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Dass es bei Nachtschichten am Wochenende immer wieder zu Angriffen auf Polizeikräfte so wie Hilfs- und Rettungsdienste kommt, ist leider nicht selten zu lesen. Bei Vorliegen einer derartigen Einsatzmitteilung sind oft berauschende Mittel im Spiel und die Einsatzkräfte bereits im Vorfeld sensibilisiert und trainiert. Nicht so bei einem Ereignis in der vergangenen Nacht:
Kurz nach Mitternacht entdeckte eine Streife der Verkehrspolizei Traunstein auf der BAB A8 in Richtung Salzburg im Bereich eines Steigungs- und Kurvenabschnitts ein Pannenfahrzeug. Der rechte Fahrstreifen wurde gesperrt, die übrigen Verkehrsteilnehmer mittels Blaulicht und Blitzleuchten vor der Gefahrenstelle gewarnt. Unvermittelt fiel plötzlich ein kleiner Schwarm Hornissen über die Polizeibeamten und den Havaristen her und setzten sich auf den gelben Warnwesten nieder. Während es den Polizeibeamten gelang, diese von den geschlossenen Warnschutzanzügen zu schütteln, so dass diese auf die Fahrbahn fielen und umherkrabbelten, hatte der liegengebliebene Fahrzeugführer weniger Glück. Eine Hornisse kletterte auf der Warnweste nach oben und stach diesen in den Hals, was unter anderem zu Atemnot führte. Er musste vom Rettungsdienst und Notarzt vor Ort versorgt werden und wurde anschließend ins Klinikum Traunstein verbracht.
Zahlreiche Angreifer überlebten die Nacht nicht, sie krabbelten auf die nicht gesperrte Fahrspur und wurden überrollt.

PM der VPI Traunstein vom 22.09.2019

Mutter war „nur kurz Wasser holen“.
Eine Sechsjährige wurde alleine und orientierungslos am Donnerstagnachmittag (19. September) am Bahnhof Pasing aufgriffen. Sie konnte nach vier Stunden ihrer Mutter übergeben werden.
Kurz nach 16 Uhr wurde die Bundespolizei informiert, dass sich am Bahnhof Pasing eine Sechsjährige alleine und orientierungslos aufhält. Eine Streife traf das Kind, das einen kleinen Rucksack und darin wenige Kleidungsstücke mitführte, zusammen mit zwei Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit an. Eine besorgte, unbekannte Passantin hatte die Bahnmitarbeiter informiert und der Sechsjährigen, die weder Lebensmittel noch Getränke mitführte, zuvor noch eine Breze und eine Limonade geschenkt.
Die „junge Dame“ wirkte auf die Beamten sehr aufgeweckt, aktiv und freundlich. Sie gab auf Nachfragen ihren Vornamen an und teilte mit, dass sie aus Memmingen stamme und mit ihrer Mutter unterwegs sei, die weggegangen sei und sie alleine am Bahnhof zurückgelassen hatte. Wo die Mutter hinwollte, wusste sie nicht.
Die Beamten nahmen die Minderjährige daraufhin in Gewahrsam und verbrachten sie zur Bundespolizeiinspektion am Hauptbahnhof München. Auf der Fahrt dorthin, erfuhren die Beamten von ihr, dass sie bereits in die 1. Klasse einer Schule in Memmingen geht und wie diese heißt. Adresse, Geburtsdatum oder sonstige wichtige Informationen konnte sie nicht angeben. Weiterhin gab sie an, dass die Mutter mit ihr in Memmingen in der Wohnung der Oma wohnt. Zwischen der Oma und der Mutter gab es angeblich Streit und die Oma untersagte der Mutter und dem Kind sich weiter sich in der Wohnung aufhalten zu dürfen. Dies sei der Grund gewesen, dass sie mit ihrer Mutter nach München gefahren sei, um dort eine neue Wohnung und Arbeitsstätte zu finden.
Über die Schule konnten Name und Adresse der Sechsjährigen ermittelt werden. Zudem wurde bekannt, dass das Kind am Donnerstag zunächst nicht in der Schule war und daher das Jugendamt und die Polizei in Memmingen informiert worden waren. Polizeibeamte waren daraufhin an der Wohnadresse vorstellig geworden und hatten die Sechsjährige zur Schule gebracht. Von dort sei das Kind im Laufe des weiteren Schultages allerdings wieder verschwunden.
Gegen 18:00 Uhr informierte die Deutsche Bahn die Bundespolizei, dass am Bahnhof Pasing eine Frau nach ihrem Kind suche. Laut eigenen Angaben, sei sie „nur kurz Wasser kaufen gegangen und habe ihre Tochter deswegen ganz kurz alleine gelassen“. Zwei Stunden später erschien die Mutter, eine 30-Jährige aus der Elfenbeinküste auf der Wache der Bundespolizei und gab an, dass sie mit ihrer Tochter wieder zurück nach Memmingen fahren wolle.
Nach eingehender Belehrung der Mutter wurde ihr die Sechsjährige übergeben. Seitens der Bundespolizei wurde das Jugendamt informiert. Die Ivorerin reiste vor gut einem Jahr ins Bundesgebiet ein, hat legalen Aufenthaltsstatus und befindet sich im Asylverfahren.

PM der BPOLI München vom 20.09.2019

Am 15.09.2019, gegen 20:30 Uhr, ging bei der Polizei die Mitteilung über eine Ruhestörung in einem Mehrparteienhaus in der Zirbelstraße ein. Anwohner beschwerten sich hierbei über den Lärmpegel in der Wohnung eines 40-jährigen Nachbarn. Um die Lärmbelästigung zu unterbinden, klopften zwei Polizeibeamte wenig später an der Wohnungstüre des 40-Jährigen. Dieser öffnete daraufhin die Eingangstüre und schoss ohne Vorwarnung einem 33-jährigen Polizeibeamten aus kurzer Entfernung mit einer Gaspistole direkt ins Gesicht. Anschließend zog sich der Angreifer sofort wieder in seine Wohnung zurück und verriegelte die Türe. Der Rettungsdienst brachte den Beamten mit mittelschweren Gesichtsverletzungen in die Uniklinik Augsburg. Der Umstand, dass der 33-jährige Polizeibeamte zum Zeitpunkt der Schussabgabe eine Brille trug, verhinderte laut Aussagen der behandelnden Ärzte schwerste Augenverletzungen bei ihm. Unterstützungskräfte sicherten sofort die Wohnung sowie das Treppenhaus des Anwesens, um eine weitere Gefährdung für Anwohner auszuschließen.
Einem Spezialeinsatzkommando gelang es gegen 23:30 Uhr den 40-jährigen Deutschen in seiner Wohnung festzunehmen. Der Täter gab hierbei nochmals mehrere Schüsse mit einer Gaspistole ab, konnte jedoch von den Spezialkräften überwältigt werden. Mehrere Beamte zogen sich durch die Freisetzung des verschossenen Gases Reizung der Augen sowie Atemwege zu. Diese wurden vor Ort durch einen Notarzt behandelt.
Die Kriminalpolizeiinspektion Augsburg hat noch in der Nacht die Ermittlungen, u.a. wegen des dringenden Tatverdachts der versuchten schweren Körperverletzung, aufgenommen. Der genaue Tathergang sowie die Hintergründe der Schussabgaben sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Augsburg wurde der 40-Jährige im Laufe des heutigen Nachmittags dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Dieser erließ gegen den Beschuldigten Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter schwerer Körperverletzung sowie tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Der Beschuldigte befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.

PM des PP Schwaben Nord vom 16.09.2019

Ende August hat eine Seniorin einen fünfstelligen Bargeldbetrag an einen Geldabholer übergeben. Die anschließenden, intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg waren nun erfolgreich. Der 38-Jährige sitzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg seit Mittwoch in Untersuchungshaft.

Bereits Ende August erhielt eine Seniorin aus dem Würzburger Stadtteil Frauenland den Anruf einer vermeintlichen Polizeibeamtin. Durch geschickte Gesprächsführung brachte sie die Frau dazu, einen fünfstelligen Bargeldbetrag an einen Geldabholer auszuhändigen. Als die Geschädigte in der Folge einen weiteren, höheren Geldbetrag von ihrem Konto abheben wollte, wurde eine Bankmitarbeiterin stutzig und kontaktierte einen Angehörigen.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat umgehend – in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg – die Ermittlungen übernommen. Diese führten bereits nach kurzer Zeit zum Erfolg. Am Dienstag konnte ein 38-Jähriger aus dem Raum Tübingen bei einem erneuten Geldabholversuch vorläufig festgenommen werden.

Der 38-Jährige verbrachte die Nacht in der Haftzelle der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt. Am Mittwochvormittag wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Dieser ordnete auf Grund des dringenden Tatverdachts des Betrugs die Untersuchungshaft gegen den Mann an. Er sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.

PM des PP Unterfranken vom 06.09.2019

Am Mittwochnachmittag waren Beamte der Polizeiinspektion Aschaffenburg zu einer augenscheinlich alkoholisierten Person gerufen worden. Der am Mainufer sitzende Mann sprang plötzlich kopfüber ins Wasser, konnte von der eingesetzten Streife aber wieder herausgezogen werden. Er befindet sich mittlerweile in einem Bezirkskrankenhaus.

Kurz vor 14:00 Uhr teilte ein Zeuge der Polizeiinspektion Aschaffenburg telefonisch mit, dass sich ein junger Mann, am Mainufer sitzend, Schnittwunden zufügt. Bei Eintreffen einer Aschaffenburger Polizeistreife in der Suicardusstraße war der offensichtlich alkoholisierte Mann kaum ansprechbar. Ein Messer lag etwas weiter weg auf dem Boden. Ohne Vorwarnung sprang der Anfang Zwanzigjährige dann ins Wasser. Die Beamten fackelten nicht lange, zogen den jungen Mann sofort wieder heraus und konnten somit Schlimmeres verhindern. Ein Atemalkoholtest ergab über zwei Promille.

Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt Aschaffenburg brachten die Polizisten den offenbar psychisch belasteten Mann in ein Bezirkskrankenhaus. Glücklicherweise hatte er sich bei dem Vorfall nicht schwerer verletzt.

PM des PP Unterfranken vom 05.09.2019

Neben dem üblichen Einsatzgeschehen bekommt man als Polizist auf Streife auch so manches Naturschauspiel zu Gesicht. So geschehen am letzten Dienstag, als zwei junge Polizistinnen im Bereich von Immenhofen unterwegs waren und in einer Wiese neben der Straße insgesamt 27 Störchen entdeckten. Diese sammelten sich offensichtlich bereits zum Abflug Richtung Süden. Ob einer der Störche im Frühjahr einer der Polizistinnen etwas bringt, wird sich zeigen.

PM des PP Schwaben Süd/West vom 28.08.2019

Für diese anerkennenswerte Leistung erhielten am Donnerstag fünf Damen und drei Herren der Würzburger Sicherheitswacht Urkunden des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration überreicht.
In einer kleinen Feierstunde bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt händigte der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, Leitender Polizeidirektor Böhm, die von Staatsminister Joachim Herrmann unterschriebenen Urkunden aus. Dabei bedankte er sich bei allen Mitgliedern der Sicherheitswacht für den engagierten Dienst am Menschen und die ehrenamtliche Bereitschaft, zahlreiche Stunden der Freizeit für das Wohl Anderer zu opfern.
Inzwischen haben sich die 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitswacht in Würzburg voll etabliert und sind häufig gefragte Ansprechpartner für jeden Bürger und Touristen in Würzburg. So konnten sie von zahlreichen Einsätzen berichten, bei denen sie nicht nur hilfreiche Auskünfte geben konnten, sondern auch Retter in der Not waren. So blieb z.B. ein Vorfall in Erinnerung, als ein Mitarbeiter der Sicherheitswacht an einem heißen Sommertag auf einen älteren Herrn aufmerksam wurde, der offensichtlich schwere gesundheitliche Probleme hatte. Dessen Ehefrau war wohl mit der Situation völlig überfordert und lehnte angebotene Hilfe ab. Trotzdem verständigte der Mitarbeiter einen Rettungsdienst, um den Mann zu helfen. Dass dies die richtige Entscheidung war, zeigte sich, als durch den Rettungsdienst sogar noch ein Notarzt zur Behandlung hinzugezogen werden musste. Doch nicht nur für Auskünfte und Hilfeleistungen waren und sind die „SiWa-Angehörigen“ im Einsatz. Das Aufdecken einer betrügerischen Sammlung, angeblich für Behinderte, die mit der Festnahme von drei Personen endete oder das Erkennen von gesuchten Straftätern sind nur einige Beispiele, für die unsere Mitarbeiter der Sicherheitswacht stehen. Nicht zuletzt sorgt schon alleine die Präsenz einer Sicherheitswachtstreife bei vielen Mitbürgern für ein gutes Gefühl. Was unsere Sicherheitswacht allerdings auch wahrnimmt, ist eine zunehmende Respektlosigkeit und gesteigerte Aggressivität, meist verbaler Natur, die einige „Zeitgenossen“ an den Tag legen. So ist im Umgang mit solchen Menschen auch immer Fingerspitzengefühl gefragt. Leitender Polizeidirektor Böhm erinnert hierbei an die gebotene Vorsicht und Umsicht beim Einschreiten, denn auch in Zukunft soll jeder Mitarbeiter der Sicherheitswacht, wie bisher auch, gesund von seiner Streife heimkehren.

PM der PI Würzburg-Stadt vom 23.08.2019

Erfolgreich zeigten sich die Beamtinnen und Beamten der Zivilen Einsatzgruppe der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein. Innerhalb von 24 Stunden konnten drei Haftbefehle vollzogen und der Aufenthalt eines gesuchten Straftäters ermittelt werden:
Im ersten Fall nahmen die zivilen Polizeibeamten einen 57-jährigen Mann im nördlichen Landkreis Traunstein fest. Der Mann wurde seit Anfang August 2019 von der Staatsanwaltschaft München wegen Steuerhinterziehung mit Haftbefehl gesucht. Er wurde hier zu einer Geldstrafe in Höhe von 3250,-EUR oder 130 Tage Haft verurteilt und schien nicht greifbar. Am Abend des 21.08.19 konnte der 57-jährige angetroffen werden. Er beglich letzendlich die geforderte Geldstrafe und entging so der Haftstrafe.
Ebenso erging es einer 44-jährigen Frau in Mühldorf. Sie wurde von der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen versuchter Erpressung mit Haftbefehl gesucht. Bereits Ende des Jahres 2018 kam es bei ihr zu einer Veurteilung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1350,-EUR oder 90 Tagen Haft. Die Mühldorferin war über einen längeren Zeitraum nicht greifbar und konnte nun, ebenfalls am Abend des 21.08.19, in Mühldorf festgenommen werden. Schließlich brachte auch sie die geforderte Geldsumme auf, um einer Haftstrafe zu entgehen.
Im dritten Fall ging es nicht so glimpflich aus. Für eine 34-jährige Frau klickten am späten Nachmittag des 22.08.19 in Waldkraiburg die Handschellen. Die Dame wurde wegen Betruges von der Staatsanwaltschaft Traunstein mit Haftbefehl gesucht. Mit Urteil vom April 2019 kam es bei ihr zu einer Geldstrafe in Höhe von 3600,-EUR oder 90 Tagen Haft. Ihren Wohnsitz im südlichen Landkreis Mühldorf hatte die Frau offensichtlich aufgegeben und war ausgezogen. Jedoch ergaben umfangreiche Ermittlungen der zivilen Beamten, dass sich die Gesuchte mit hoher Wahrscheinlichkeit in Waldkraiburg aufhält. Hier konnte sie im Stadtgebiet auch letztendlich festgenommen werden. Eine Bezahlung der Geldstrafe war der völlig überraschten Frau momentan nicht möglich. Sie wurde deshalb in die Arrestzelle der Polizeiinspektion Waldkraiburg gebracht und wird wohl am 22.08.19 in die Justitzvollzugsanstalt Traunstein verlegt, wo sie die 90 Tage Haft absitzen muss.
Im letzten Fall suchte die Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei in Stralsund seit Anfang April 2019 einen 47-jährigen Mann. Ihm wird Bandendiebstahl in Mecklenburg-Vorpommern vorgworfen. Die dortigen Behörden konnten den 47-jährigen jedoch nicht ausfindig machen und er schien wie vom Erdboden verschluckt. Die Staatsanwaltschaft Stralsund schrieb den Mann letztendlich zur Fahndung aus. Beamte der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein konnten nun, am 22.08.19, den Aufenthalt des Gesuchten in Altenmarkt/Alz ermitteln und verständigten umgehend die Behörden in Stralsund. Von dort aus werden jetzt weitere Maßnahmen eingeleitet.

PM des PP Oberbayern Süd vom 23.08.2019

Wenig dankbar über seine Rettung zeigte sich ein Mischlingshund am Sonntagnachmittag.
Der Hund war seiner Halterin vor längerer Zeit entwischt und in den letzten zwei Wochen immer wieder bei Thiersheim gesehen worden. Auch auf der Autobahn A 93 kam es deshalb zu mehreren Polizeieinsätzen.
Am Sonntag sichtete die Halterin ihren Hund erneut im Bereich des Autohofes Thiersheim und verständigte einen Tierarzt und die Polizei. Nach länger andauernder Verfolgung gelang es, den Hund in einem umzäunten Gelände einzusperren. Der Tierarzt setzte sein Betäubungsgewehr ein. Nachdem sich der Hund hingelegt hatte, versuchten ein Beamter der Verkehrspolizei Hof und der Tierarzt gemeinsam ihm eine Leine anzulegen.
Leider hatte die Dosis nicht die erwünschte Wirkung erzielt und der Hund biss beide Helfer in die Arme. Sie mussten zunächst ihre Rettungsaktion aufgeben und sich mit Desinfektionsmitteln und Verbandmaterial aus dem Fundus des Tierarztes selbst versorgen.
Danach gelang es, den mittlerweile wieder zu Kräften gekommenen Hund in eine Garage zu treiben und mit einem weiteren Schuss aus dem Betäubungsgewehr ruhig zu stellen. Der undankbare Hund konnte seiner Halterin übergeben werden. Die Retter mussten sich anschließend in ärztliche Behandlung begeben.

PM der VPI Hof vom 19.08.2019

Am heutigen frühen Abend (15.08.2019) kam es in Stein (Lkrs. Fürth) beim Vollzug eines richterlichen Beschlusses zum polizeilichen Schusswaffengebrauch. Ein 41-jähriger Mann wurde dabei schwer verletzt.
Die Polizeiinspektion Stein war mit dem Vollzug eines richterlichen Beschlusses des Amtsgerichts Fürth zur Begutachtung mit dem Ziel der Unterbringung beauftragt. Auf Grund vorliegender Erkenntnisse über den 41-Jährigen, welcher unter Betreuung steht, wurden zum Vollzug Spezialeinsatzkräfte hinzugezogen. Der Mann hatte bereits mehrfach bei zurückliegenden polizeilichen Einsätzen Widerstand geleistet und Polizeibeamte mit Gegenständen, welche unter das Waffengesetz fallen, bedroht.
Unmittelbar bevor die Polizeikräfte, kurz vor 18:00 Uhr, das Wohnanwesen am Mecklenburger Platz betreten konnten, verließ der Mann das Haus und lief auf die Einsatzkräfte zu. Den Aufruf „Hände hoch, Polizei“ missachtete der Mann und zog eine Hand, welche er zuvor in der Jackentasche hatte, heraus. In der Hand hielt er einen rohrähnlichen Gegenstand und richtete diesen auf die eingesetzten Polizeibeamten. Diese zogen daraufhin ihre Dienstwaffen. Nachdem der Mann weiterhin die Beamten bedrohte, schoss einer der Beamten dem Mann in den Oberschenkel.
Der 41-Jährige wurde durch den polizeilichen Schusswaffengebrauch schwer verletzt. Ein Polizeiarzt, der den Einsatz vorsorglich begleitete, versorgte den Verletzten umgehend. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Polizeibeamte wurden bei dem Einsatz nicht verletzt.
Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen vor Ort. Der Erkennungsdienst begann noch am Abend mit der Spurensicherung. Das Bayerische Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Die zuständige Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth kam ebenfalls vor Ort.

PM des PP Mittelfranken vom 15.08.2019