sich das Loch genauer an, das das abrasierte Schild in die Motorhaube geschlagen hatte.

Die beiden Polizisten machten Fotos und schauten sich die Unfallstelle genauer an, um aus den Splittern, herumliegenden Autoteilen und den Reifenspuren ein Bild des Unfallhergangs zu gewinnen.

Christian machte den jungen Mann darauf aufmerksam, wie haarscharf die Reifenspuren an einem ausgewachsenen Baum vorbeigeschrammt waren.

Oha.

Das hätte auch ganz anders ausgehen könnten.

Der junge Mann gab sich weiter cool, schon wegen seines Kumpels. Eine Spur blasser und deutlich ruhiger wurden sie allerdings beide.

Im Grunde war die Aufgabe der Polizei hier beendet. Die beiden jungen Männer würden von den Eltern des Fahrers abgeholt, die sich auch um das Abschleppen des Wagens kümmern würden. Fehlte eigentlich nur noch eins:

„Der Wagen kann hier so nicht stehen bleiben“, sagte Christian.

Machte Sinn! Schwarzes unbeleuchtetes Auto in schwarzer Nacht auf unbeleuchteter Straße im Wald. Potentielle Gefahrenstelle!

Christian und Alex schauten sich das Auto noch einmal genauer an.

„Wir versuchen es mal. Fahren Sie das Auto mal bitte in den nächsten Ort auf den Parkplatz vor der Kirche. Das klappt wahrscheinlich noch.“

Es stellte sich heraus, dass wir gerade mal 500 Meter von einer kleinen Ortschaft entfernt waren. Den anderen war das natürlich klar gewesen. Mir nicht.

Der junge Mann und sein Kumpel stiegen ein.

Alex ging einige Meter in Richtung der Ortschaft, da der BMW drehen musste. Er wollte vorbeikommende Autofahrer warnen. In der anderen Richtung warnte ja das nach wie vor flackernde Blaulicht.

Der Fahrer startete den Motor, gab Gas. Mit einem erschöpften Knirschen löste sich der Wagen aus dem Graben. Etwas schleifte über den Asphalt, aber es sah aus, als würde es im Schritttempo gehen.

Ich wandte mich um, um Alex Gesellschaft zu leisten, als es plötzlich einen metallischen Knacks gab. Recht laut.

Ich wandte mich um.

Der BMW spreizte beide Vorderreifen ab.

Das sah nicht gut aus. Soviel sah sogar ich als Laie.

Christian schaute unter den Wagen und diagnostizierte einen Achsbruch.

Das Auto stand quer über der Landstraße.

Upps.

Damit war nun die Straße blockiert.

Als nächstes galt es nun, den Verkehr, bis der Abschlepper kam, umzuleiten. Je einer der beiden postierte sich auf einer der beiden Seiten des Autos. Ich stellte mich dabei neben Alex. Erstaunlich, wie viel um diese Uhrzeit, gegen zwei Uhr morgens, in einem dunklen Wald in einem Mittelgebirge noch los ist. Die Umleitung, die Alex den Fahrers erklärte, würde ich jetzt auch finden, sollte ich sie jemals dort oben brauchen …

Schließlich kam der Abschlepper und auch die Eltern holten ihren Sprössling ab.

Damit war dieser Einsatz beendet.

 

Das war natürlich nicht der einzige Einsatz dieser Nachtschicht. Es begann mit der Sicherstellung eines Portemonnaies, das spielende Kinder im Wald gefunden hatten – die es auch superspannend fand, dass die Polizei erschien.

 

Wir suchten einen Herrn, der aus einem Krankenhaus abgängig war, der schließlich in NRW gefunden werden konnte.

 

Während wir Streife fuhren und die Herren mir das vergleichsweise große Dienstgebiet zeigten, das zum Glück ein großes Stück Autobahn hat, die wir auch mehrfach benutzten, kam ein Einsatz wegen einer Schlägerei auf einer Kirmes rein. Blaulichtfahrt! Auf der Kirmes – keine Schlägerei.

 

Schließlich noch ein „Vermisstenfall“, der eigentlich keiner war, weil die Eltern durchaus wussten, mit wem die junge Dame unterwegs war … (die näheren Infos sind mir entfallen …)

 

Alles in allem eine wetterbedingt eher ruhige Nacht (so ziemlich die einzige Regennacht im Frühherbst des Jahres 2018), aber ausreichend um zu sehen, dass da eine der vergleichsweise kleineren Polizeiinspektionen von Rheinland-Pfalz in einem großen Dienstgebiet sehr gute Arbeit leistet. Danke dafür!

Alle Jahre wieder … Das ist mittlerweile die gängige Begrüßungsformel, mit der nicht nur wir von Keine Gewalt gegen Polizisten e. V. begrüßt werden, sondern unter der wir auch unseren Beitrag zum Demoeinsatz planen. Natürlich wie immer mit Genehmigung der Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Koblenz und der Bundespolizeidirektion Koblenz.

Anlass ist, auch alle Jahre wieder, ein rechtsextremistischer Aufmarsch sowie die Gegenveranstaltungen, unter denen ich besonders den Tag der Demokratie des Bündnis für Frieden und Demokratie in Remagen hervorheben möchte.

Zwar sind die Voraussetzungen für uns jedes Jahr ein Bisschen anders (an welchen Stellen sammeln sich Polizeibeamte, wo sind Versorgungsstellen, wann treffen wir wo wen an, wer von Keine Gewalt gegen Polizei e.V. unterstützt), aber manches bleibt eben auch immer gleich.

So hängte ich dieses Mal am Tag vorher die Plakate allein auf, wurde aber von beiden Hausmeistern, sowohl der Grund- als auch der Integrierten Gesamtschule, unterstützt. Abends half mir der Schriftführer, schon einmal einen Teil unserer Spende in der Remagener Markthalle abzuholen.

Unser Tag begann um 04:00 Uhr, denn um 05:45 Uhr traf Julia bei mir ein. Wir beluden das Auto, dieses Mal auch mit einem schicken Tapeziertisch, da wir wussten, dass eine von uns bisher immer genutzte Versorgungsstelle wegfallen würde. Da wir aber nicht wussten, wie viele Polizisten sich wie lange an diesem Ort würden aufhalten müssen, wollten wir gerüstet sein, dort im Falle eines Falles eine Freiluftversorgung aufzubauen. Das Wetter versprach ja, trocken zu bleiben.

Um 06:30 Uhr holten wir bei der Bäckerei Müller den zweiten Teil unserer Spende ab.

Polizeisterne

Julia hatte einen traumhaften Schokoladenkuchen mitgebracht und ich steuerte wie immer Hundekekse für die Diensthunde bei sowie Polizeisterne.

Von dort fuhren wir als erstes zu Polizeiinspektion, denn dort ist ja die Tür immer offen, und hinterlegten bereits den ersten Teil unserer Spende.

Auf dem Weg zur IGS stellten wir nicht nur fest, dass es ein traumhafter Herbstmorgen war, der wunderbare Fotomotive bot, sondern dass auch neben der Schwarzen Madonna ein einsamer Streifenwagen im Nebel stand mit zwei mutmaßlich frierenden Polizisten darin.

Da parkten wir doch mal spontan ein paar Meter weiter ein und brachten schon mal einen Teil unserer Spende persönlich an den Mann.

„Passt gut, wir hatten noch kein Frühstück“.

Dann bauten wir in der IGS einen ersten Tisch auf. Ab zur Feuerwehr. An der Feuerwehr stießen erst wir auf die Helfer der Gewerkschaft der Polizei, dann stieß spontan Michaela zu uns, ebenfalls mit vier Kuchen bewaffnet. Wow!

Gewerkschaft der Polizei und Keine Gewalt gegen Polizisten e.V. – Polizisten und Bürger ziehen an einem Strang

 

Michaela Knieps,, Julia Reinhardt und Gerke Minrath (alle von KGgP) in Kommunikation mit der Kommunikation. 😉

Nun ging es mit zwei Wagen zuerst zum Parkplatz am Bahnhof, wo wir zwar kurz auf unseren Ansprechpartner von den Vorjahren trafen, der aber auch nicht so recht wusste, wie dieses Jahr zu verfahren sein könnte. Also schoben wir die Entscheidung hinaus, brachten noch einmal einiges zur IGS und dann zur Bundespolizei im Jugendbahnhof.

Ein letzter Versuch auf dem Parkplatz, wieder ergebnislos. Also ein letztes Mal zur IGS, immer schön vom einen Ende der Stadt zum anderen, und dort dann den Rest abgeliefert.

Michaela musste sich an diesem Punkt, ich zitiere, „vom ordnungsgemäßen Zustand meiner Familie“ überzeugen, also verließ sie uns an dieser Stelle.

Wir sahen zu, dass wir nun das Auto loswurden, denn wenn erstmal die Aufzüge laufen, ist kein Durchkommen mehr. Schließlich ist Sinn der ganzen Übung die Gewährleistung der freien Meinungsäußerung. Entgegen anderslautender Gerüchte schützt nämlich die Polizei keine besondere Meinung, sondern das Recht auf freie Äußerung derselben.

Zu Fuß kamen wir wieder zurück in die Innenstadt und besuchten zuerst noch einmal die Bundespolizei im Jugendbahnhof.

Bildquelle: Bundespolizei

Von dort spazierten wir wieder zur IGS. Unterwegs trafen wir immer wieder bekannte und für uns neue Gesichter aus den Reihen der Polizei. Entsprechend dauerten die Gespräche länger als sonst. Im Foyer der IGS und später bei der Feuerwehr bekamen wir auch noch ein paar Heißgetränke gespendet. Da der Einsatz insgesamt recht friedlich verlief, war er auch schnell zuende und wir konnten mit Hilfe des Schriftführers unsere Siebensachen einsammeln. Dabei wurde ich zufällig Zeugin, wie unglaublich schnell unsere Freiwillige Feuerwehr Remagen ist, wenn sie alarmiert wird. Wow! Ihr seid mit ein Grund, warum ich ruhig schlafen kann.

Den Rest des Abends ließ ich dann auf unserer Couch ausklingen.

Danke allen Unterstützern! Ihr seid klasse!

Und natürlich danke allen Einsatzkräften.

Wie üblich kommt zum Abschuss die Polizei selbst zu Wort:

Aktivisten aus verschiedenen politischen Lagern hatten heute zu Versammlungen und Kundgebungen in Remagen aufgerufen und bei der Kreisverwaltung Ahrweiler angemeldet. Aufgabe der Polizei ist es, die von der Verfassung garantierten Grundrechte auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten und Konfrontationen zwischen den rivalisierenden Aktivisten zu verhindern. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, setzte die Polizeidirektion Mayen mehrere hundert Einsatzkräfte in und um Remagen ein.

Über den Tag verteilt fanden in Remagen und am Rhein-Ahr-Campus eine Vielzahl von verschiedenen Veranstaltungen statt, welche sich gegen die rechte Gesinnung richteten.

Im Bereich der Bahnunterführung am Bahnhof Remagen kam es zu einer Blockade durch Aktivisten des linken Spektrums. Diese wurde aufgelöst.

Die Anhänger „Rechts“, rund 130 Personen, trafen sich ab 12.00 Uhr im Bereich des Güterbahnhofs an der B 9. Telefonisch ging eine Bombendrohung gegen diesen Aufzug bei der Polizei Remagen ein. Vor diesem Hintergrund wurden Teile der Aufzugsstrecke von der Versammlungsbehörde in Abstimmung mit der Polizei kurzfristig umgelegt. Durch die notwendige Streckenumlegung entstanden auf der B9 Verkehrsstörungen. Die Ermittlungen in Bezug auf die Bombendrohung wurden sofort aufgenommen und dauern zurzeit an. Der Täter muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Nach einer Kundgebung in der Nähe der Friedenskapelle ging der Aufzug wieder zurück zum Güterbahnhof und endete dort ohne weitere Zwischenfälle.

Zirka 250 Personen des linken Spektrums suchten heute den Weg nach Remagen. Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Gruppen konnte durch die eingesetzten Polizeikräfte verhindert werden.

(Pressemitteilung der Polizeidirektion Mayen vom 17.11.2018)

 

Zum besseren Verständnis des Kommentars empfiehlt es sich, sich die Sendung anzusehen. Hier ist der Link zur Mediathek:

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/polizeigewalt-106.html

Die Polizei ist eine von Menschen gemachte Institution, also nicht perfekt. Entsprechend gibt es Einzelfälle von inkorrektem Verhalten. Diesen sollte auch nachgegangen werden. Das nennt sich dann Rechtsstaat. Soweit bin ich beim Monitor-Team.

Ich bin sogar beim Redaktionsteam, dass der Vorfall aus Wuppertal mit den in der Sendung präsentierten Informationen nicht gut für die Polizei rüberkommt. Mich würde allerdings schon interessieren, WARUM es diesen Platzverweis überhaupt gab. Das könnte ja doch einiges an der Beurteilung der Sachlage ändern.

Unabhängig davon ist diese Sendung ein Konglomerat aus Vermutungen, Unterstellungen, Einseitigkeit und fehlenden Informationen.

So zum Beispiel durften wir Zuschauer auch nie erfahren, aus welchem Grund die Duisburger Polizei wollte, dass Herr Kara wegfährt und zwar sofort und nicht erst, wenn er in Ruhe fertig gemacht hat. Hingegen finde ich persönlich es durchaus nachvollziehbar, Pfefferspray einzusetzen, wenn man in einem engen Treppenaufgang derart bedrängt wird, wie die Duisburger Beamten. Der Polizist, der Herrn Kara gegen den Kopf getreten hat, wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. Dass er gegen seinen Strafbefehl Einspruch eingelegt hat, ist genau so sein gutes Recht wie es das gute Recht von Herrn Kara ist. Es ist das gute Recht eines jeden von uns, Einspruch gegen Strafbefehle einzulegen und wenn ein Polizist das tut, ist das eine völlig andere Baustelle, als wenn die Staatsanwaltschaft ein Verfahren einstellt. Im Zusammenhang damit wäre es auch nett gewesen zu erfahren, dass der Polizist nach wie vor vom Dienst suspendiert ist. Oder passt das nicht in die Nettobotschaft der Sendung?

Zu dem Herrn, der vor der Nürnberger Berufsschule ein Fahrrad in die sich vorwärts bewegenden Polizisten geschoben hat: Haben Sie schon einmal, während Sie sich dynamisch nach vorne bewegt haben, ein Fahrrad in die Beine geschoben bekommen? Offensichtlich nicht, sonst wüssten sie, welche üblen Verletzungen man damit hervorrufen kann. Es hat nicht das Geringste damit zu tun, ob jemand sonst ein Gewalttäter ist oder nicht. Diese Aktion war Gewalt und Menschen hätten dabei verletzt werden können. Insofern verstehe ich nicht, was an den von der zuständigen Staatsanwaltschaft aufgezählten Straftatbeständen falsch sein soll.

Ich jedenfalls werde mich weiterhin auf jede Demo begeben, die mir gefällt, ohne Angst vor der Polizei.

Die Straftatbestände „Widerstand“ und „tätlicher Angriff auf Polizeibeamte“ werden nicht trennscharf benutzt, auch das ist keine seriöse Berichterstattung. So wird der Eindruck suggeriert, dass diese Straftatbestände austauschbar seien, was sie nicht sind. Es gab übrigens auch schon erste Urteile wegen des Straftatbestandes „tätlicher Angriff auf Polizeibeamte“. So verurteilte bspw. das Amtsgericht Leonberg einen 31-Jährigen, der einen Rettungssanitäter und einen Polizisten angriff wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung und Beleidigung zu einer Geldstrafe von 85 Tagessätzen zu je 60 Euro (Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 10.06.2018). Durch einfache Nutzung einer Suchmaschine findet man x weitere Urteile, wo von Haftstrafen nicht die leiseste Rede ist. Siehe dazu auch §47, Absatz 2 StGB.

Auch die ewige Leier mit der Anzahl der Strafverfahren, die eingestellt werden, wird durch kontinuierliche Wiederholung nicht sinnvoller.

Diese Zahlen sagen für sich genommen erstmal nicht das Geringste aus.

Zum einen fehlt die Vergleichsgröße. Solange man nicht weiß, wie viele Strafverfahren gegen Nichtpolizisten wegen vergleichbarer Tatvorwürfe eingestellt werden, haben die Zahlen keine Aussagekraft. Da es keinen Straftatbestand gibt, der sich mit Körperverletzung im Amt vergleichen lässt, kann man mit diesen Zahlen schlicht nichts anfangen. Man könnte sie ggf. mit Zahlen anderer europäischer Länder vergleichen, wobei auch dann die Aussagekraft deutlich geschmälert sein dürfte.

Übrigens gehe ich mal ganz stark davon aus, dass bspw. in Russland kaum Anzeigen gegen Polizisten erstattet werden dürften. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das bedeutet, dass es dort weniger Polizeigewalt gibt als hier.

Ein Strafverfahren ist ergebnisoffen und kein Beweis für Schuld. Sonst könnte ich ja jeden Missliebigen mit einer Anzeige ins Gefängnis bringen. Auch das nennt sich dann Rechtsstaat.

Mir sind noch einiges Dinge mehr aufgefallen, die in dem Beitrag mehr als diskussionswürdig waren. Aber ich belasse es aus Zeitgründen mal hierbei. Es geht mir auch nicht darum, dass man die Polizei nicht kritisieren sollte. Ich bin ja gerade deshalb Fan unserer Polizei, weil sie demokratisch legitimiert und rechtsstaatlich verfasst ist und man sie eben kritisieren darf. Aber doch bitte mit vernünftigen und sachlichen Argumenten. Rechtsgrundlagen werden da von mir auch immer wieder gerne genommen.

Ich jedenfalls würde weiterhin jeder der 17 Polizeien in der Bundesrepublik Deutschland bedingungslos mein Leben anvertrauen.