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Immer wieder kommt es vor, dass gezielt ältere Menschen von Betrügern einen angeblichen Gewinn in Aussicht gestellt bekommen. Um diesen zu erhalten, sollen die Opfer zunächst eine hohe Gebühr – oftmals mehrere tausend Euro – entrichten. Einen Gewinn und eine Auszahlung gibt es aber tatsächlich nicht. Ist es zu einer Auszahlung der „Gebühr“ gekommen, werden die Opfer im Nachgang oftmals noch von angeblichen Polizeibeamten angerufen, welche nun die Betrüger vermeintlich festgenommen haben und das Geld wieder an die Opfer auszahlen wollen. Auch hier soll erneut im Vorfeld der Auszahlung Geld an die falschen Polizeibeamten übergeben werden.

Am Montag, 06.07.2020, gab sich ein Mann gegenüber einer 78-jährigen Frau aus Bad Bergzabern als Polizist aus und erklärte dieser, angeblich sichergestelltes Geld auszahlen zu wollen. Da die Frau bereits in der Vergangenheit Opfer der Betrugsmasche wurde, klang dies für das vermeintliche Opfer zunächst plausibel.

Als sie jedoch für die Übergabe wiederum mehrere tausend Euro bereitstellen sollte, informierte die Frau die Polizei Bad Bergzabern. Diese konnte bei der scheinbaren Übergabe des Geldes einen 24-jährigen Mann aus Hessen festnehmen.

Der Tatverdächtige wurde anschließend der Haftrichterin des Amtsgerichts Landau vorgeführt, welche auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erließ.

Die Polizei rät:

–           Seien Sie misstrauisch, wenn Personen sie am Telefon nach dem Verbleib oder der Herausgabe von Wertsachen fragen. Die Polizei wird sie niemals hierzu ausfragen, insbesondere nicht telefonisch. –  Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. –  Im Zweifelsfall beenden sie sofort das Gespräch und rufen Sie selbst die örtliche Polizeidienststelle oder den Notruf. –         Fragen Sie den Anrufer stets nach seinem Namen und seiner Dienststelle. –       Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern. –      Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen oder der Polizei Rücksprache. –    Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. –              Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei Sollten Sie Hinweise zu entsprechenden Vorfällen haben, teilen Sie diese bitte der Kriminalpolizei Landau unter 06341/2870 oder kilandau@polizei.rlp.de mit.

PM der Kriminalinspektion Landau vom 08.07.2020

Ermittler der Kripo haben am Dienstag (6. Juli, 18:25 Uhr) einen 42-jährigen Duisburger vorläufig festgenommen, weil er ein Auto auf dem Parkplatz der Minigolfanlage Meiderich aufgebrochen haben soll. Der Mann war den Beamten zuvor aufgefallen, als er in geparkte Pkw schaute. Als die Ordnungshüter ihn kontrollierten, stellten sie fest, dass er in seinem Rucksack einen Laptop versteckt hatte und ein Klappmesser bei sich trug. Schnell war der aufgebrochene Pkw gefunden und der Nutzer über den Diebstahl informiert. Ihm gehörte der Laptop. Ein Richter ordnete die Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen an, in der die Ermittler weitere Gegenstände sicherstellten, die aus anderen Autoaufbrüchen stammen könnten. So fanden die Ermittler auch ein Ipad, welches am Samstag (4. Juli) zwischen 22:30 Uhr und 23:45 Uhr aus einem VW Golf auf dem Parkplatz des Landschaftspark gestohlen wurde. Für diese Tat sucht das Kriminalkommissariat 34 Zeugen (Tel. 0203 2800). Ob der Diebstahl auch auf das Konto des Festgenommenen geht, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Die Polizisten haben dem Tatverdächtigen nun erst einmal das Handwerk gelegt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird der 42-jährige heute unter anderem wegen des Verdachts des Diebstahls mit Waffen einem Haftrichter vorgeführt.

PM der POL Duisburg vom 07.07.2020

Am Samstagabend (27.06.2020) bedrohte ein 55-Jähriger mehrere Personen im Nürnberger Osten und forderte Geld. Er konnte festgenommen werden.
Gegen 19:00 Uhr betrat der Mann einen Supermarkt in der Schweppermannstraße.
Ohne Grund bedrohte und beleidigte er hier einen 22-jährigen Kunden und eine Verkäuferin.

Nach Verlassen des Geschäftes traf er auf dem Parkplatz auf eine 68-jährige Frau. Der Beschuldigte ging mit einem Messer in der Hand auf sie zu, blieb dann ca. einen Meter entfernt vor ihr stehen und forderte die Herausgabe von Bargeld.
Die Frau konnte sich in ein naheliegendes Geschäft flüchten und blieb unverletzt.

Der Tatverdächtige entfernte sich währenddessen in unbekannte Richtung.

Durch Zeugenbefragungen am Tatort und weitere ermittlungstaktische Maßnahmen der Polizei vor Ort, konnte der Beschuldigte identifiziert werden. Er wurde wenig später an seiner Wohnadresse festgenommen.

In der Dienststelle wurde bei dem deutlich alkoholisierten 55-Jährigen eine Blutentnahme durchgeführt. Ein Alkoholtest hatte einen Wert von ca. 1,5 Promille ergeben.

Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den Beschuldigten. Er wird dem Ermittlungsrichter beim AG Nürnberg zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

PM des PP Mittelfranken vom 28.06.2020

Auf beachtenswerte Fallzahlen zur Aufklärung des Dunkelfeldes bei Straftaten im Bereich des Bahnverkehrs können die Beamten der Bundespolizeiinspektion Magdeburg schauen. Hintergrund des Einsatzes waren unter anderem auch, die häufig stattfindenden Übergriffe in Form von Beleidigungen und Körperverletzungen auf Zugbegleiter. In einem dreitägigen Fahndungseinsatz, Dienstag, den 23. Juni 2020 beginnend, der mit Verstärkung von Einheiten der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit Pirna und eines Betäubungsmittelspürhundes des Zolls, ausschließlich im nördlichen Teil Sachsen-Anhalts, hier in Zügen auf den Bahnstrecken Magdeburg-Stendal-Oebisfelde, stattfand, wurden bei 537 Kontrollen von Personen unterschiedlichster Staatsangehörigkeiten folgende Feststellungen gemacht. 31 Personen wurden von verschiedenen Staatsanwaltschaften gesucht, da diese im Rahmen von Strafverfahren nicht erreichbar waren. Acht Personen fielen auf, da sie entweder unerlaubt eingereist oder unerlaubt aufhältig waren, vier Männer lagen mit Haftbefehlen im polizeilichen Informationssystem ein und gegen 16 Reisende wurden Strafverfahren wegen des Erschleichens von Leistungen / Betrug eingeleitet. Der Drogenspürhund „Dasty“ zeigte bei 14 Personen an, dass hier vermutlich Betäubungsmittel mitgeführt werden. Sich anschließende Kontrollen durch die Beamten bestätigten dieses. Vier Kontrollierte hatten ihre Fahrausweise manipuliert und machten sich aufgrund dessen wegen Urkundenfälschung strafbar. Zudem wurden mehrere Personen festgestellt, die gegen die räumliche Beschränkung, die sich auf Sachsen-Anhalt bezog, verstoßen haben. Hinzu kamen noch Verstöße gegen das Waffengesetz und das Strafgesetzbuch, hier Unterschlagung, Sachbeschädigung durch Graffiti, fahrlässige Körperverletzung sowie weitere Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.
Abschließend äußert sich der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Erster Polizeihauptkommissar Andreas Hesse, wie folgt. „Dieser Einsatz war geeignet, um die Vielzahl von Delikten, die hier nur in einem kleinen geographischen Ausschnitt unserer Inspektion, die für das ganze Bundesland Sachsen-Anhalt zuständig ist, aufgezeigt wurden, darzustellen. Es zeigt insbesondere die Notwendigkeit verstärkter Fahndungseinsätze, um das strafrelevante Dunkelfeld in Sachsen-Anhalt zu erhellen, Straftaten zu erforschen und gesuchte Straftäter der Vollstreckung zu zuführen. Die generalpräventive Wirkung des Einsatzes zeigte sich bereits am ersten Einsatztag.“

PM der BPOLI Magdeburg vom 26.06.2020

Mitte Juni konnte die Fürther Kriminalpolizei in zwei Fällen Drogenhändler festnehmen und größere Mengen Rauschgift beschlagnahmen. Gegen insgesamt drei Tatverdächtige wurden Haftbefehle erlassen.

Im ersten der beiden Fällen ergaben sich aus einem Verfahren der Ansbacher Kriminalpolizei Hinweise, dass eine 35-jährige Fürtherin mit Crystal handeln würde. Die Fürther Kripo übernahm die Ermittlungen und konnte in Erfahrung bringen, dass die Drogenhändlerin und ihre Mittäter eine Beschaffungsfahrt geplant hatte. Bei der Rückkehr der Tatverdächtigen sollte das Kurierfahrzeug durch die Polizei angehalten werden. Doch die Täter gaben Gas und versuchten zu flüchten. Das beschaffte Rauschgift warfen sie auf der Flucht aus dem Fenster.
Kurz darauf gelang Nürnberger Zivilbeamten jedoch das Auto zu stellen und die Drogenhändlerin sowie zwei Männer im Alter von 38 und 46 Jahren festzunehmen.
Auch das aus dem Fenster geworfene Drogenpaket fand sich schnell – es handelte sich um ca. 475 Gramm Crystal. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung und einem weiteren Fahrzeug der Bande wurden noch 110 Gramm Crystal gefunden.
Die drei Tatverdächtigen wurden am 10.06.2020 dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen die Haupttäterin und den 38-jährigen Mittäter.

Die zweite erfolgreiche Festnahme gelang am Dienstagvormittag (23.06.2020).
Zivile Polizeibeamte des LKA hatten auf offener Straße einen mutmaßlichen Drogenhandel bemerkt. Tatsächlich förderte eine anschließende Kontrolle des Drogenabhängigen 3 Gramm Haschisch zu Tage, die dieser zuvor bei seinem Dealer gekauft hatte. Durch die Staatsanwaltschaft wurde daraufhin die umgehende Durchsuchung der Wohnung des Drogenhändlers angeordnet. Dort wurden die Beamten
fündig: 600 Gramm Haschisch, 750 Gramm Marihuana sowie Amphetamin im Grammbereich hatte der 59-jährige Mann in seiner Wohnung gebunkert. Zum Teil war das Rauschgift bereits zum Verkauf abgepackt. Zudem hatte sich der Tatverdächtige eine geladene PTB-Waffe in der Nähe der Drogen bereitgelegt.
Aufgrund der Funde wurde der Rauschgifthändler dem Haftrichter vorgeführt.
Dieser erließ einen Haftbefehl.

PM des PP Mittelfranken vom 25.06.2020

Gestern Mittag (22.06.2020) nahmen Polizeibeamte der Inspektion Nürnberg-Ost zwei Jugendliche im Nürnberger Nordosten fest. Die beiden Tatverdächtigen waren zuvor dabei beobachtet worden, wie sie versucht hatten, einen Automaten aufzubrechen.

Ein Zeuge hatte die zwei Jugendlichen gegen 12:45 Uhr in der Bessemerstraße bemerkt. Dort versuchten die beiden augenscheinlich einen Zigarettenautomaten mittels Fußtritten zu knacken. Per Notruf verständigte der Zeuge daraufhin die Polizei.

Im Rahmen der Fahndung konnte eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost kurz darauf zwei 16-jährige Jugendliche in der Kieslingstraße antreffen. Da der Zeuge von den beiden mutmaßlichen Automatenaufbrechern während ihrer Tat ein Foto gemacht hatte, gelang den Beamten die eindeutige Identifizierung der Tatverdächtigen. Sie wurden vorläufig festgenommen. Auf die beiden 16-Jährigen kommt nun ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Diebstahl zu.

PM des PP Mittelfranken vom 23.06.2020

Seit Ende des Jahres 2019 kam es im Ballungsraum Mittelfranken zu einer Reihe von Pkw-Aufbrüchen. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen sowie intensiv geführte Ermittlungen durch das zuständige Fachkommissariat für Bandenkriminalität führten zur Identifizierung und Festnahme mehrerer Tatverdächtiger einer Diebes- und Hehlerbande.

Beginnend im Spätherbst 2019 stellte die Polizei in Mittelfranken eine auffällige Häufung von Kfz-Aufbrüchen fest. Vor allem im Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen wurden bei verschiedenen Fahrzeugen die hinteren Dreiecksscheiben eingeschlagen. Die Täter hatten es auf im Fahrzeug zurückgelassene Wertgegenstände z.B. Brieftaschen und Mobiltelefone abgesehen.
Mehrere der Taten wurden auch mit Pressemeldungen berichtet.

Annähernd zeitgleich begann eine Serie von Kfz-Aufbrüchen in Tiefgaragen. Dabei wurden überwiegend die Notausgangstüren bzw. Zugangstüren zu den Tiefgaragen aufgehebelt oder aufgeschnitten. Anschließend wurden dort geparkte Fahrzeuge mittels Einschlagen einer Scheibe aufgebrochen und Geldbörsen, Handtaschen, Mobiltelefone, Laptops oder mobile Navigationsgeräte entwendet.

In Zusammenarbeit mit den mittelfränkischen Fachkommissariaten und nach einem Hinweis ziviler Polizeibeamter auf den späteren Haupttäter konnten erste Ermittlungsansätze zur Aufklärung der Kfz-Aufbruchserie gewonnen werden. Da sich Hinweise auf eine bandenmäßig agierende Tätergruppierung ergaben, wurden die Ermittlungen zentral durch das neue Bandenkommissariat 47 des Kriminalfachdezernats 4 Nürnberg übernommen.

Umfangreiche Ermittlungen führten schließlich zur Identifizierung einer mehrköpfigen Tätergruppe. Drei Bandenmitgliedern im Alter von 29 und zwei Mal 32 Jahren konnten mehrere Kfz-Aufbrüche nachgewiesen werden. Über die Anlasstaten hinaus, zeigte sich ein reger Handel mit hochpreisigen Akku- und Elektrowerkzeugen, die hauptsächlich aus Aufbrüchen von Handwerkerfahrzeugen stammen.

Das Amtsgericht Nürnberg erließ Durchsuchungsbeschlüsse für neun Objekte und Haftbefehle gegen die drei Tatverdächtigen. Die Beschlüsse wurden bei einem groß angelegen Einsatz Ende April 2020 vollzogen. Der Haupttäter versuchte dabei zu flüchten und rammte mit seinem Auto zwei zivile Dienstfahrzeuge der Polizei.
Diese wurden dabei leicht beschädigt, verletzt wurde aber niemand. Der Fahrer und sein Beifahrer wurden anschließend ohne weiteren Widerstand festgenommen.

Bei den Durchsuchungen wurde eine größere Menge an Diebesgut und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Darunter waren ca. 30 hochwertige Werzeugmaschinen.

Zwei Tatverdächtige befinden sich seither in Untersuchungshaft – sie machen zu den Tatvorwürfen bislang keine Angaben. Der dritte Mann wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zum derzeitigen Stand der Ermittlungen können der Tätergruppierung 40 Kfz-Aufbrüche zugerechnet werden. Es zeigte sich, dass die Täter auch über die Grenzen Mittelfrankens hinaus in Bayern tätig waren. Dies belegen nachgewiesene Taten in München, Neumarkt i. d. Opf. und Forchheim. Die Polizei rechnet damit, dass noch weitere Fälle der Gruppe geklärt werden können.

Der Entwendungsschaden im Zusammenhang mit den bislang zugeordneten Kfz-Aufbrüchen beläuft sich auf rund 30 TSD Euro und der Sachschaden beträgt rund 40 TSD Euro.

Der Ermittlungserfolg wurde am 22.06.2020 im Rahmen einer Pressekonferenz des Poliziepräsidiums Mittelfranken und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth bekannt gegeben. Das Video der Pressekonferenz ist auch nachträglich über die Facebookseite des Polizeipräsidiums abrufbar.

Tipps zur Verhinderung von Kfz-Aufbrüchen finden Sie auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tip
ps/diebstahl/sicherheit-rund-ums-fahrzeug/

PM des PP Mittelfranken vom 22.06.2020

Am 20.06.20, gegen 21:10 Uhr, erhielt ein Supermarkt in Andernach eine Bombendrohung per Telefon. Die Anruferin gab an, dass sie eine Bombe im Markt deponiert hätte und diese um 21:30 Uhr explodieren würde. Der Markt wurde umgehend geräumt und der Tatort weiträumig abgesperrt. Die Tatverdächtige konnte ermittelt werden. Sowohl ihre Wohnung, als auch der Supermarkt wurden mit Sprengstoffspürhunden abgesucht. Es konnten keine Bombe oder sonstige Beweismittel in dieser Sache aufgefunden werden. Die Ermittlungen dauern an.

PM der PD Koblenz vom 21.06.2020

Zusammen mit der Steuerfahndung, dem Hauptzollamt und der Stadt Duisburg hat die Polizei am Freitagabend (5. Juni) drei Cafés in Hochfeld und im Dellviertel kontrolliert. Ziel war die Bekämpfung der Clankriminalität.
Insgesamt stellten die Beamten vier Spielautomaten sicher, nachdem sich Hinweise auf illegales Glückspiel erhärtet hatten. Zwei davon fanden die Polizisten in einer Lokalität auf der Bachstraße, zwei weitere in einem Betrieb auf der Hochfeldstraße. An der dritten Kontrollstelle an der Wilhelm-Tell-Straße im Dellviertel nahmen die Einsatzkräfte einen 58 Jahre alten Mann fest, der sich illegal in Deutschland aufhalten und unerlaubt als Koch im Café arbeiten soll.
Das Café wurde anschließend unter anderem aufgrund von Hygienemängeln verschlossen und versiegelt. Insgesamt legten die Ordnungshüter acht Strafanzeigen vor, unter anderem wegen des illegalen Aufenthalts in Deutschland sowie wegen Steuerhinterziehung.

Im Rahmen der landesweiten Null-Toleranz-Strategie ahndet auch die Duisburger Polizei behördenübergreifend bei Kontrollen selbst kleinste Verstöße krimineller Mitglieder sogenannter Familienclans. Dabei arbeiten die Beamten eng mit Zoll-, Gewerbe-, Ordnungs- und Finanzämtern zusammen, um konsequent alle Mittel auszuschöpfen.

PM der POL Duisburg vom 08.06.2020

Trier/Oberkail/Boos/Essen – Am 01. Februar 2017 überfielen zunächst unbekannte Täter die Filiale der Kreissparkasse Bitburg-Prüm in Oberkail und nur drei Wochen später, am 21. Februar, eine Filiale der Kreissparkasse Mayen in Boos.

Dabei betraten jeweils zwei maskierte Täter die Bankfilialen und bedrohten die dortigen Mitarbeiter mit ihren Schusswaffen. Bei dem Überfall in Boos verletzten sie zudem eine weitere, zufällig anwesende Kundin der Sparkasse.

So konnten die Täter insgesamt einen sechsstelligen Betrag erbeuten und in beiden Fällen unerkannt fliehen. Frühzeitig gab es bereits Hinweise darauf, dass ein dritter Täter vor der Bank in einem Fluchtfahrzeug gewartet haben könnte.

Die damals intensiv geführten Fahndungsmaßnahmen, insbesondere eine groß angelegte Öffentlichkeitsfahndung mit einem weltweit neuartigen 3D-Phantombild eines der Täter, konnten zunächst nicht zu einer Aufklärung der Tat beitragen.
Gleiches gilt für die Veröffentlichung der Fälle in der Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“, die am 6. September 2017 ausgestrahlt wurde.

Jetzt konnte die Kriminalpolizei Trier die beiden Banküberfälle aufklären. Drei Tatverdächtige sitzen derzeit in Haft. Gegen sie hat die Staatsanwaltschaft Trier inzwischen Anklage wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes und weiterer Straftaten zum Landgericht Trier erhoben.

Ein DNA-Abgleich einer Spur am Tatort in Oberkail führte im Nachhinein zur Identifizierung des ersten Tatverdächtigen. Durch weitere Ermittlungen im Umfeld der Person konnten schließlich die Identitäten der beiden weiteren vermeintlichen Tatbeteiligten geklärt werden. Die drei zwischen 27 und 31 Jahre alten Männer stammen aus dem Großraum Essen.

Im Rahmen von Ermittlungs- und Durchsuchungsmaßnahmen konnten bei den Tatverdächtigen belastende Gegenstände sichergestellt werden.

Die beiden Haupttäter wurden nur wenige Wochen nach den Überfällen aufgrund eines von ihnen begangenen versuchten Tötungsdelikts in Nordrhein-Westfalen inhaftiert und hier bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Diese Inhaftierung sowie die Veränderung ihres Aussehens nach den Taten, insbesondere der Barttracht, könnten Gründe dafür sein, dass die Veröffentlichung des Phantombildes und der Täterfotos nicht wesentlich zur Tatklärung beitragen konnten.

PM des PP Trier vom 02.06.2020