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Polizeibeamte haben am Freitagnachmittag (16.08.2019) einen 64 Jahre alten Radfahrer reanimiert, der offenbar bei einer Radtour einen Herzinfarkt erlitt.
Passanten entdeckten gegen 14.15 Uhr in einem Grünstreifen an der Dinkelstraße einen gestürzten Fahrradfahrer, der regungslos am Boden lag und alarmierten Rettungsdienst und Polizei. Polizeibeamte, welche als erste vor Ort eintrafen, überprüften die Vitalfunktionen des Bewusstlosen und leiteten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes umgehend Reanimationsmaßnahmen ein. Noch vor Ort stabilisierte sich der Zustand des 64-Jährigen. Rettungskräfte und Notarzt verbrachten den Mann zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus.

PM des PP Stuttgart vom 19.08.2019

Die Polizei geht weiter entschlossen gegen Drogenhändler auf dem Stühlinger Kirchplatz vor. Bei umfangreichen Kontrollen am Mittwoch und Donnerstag (14. und 15. August) suchten Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Freiburg und des Polizeipräsidiums Einsatz mithilfe von Spürhunden nach versteckten Betäubungsmitteln. Es wurden zahlreiche Personenkontrollen durchgeführt. Dabei konnten auf dem Platz zwei Drogenverstecke gefunden werden, in denen sich geringe Mengen Marihuana befanden. Im Rucksack eines 25-jährigen gambischen Staatsbürgers wurden Marihuana sowie Ecstasy-Tabletten gefunden. Bei einem weiteren kontrollierten 24-jährigen gambischen Staatsbürger fanden die Beamten Marihuana.
Beide Männer wurden festgenommen und müssen sich wegen unerlaubtem Handel mit Betäubungsmitteln verantworten.

Bei den Kontrollmaßnahmen am Donnerstag kamen neben Drogenspürhunden erstmals auch eine Drohne und ein Videofahrzeug zum Einsatz. Die mobile Videoüberwachung ermöglicht das Erkennen und die Dokumentation von Straftaten.

Während der Kontrollmaßnahmen kam es aus einer auf dem Platz befindlichen Gruppe heraus zu Provokationen. Die Polizei überprüfte daraufhin die Personen und nahm deren Personalien auf. Einer Person wurde aufgrund ihres aggressiven Verhaltens ein Platzverweis für den Stühlinger Kirchplatz ausgesprochen.

Nach Beendigung des Einsatzes wurde die Polizei gegen 21.15 Uhr über eine Ruhestörung im Bereich des Stühlinger Kirchplatzes in Kenntnis gesetzt. Die Polizei war mit mehreren Streifen vor Ort und stellte im Bereich eine Vielzahl von alkoholisierten Personen fest.
Während sich ein Teil der Gruppe an die Anweisungen der Polizei hielt, leiser zu sein, zeigte eine männliche Person keine Einsicht und trat den Beamten verbal und körperlich aggressiv entgegen. Einem erteilten Platzverweis leistete der 20-Jährige nicht Folge, woraufhin er in Gewahrsam genommen wurde.

Die Polizei wird weiterhin starke Präsenz im Stadtgebiet zeigen, um die Betäubungsmittelkriminalität weiter einzudämmen und die Verbesserung des Sicherheitsgefühls an öffentlichen Orten wie dem Stühlinger Kirchplatz voranzutreiben.

PM des PP Freiburg vom 16.08.2019

Heidelberg / Dortmund – Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim:

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg wurden Haftbefehle gegen drei Männer im Alter von 18, 23 und 26 Jahren erlassen.

Die Beschuldigten sind dringend verdächtig, sich mit weiteren, bislang noch nicht identifizierten Mittätern zusammengeschlossen zu haben, um sich durch überregionale Betrugstaten zum Nachteil älterer Menschen eine nicht nur vorübergehende Einnahmequelle von einigem Umfang zu verschaffen. Hierzu sollte mindestens ein Bandenmitglied in einer Vielzahl von Fällen telefonisch Kontakt mit meist hochbetagten Geschädigten im gesamten Bundesgebiet aufnehmen und diesen vorspiegeln, er sei Polizeibeamter. Unter einem Vorwand sollten sodann hohe Geldsummen oder sonstige Wertsachen gefordert werden.
Sollte das Opfer auf den Schwindel hereinfallen und sich bereit erklären, dem angeblichen Staatsbeamten Geld zur Verfügung zu stellen, würde der Täter seinem Opfer die weitere Vorgehensweise mitteilen, an deren Ende jeweils die Übergabe des Bargeldes oder der Wertsachen an ein weiteres Bandenmitglied stehen würde.

Im Umsetzung dieses Tatplans soll ein bislang unbekanntes Mitglied der Bande am 25.06.2019 Kontakt mit einem 89-jährigen Heidelberger aufgenommen und diesen unter einem Vorwand dazu bewegt haben, Wertgegenstände in Höhe von 30.000 Euro aus seinem Bankschließfach an einen angeblichen Polizeibeamten zu übergeben. Am Folgetag soll ein weiteres Bandenmitglied die Wertsachen abgeholt und dem 23-Jährigen zur weiteren Verwertung der Gegenstände übergeben haben.

In ähnlicher Vorgehensweise und unter dem Vorwand, Polizeibeamter zu sein, soll ein unbekanntes Bandenmitglied am 05.08.2019 einen Mann in Nordhorn (Nordrhein-Westfalen) getäuscht haben. Dabei soll der Geschädigte 20.500 Euro an den 18-Jährigen übergeben haben, der unter der Anleitung des 23-Jährigen agiert haben soll. Der 26-Jährige soll auch in diesem Fall als Fahrer beteiligt gewesen sein.

Im Zeitraum vom 01.08. bis zum 08.08.2019 soll ein Bandenmitglied unter dem Vorwand, als Polizeibeamter im Auftrag der Staatsanwaltschaft zu handeln, einen älteren Mann in Dortmund dazu bewegt haben, insgesamt 240.000 Euro von seinem Konto abzuheben, um es anschließend an einen Abholer zu übergeben. Aufgrund intensiver Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg wurden in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Dortmund die 18- und 26-jährigen Beschuldigten am 08.08.2019 in Dortmund, wenige Meter von der Wohnung des getäuschten Mannes entfernt und vor Übergabe des Geldes mit Hilfe von Spezialeinheiten festgenommen. Durch eine sofort eingeleitete Fahndung konnte wenig später der 23-jährige Beschuldigte ebenfalls vorläufig festgenommen werden.

Am Freitagmittag wurden der 18- und der 26-Jährige der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg vorgeführt. Diese erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg Haftbefehl.
Anschließend wurden die beiden deutschen Staatsangehörigen in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Der 23-jährige wurde in Nordrhein Westfalen einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ ebenfalls Haftbefehl.
Anschließend wurde der serbische Staatsangehörige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

PM des PP Mannheim vom 13.08.2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe:

Der 28-jährige Mann wurde am 21. Juli gegen 15.30 Uhr durch einen mutmaßlichen Diebstahl in einer Tankstelle in der Haid-und-Neu-Straße in Karlsruhe auffällig. Im Zuge der Fahndung konnte er am Abend von einer Polizeistreife am Gottesauer Platz festgenommen werden. Dabei wurde auch festgestellt, dass der Mann aufgrund eines weiteren Verfahrens von der Staatsanwaltschaft Dortmund zur Festnahme ausgeschrieben war.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen leistete der 28-Jährige in den Räumlichkeiten eines Polizeireviers massiven Widerstand gegen seine Festnahme, sodass er teilweise mit bis zu sechs Polizeibeamten festgehalten und unmittelbarer Zwang angewandt wurde. Eine von einem Richter angeordnete Blutentnahme konnte aufgrund der Gegenwehr nicht durchgeführt werden. Schließlich wurde der Tatverdächtige zur Justizvollzugsanstalt Bruchsal verbracht, von wo aus der Transport in das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg geplant war. Bei der Ankunft in Bruchsal wehrte sich der Mann wiederholt mit aller Kraft. Den Ermittlungen zufolge biss er unter anderem einen Polizeibeamten in die Hand und spuckte einem zweiten Polizisten in die Augen. Auch hier wurde der 28-jährige den bisherigen Ermittlungen zufolge wieder von mehreren Kräften der Polizei und der Justizvollzugsanstalt festgehalten und fixiert.

Als der Mann Atemnot bekam, wurde ein Notarzt hinzugezogen. Da sich der Zustand weiter verschlechterte, mussten Reanimationsmaßnahmen vollzogen werden. Nach erfolgreicher Stabilisierung wurde der 28-Jährige in ein Karlsruher Krankenhaus verbracht, wo er jedoch ohne das Bewusstsein wiederzuerlangen am 1. August verstarb.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde der Leichnam am Montag von der Gerichtsmedizin Heidelberg obduziert. Eine konkrete Todesursache, insbesondere ob ein Einwirken eines beteiligten Beamten mitursächlich für den Tod des Mannes war, blieb dabei jedoch offen.

Weitere rechtsmedizinische Untersuchungen dauern an.

PM des PP Karlsruhe vom 06.08.2019

NACHTRAG vom 09.08.2019:

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe:

Wie berichtet, verstarb am 1. August 2019 ein 28-jähriger Mann nach massiven Widerstandshandlungen anlässlich seiner Festnahme am 21. Juli 2019.

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen polnischen Staatsangehörigen, der ein Zimmer in Karlsruhe angemietet hatte. Er sollte zur Vollstreckung einer aus einem rechtskräftigen Strafbefehl des Amtsgerichts Dortmund resultierenden Ersatzfreiheitsstrafe wegen Diebstahls zur Justizvollzugsanstalt Bruchsal verbracht werden, von wo aus der Transport in das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg geplant war.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der Verstorbene über einen längeren Zeitraum hinweg massiv Widerstand gegen seine Festnahme in Form von Stoßen, Treten, Spucken und versuchtem Beißen geleistet hat. Um dem zu begegnen hätten die eingesetzten Beamten unmittelbaren Zwang angewandt. Hierzu sind Beamte des Polizeivollzugsdienstes nach Maßgabe der §§ 50 ff. des Polizeigesetzes Baden-Württemberg grundsätzlich befugt. Ob im vorliegenden Fall die Grenzen des rechtlich Zulässigen eingehalten wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen. Bisher haben sich keine konkreten Anhaltspunkte dafür ergeben, dass Maßnahmen der Beamten kausal für den Tod des 28-Jährigen waren.

Eine durchgeführte Obduktion konnte die Todesursache nicht klären.
Weitere umfangreiche und zeitaufwändige rechtsmedizinische Untersuchungen sind notwendig.

Der 28-Jährige hat sich bereits am 20. Juli 2019 in ärztlicher Behandlung befunden. Entgegen ärztlichem Rat soll er auf eigene Verantwortung das Krankenhaus verlassen haben. Es ist derzeit deshalb nicht auszuschließen, dass eine mögliche Vorerkrankung todesursächlich war. Auch dies wird Gegenstand der weiteren rechtsmedizinischen Untersuchungen sein.

PM des PP Karlsruhe vom 09.08.2019

Ein Streifenwagen, der sich auf einer Einsatzfahrt befand, ist am Montag in einen Unfall verwickelt worden. Die Beamten befuhren um
17.50 Uhr unter Verwendung von Blaulicht und Martinshorn die Römerstraße von Liebersbronn herkommend in Richtung Aichschieß. Beim Abbiegen von der K 1213 nach links auf die K 1267 kam es zum Zusammenstoß mit dem Volvo einer 46-Jährigen, die in Richtung L 1150 unterwegs war. Der Schaden an den Fahrzeugen beläuft sich auf etwa 7.000 Euro. Der Streifenwagen musste abgeschleppt werden.

PM des PP Reutlingen vom 30.07.2019

In einer stimmungsvollen Zeremonie haben am Freitag im vollbesetzten Münster die Familie des verstorbenen Polizeipräsidenten Christian Nill und hunderte Vertreter des öffentlichen Lebens Abschied genommen.
Im von der Sonne durchfluteten und von den Klängen des Landespolizeiorchesters erfüllten Kirchenschiff ehrten die Redner – allen voran Staatssekretär Wilfried Klenk aus dem Innenministerium – Nill als einen herausragenden Polizeiführer, der erfolgreich, nahbar und beliebt ein „Glücksgriff“ gewesen sei für die Polizei und Ulm.
In tiefer Dankbarkeit zollte auch OB Gunter Czisch dem Verstorbenen seinen Respekt, sich „ganz der Sicherheit der Menschen“ verschrieben zu haben.

Artikel der eZeitung SÜDWEST PRESSE swp.de vom 07.07.2019

Die Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V. (ILEP) hat acht Unternehmen für ihre ganzheitlichen Managementleistungen ausgezeichnet. Dabei erreichte das Polizeipräsidium Ulm eine Bronze-Platzierung. In diesem Jahr wurden insgesamt sechs Bronze- und zwei Silber-Platzierungen überreicht.
Ungefähr 30 Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland haben sich im Jahr 2019 um den Ludwig-Erhard-Preis beworben, darunter auch das Polizeipräsidium Ulm als öffentlicher Sicherheitsdienstleister. Am Dienstag, 25. Juni fand die Preisverleihung für die Gewinner des Ludwig-Erhard-Preises 2019 in Berlin statt. Polizeivizepräsident Reinhold Hepp konnte für die Ulmer Polizei eine Auszeichnung im Bereich der großen Unternehmen entgegennehmen. Die Trophäe in Bronze wurde von der mehrfachen Paralympics-Siegerin Verena Bentele überreicht. Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Institutionen und Wissenschaft verfolgten die Preisverleihung der acht Finalisten. Eine Besonderheit war, dass ein weiteres Unternehmen aus unserer Region zu den Preisträgern zählt. Die Fa. Lock Antriebstechnik GmbH aus Ertingen erzielte ebenfalls eine Bronze-Platzierung.
Bedauerlicherweise wurde die Preisverleihung vom Tod unseres Polizeipräsidenten Christian Nill einen Tag vorher überschattet. Herr Nill war beständiger Wegbereiter, Initiator und treibende Kraft bei der Einführung und Verstetigung eines Qualitätsmanagementsystems beim Polizeipräsidium Ulm. Als Vater des nun erzielten Erfolges, blieb ihm eine persönliche Teilnahme an der Preisverleihung in Berlin und damit verbundene Anerkennung und Würdigung seiner Leistung leider verwehrt. Für ihr Ergebnis besuchten sieben Fachleute auf dem Gebiet des Qualitätsmanagements Anfang Mai mehrere Tage verschiedene Standorte im Präsidiumsgebiet. Sie machten sich ein Bild über die internen Abläufe, Stärken und Verbesserungspotentiale der Organisation. Nach ihrer Begutachtung bescheinigten die Assessoren dem Präsidium, die Vision „Garant für die Sicherheit in der Region“ zu sein, zu erfüllen. Das bestätige die Sicherheitslage. Lobend erwähnt wurden auch die Begeisterung für Innovationen, die Agilität der Ulmer Polizei und das gute Miteinander unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Beachtenswert fanden die Mitglieder der Initiative Ludwig-Erhard-Preis zudem die Kundenorientierung. Der Organisation würde es gelingen, ein gutes Miteinander mit ihren Partnern zu pflegen.
Die Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V. ist ein Verein, dessen Zweck die Verbreitung des Excellence-Gedankens in Deutschland ist. Die Initiative arbeitet in Kooperation mit „Deutschland – Land der Ideen“, der gemeinsamen Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, um Spitzenleistungen in Deutschland sichtbar zu machen. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums.

PM des PP Ulm vom 07.07.2019

Ein Streifenwagen fuhr mit Blaulicht und Einsatzhorn über den Kuhbergring ins Donautal. Gegen 17.37 fuhr der Streifenwagen an der Kreuzung mit der Rathausstraße und Lindenhöhe über die rote Ampel.
Zwei Autos in der Rathausstraße, ein VW und ein Volvo, und das erste Auto in der Lindenhöhe erkannten die Situation und hielten trotz grüner Ampel an. Das zweite Auto aus der Lindenhöhe, ein KIA, das geradeaus in die Rathausstraße fahren wollte, fuhr an dem vor ihm haltenden Auto rechts vorbei und kollidierte mit dem Polizeiauto. Der Streifenwagen prallte in der Folge gegen die linke Seite des wartenden VW und dann weiter gegen den dahinter stehenden Volvo. Der KIA aus der Lindenhöhe prallte nach der Kollision mit dem Streifenwagen noch gegen den VW. Im Streifenwagen wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt, im KIA vier Insassen im Alter von 44,
36,7 und 2 Jahren ebenfalls leicht. Im VW wurde ein Kind im Alter von
6 Jahren leicht verletzt. Die Verletzten wurden zur Untersuchung in die Klinik gefahren. Der Sachschaden an den Autos wird auf 135.000EUR geschätzt. Zur Ermittlung des Unfallhergangs und der Verantwortlichkeiten wurde auf Weisung der Staatsanwaltschaft ein Gutachten beauftragt. Zur Reinigung der Fahrbahn musste ein Spezialmaschine angefordert werden. Der Kuhbergring war ab 23.10 Uhr wieder frei befahrbar.

PM des PP Ulm vom 07.07.2019

Nach mehrmonatigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden über die Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen eine neunköpfige Gruppierung mehrere Haft- und Durchsuchungsbeschlüsse wegen schweren Bandendiebstahls und Computerbetrugs erwirkt, die am Dienstag zeitgleich vollstreckt wurden. Bei der ermittelten Gruppierung handelt es sich um drei Männer und sechs Frauen im Alter zwischen 17 bis 50 Jahren, die im Verdacht stehen, skrupellos die Hilfsbedürftigkeit und Gutgläubigkeit älterer und behinderter Menschen gezielt ausgenutzt zu haben.

Den dringend, vornehmlich weiblichen, Tatverdächtigen wird vorgeworfen, seit Anfang 2018 in etwa 100 Fällen Diebstähle im Karlsruher Stadt- und Landbereich begangen zu haben. Als angebliche Pflegedienstmitarbeiterinnen, als „alte Bekannte“, aber auch durch Vorspiegelung von Notlagen hätten sie das Vertrauen der Geschädigten erlangt und sich Zutritt zu deren Wohnungen verschafft. Während die Opfer in den meisten Fällen von einer Täterin abgelenkt wurden, suchte eine Mittäterin nach verwertbarem Diebesgut. Dabei wurden u.a.
Bargeldbeträge, Schmuck und Armbanduhren sowie EC-Karten entwendet.
In den Fällen, bei denen sie die PIN-Nr. vorfanden, wurden die entwendeten EC-Karten in der Folge von maskierten Beschuldigten an Geldautomaten eingesetzt. Der festgestellte Schaden aus den bisher bekannt gewordenen Taten liegt bei ca. 330.000 Euro. Bei der zeitgleichen Durchsuchung von insgesamt acht Wohnungen wurde eine Vielzahl an Beweismitteln, wie beschriebene und durch Überwachungskameras videografierte Täterbekleidung und vermutliches Diebesgut, darunter auch hochwertige Armbanduhren, Goldmünzen und ein Tresor mit Schmuck sowie Bargeld, aufgefunden und beschlagnahmt. Die erfolgreiche Dursuchungs- und Festnahmeaktion der rund 40 Polizeibeamten ist das Ergebnis langwieriger und akribischer Ermittlungen der Karlsruher Kriminalpolizei. Die in Verdacht stehende Karlsruhe wohnhafte Gruppierung ging äußerst konspirativ vor, wobei erschwerend hinzukam, dass die begangenen Diebstähle oftmals erst mit Zeitverzug festgestellt wurden. Insgesamt sechs Haftbefehle gegen zwei Männer und vier Frauen wurden noch im Laufe des Dienstag in Vollzug gesetzt und die Beschuldigten in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen dauern noch an.

PM StA Karlsruhe und PP Karlsruhe vom 28.06.2019

Gestern Morgen wurde nahe des Bahnhofs Offenburg ein Mann festgenommen, der wahllos auf Reisende eingeschlagen haben soll.
Gegen 05:50 Uhr wurde ein Vorfall in der südlichen Bahnhofsunterführung in Offenburg gemeldet, wonach ein Mann einem 38-jährigen Reisenden mit der Faust ins Gesicht geschlagen und anschließend noch auf ihn eingetreten haben soll. Der 38-Jährige verlor hierdurch zwei Zähne, erlitt blutende Verletzungen im Gesicht und musste ärztlich behandelt werden.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der 40-Jährige, der mit einem Zug von Frankfurt nach Offenburg gekommen war, zuvor scheinbar wahllos einen Reisenden im Zug mehrfach geohrfeigt haben. Nach seiner Ankunft im Bahnhof Offenburg gegen 04:50 Uhr soll er den Zug verlassen, unbefugt die Gleise überquert und sich in Richtung Stadtgebiet begeben haben, um kurze Zeit später wieder zum Bahnhof zurückzukehren.
Hier soll er dann am Bahnsteig sowie am Treppenabgang zwei ihm unbekannte Reisende angegriffen haben, indem er diesen eine gefüllte Plastikflasche auf den Kopf geschlagen haben soll. Anschließend habe er sich entfernt. Nach Zeugenhinweisen konnten Beamte der Bundespolizei im Bereich der Okenstraße einen 40-jährigen Verdächtigen festnehmen.
Auf Grund seines aggressiven Verhaltens, den Körperverletzungsdelikten gegenüber ihm unbekannten Personen und den Äußerungen in der polizeilichen Vernehmung, dass auch zukünftig solche Taten nicht ausgeschlossen werden können, wurde er heute der zuständigen Haftrichterin beim Amtsgericht Offenburg vorgeführt.
Diese folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg und erließ gegen den bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretenen Mann Haftbefehl wegen vorsätzlicher Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung. Er wurde im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

PM der BPOLI Offenburg vom 18.06.2019