Beiträge

Seit Ende April 2020 führt die Kriminaldirektion Mainz, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mainz, ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Herstellung und des Verkaufs von Amphetamin in nicht geringer Menge.

Durch umfangreiche Ermittlungsarbeit konnten bereits am 30.08.2020 zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Bei der Festnahme auf einem Tankstellengelände in Mainz leistete eine Person dabei Widerstand, so dass der Einsatz eines Tasers erforderlich wurde. Bei anschließenden Durchsuchungen konnten insgesamt ca. 1,2 Kilogramm Amphetamin, 400 Gramm Marihuana, 25 Gramm MDMA, 50 Ecstasy Tabletten, diverse Substanzen für die Herstellung von Amphetamin, 55.000 Euro Bargeld sowie digitale Beweismittel sichergestellt werden. Die beiden 29 und 24 Jahre alten, aus Mainz und Homburg stammenden Männer sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Im Rahmen der ersten Erkenntnisse konnte noch am gleichen Tag ein weiterer, 32-jähriger Tatverdächtiger in Contwig ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Er verbleibt zunächst auf freiem Fuß.

Durch intensive Ermittlungen ist es in der Folge gelungen, weitere Tatbeteiligte zu identifizieren und festzunehmen. So gelang es in der Folge eine Wohnung im Kreis Mainz-Bingen zu ermitteln, in welcher Drogen gelagert und von dort verteilt wurden. Bei einer Durchsuchung konnten über 7 kg Marihuana, 1 kg Amphetamin, ca. 20 g Kokain sowie typische Utensilien für Verpackung der Drogen aufgefunden worden.

In der Folge konnte ein 35-jähriger Abnehmer am 02.09.2020 in Mainz festgenommen werden. Er trug zu diesem Zeitpunkt über 300 g Marihuana und ca. 50 g Kokain bei sich. Noch am gleichen Abend wurde die Wohnung eines weiteren Tatverdächtigen durchsucht. In der Wohnung des 31-jährigen aus dem Kreis Mainz-Bingen konnten ein fünfstelliger Bargeldbetrag sowie umfangreiche digitale Beweismittel sichergestellt werden.

Am 03.09.2020 ordnet ein Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Mainz auf Antrag der Staatsanwaltschaft auch für diese beiden Personen Untersuchungshaft an.

Die Ermittlungen werden durch das Kommissariat K 3 der Kriminaldirektion Mainz fortgeführt.

PM des PP Mainz vom 25.09.2020

Am 3. August 2020 wurden, durch einen damals unbekannten Täter, zahlreiche Sachbeschädigungen im und am Hauptbahnhof Ludwigshafen begangen. Bei der Tat wurden der Glasschaukasten mit der Modelleisenbahn, der Passbildautomat, ein Spielautomat und weitere Glastüren im Bahnhof, zerstört.

Außerhalb des Bahnhofes beschädigte der Täter mehrere Fahrzeuge und stieß die Blumenkübel vor dem Bahnhof um. Aufgrund der Pressemitteilung der Bundespolizei Kaiserslautern vom 4. August 2020 wurde der Täter durch einen Polizisten der Landespolizei aus Mannheim wiedererkannt. Der Polizist wandte sich mit seinem Verdacht an die Bundespolizei Kaiserslautern. Nach diesem Täterhinweis konnte der Täter, durch die ermittelnde Polizeibeamtin der Bundespolizei Kaiserslautern, anhand der Videoauswertung einwandfrei identifiziert werden. Ein amtsbekannter 67-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz aus Mannheim, konnte so als Täter zweifelsfrei ermittelt werden. Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren aufgrund der begangenen Sachbeschädigungen.

PM der BPOLI Kaiserslautern vom 06.08.2020

Am späten Dienstagabend kommt es auf dem Gelände der Zitadelle in Mainz zu einem Brand und einer Sachbeschädigung an zwei Fahrzeugen.

Nachdem Zeugen gegen 23:30 Uhr die Feuerwehr verständigen, treffen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei ein, während das hölzerne Eingangstor des Mainzer Bauamts in Flammen steht. Von der Mainzer Berufsfeuerwehr kann der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die hölzerne Eingangstür wird durch das Feuer stark beschädigt. Zudem sind zwei vor dem Bauamt parkende Fahrzeugen der Stadt Mainz beschädigt worden indem unter anderem Scheiben eingeschlagen wurden.

Die Polizeibeamten des Mainzer Altstadtreviers können auf dem Zitadellen-Gelände einen Mann feststellen, der versucht zu flüchten als er die Beamten sieht. Er kann vorläufig festgenommen werden. Der 35-jährige Beschuldigte hat nach ersten Ermittlungen zunächst zwei Fahrzeuge der Stadt Mainz beschädigt und Gegenstände aus den Fahrzeugen entwendet. Hiernach hat er Holz und andere brennbare Gegenstände, unmittelbar vor dem hölzernen Tor des Bauamts platziert und angezündet. Ein Übergreifen des Feuers auf das restliche Gebäude kann nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden.

Die Kriminalpolizei Mainz hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mainz die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Hintergründe und Tatmotive sind derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Von der Staatsanwaltschaft Mainz wurde bereits ein Sachverständiger hinzugezogen. Der 35-Jährige deutsche Beschuldigte ist derzeit ohne festen Wohnsitz. Durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mainz wurde am Nachmittag Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten angeordnet. Er muss sich nun wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und besonders schwerem Fall des Diebstahls verantworten.

PM des PP Mainz vom 29.07.2020

Am Montag, den 20.07.2020 betrat gegen 18:00 Uhr ein Mann die Tankstelle in Wissen in der Morsbacher Straße. Er war maskiert. Unter Vorhalt einer Pistole ließ sich der Täter das Bargeld aus der Kasse aushändigen.

Anschließend flüchtete er zu fuß. Bei der Benachrichtigung der Polizei konnte der Mitarbeiter der Tankstelle die Fluchtrichtung des Täters beschreiben. Durch Polizeibeamte der Wache Wissen und der sukzessiv eintreffenden Kräfte der Polizeiinspektionen Betzdorf und Altenkirchen und einem Diensthundeführer wurden die Such- und Fahndungsmaßnahmen aufgenommen und intensiviert. Die Person konnte nach einer aufwendigen Suche durch den Diensthund aufgestöbert und gegen 20:00 Uhr in einem Waldgebiet oberhalb der Morsbacher Straße festgenommen werden. Der Täter führte einen Rucksack mit, in dem die Tatwaffe und das geraubte Bargeld vorhanden waren. Die Person wurde festgenommen. Eine erste Inaugenscheinnahme der Waffe ergab, dass es sich um eine CO2 Pistole zum Verschießen von 6 mm großen Plastikkügelchen handelt.

Der 25-jährige Täter aus der Verbandsgemeinde Wissen verbrachte die Nacht im Gewahrsam der Polizei in Betzdorf und wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Koblenz noch im Verlaufe des 21.07.2020 dem Haftrichter beim Amtsgericht Koblenz vorgeführt.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wird noch geprüft, ob die Person auch als Täter für die am 20.07.20 begangene räuberische Erpressung zum Nachteil einer Spielhalle in Wissen in Frage kommt.

PM des PP Koblenz vom 21.07.2020

Am Sonntag, den 19. Juli 2020 kontrollierte eine Streife des Bundespolizeirevieres Halle gegen 11:15 Uhr einen 46-jährigen Mann auf dem Hallenser Hauptbahnhof. Bei der sich anschließenden Überprüfung seiner Personalien in dem polizeilichen Fahndungssystem wurden die Bundesbeamten gleich mehrfach fündig: So stellten sie zunächst einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Berlin gegen den 46-Jährigen fest. Demnach hatte ihn das Amtsgericht Tiergarten im Februar dieses Jahres wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 2100 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 70 Tagen verurteilt. Da der Mann weder die Geldstrafe zahlte, noch sich dem Haftantritt stellte, erging dieser Haftbefehl. Zudem ersuchte die Staatsanwaltschaft Halle wegen unterschiedlicher Delikte den aktuellen Aufenthaltsort sowie die Wohnanschrift des Mannes. Des Weiteren hatte das Amtsgericht Halle im Juni dieses Jahres Untersuchungshaftbefehl wegen sechsfachen Diebstahls und einer Leistungserschleichung gegen den Gesuchten erlassen, da er derzeit über keinen festen Wohnsitz verfügt und innerhalb seiner Bewährung bereits wieder eine Vielzahl von Straftaten begangen hat. Wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr wurde die Untersuchungshaft dementsprechend angeordnet. Die Bundespolizisten nahmen den Mann fest und verbrachten ihn zur Dienststelle am Hauptbahnhof. Bei der sich anschließenden Durchsuchung seiner mitgeführten Sachen stellten die Bundespolizisten circa drei Gramm vermutlich Heroin im Portemonnaie des Mannes fest- und anschließend sicher. Wenig später führten ihn Einsatzkräfte der Bereitschaftsrichterin im Amtsgericht Halle vor. Diese bestätigte die Untersuchungshaft. Der griechische Staatsangehörige wurde in die Justizvollzugsanstalt Halle gebracht. Bis zum Beginn seiner Verhandlung wird er nun in Haft verbleiben müssen. Zudem erhält er eine weitere Strafanzeige wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln. Die Staatsanwaltschaft Halle wurde über den vorerst neuen Aufenthaltsort des 46-Jährigen entsprechend unterrichtet.

PM der BPOLI Magdeburg vom 20.07.2020

Immer wieder kommt es vor, dass gezielt ältere Menschen von Betrügern einen angeblichen Gewinn in Aussicht gestellt bekommen. Um diesen zu erhalten, sollen die Opfer zunächst eine hohe Gebühr – oftmals mehrere tausend Euro – entrichten. Einen Gewinn und eine Auszahlung gibt es aber tatsächlich nicht. Ist es zu einer Auszahlung der „Gebühr“ gekommen, werden die Opfer im Nachgang oftmals noch von angeblichen Polizeibeamten angerufen, welche nun die Betrüger vermeintlich festgenommen haben und das Geld wieder an die Opfer auszahlen wollen. Auch hier soll erneut im Vorfeld der Auszahlung Geld an die falschen Polizeibeamten übergeben werden.

Am Montag, 06.07.2020, gab sich ein Mann gegenüber einer 78-jährigen Frau aus Bad Bergzabern als Polizist aus und erklärte dieser, angeblich sichergestelltes Geld auszahlen zu wollen. Da die Frau bereits in der Vergangenheit Opfer der Betrugsmasche wurde, klang dies für das vermeintliche Opfer zunächst plausibel.

Als sie jedoch für die Übergabe wiederum mehrere tausend Euro bereitstellen sollte, informierte die Frau die Polizei Bad Bergzabern. Diese konnte bei der scheinbaren Übergabe des Geldes einen 24-jährigen Mann aus Hessen festnehmen.

Der Tatverdächtige wurde anschließend der Haftrichterin des Amtsgerichts Landau vorgeführt, welche auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erließ.

Die Polizei rät:

–           Seien Sie misstrauisch, wenn Personen sie am Telefon nach dem Verbleib oder der Herausgabe von Wertsachen fragen. Die Polizei wird sie niemals hierzu ausfragen, insbesondere nicht telefonisch. –  Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. –  Im Zweifelsfall beenden sie sofort das Gespräch und rufen Sie selbst die örtliche Polizeidienststelle oder den Notruf. –         Fragen Sie den Anrufer stets nach seinem Namen und seiner Dienststelle. –       Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern. –      Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen oder der Polizei Rücksprache. –    Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. –              Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei Sollten Sie Hinweise zu entsprechenden Vorfällen haben, teilen Sie diese bitte der Kriminalpolizei Landau unter 06341/2870 oder kilandau@polizei.rlp.de mit.

PM der Kriminalinspektion Landau vom 08.07.2020

Ermittler der Kripo haben am Dienstag (6. Juli, 18:25 Uhr) einen 42-jährigen Duisburger vorläufig festgenommen, weil er ein Auto auf dem Parkplatz der Minigolfanlage Meiderich aufgebrochen haben soll. Der Mann war den Beamten zuvor aufgefallen, als er in geparkte Pkw schaute. Als die Ordnungshüter ihn kontrollierten, stellten sie fest, dass er in seinem Rucksack einen Laptop versteckt hatte und ein Klappmesser bei sich trug. Schnell war der aufgebrochene Pkw gefunden und der Nutzer über den Diebstahl informiert. Ihm gehörte der Laptop. Ein Richter ordnete die Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen an, in der die Ermittler weitere Gegenstände sicherstellten, die aus anderen Autoaufbrüchen stammen könnten. So fanden die Ermittler auch ein Ipad, welches am Samstag (4. Juli) zwischen 22:30 Uhr und 23:45 Uhr aus einem VW Golf auf dem Parkplatz des Landschaftspark gestohlen wurde. Für diese Tat sucht das Kriminalkommissariat 34 Zeugen (Tel. 0203 2800). Ob der Diebstahl auch auf das Konto des Festgenommenen geht, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Die Polizisten haben dem Tatverdächtigen nun erst einmal das Handwerk gelegt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird der 42-jährige heute unter anderem wegen des Verdachts des Diebstahls mit Waffen einem Haftrichter vorgeführt.

PM der POL Duisburg vom 07.07.2020

Am Samstagabend (27.06.2020) bedrohte ein 55-Jähriger mehrere Personen im Nürnberger Osten und forderte Geld. Er konnte festgenommen werden.
Gegen 19:00 Uhr betrat der Mann einen Supermarkt in der Schweppermannstraße.
Ohne Grund bedrohte und beleidigte er hier einen 22-jährigen Kunden und eine Verkäuferin.

Nach Verlassen des Geschäftes traf er auf dem Parkplatz auf eine 68-jährige Frau. Der Beschuldigte ging mit einem Messer in der Hand auf sie zu, blieb dann ca. einen Meter entfernt vor ihr stehen und forderte die Herausgabe von Bargeld.
Die Frau konnte sich in ein naheliegendes Geschäft flüchten und blieb unverletzt.

Der Tatverdächtige entfernte sich währenddessen in unbekannte Richtung.

Durch Zeugenbefragungen am Tatort und weitere ermittlungstaktische Maßnahmen der Polizei vor Ort, konnte der Beschuldigte identifiziert werden. Er wurde wenig später an seiner Wohnadresse festgenommen.

In der Dienststelle wurde bei dem deutlich alkoholisierten 55-Jährigen eine Blutentnahme durchgeführt. Ein Alkoholtest hatte einen Wert von ca. 1,5 Promille ergeben.

Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den Beschuldigten. Er wird dem Ermittlungsrichter beim AG Nürnberg zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

PM des PP Mittelfranken vom 28.06.2020

Auf beachtenswerte Fallzahlen zur Aufklärung des Dunkelfeldes bei Straftaten im Bereich des Bahnverkehrs können die Beamten der Bundespolizeiinspektion Magdeburg schauen. Hintergrund des Einsatzes waren unter anderem auch, die häufig stattfindenden Übergriffe in Form von Beleidigungen und Körperverletzungen auf Zugbegleiter. In einem dreitägigen Fahndungseinsatz, Dienstag, den 23. Juni 2020 beginnend, der mit Verstärkung von Einheiten der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit Pirna und eines Betäubungsmittelspürhundes des Zolls, ausschließlich im nördlichen Teil Sachsen-Anhalts, hier in Zügen auf den Bahnstrecken Magdeburg-Stendal-Oebisfelde, stattfand, wurden bei 537 Kontrollen von Personen unterschiedlichster Staatsangehörigkeiten folgende Feststellungen gemacht. 31 Personen wurden von verschiedenen Staatsanwaltschaften gesucht, da diese im Rahmen von Strafverfahren nicht erreichbar waren. Acht Personen fielen auf, da sie entweder unerlaubt eingereist oder unerlaubt aufhältig waren, vier Männer lagen mit Haftbefehlen im polizeilichen Informationssystem ein und gegen 16 Reisende wurden Strafverfahren wegen des Erschleichens von Leistungen / Betrug eingeleitet. Der Drogenspürhund „Dasty“ zeigte bei 14 Personen an, dass hier vermutlich Betäubungsmittel mitgeführt werden. Sich anschließende Kontrollen durch die Beamten bestätigten dieses. Vier Kontrollierte hatten ihre Fahrausweise manipuliert und machten sich aufgrund dessen wegen Urkundenfälschung strafbar. Zudem wurden mehrere Personen festgestellt, die gegen die räumliche Beschränkung, die sich auf Sachsen-Anhalt bezog, verstoßen haben. Hinzu kamen noch Verstöße gegen das Waffengesetz und das Strafgesetzbuch, hier Unterschlagung, Sachbeschädigung durch Graffiti, fahrlässige Körperverletzung sowie weitere Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.
Abschließend äußert sich der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Erster Polizeihauptkommissar Andreas Hesse, wie folgt. „Dieser Einsatz war geeignet, um die Vielzahl von Delikten, die hier nur in einem kleinen geographischen Ausschnitt unserer Inspektion, die für das ganze Bundesland Sachsen-Anhalt zuständig ist, aufgezeigt wurden, darzustellen. Es zeigt insbesondere die Notwendigkeit verstärkter Fahndungseinsätze, um das strafrelevante Dunkelfeld in Sachsen-Anhalt zu erhellen, Straftaten zu erforschen und gesuchte Straftäter der Vollstreckung zu zuführen. Die generalpräventive Wirkung des Einsatzes zeigte sich bereits am ersten Einsatztag.“

PM der BPOLI Magdeburg vom 26.06.2020

Mitte Juni konnte die Fürther Kriminalpolizei in zwei Fällen Drogenhändler festnehmen und größere Mengen Rauschgift beschlagnahmen. Gegen insgesamt drei Tatverdächtige wurden Haftbefehle erlassen.

Im ersten der beiden Fällen ergaben sich aus einem Verfahren der Ansbacher Kriminalpolizei Hinweise, dass eine 35-jährige Fürtherin mit Crystal handeln würde. Die Fürther Kripo übernahm die Ermittlungen und konnte in Erfahrung bringen, dass die Drogenhändlerin und ihre Mittäter eine Beschaffungsfahrt geplant hatte. Bei der Rückkehr der Tatverdächtigen sollte das Kurierfahrzeug durch die Polizei angehalten werden. Doch die Täter gaben Gas und versuchten zu flüchten. Das beschaffte Rauschgift warfen sie auf der Flucht aus dem Fenster.
Kurz darauf gelang Nürnberger Zivilbeamten jedoch das Auto zu stellen und die Drogenhändlerin sowie zwei Männer im Alter von 38 und 46 Jahren festzunehmen.
Auch das aus dem Fenster geworfene Drogenpaket fand sich schnell – es handelte sich um ca. 475 Gramm Crystal. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung und einem weiteren Fahrzeug der Bande wurden noch 110 Gramm Crystal gefunden.
Die drei Tatverdächtigen wurden am 10.06.2020 dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen die Haupttäterin und den 38-jährigen Mittäter.

Die zweite erfolgreiche Festnahme gelang am Dienstagvormittag (23.06.2020).
Zivile Polizeibeamte des LKA hatten auf offener Straße einen mutmaßlichen Drogenhandel bemerkt. Tatsächlich förderte eine anschließende Kontrolle des Drogenabhängigen 3 Gramm Haschisch zu Tage, die dieser zuvor bei seinem Dealer gekauft hatte. Durch die Staatsanwaltschaft wurde daraufhin die umgehende Durchsuchung der Wohnung des Drogenhändlers angeordnet. Dort wurden die Beamten
fündig: 600 Gramm Haschisch, 750 Gramm Marihuana sowie Amphetamin im Grammbereich hatte der 59-jährige Mann in seiner Wohnung gebunkert. Zum Teil war das Rauschgift bereits zum Verkauf abgepackt. Zudem hatte sich der Tatverdächtige eine geladene PTB-Waffe in der Nähe der Drogen bereitgelegt.
Aufgrund der Funde wurde der Rauschgifthändler dem Haftrichter vorgeführt.
Dieser erließ einen Haftbefehl.

PM des PP Mittelfranken vom 25.06.2020