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Am späten Donnerstagabend (30.03.2022) kam es im Nürnberger Westen auf einer Geburtstagsfeier zum Streit zwischen einem verlobten Pärchen.

Weitere Gäste, die der Geschädigten zu Hilfe kamen, wurden ebenfalls verletzt.

Die Geschädigte feierte in einer Wohnung in der Rothenburger Straße ihren achtzehnten Geburtstag. Im Laufe des Abends kam es zum Streit mit ihrem 23-jährigen Verlobten. Dieser zog die junge Frau in das Schlafzimmer und traktierte sie mit Schlägen ins Gesicht.

Anwesende Gäste hörten Schreie der Frau und traten die Zimmertür ein um der Geschädigten zu helfen. Hier kam es zu weiteren Körperverletzungen. Zudem wurden diverse Gegenstände aus dem Fenster geworfen. Die genauen Abläufe der einzelnen Körperverletzungen und auch die Frage, wer die Gegenstände aus dem Fenster geworfen hat, sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Während der Auseinandersetzung befanden sich außerdem 7 minderjährige Kinder in der Wohnung.

Gegen den 23-jährigen Beschuldigten wurde ein polizeiliches Kontaktverbot ausgesprochen. Auf Grund seines aggressiven Verhaltens nahmen ihn die Beamten zudem in Gewahrsam.

Die weiteren Ermittlungen zur Klärung der Geschehnisse wurden durch die Polizeiinspektion Nürnberg-West übernommen.

PM des PP Mittelfranken vom 31.03.2022

Am heutigen Nachmittag (30.03.2022) kam es im Rahmen einer Verkehrskontrolle zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch. Der Fahrer eines Pkw hatte im Vorfeld einen Polizisten angefahren und ist dann geflüchtet.

Gegen 17:00 Uhr wollten Beamte der Polizeiinspektion Altdorf in der Dorfstraße in Grub (Gemeindeteil von Burgthann, Lkrs. Nürnberger Land) einen BMW MINI kontrollieren, welcher mit zwei Personen besetzt war. Die Kontrolle fand mittels eines zivilen Dienstfahrzeugs statt.

Als der Beifahrer aus dem Pkw ausgestiegen war, fuhr der MINI direkt auf den Beamten zu und verletzte diesen am Bein. In diesem Zusammenhang kam es zum polizeilichen Schusswaffengebrauch. Hierdurch wurde nach derzeitigem Kenntnisstand niemand verletzt.

Der Pkw flüchtete in zunächst unbekannte Richtung. Zur Fahndung nach dem Flüchtigen wurden weitere Unterstützungskräfte benachbarter Dienststellen, der bayerischen Bereitschaftspolizei, des USK Mittelfranken und des Polizeipräsidiums Oberpfalz hinzugezogen.

Im Rahmen der Fahndung stellten Beamte den unbesetzten MINI am Bahnhof in Postbauer-Heng fest. Der Fahndungsradius wurde daher auf umliegende Bahnhöfe unter Hinzuziehung der Bundespolizei ausgeweitet.

Der Beamte der Polizeiinspektion Altdorf wurde zur Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht. Das genaue Verletzungsbild ist derzeit noch unklar.

Die Fahndung nach dem flüchtigen Pkw-Fahrer dauert derzeit (Stand: 20:45 Uhr) noch an.

Die weiteren Ermittlungen zur Klärung des Tathergangs hat das Fachkommissariat der Schwabacher Kriminalpolizei in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth übernommen. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen. In diesem Zusammenhang wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts zum Nachteil des Polizeibeamten ermittelt. Die Ermittlungen zur Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs werden durch die Staatsanwaltschaft geführt. Es wird nachberichtet.

PM des PP Mittelfranken vom 30.03.2022

Heute Morgen (29.03.2022) wurden zwei junge Männer nach einem Diebstahl aus einem Mehrfamilienhaus festgenommen. Kurz vor 04:00 Uhr wurden die beiden 15- und 24-Jährigen von einer Zivilstreife dabei beobachtet, wie sie zunächst in ein Haus in der Langseestraße eindringen wollten. Es gelang ihnen jedoch nicht und so betraten sie kurz darauf ein unversperrtes Mehrfamilienhaus in der Laufamholzstraße und entwendeten dort ein Skateboard und einen Tretroller.

Als die beiden kontrolliert werden sollten, flüchteten sie mit ihrer Beute. Die mutmaßlichen Diebe konnten jedoch kurz darauf gestellt und festgenommen werden, wobei der 24-Jährige erheblichen Widerstand leitstete. Ein Beamter wurde dabei leicht verletzt, blieb jedoch dienstfähig.

Beide Tatverdächtige erwartet nun eine Anzeige wegen Diebstahls, wobei gegen den 24-Jährigen eine weitere Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt wird.

PM des PP Mittelfranken vom 29.03.2022

Am Mittwochnachmittag (23.03.2022) begingen insgesamt vier Personen gemeinsam in der Nürnberger Innenstadt diverse Diebstähle und flüchteten. Bei ihrer Festnahme leisteten sie Widerstand und verletzten zwei Beamte.

Gegen 17:30 Uhr teilten die Ladendetektive mehrerer innerstädtischer Geschäfte den Diebstahl hochwertiger Parfüms durch mehrere, gemeinsam agierende Personen mit. Zivilbeamte trafen die Gruppe wenig später im Bereich der Lorenzkirche an.

Eine der Personen, ein 16-jähriger Jugendlicher, versuchte daraufhin zu flüchten, was die Beamten verhinderten. Nachdem der 16-Jährige überwältigt worden war, leistete dieser massiven Widerstand. Ein unbeteiligter Zeuge kam den Beamten zu Hilfe, woraufhin ihm der Jugendliche in den Oberschenkel biss.

Während sich der 16-Jährige zur Wehr setzte, griff eine weibliche Person aus der Gruppe (47) ein und versuchte den Jugendlichen zu befreien. Die Frau schlug hierbei mit den Fäusten auf die Beamten ein. Den Beamten gelang es, die Frau am Boden zu fixieren und ihr Handfesseln anzulegen.

Erst nach Eintreffen weiterer Unterstützungskräfte konnte letztendlich auch der 16-Jährige gefesselt und zur Dienststelle gebracht werden.

Die Beamten wurden leicht verletzt, sind jedoch weiterhin dienstfähig.

Bei der Durchsuchung der Personen stellten die Beamten Diebesgut in Form von Bekleidung und Kosmetikartikeln im Gesamtwert von ca. 300 Euro sicher.

Die Staatsanwaltschaft stellte gegen zwei der Personen Haftantrag wegen des Verdachts des Bandendiebstahls. Sie werden heute im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

PM des PP Mittelfranken vom 24.03.2022

Am Freitagmorgen (18.03.2022) bespuckte und verletzte ein 46-Jähriger zwei Polizeibeamte im Nürnberger Stadtteil Werderau. Gegen den Mann wurden nun mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Gegen 09:30 Uhr wurde eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd zu einer Streitigkeit mehrerer Männer in einem Wohnanwesen im Nürnberger Stadtteil Werderau gerufen. Die Beamten versuchten daraufhin beim Eintreffen die Gemüter zu beruhigen. Ein 46-jähriger Mann, welcher zuvor an der Streitigkeit beteiligt war, spuckte einer Polizeibeamtin unvermittelt in ein Auge und äußerte hierbei, dass er an einer ansteckenden Krankheit leide.

Der Mann geriet derart in Rage, dass er unter erheblicher Gegenwehr zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Hierbei erlitten der 46-Jährige sowie ein weiterer Polizeibeamte mehrere Schürfwunden. Die verletzten Polizeibeamten mussten nach dem Einsatz ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden, konnten den Dienst jedoch weiter fortsetzen.

Der 46-Jährige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des Tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und der gefährlichen Körperverletzung strafrechtlich verantworten.

PM des PP Mittelfranken vom 21.03.2022

Im Zeitraum zwischen Dezember 2021 und Februar 2022 brachen zunächst unbekannte Täter in eine Vielzahl von Nürnberger Kindergärten und Schulen ein. Die Kriminalpolizei ermittelte umfangreich und konnte nun drei junge Männer auf frischer Tat festnehmen.

Seit Ende Dezember 2021 häuften sich im Nürnberger Südwesten in kurzer Zeit Einbrüche in Kindergärten und Schulen. Rund 20 solcher Straftaten zählte die Polizei im Zeitraum bis Mitte Februar 2022.

Die unbekannten Täter drangen zur Nachtzeit in die Räumlichkeiten ein und entkamen jeweils unerkannt. Der Gruppierung gelang es unter anderem Elektrogeräte, Zahlungskarten und Bargeld im Wert von knapp 20.000 Euro aus den Gebäuden zu entwenden. Zudem verursachten die Einbrecher durch ihre Vorgehensweise an den Tatorten nach aktuellem Ermittlungsstand einen beträchtlichen Sachschaden von über 110.000 Euro. Die Täter beschädigten eine Vielzahl von Türen und Schränken, schlugen Fensterscheiben ein und entleerten teilweise Feuerlöscher.

Zur Aufklärung der Serie richtete die Nürnberger Kriminalpolizei daraufhin Anfang Februar 2022 eine eigene Ermittlungskommission ein. Durch intensive Ermittlungsarbeit rückte bald eine dreiköpfige Personengruppe, bestehend aus jungen Männern im Alter von 18 und 19 Jahren, in den Fokus der Beamten. Die Tatverdächtigen waren teilweise bereits im Vorfeld durch Eigentumskriminalität polizeilich in Erscheinung getreten.

Der Kriminalpolizei gelang es schließlich, in enger Zusammenarbeit mit der Zivilen Einsatzgruppe der Nürnberger Polizei und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, die drei Personen in den frühen Morgenstunden des 21.02.2022 auf frischer Tat festzunehmen. Die Heranwachsenden waren unmittelbar zuvor in einen Kindergarten in der Lochnerstraße eingebrochen und wollten sich gerade mit der Beute entfernen. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen fanden die Polizeibeamten bei den jungen Männern weiteres Beweismaterial für die Einbruchserie.

Die Tatverdächtigen wurden nach der Festnahme dem Ermittlungsrichter beim AG Nürnberg-Fürth vorgeführt. Dieser erließ gegen alle drei Heranwachsenden einen Haftbefehl. Sie werden sich nun unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls und Sachbeschädigung vor Gericht verantworten müssen.

PM des PP Mittelfranken vom 24.02.2022

Eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte bemerkte am Sonntag (20.02.2022) in der Nürnberger Innenstadt eine Streitigkeit zwischen mehreren Personen. Als die Beamten eingriffen, versetzte einer der Beteiligten einem Polizisten einen Faustschlag ins Gesicht.

Die Streife war gegen 04:00 Uhr am Josephsplatz auf einen lautstarken Streit zwischen mehreren Personen aufmerksam geworden. Nachdem dabei ein Mann auf einem anderen kniete, griffen die Beamten ein. Wie sich herausstellte, war es im Vorfeld zwischen einem 23-jährigen Mann und seiner 22-jährigen Freundin zu einem Beziehungsstreit gekommen. Da sich der Freund der jungen Frau dabei sehr aggressiv verhalten hatte, war ein weiterer Mann eingeschritten und hatte den 23-Jährigen vorrübergehend am Boden fixiert.

Als die Beamten die Ursache des Streits sowie die Beteiligung der umstehenden Personen an der Auseinandersetzung klären wollten, mischte sich ein Begleiter des 23-Jährigen wiederholt in eine Zeugenbefragung ein und beleidigte einen 52-jährigen Polizeibeamten. Als die Streife den Begleiter daraufhin in Gewahrsam nehmen wollten, griff der ursprünglich beteiligte 23-Jährige erneut in das Geschehen ein, um die Gewahrsamnahme seines gleichaltrigen Begleiters zu verhindern. Unvermittelt versetzte er dem 52-jährigen Polizeibeamten dabei einen Faustschlag ins Gesicht.

Letztlich nahmen die Polizeibeamten die beiden alkoholisierten 23-jährigen Männer in Gewahrsam. Gegen sie wird wegen Beleidigung bzw. Körperverletzung und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Der 52-jährige Polizeibeamte begab sich nach dem Einsatz zur Behandlung in ein Krankenhaus, konnte seinen Dienst anschließend jedoch fortsetzen.

PM des PP Mittelfranken vom 20.02.2022

In der Nacht zum Sonntag (20.02.2022) rief ein handfester Ehestreit im Steiner Gemeindeteil Oberweihersbuch die Polizei auf den Plan. Beamte nahmen den Ehemann fest, nachdem er bei ihrem Eintreffen ein Beil gegen den Streifenwagen geworfen hatte.

Die 41-jährige Ehefrau hatte die Polizei gegen 02:45 Uhr verständigt. Sie gab an, dass sie zuvor von ihrem 32-jährigen Ehemann gewürgt worden sei. Nachdem sich die Frau anschließend mit ihrer 13-jährigen Tochter im Bad eingesperrt hatte, habe ihr Ehemann versucht, die Tür mit einem Beil einzuschlagen.

Als eine Streife der Polizeiinspektion Stein kurz darauf am betroffenen Mehrparteienhaus in der Gutzberger Straße eintraf, warf der 32-Jährige das Beil gegen den Streifenwagen. Er traf hierbei die hintere Tür der Fahrerseite und verursachte dort eine entsprechende Beschädigung. Der alkoholisierte 32-Jährige ergriff zwar unmittelbar nach dem Wurf des Beils die Flucht, konnte jedoch von den Beamten eingeholt und festgenommen werden. Da sich der Tatverdächtige unter anderem mit Fußtritten gegen seine Festnahme wehrte, verletzte er einen 28-jährigen Polizeibeamten. Dieser musste sich aufgrund einer erlittenen Fußverletzung zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus begeben.

Gegen den 32-Jährigen ermittelt die Polizei nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Sachbeschädigung.

Die zuständige Staatsanwaltschaft ordnete aufgrund der Alkoholisierung des Festgenommenen die Entnahme einer Blutprobe an. Zudem stellte sie Haftantrag gegen den 32-Jährigen. Er wird somit im Laufe des heutigen Tages (20.02.2022) dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

PM des PP Mittelfranken vom 20.02.2021

Seit dem Frühjahr 2021 führen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Ansbach intensive Ermittlungen gegen ein regionales Netzwerk von Rauschgifthändlern (siehe Meldung 1500 vom 03.11.2021). Die Bilanz der zwischenzeitlich eingerichteten Ermittlungskommission (EKO) ist eindrucksvoll: 36 Personen sitzen in Untersuchungshaft. Darüber hinaus haben die Ermittler bereits rund 100 weitere Tatverdächtige identifiziert.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei im November 2021 den vorläufigen Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit vor. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten beim Amtsgericht Ansbach auf Grundlage der vorliegenden Beweise 20 Durchsuchungsbeschlüsse und 12 Haftbefehle erwirkt werden können. Damit deutete sich bereits an, dass dieses Verfahren zu einem der umfangreichsten werden würde, das bei der Ansbacher Kriminalpolizei im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität bis dato bearbeitet worden ist.

Spätestens mit der Festnahme eines Rauschgifthändlers aus dem Ostalbkreis (Baden-Württemberg) hatte die Ermittlungsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft im September 2021 rasant an Fahrt gewonnen. Der 25-Jährige räumte damals ein, bis zu seiner Verhaftung mit einem Volumen von rund 250 Kilogramm Marihuana, 60 Kilogramm Amphetamin und 650 Gramm Kokain gehandelt zu haben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen zu den Hintermännern des festgenommenen Tatverdächtigen zeichnete sich für die Ansbacher Rauschgiftfahnder das Bild eines ganzen Netzwerks von Betäubungsmittelhändlern, das sich sowohl über Westmittelfranken als auch das benachbarte Baden-Württemberg erstreckte. Dabei erkannten die Beamten schnell, dass dieses Netzwerk zwar nicht zentral organisiert war, die beteiligten Personen jedoch über gemeinsame Lieferanten und Absatzwege entsprechende Verbindungen zueinander aufwiesen. Noch im Oktober 2021 erließ das Amtsgericht Ansbach basierend auf den vorliegenden Erkenntnissen 20 Durchsuchungsbeschlüsse. Bei den anschließenden Durchsuchungseinsätzen konnten Polizeibeamte rund drei Kilogramm Marihuana, etwa die gleiche Menge Amphetamin sowie circa 3000 Ecstasy-Tabletten sicherstellen. Außerdem nahmen die Einsatzkräfte im Zusammenhang mit den Durchsuchungen neun Tatverdächtige fest, die sich seitdem in Untersuchungshaft befinden.

Trotz dieses beeindruckenden Ermittlungserfolgs gingen sowohl Kriminalpolizei als auch Staatsanwaltschaft bereits im November 2021 davon aus, dass man lediglich auf die Spitze eines Eisbergs aufmerksam geworden war. Diese Annahme sollte sich im Laufe der nächsten Monate bestätigen, weshalb die anfänglich eingerichtete Arbeitsgruppe mit dem Namen „Westwind“ zwischenzeitlich von einer gleichnamigen Ermittlungskommission (EKO) abgelöst wurde. Zehn Beamtinnen und Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach gehen in der EKO Westwind aktuell den immer wieder neu hinzukommenden Hinweisen und Spuren dieses Fallkomplexes nach. Die Bilanz der bisherigen Ermittlungstätigkeit ist eindrucksvoll:

Insgesamt befinden sich derzeit 36 Personen in Untersuchungshaft. Zudem hat die EKO Westwind fast 100 weitere Tatverdächtige identifiziert und ins Visier ihrer Ermittlungen genommen.

Ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Arbeit der EKO Westwind sind die Ermittlungsansätze, die von den Beamten mit jeder weiteren Festnahme durch die Auswertung sichergestellter Datenträger oder die Aussagen Beteiligter gewonnen werden können. Beispielsweise lieferte die Vernehmung eines 24-Jährigen aus dem Raum Rothenburg o. d. Tauber, der Ende Oktober 2021 festgenommen wurde, derart viele Erkenntnisse, dass die Ermittler knapp 30 weitere Verfahren einleiten konnten, die wiederum zum Erlass von 13 Haftbefehlen führten.

Parallel zur Identifizierung von Rauschgifthändlern und deren Absatzwegen richtet die EKO Westwind ihr Augenmerk auch auf den finanziellen Gewinn, den sich die Tatverdächtigen durch den Drogenhandel erwirtschaftet haben dürften.

Mit Unterstützung des zuständigen Fachkommissariats der Nürnberger Kriminalpolizei wird derzeit geprüft, inwieweit über die Staatsanwaltschaft Ansbach entsprechende Vermögensarreste gegen die Beschuldigten beantragt werden können.

Zuletzt gelang Beamten der Polizeiinspektion Ansbach die Festnahme eines Tatverdächtigen, der ebenfalls in direkter Verbindung mit dem Großverfahren der Ansbacher Ermittlungsbehörden stehen dürfte. Eine Streife hatte den 27-Jährigen in den Abendstunden des 07.02.2022 mit seinem Pkw in der Alexanderstraße kontrolliert. Als zwei Kartons im Kofferraum die Aufmerksamkeit der Beamten erregten, schlug der Mann die Heckklappe zu, verschloss den Wagen und warf den Fahrzeugschlüssel in die nahegelegene Rezat. Seine Festnahme und die Durchsuchung des Fahrzeugs konnte das allerdings nicht verhindern. Die Streife ließ den versperrten Pkw durch einen Fachmann öffnen und fand in den verdächtigen Kartons anschließend rund sieben Kilogramm Marihuana. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden Polizeibeamte weitere Beweise für den Handel mit Betäubungsmitteln und stellten außerdem rund 70.000 Euro Bargeld sicher. Das Amtsgericht Ansbach erließ anschließend auch gegen den 27-Jährigen einen Untersuchungshaftbefehl.

Angesichts der jüngsten Erfolge werden Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ihre intensive Zusammenarbeit fortführen. Ein baldiges Ende der umfangreichen Ermittlungen ist für die EKO Westwind derzeit nicht in Sicht. Mehrere Tatverdächtige haben bereits angekündigt, ebenfalls Aussagen vor der Polizei machen zu wollen.

PM des PP Mittelfranken vom 18.02.2022

Am 12.02.2022 (Samstag) nahmen Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte einen Graffiti-Sprayer im Nürnberger Westen auf frischer Tat fest. Der 19-Jährige leistete Widerstand.

Gegen 03:00 Uhr beobachteten Beamte im Rahmen ihrer Streifentätigkeit einen jungen Mann, wie dieser an der Straßenbahnhaltestelle in der Johannisstraße ein VAG-Häuschen besprühte.

Als ihn die Beamten auf der Theodor-Heuß-Brücke ansprachen, flüchtete er zunächst, konnte jedoch in der Reutersbrunnenstraße gestellt und mittels unmittelbarem Zwang zu Boden gebracht und gefesselt werden. Gegen seine Festnahme setzte sich der 19-Jährige zur Wehr, verletzt wurde niemand.

Bei einer durch die Staatsanwaltschaft im Anschluss an die Festnahme angeordneten Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten weitere Skizzen, Spraydosen sowie das Handy des Beschuldigten sicher.

Ersten Ermittlungen der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost zur Folge wird davon ausgegangen, dass dem 19-Jährigen weitere Fälle zugeordnet werden können.

Der durch die Graffiti entstandene Sachschaden ist derzeit noch nicht zu beziffern.

PM des PP Mittelfranken vom 15.02.2022