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In Brühl (Rhein-Erft-Kreis) ist am späten Sonntagabend (1. Dezember) ein Mann (31) aus noch unbekanntem Grund vom Dach eines vierstöckigen Mehrfamilienhauses gesprungen und hat lebensgefährliche Verletzungen davongetragen. Zuvor war der Südosteuropäer während einer polizeilichen Verkehrskontrolle geflüchtet.

Auf der Gartenstraße hatten Polizisten den Mann am Steuer eines in Rumänien zugelassenen Autos gestoppt. Der 31-Jährige konnte sich nicht ausweisen und sprach nur sehr gebrochenes Deutsch. Während der Überprüfung seiner angegebenen Personalien ergriff er die Flucht. Sein gleichaltriger Arbeitskollege blieb im Fahrzeug sitzen und versuchte später, die Polizisten als Dolmetscher zu unterstützen. Beamte entdeckten den augenscheinlich sehr aufgebrachten 31-Jährigen später auf dem Gebäudedach.

Die Polizisten nahmen mit Unterstützung seiner Landsleute Kontakt zu dem Mann auf. Noch bevor alarmierte Rettungssanitäter und der Notarzt am Einsatzort eintrafen, sprang der 31-Jährige vom Dach. Nach Erstversorgung vor Ort flogen Rettungskräfte den lebensgefährlich Verletzten mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus. Die Polizei Köln hat eine Ermittlungskommission zur Klärung des Sachverhalts eingerichtet.

PM des PP Köln vom 02.12.2019

Zu einem schweren Polizeieinsatz ist es in der Nacht vom 20.07.2019 in Rostock-Dierkow gekommen. Nach aktuellem Kenntnisstand hat ein Mann in einem Mehrfamilienhaus gegen 23:50 Uhr zunächst einen Säugling mit einem Messer schwer verletzt. Die eingetroffenen Polizisten wollten daraufhin den Mann überwältigen. Dieser stieg über die Balkonbrüstung und konnte von einem Sturz nicht mehr abgehalten werden. Er kam durch den Sturz aus dem 5. Geschoss ums Leben. Der Säugling wurde durch den Rettungsdienst sofort notfallmedizinisch behandelt und in der Universitätsklinik Rostock notoperiert.
Die Kriminalpolizei hat unverzüglich mit umfangreichen Ermittlungen begonnen. Die Staatsanwaltschaft Rostock behält sich weitere Presseauskünfte vor.

PM des PP Rostock vom 21.07.2019

Mann erschießt sich während Vollziehung einer Festnahmeanordnung
Vorfallszeit: 28.06.2019, 09:10 Uhr / Vorfallsort: 10., Fernkorngasse
Sachverhalt: Beim Vollzug einer staatsanwaltlichen Festnahmeanordnung hat sich heute ein 25-jähriger Mann mit einer Faustfeuerwaffe selbst erschossen. Der Mann hatte sich zu diesem Zeitpunkt in einer Wohnung aufgehalten, die von Kräften der WEGA geöffnet werden musste. Beim Betreten der Wohnstätte durch die Beamten richtete der 25-Jährige die Waffe gegen seinen Kopf. Mehrmalige Kommunikationsversuche seitens der Beamten schlugen fehl.
Aufgrund der Gefährdungssituation für Leib und Leben setzten die Beamten zunächst erfolgreich die Elektroimpulswaffe „Taser“ gegen den Mann ein. Nach der Einwirkung der Elektroimpulse und einem kurzen Absetzen der Schusswaffe, richtete er, so Aussagen der Ersteinschreiter, erneut die Waffe gegen sich selbst und nahm sich das Leben. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen seitens der Polizei und der Wiener Berufsrettung blieben erfolglos.
Die Festnahmeanordnung gegen den 25-Jährigen beruht auf einem Vorfall, der sich um 03:45 Uhr auf der Ottakringer Straße ereignet hatte. Hierbei hatte sich der Mann mehrmals einer Verkehrsanhaltung (vermutlich Alkohol am Steuer) widersetzt, ein Polizist konnte laut Bericht sich nur durch einen Sprung zur Seite vor einem Zusammenstoß retten. Während der Nachfahrt durch einen Streifenwagen schoss der 25-Jährige mehrmals mit einer unbekannten Waffe in die Luft, ihm gelang später zunächst die Flucht. Durch eine Kennzeichenanfrage wurde der Aufenthaltsort des Mannes in der gegenständlichen Wohnung eruiert.

PA der LPD Wien vom 28.06.2019

Am Freitag (21.06.19) demonstrierten auf den Aachener Straßen und Plätzen tausende von junge Menschen der „Fridays for Future“- Bewegung. Alle Demonstrationszüge und Veranstaltungen verliefen friedlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland und aus dem Ausland setzten damit ein eindrucksvolles Zeichen für den Klimaschutz. Weitere Veranstaltungen von „Fridays for Future“ am darauffolgenden Samstag in der Nähe des Tagebaus Garzweiler verliefen ebenfalls störungsfrei. Allerdings kam es am Wochenende bei den Veranstaltungen von „Ende Gelände“ trotz des im Vorfeld angekündigten gewaltfreien Aktionskonsenses doch zu gewalttätigen Übergriffen.

Die Polizeibeamtinnen und Beamten, die ein Eindringen von Personen über die lebensgefährliche Abbruchkante in den Tagebau verhindern wollten, wurden teils massiv angegangen und überrannt. Tatverdächtige leisteten bei ihren Festnahmen Widerstand und im Rahmen von Identitätsfeststellungen kam es zu versuchten Gefangenenbefreiungen.
Im Einsatz bzw. infolge der örtlichen Gegebenheiten wurden insgesamt 16 Beamte/- innen verletzt, vier konnten ihren Dienst nicht weiter fortsetzen. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Verletzungen handelte es sich um Verletzungen der Gliedmaßen nach Stürzen oder Widerstandhandlungen. In dem gesamten mehrtägigen Einsatz wurden nach ersten statistischen Auswertungen bei 913 Personen Maßnahmen zur Identitätsfeststellung durchgeführt. Elf Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen.

Mehr als 500 Personen transportierte die Polizei mit Bussen zur Verhinderung von Straftaten wieder zurück nach Viersen. 15 Personen wurden ins Polizeigewahrsam gebracht, drei verblieben im polizeilichen Dauergewahrsam. Bislang liegen dem PP Aachen 75 Strafanzeigen u.a. wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Nötigung vor, eine abschließende Zahl kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.

In der Gesamtheit betrachtet zieht die Polizei Aachen eine positive Bilanz; der Polizeipräsident, Dirk Weinspach, erklärt: „Das Einsatzkonzept ist aufgegangen. Die Polizei schütze eine Vielzahl von friedlichen Versammlungen und Klimaschutzprotesten. Gesetzeswidrige Aktionen von „Ende Gelände“ wurden professionell abgearbeitet und Strafverfahren eingeleitet.“

Die Aachener Polizei wurde von Beamtinnen und Beamten aus ganz NRW und dem Bundesgebiet sowie von der Bundespolizei unterstützt. Der Einsatzleiter, Herr Thomas Dammers, dankte allen eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihren engagierten und professionellen Einsatz.

Zusatz (Stand 14:45 Uhr): Alle erwähnten Personen sind zwischenzeitlich entlassen worden.

PM der POL Aachen vom 26.06.2019

Die Polizei erhielt in den Nachmittagsstunden des 11.04.2019 über Notruf den Hinweis auf eine Person mit Schussverletzung in einer Wohnung in Salzgitter-Lebenstedt, Hans-Böckler-Ring. Die daraufhin entsandten Einsatzkräfte wurden nach Eintreffen am Einsatzort in der betroffenen Wohnung unvermittelt von einer männlichen Person, die sich verbarrikadiert hatte, bedroht.
Hierbei ergaben sich konkrete Hinweise auf eine Bewaffnung des Täters. Hinzugezogene Spezialkräfte wurden beim Eindringen in die Wohnung von dem Täter ebenfalls konkret mit einer Waffe bedroht. In Folge dessen kam es zur Schussabgabe auf den Täter, der trotz umgehender medizinischer Versorgung kurze Zeit später verstarb.
Derzeit wird die Wohnung des Täters in der Einsteinstraße durch Einsatzkräfte gesichert und durchsucht. Die Ermittlungen dauern an.

PM der POL Salzgitter vom 11.04.2019

Nachtrag vom 12.04.2019:

Die in Salzgitter am 11.04.2019 bei einem SEK-Einsatz angeschossene und später verstorbene männliche Person wurde am heutigen Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft obduziert und rechtsmedizinisch untersucht. Nach dem Obduktionsergebnis ist der 28-jährige Angeschossene an einem spinalen Schock infolge einer Rückenmarksdurchtrennung verstorben. Im Körper des Angeschossenen wurde ein Projektil einer 9mm-Kurzwaffe aufgefunden. Es ist davon auszugehen, dass das Projektil zur Durchtrennung des Rückenmarks geführt hat.
Bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig wurde am heutigen Tag ein sog. Todesermittlungsvorgang angelegt. Nach dem derzeitigen Stand der polizeilichen Ermittlungen sollen die Beamte des SEK damit beauftragt worden sein, Beamte der örtlichen Polizei aus einer Wohnung mit ungeklärter Situation herauszulösen. Die örtlichen Polizeibeamten seien aufgrund eines Notrufes zu einer Wohnung im Stadtteil Fredenberg gefahren. Vor der Wohnung hätte sich der Wohnungsinhaber, welcher den Notruf abgesetzt habe, aufgehalten und mitgeteilt, dass sich in der Wohnung ein Bekannter von ihm befinde, der ärztliche Hilfe benötige. Da die Beamten nach dem Betreten der Wohnung aufgrund des Verhaltens des Verwundeten befürchtet hätten, die Wohnung nicht ohne eine drohende Eigengefährdung wieder verlassen zu können, habe man Verstärkung durch das SEK angefordert.
Die Beamten des SEK und eine alarmierte Fahndungsgruppe der Polizeidirektion hätten daraufhin über einen längeren Zeitraum versucht, verbalen Kontakt zu dem später Angeschossenen aufzunehmen und ihn zur Kooperation zu überreden. Die Gespräche seien jedoch gescheitert und schließlich darin gegipfelt, dass die Beamten durch den später Angeschossenen in einem abgedunkelten Raum mit einem waffenähnlichen Gegenstand bedroht worden seien. Trotz eines massiven verbalen Einwirkens und der Abgabe von Warnschüssen habe der später Angeschossene die Beamten weiterhin bedroht, weshalb letztlich ein Schuss durch einen Beamten abgegeben worden sei.
Die unmittelbar nach der Schussabgabe von einem dem SEK-Einsatzteam zugehörigen Rettungssanitäter eingeleiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen konnten den Tod des Angeschossenen nicht mehr verhindern.
Der Angeschossene steht im Verdacht, Tage zuvor in seiner eigenen Wohnung eine männliche Person getötet zu haben. In seiner Wohnung wurde ein männlicher Leichnam aufgefunden. Die Obduktion zur Klärung der Todesursache ist noch nicht abgeschlossen.
Bei der Polizeiinspektion Salzgitter wurde eine Mordkommission eingerichtet. Zu der Frage, in welchem persönlichen Verhältnis beide Personen zueinander standen und woher die Verletzungen des Angeschossenen stammen, die zum Ursprungseinsatz der örtlichen Polizei geführt haben, sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.

Presseinformation der Staatsanwaltschaft Braunschweig vom 12.04.2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde und der Polizeiinspektion Stralsund:

Seit den heutigen Morgenstunden, 02.04.2019, fand im Nationalpark Jasmund im Bereich der Kreidefelsenküste ein gemeinsamer Rettungseinsatz von Landes- und Bundespolizei sowie Feuerwehr und weiteren Rettungskräften statt.

Bereits am Montagabend ging im Polizeirevier Sassnitz gegen 21:15 Uhr der Hinweis zu einem aufgefundenen Rucksack auf einer Bank am Aussichtspunkt der „Victoriasicht“ ein. Sofort nach Eingang der Meldung kamen Polizeikräfte zum Einsatz, die den Bereich nach dem möglichen Eigentümer des Rucksacks absuchten. Bei den Suchmaßnahmen wurde das Polizeirevier durch die Freiwillige Feuerwehr Baabe mit einer Drohne unterstützt. Die Suchmaßnahmen liefen bis spät in die Nacht, bis gegen Mitternacht der Einsatz zunächst abgebrochen wurde, da keinerlei konkrete Hinweise zu einem möglichen Unglücks- oder Suizidfall einer Person generiert werden konnten. Der Rucksack wurde durch die Sassnitzer Polizeibeamten sichergestellt.

In den frühen Morgenstunden des 02.04.2019 wurde die Suche erneut aufgenommen. Dabei unterstützten sowohl Beamte der Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz als auch Beamte der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde das Polizeirevier Sassnitz.
Letztere unterstützten seeseitig mit dem Schiff BP26 Eschwege, welches mit einem multifunktionalen Kamerasystem ausgestattet ist und u.a. Wärmebilder aufnehmen kann. Durch diesen Einsatz der Kamera und ergänzend durch Heranziehung eines Hubschraubers sowie eines begleitenden Kontrollbootes der Bundespolizei konnte unterhalb der Victoriasicht eine leblose Person in 30 Metern Höhe festgestellt werden.

Der eingesetzte Notarzt konnte nur noch den Tod bei der leblosen Frau feststellen. Für die Sicherung des Leichnams kam zunächst die Höhenrettung der Sassnitzer Feuerwehr zum Einsatz. Die anschließende Bergung konnte nur mit Unterstützung des Offshore Rettungshubschraubers der Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Rügen erfolgen.

Die Kriminalpolizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und überprüft gegenwärtig die Identität der Frau sowie die genauen Umstände zum Geschehen. Es ist zu vermuten, dass die Frau hinab gestürzt ist und sich dabei möglicherweise tödliche Verletzungen zugezogen hat. Derzeit liegen keine Hinweise für ein Fremdverschulden vor.

PM der PI Stralsund vom 02.04.2019

Am Freitagnachmittag (07.09.2018) kam es im Bereich der Bahngleise an der Hamelner Prinzenstraße zu einem tödlichen Unfall, nachdem ein 10-jähriger Junge beim Spielen an die Oberleitung gefasst hatte.

Gegen 16.40 Uhr rief eine Zeugin über Notruf die Rettungsleitstelle, nachdem zwei Kinder ihr zugerufen hatten, dass ihr Freund verunglückt sei. Die 48-Jährige hatte zuvor einen lauten Knall gehört und hatte sich daraufhin in ihrer Wohnung an ein Fenster begeben, von wo aus sie die Kesselwagen und die beiden Kinder auf den Gleisen hatte sehen können.

Der Rettungsdienst der Feuerwehr Hameln, welcher kurze Zeit später am Unglücksort eintraf, konnte nur noch den Tod des 10-jährigen Jungen feststellen.

Über den Notfallmanager der Deutschen Bahn wurde zeitgleich mit der Alarmierung des Rettungsdienstes die Notabschaltung der Oberleitungen veranlasst. Da zunächst nicht klar war, in welchem Bereich sich der Unfall zugetragen hatte, wurde der Strom für den gesamten Bahnhofsbereich abgeschaltet. In der Zeit von 16.44 Uhr bis 17.07 Uhr lag der Bahnverkehr daher lahm. Nachdem klar war, dass sich der tödliche Unfall auf einem Kesselwagenabstellgleis im Bereich der Prinzenstraße ereignet hatte, wurde der Bahnverkehr wieder freigegeben.

Die beiden Kinder, zwei Jungs, welche augenscheinlich zuvor mit dem verunfallten Jungen gespielt hatten, konnten nicht zum Unfallhergang befragt werden.

Die 48-jährige Mitteilerin gab jedoch gegenüber den Polizeibeamten an, dass eines der Kinder ihr gesagt habe, dass der 10-jährige Hamelner auf einem Kesselwagen gespielt habe. Er sei gestolpert und habe sich an der Oberleitung festgehalten. Dabei habe er einen Stromschlag bekommen und sei vom Kesselwagen gestürzt.

Anhand der Verletzungen des verstorbenen Kindes wird davon ausgegangen, dass sich der Unfall so zugetragen hat, wie von der Frau berichtet wurde.

Während der Unfallaufnahme erschienen die Eltern des verunglückten Jungen, sowie weitere Familienangehörige am Unfallort. Auf Wunsch des Vaters wurde dieser zum Leichnam seines Sohnes gelassen. Eine Angehörige brach am Unglücksort zusammen, nachdem sie vom Tod des Jungen erfuhr. Sie musste vor Ort medizinisch versorgt werden.

PM der PI Hameln-Pyrmont/Holzminden vom 08.09.2018

 

Ein 26-jähriger polnischer Staatsbürger verunfallte am Montagmorgen (06.08.),gegen 05:10 Uhr, auf der Bundesautobahn A4 bei Hainichen in Sachsen, mit einem 320 GT BMW. Der Firmenwagen war in der Nacht zum Montag im Bad Hersfelder Stadtteil Heenes gestohlen worden.

Polizeibeamten fiel der Wagen dann am frühen Morgen auf der BAB 4 auf und sollte kontrolliert werden. Dabei versuchte sich der Fahrer der Verfolgung zu entziehen und gab Vollgas. Schließlich verunfallte der Tatverdächtige mit dem gestohlenen Pkw im Bereich der Autobahnabfahrt Hainichen (auf die nachfolgende PM der Polizeidirektion Chemnitz wird verwiesen.

Ergänzend kann mitgeteilt werden, dass der Tatverdächtige am gestrigen Mittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Fulda beim Haftrichter in Chemnitz vorgeführt wurde. Nach Prüfung wurde ein Haftbefehl allerdings nicht erlassen.

Nachfolgend Pressemitteilung der Polizeidirektion Chemnitz (Sachsen) vom Montag, 06.08.18:

Landkreis Mittelsachsen Revierbereich Mittweida Hainichen (Bundesautobahn 4) – Auf Flucht nach Pkw-Diebstahl verunglückt (3179) Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe von Bundespolizei und Landespolizei (GFG) verfolgten in der Nacht zum Montag einen Pkw BMW, der die A 4 in Richtung Dresden befuhr. Das Auto sollte an der Anschlussstelle Frankenberg kontrolliert werden, was dem Fahrer mittels Zeichen zu verstehen gegeben wurde. Dieser setzte seine Fahrt jedoch in Richtung Dresden fort und die Beamten fuhren hinterher. Kurz vor der Anschlussstelle Hainichen überholte der BMW ein im rechten Fahrstreifen fahrendes Fahrzeug rechts auf dem Seitenstreifen. Offenbar wollte der BMW-Fahrer die Autobahn an der Anschlussstelle Hainichen verlassen, wobei der BMW in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abkam und mit zwei Leitpfosten sowie dem Mast eines Verkehrszeichens kollidierte. Danach fuhr der BMW frontal gegen einen Erdwall, überschlug sich und blieb in Höhe der Zufahrt zu einem Regenrückhaltebecken auf dem Dach liegen. Der BMW-Fahrer (26) wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt ca. 27.000 Euro. Andere Fahrzeuge waren nicht an dem Unfall beteiligt. Der BMW fing im Seite 3 von 3 Motorraum Feuer, was die hinzugerufene Feuerwehr löschte. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der BMW in Hessen gestohlen war und die angebrachten Kennzeichen nicht zu dem Fahrzeug gehörten. Der Besitzer des BMW hatte die Diebstahlsanzeige fast zeitgleich mit der Feststellung bei der Unfallaufnahme erstattet. Der 26-jährige Fahrer stand zum Unfallzeitpunkt unter Drogeneinfluss. Ein durchgeführter Drogentest reagierte auf Amphetamine positiv. Dem 26-Jährigen wurde die vorläufige Festnahme ausgesprochen. Er befindet sich noch in medizinischer Behandlung in einem Krankenhaus. Den BMW stellten die Beamten sicher. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Soko „Kfz“ der Polizeidirektion Chemnitz.

PM des PP Osthessen vom 08.08.2018

Gestern Nachmittag erfasste eine Straßenbahn eine 13-jährige Radfahrerin in Rummelsburg, die ihren schweren Verletzungen erlag. Ersten Ermittlungen zufolge fuhr das Mädchen gegen 16.30 Uhr mit ihrem Fahrrad auf dem Blockdammweg in Richtung Köpenicker Chaussee. Beim Überqueren des Gleisbettes geriet sie, trotz sofort eingeleiteter Gefahrenbremsung durch den 60-jährigen Fahrer, unter den Triebwagen einer Straßenbahn der Linie 21, die in gleicher Richtung fuhr. Alarmierte Rettungskräfte hoben mit technischem Gerät den Triebwagen an, um das Mädchen zu bergen. Bei dem Versuch geriet der Triebwagen schräg ins Gleisbett. Zwei Mitarbeiter der Feuerwehr wurden dabei verletzt. Zwei Notärzte versuchten am Unfallort erfolglos, die 13-Jährige zu reanimieren. Alarmierte Notfallseelsorger der Feuerwehr, BVG und Polizei versorgten Zeugen, Angehörige und Beamte. Während der Arbeiten am Unfallort blieb der Blockdammweg zwischen Ehrlichstraße und Köpenicker Chaussee bis etwa 21.45 Uhr gesperrt.

PM der Polizei Berlin vom 13.06.2018

 

Am Samstag, 26.05.2018, gegen 18:30 Uhr, gingen beim Polizeinotruf mehrere Anrufe von besorgten Passanten ein, da ein Rottweiler in einem Hinterhof in der Bayerstraße Passanten angegriffen und auch verletzt habe.

Bei Eintreffen der Polizeibeamten lief der 1,5-jährige Rottweiler hinter einem Passanten her und versuchte diesen anzugreifen. Ein 37-jähriger Polizeibeamter der Polizeiinspektion 16 (Hauptbahnhof) stellte sich daraufhin schützend vor den Passanten. Allerdings umrundete der Hund den Polizisten lediglich und setzte dem Passanten weiter nach.
Auch die 26-jährige Hundehalterin versuchte verzweifelt den Hund zu stoppen, was ihr allerdings nicht gelang.

Schlussendlich konnte der Hund durch den Polizisten, die Hundehalterin und weitere Passanten an der Gebäudemauer fixiert werden. Wieder versuchte die 26-Jährige ihren Hund anzuleinen. Der äußerst kräftige Hund riss sich aber auch diesmal wieder los und griff nun einen 28-jährigen Polizeibeamten der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) sowie einen 20-jährigen Bundespolizisten an. Beide erlitten dadurch Bissverletzungen und mussten im Anschluss in Krankenhäusern behandelt werden.

Da sich der Hund nicht mehr beruhigen ließ und eine Gefährdung aller weiteren umstehenden Personen durch den aggressiven Rottweiler nicht auszuschließen war, schoss der 37-jährige Polizist und eine Bundespolizistin auf das Tier, welches sofort verstarb. Eine Gefährdung umstehender Personen durch den Schusswaffengebrauch konnte zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen werden.

Im Zuge der ersten Vernehmungen stellte sich heraus, dass die 26-Jährige ihren Hund frei und unangeleint in einem Innenhof hatte laufen lassen. Ein dabei zufällig vorbeikommender Passant entfachte offensichtlich den Jagdtrieb des Tieres. Der Rottweiler griff den Passanten an und biss diesen. Die 26-Jährige konnte ihren Hund gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten dann wieder zurück in ihr Auto verbringen und wollte wegfahren. Dies verhinderte eine 63-jährige Zeugin, indem sie die Hundehalterin aufforderte, stehen zu bleiben und ihre Personalien zu hinterlassen. Daraufhin habe die Hundehalterin den Hund nochmals unangeleint aus dem Auto herausgelassen.

Die 26-jährige Frau aus Berlin erwartet nun eine Anzeige u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung. Insgesamt wurden durch den Rottweiler fünf Personen durch
Bisswunden verletzt und wurden in Krankenhäusern versorgt.

PM des PP München, Ludwigsvorstadt, vom 27.05.2018