Nach der Eskalation der Gewalt in Hamburg (erster Angriff auf die Davidwache am 20.12.2013, 158 verletzte Polizeibeamte bei einer „Demonstration“ sowie drei verletzte Polizeibeamte nach einem weiteren Angriff auf die Davidwache am 28.12.2013) blutete mir das Herz, als ich nicht an der Mahnwache vom 01.01. teilnehmen konnte.

Zum Glück stand schon länger mein Termin in Bremen am 2. Januar, so dass ich schon am 29.12. mit Patrizia Metzger von der GdP Hamburg ausmachen konnte, dass ich beim Umsteigen in Hamburg mal schnell bei der Davidwache reinspringen würde. Das hat auch prima geklappt. Einfach einen Zug früher nach Hamburg genommen und einen Zug später nach Bremen weitergefahren als geplant.

Patrizia Metzger sammele mich netterweise am Bahnhof ein und brachte mich zum PK 15. Und einen der Aufkleber, dessen Schriftzug „Keine Gewalt gegen Polizisten“ mir ausnehmend gut gefällt, bekam ich auch gleich dazu. Die Verwendung dieser Wortwahl war übrigens abgesprochen, was ich auch sehr nett fand.

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Patrizia Metzger und ich vor der Davidwache (Foto: Ray Goebeler)

In der Davidwache wurde ich sehr herzlich und mit einem strammen Kaffee empfangen. Zuerst erzählte ein Polizist, der in der Nacht zum 29.12. Innendienst gehabt hatte,wie es sich aus der Polizeiwache angehört hatte, als die Schar der Angreifer skandierend über die Davidstraße heranzog. Da hatte ich schon Gänsehaut.

Besonders habe ich mich gefreut, dass der Polizeibeamte, der einen gebrochenen Kiefer und ein gebrochenes Nasenbein davongetragen hatte, auf dem Weg zu einem Termin im Krankenhaus vorbeischaute und ebenfalls berichtete. Das war sehr beeindruckend. Ich wünsche ihm alles Gute, dass er diese Attacke gut verarbeiten kann, und dass er bald wieder seinen Dienst auufnehmen kann.

Danke an dieser Stelle an die GdP Hamburg, dass ein paar unserer Materialien an Eurer Pinnwand Platz fanden.

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Dann war es auch schon an der Zeit, meinen Zug nach Bremen zu nehmen und mich zu verabschieden. Danke an alle Beteiligten, dass mir dieses Gespräch ermöglicht wurde, und danke den Polizeibeamten für ihre Offenheit. Das hat mir wirklich viel bedeutet.

Der am schwersten verletzte Polizist und ich vor der Davidwache (Foto: Ray Goebeler)

Der am schwersten verletzte Polizist und ich vor der Davidwache (Foto: Ray Goebeler)

 

11 Kommentare
  1. corni sagte:

    @Olaf, ich find deine Frage unverschämt! Einfach so, mir nichts dir nichts so nen Namen hier in die Öffentlichkeit zu setzen… Außerdem, hättest du den Artikel mal richtig gelesen, dann wüsstest du, welches Revier die Davidwache ist.
    @Gerke, tolle Aktion 😉

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    • mgernhardt sagte:

      Danke, Corni.

      Bei Dirk Matthies handelt es sich allerdings um eine fiktive Figur aus der Fernsehserie Großstadtrevier. Würde hier der Datenschutz verletzt, so hätte ich den Kommentar sicherlich nicht freigeschaltet. Ich persönlich fand die Frage nach einer fiktiven Fernsehfigur im Zusammenhang mit dem, was in Hamburg derzeit gerade los ist, allerdings auch ziemlich albern.

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  2. Siggi sagte:

    Ich finde es einfach nur tragisch, dass es heutzutage Polizisten schon notwendig haben das Gesicht unkenntlich machen zulassen wie ein Straftäter der vor Gericht steht

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    • mgernhardt sagte:

      Das hat damit nicht das Geringste zu tun. Das hat etwas mit Persönlichkeitsrechten zu tun. Und die hat in Deutschland jeder. Der Bürger, der Straftäter vor Gericht und eben auch Polizisten. Und das ist auch gut so!

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