Da ich diesen Artikel unter hohem Zeitdruck schreibe, spare ich mir einfach viele Worte und greife mal wieder in weiten Teilen auf meine Veröffentlichungen aus den Sozialen Netzwerken auf.

Nadine Augst, Mitglied von Keine Gewalt gegen Polizisten e.V., und ich starteten am Freitag, 14.09.2018, um sieben Uhr morgens in Koblenz. Von dort ging es an der Mosel entlang nach Brodenbach.

Dann ging es auch schon los mit der Polizeiwache Brodenbach:

Weiter mit einem Antrittsbesuch bei der Polizeiinspektion Cochem. Wenn schon an der Mosel, dann auch endlich mal diese beiden Dienststellen des Polizeipräsidiums Koblenz kennen lernen, wozu ich bislang noch keine Gelegenheit gehabt hatte.

Von dort ging es in den Bereich des Polizeipräsidiums Trier, unseres diesjährigen Patenpräsidiums. Zuerst nach Zell. Auf dem Weg dahin kamen wir schon in den ersten netten Stau des Tages.

Ich wunderte mich schon die ganze Zeit, warum Zell zu einem anderen Präsidium gehört als Cochem, da der Landkreis Cochem-Zell heißt. Ich wurde aufgeklärt, dass die Polizeiinspektion Zell auch mal zum Präsidiumsbezirk Koblenz gehört hatte, aber eine Polizeireform da eine entsprechende Änderung gebracht hat.

Von Zell fuhren wir zur Polizeiwache Traben-Trarbach, wo wir fürstlich mit Pflaumenkuchen bewirtet wurden. Das traf  sich gut, denn unser Plan, in Brodenbach zu frühstücken, war an den Öffnungszeiten der Cafés dort gescheitert.

Von Traben-Trarbach ging es dann nach Bernkastel-Kues. Auch hier wurden wir liebenswürdig empfangen.

Von dort brachte uns die Stellvertretende Dienststellenleiterin auf den kürzesten Weg nach Schweich, unserer letzten Station. In der Polizeiinspektion bekamen wir noch einmal leckere Teilchen.

Wo wir schon mal in Schweich waren, ließen wir natürlich auch die Autobahnpolizeistation nicht aus.

Den Abend verbrachten wir in Trier, was ebenso wie der Rest der Moselregion, wirklich sehenswert ist.

Nach einer ruhigen Nacht begann unser Tag um halb acht Morgens bei der Bundespolizeiinspektion Trier. Ok, um genau zu sein, begann er um sieben Uhr in einem Schnellrestaurant mit einem Frühstück.

Von hier ging es dann weiter zur Polizeiinspektion Trier, in der ja schon im Vorfeld die Pressekonferenz zum Danke-Polizei-Tag 2018 stattgefunden hatte (siehe hier).

Schon vor uns war jemand dagewesen und hatte offensichtlich Süßigkeiten abgegeben. Das brachte die Damen und Herren da in Verdrückung, denn sie dürfen nichts annehmen. Während wir vor Ort waren, kam auch ein amerikanischer Militärpolizist mit seinen Kindern vorbei, um seinen deutschen Kollegen zu danken. Er erzählte, dass ich den Vereinigten Staaten für den Say-thank-you-to-a-police-officer-day und die herumliegende Woche dieses Verbot, Süßes anzunehmen, aufgehoben wird. Macht aus meiner Sicht Sinn, da es offensichtlich heutzutage wenigen Menschen vermittelbar zu sein scheint, wie wertvoll ein Danke sein kann, auch wenn nichts Materielles dabei ist. Geld regiert halt die Welt.

Von hier ging es ins hübsche Saarburg – und ich lernte mal wieder dazu, dass die Saar auch in Teilen durch Rheinland-Pfalz fließt. Landschaftlich übrigens auch toll.

Über die Hunsrückhöhenstraße (auch sehr schön) erreichten wir Hermeskeil.

Der Herr in Uniform ist übrigens der Dienststellenleiter von Hermeskeil, der mich später noch einmal auf dem Handy anrief, um mir mit allen Zeichen der Erleichterung mitzuteilen, dass der Vermisste wiedergefunden worden war. Und weiter ging es nach Bitburg. Und ja, die Eifel ist wirklich schön. Übrigens dachte ich eigentlich immer, ich würde der Polizei Trier folgen. Da hab ich wohl mal den falschen Knopf gedrückt. Jetzt folge ich ihr wieder. wp-monalisa icon

Und weiter nach Prüm, wo wir ebenfalls wieder mit Kuchen verpflegt wurden:

Und last but not least als letzte Station im Bereich unseres Patenpolizeipräsidiums – die Polizeiinspektion Daun:

Nun enterten wir wieder den Bezirk unseres Heimatpräsidiums Koblenz und arbeiteten uns mehr oder minder an der Ahr entlang nach Hause:

PI Adenau:

PI Bad Neuenahr-Ahrweiler:

PI Remagen:

Überall wurden wir nach unseren Motiven befragt, uns für die Polizei zu engagieren. Und ebenso ergaben sich überall gute und interessante Gespräche. Wiederkehrende Motive waren Personalknappheit, fehlender Rückhalt aus der Politik, sinkender Respekt und die immer häufiger werdenden Einsätze mit Personen, die psychische Probleme haben und auf einer rationalen Ebene nicht mehr zu erreichen sind. Aus meiner persönlichen Sicht wird da mal wieder ein gesamtgesellschaftliches Problem auf den Polizeibeamten abgeladen, anstatt es zu lösen. Zum Dank dafür könnte man dann doch ruhig etwas mehr Respekt und Rückhalt vermitteln.

Bei all dem schlug uns aber auch immer wieder hoher Idealismus und eine große Liebe zu diesem Beruf entgegen.

Für mich persönlich übrigens sehr interessant die Erfahrungen aus Trier, wo der Taser als Einsatzmittel getestet worden ist, der nun flächendeckend in Rheinland-Pfalz eingeführt werden soll. Offensichtlich reichte in Trier nach wenigen Anwendungen allein das Androhen der Anwendung aus, einen Aggressor zu beruhigen.

Nadine besuchte noch an diesem Abend die Polizeiwache in Bonn-Ramersdorf. Ich hingegen  machte eine Pause bis zum 17. September, als ich bei der PI Neuwied vorbeikam:

Aber auch und vor allem unsere Mitglieder waren sehr fleißig:

Erdmute Wittmann, Schatzmeisterin a.D.:

Unser Berliner Mitglied Majonnchen hat nicht nur im Internet zu einem Danke-Besuch aufgerufen, sondern war selbst in zwei Abschnitten:

Majonna bei Abschnitt 65 und 56:

 

Unsere Mitglieder Claudia Berg und Ilija Matijevac waren bei der Polizeiinspektion Frankenthal unterwegs:

Sie waren zu unterschiedlichen Zeiten dort, entsprechend hatte Ilija Pech – alle waren im Einsatz. Ähnlich war es uns ja auch gegangen. Schönes T-Shirt übrigens, Ilija.

Stefanie und Alex Poth waren in Braunschweig unterwegs:

Unser Mitglied Gitti Rief besuchte die Polizeiinspektion Lindenberg im Allgäu sowie das Polizeirevier Wangen im Allgäu.

Unser Mitglied Christiane Wimmer besuchte das Polizeikommissariat Syke (oben) sowie die Polizeistation Bruchhausen-Vilsen (unten):

Unser Mitglied Antje Fath besuchte mit ihrer Tochter die Polizeiinspektion Diez:

Unser Mitglied Susan Walsh-Nass besuchte die Polizeiwachen Krefeld-Uerdingen sowie Krefeld-Nord:

Unser Mitglied Julia Reinhardt war in Köln bei der Polizeiwache Rodenkirchen sowie bei der Polizeiwachse Stolkgasse:

An dieser Stelle möchte ich ganz besonders dem Verein OASE e.V. in Mittweida danken, die dieses Jahr für uns große Teile der Postkartenaktion an insgesamt 3.700 Dienststellen von Polizei und Zoll übernommen haben:

Ebenso danke an Jennifer und Birgit Ruck, die die Verschickungsaktion ebenfalls unterstützt haben:

Auch möchte in allen Nichtmitgliedern danken, die am Danke-Polizei-Tag teilgenommen haben. Das würde hier ausufern, wenn ich sie alle aufzählen würde, aber in jedem Fall danke ich Euch/Ihnen herzlich für die Unterstützung unseres Anliegens, unseren Beamtinnen und Beamten einer demokratisch legitimierten und rechtstaatlich verfassten Polizei durch ein kleines und einfaches Danke etwas sehr wertvolles zu vermitteln – den Rückhalt aus der demokratischen Mitte.

Einem Nichtmitglied möchte ich aber ein paar Zeilen widmen – um genau zu sein, möchte ich eine Pressemitteilung der Hochschule der Polizei vom 14.09.2018 zitieren:

Am 15. September veranstaltet der Verein „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ in der Großregion Trier den jährlich stattfindenden Danke-Polizei-Tag. An diesem Tag werden, neben Plakat- und Postkartenaktionen, in persönlichen Besuchen Anerkennung und Dank für die geleistete Polizeiarbeit ausgedrückt. Der Bürgermeister der Ortsgemeinde Büchenbeuren, Herr Guido Scherer, hatte sich daher kurzerhand dazu entschlossen, am 14. September mit Bürgerinnen und Bürgern die Hochschule der Polizei sowie die Polizeiwache Hahn zu besuchen und sich vor Ort für die geleistete Arbeit zu bedanken.

Gegen 13:00 Uhr traf Herr Scherer gemeinsam mit Gemeinderat Dr. Jürgen Alpers am Polizeicampus ein. Von der Hochschule der Polizei waren neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Studierende anwesend. Nach einer kurzen Begrüßung durch Direktor Friedel Durben informierten sich die interessierten Besucher in lockerer Atmosphäre über den Arbeitsalltag der Hochschule und die Aus- und Fortbildung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in Rheinland-Pfalz. Direktor Durben freute sich über den Besuch: „Gerade als Bürgerpolizei ist es ein tolles Gefühl, wenn unsere Arbeit von den Mitbürgerinnen und Mitbürgern anerkannt und wertgeschätzt wird“.

Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto ging es dann für die Besuchergruppe weiter zur Polizeiwache Hahn. Dort stand neben der Begrüßung durch den Leiter, Polizeihauptkommissar Frank Adam und einer Vorstellung der Dienststelle, auch eine Terminalbesichtigung am Flughafen Hahn mit einem Streifenteam auf dem Plan. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Polizeiwache bedankte sich Herr Scherer für die tolle Arbeit und das Engagement. „Unsere Polizistinnen und Polizisten setzen sich täglich für unseren Schutz ein, dafür muss man auch mal Danke sagen!“, so Bürgermeister Scherer.

Danke, Herr Scherer, für das Danke.

Zum Abschluss noch einige Reaktionen aus der Welt der Polizei auf unsere Aktionen:

Abschließend möchte ich einen Polizisten zitieren, den ich persönlich sehr schätze, der mir schrieb: „Danke für den Danke-Polizei-Tag!“

Gerne! Dieses Danke ist hochverdient.

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