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Seit dem tragischen Mord an einem 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein (siehe s.rlp.de/7Yz3m) gingen bei der Polizei in der Region mehrere Meldungen über Bedrohungen ein, die im Kontext dieser Tat zu sehen sind.

Die Tatverdächtigen bedrohten aufmerksame Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelhandel nach dem Hinweis auf das Tragen der Mund-Nasen-Masken. Trotz der gesetzlichen Tragepflicht zum Schutz der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger reagierten die Personen gereizt. So betrat beispielsweise ein Mann eine Bäckerei und reagierte auf diesen Hinweis mit der Aussage, er könne auch eine Waffe herausholen, um sich dann nach kurzzeitigem Kramen in der Jackentasche doch eine Mund-Nasen-Bedeckung aufzusetzen. Die Polizei ermittelte auch in diesem Fall, wie zuvor nach einem ähnlich gelagerten Sachverhalt in einem Schweicher Supermarkt mit Hochdruck und konnte den Tatverdächtigen schnell identifizieren und eine sogenannte Gefährderansprache durchführen. Im Ergebnis war sich der Kunde in der Bäckerei der verheerenden Wirkung seiner Aussage nicht bewusst und entschuldigte sich im Beisein der Polizeibeamten bei der betroffenen Mitarbeiterin. Der Trierer Polizeipräsident Friedel Durben unterstreicht das entschlossene Vorgehen seiner Beamtinnen und Beamten: „Diese Bedrohungen erscheinen gerade nach dieser verstörenden Tat von Idar-Oberstein in einem besonders perfiden Licht und werden von uns sehr ernst genommen. Wir setzen alles daran die Ernsthaftigkeit der Bedrohung zu prüfen und den Tatverdächtigen schnellstmöglich habhaft zu werden. Daneben werden regelmäßig Straftatbestände erfüllt, die selbstverständlich in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft verfolgt werden. Wir gehen dabei mit aller Konsequenz gegen solche „Trittbrettfahrer“ vor und tolerieren diese Delikte nicht im Ansatz, seien sie auch – wie in allen hier bislang bekannt gewordenen Fällen – nach jetziger Erkenntnis – nur unbedacht bzw. nicht ernst gemeint gewesen. Solche Taten verunsichern die betroffenen Verkäuferinnen und Verkäufer und bedrohten Kassiererinnen und Kassiererinnen zutiefst. Sie brauchen unser aller Unterstützung und Bestärkung. Was sie nicht brauchen, sind unüberlegte Bemerkungen und Bedrohungen.“ Der Leiter der Polizeidirektion Trier Ralf Krämer koordiniert die polizeilichen Einsatzmaßnahmen: „Alle Dienststellen des Polizeipräsidiums Trier werden ausgesprochene Bedrohungen sofort aufnehmen und die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Opfer und zur Täteridentifizierung einleiten. Wir sind auf solche Einsätze und Ermittlungen vorbereitet und reagieren in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft schnell und konsequent.

Wer den Mord in Idar-Oberstein zum Anlass nimmt, Bürgerinnen und Bürger mit der Begehung von Verbrechen zu bedrohen, einzuschüchtern oder zu verängstigen, riskiert, dass die Polizei mit entsprechenden gerichtlichen Beschlüssen die Wohnung nach Waffen durchsucht.“

Präsident Durben macht aber auch deutlich, dass in den bisher bekannt gewordenen Fällen, bei denen Verbrechen angekündigt oder angedroht wurden, seine Beamten und Beamtinnen die Tatverdächtigen innerhalb kürzester Zeit ermitteln und bei den anschließenden Ermittlungen keine Waffen aufgefunden werden konnten. Auch gab es bislang keine Anzeichen, dass es sich um radikalisierte Coronaleugner oder Querdenker gehandelt hat, auch wenn diesbezüglich die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. „Die Menschen in Idar-Oberstein sowie in der Großregion Trier mit Eifel, Mosel, Hunsrück können sich rund um die Uhr auf ihre Polizei verlassen und uns jederzeit ansprechen.“, so der Polizeipräsident.

Die Polizei Trier appelliert an alle Opfer und Zeugen von Bedrohungen:

– Informieren sie schnellst möglich die Polizei über den Notruf . Unsere Kolleginnen und Kollegen aller örtlichen Dienststellen werden sich unmittelbar um den Fall kümmern.

– Merken oder notieren Sie sich markante Merkmale des Tatverdächtigen.

– Bewahren sie Kassenbons oder Rechnungen auf.

– Notieren sie sich wenn möglich das Kfz-Kennzeichen, Telefonnummern oder weitere ihnen bekannte Informationen über die Person.

So beschleunigen und erleichtern Sie die anschließenden Ermittlungen der Polizei und tragen wesentlich zur Identifizierung der Tatverdächtigen bei.

Sollten sie selbst Opfer einer solchen Straftat geworden sein oder unter den Folgen dieser leiden, so stehen ihnen Beratungs- und Hilfsangebote der Polizei zur Verfügung. Wenden Sie sich hierzu gerne an unsere Spezialisten des Beratungszentrums (s.rlp.de/TE0 ) oder sprechen Sie unsere Beatminnen und Beamten an.

PM des PP Trier vom 25.09.2021

Als er gerade sein Kleinkraftrad einparkte, hat ein Mann am Dienstagnachmittag im Hilgardring die Aufmerksamkeit einer Polizeistreife auf sich gezogen. Bei der Kontrolle des 21-Jährigen stellten die Beamten Merkmale fest, die auf Drogenkonsum hindeuteten.

Einen Urintest konnte der Mann angeblich nicht durchführen, weil er sich „beobachtet“ fühlte. Mit etwas mehr Abstand zu den Polizisten klappte es dann – allerdings hatte der „Urin“ sowohl eine ungewöhnliche Farbe als auch einen ungewöhnlichen Geruch. Der 21-Jährige wurde daraufhin durchsucht, wobei ein Kunststoffbeutel zum Vorschein kam, aus dem offenbar die abgegebene Flüssigkeit stammte. Der junge Mann gab zu, sich diesen Beutel im Internet bestellt zu haben , weil er schon mal „passiv“ Cannabis konsumiert habe.

Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt, die Fahrzeugschlüssel musste er abgeben und für die Entnahme einer Blutprobe mit zur Dienststelle kommen. Gegen den 21-Jährigen wird wegen Fahrens unter Drogeneinfluss ermittelt. Ob auch eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz dazukommt, hängt vom Ergebnis der Blutuntersuchung ab.

Weil er unter Drogen stand, haben Polizeibeamte am Dienstagabend auch einen E-Scooter-Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Der 38-Jährige war kurz nach 18 Uhr in der August-Herrmann-Straße aufgefallen. Bei der Kontrolle des Mannes wurde sein drogentypisches Verhalten festgestellt. Darauf angesprochen, gab der Rollerfahrer an, am Tag zuvor einen Joint geraucht zu haben. Die Fahrt war daher für ihn beendet – der Roller musste stehen bleiben und der 38-Jährige zwecks Blutprobe mit zur Dienststelle kommen.

Keine zwei Stunden später hatte es eine Streife mit einem weiteren „berauschten“ E-Scooter-Fahrer zu tun. Der 19-Jährige wurde gegen 20 Uhr in der Eisenbahnstraße gestoppt und einer Kontrolle unterzogen. Wegen drogentypischer Auffälligkeiten wurde er zum Urintest gebeten – dieser reagierte positiv und bestätigte somit den Verdacht. Der 19-Jährige musste sich deshalb eine Blutprobe entnehmen lassen und erhält eine Anzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss.

Während einer Fußstreife in der Innenstadt am Abend machte sich ein Fahrradfahrer am Willy-Brandt-Platz verdächtig. Als der Mann die Polizeibeamten näher kommen sah, wollte er sich aus dem Staub machen. Die Streife schnitt ihm jedoch den Weg ab und konnte ihn stoppen. Die Durchsuchung seiner Sachen erklärte den Fluchtversuch: Der 37-Jährige hatte mehrere Portionen Haschisch bei sich. Das Rauschgift wurde sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen laufen.

Etwas später am Abend kontrollierte eine Streife einen weiteren E-Scooter-Fahrer in der Herzog-von-Weimar-Straße. Weil der Atem des 26-jährigen Mannes stark nach Alkohol roch, wurde er zum Atemtest gebeten – Ergebnis: 0,97 Promille. Er musste deshalb seinen Roller stehen lassen und die Beamten zur Dienststelle begleiten, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Eine Anzeige wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss ist dem Mann sicher.

Der nächste Rollerfahrer, der seinen E-Scooter stehen lassen musste, wurde kurz nach halb 11 im Benzinoring erwischt. Der Grund: Er war alkoholisiert. Zwar zeigte das Atemtestgerät „nur“ 0,33 Promille an, weil der 27-Jährige aber zugab, unmittelbar von der Kontrolle Whisky getrunken zu haben, war mit einem weiteren Anstieg des „Pegels“ zu rechnen. Deshalb wurde dem Mann die Weiterfahrt untersagt.

Sozusagen Polizeibeamten vor die Füße gefallen ist ein alkoholisierter Fahrradfahrer kurz vor halb 12 am Willy-Brandt-Platz. Die Einsatzkräfte waren dort gerade mit einer Personenkontrolle beschäftigt, als der Radler vorbeifuhr und – ohne äußeren Einfluss – zu Boden fiel. Ein Atemtest bestätigte die Vermutung: Der 21-Jährige hatte deutlich zu tief ins Glas geschaut – er hatte 1,88 Promille „intus“. Er musste deshalb eine Blutprobe abgeben. Sein Fahrrad wurde sichergestellt.

Während der polizeilichen Maßnahmen handelte sich der 21-Jährige weitere Strafanzeigen ein, weil er sich zunehmend aggressiv verhielt, Beleidigungen ausstieß, vor der Blutentnahme Widerstand leistete und auch versuchte, einem Polizisten ins Gesicht zu schlagen. Als er zur Verhinderung weiterer Straftaten in eine Zelle gebracht werden sollte, kam es erneut zu einem Widerstand und einem weiteren tätlichen Angriff. Insgesamt wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt.

PM des PP Westpfalz vom 08.09.2021

Am heutigen 01.04.2021 gegen 14:30 Uhr, ist es in der Nähe des Gesundheitsamtes Altenkirchen zu einem medizinischen Notfall gekommen, infolgedessen dort ein Rettungshubschrauber aus Siegen landen musste. Hierfür wurde durch die Polizeiinspektion Altenkirchen die Landefläche für den öffentlichen Verkehr gesperrt, um eine sichere Landung des Hubschraubers zu gewährleisten. Der hilfebedürftige Patient wurde von dem vor Ort befindlichen Personal des Rettungsdienstes in den Hubschrauber verbracht. Hierbei konnten Personen festgestellt werden, welche offensichtlich versuchten die Situation, sowie den Patienten zu Foto-/Videografieren. Auch nach mehrfacher Aufforderung durch die eingesetzten Polizeibeamten wurde das Filmen/Fotografieren nicht unterlassen. Aufgrund der verletzten Persönlichkeitsrechte des Patienten wurden zwei Mobiltelefone sichergestellt und erst nach Beendigung des Rettungseinsatzes und Löschung der Videos wieder ausgehändigt. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

PM der PI Altenkirchen vom 01.04.2021

Erneut erbeuteten bislang unbekannte Täter durch eine perfide Betrugsmasche eine hohe Geldsumme. Am Mittwochvormittag erhält ein 71-jähriger Mainzer einen sogenannten Schockanruf. Der angebliche Sohn schilderte am Telefon, dass er in einen Unfall verwickelt gewesen sei, bei dem eine Frau getötet worden wäre. Nun sitze der angebliche Sohn bei der Polizei in Wiesbaden und müsste für mindestens sechs Monate ins Gefängnis, wenn nicht eine Kaution gezahlt würde. In einem zweiten Anruf des vermeintlichen Sohnes, ca. 2-3 Minuten später, gibt dieser an, dass sich die Kaution auf über 40.000EUR belaufen würde. Nachdem der unter Schock stehende 71-Jährige angibt, zur Bank zu fahren um das Geld zu holen, wird die Summe vom angeblichen Sohn weiter nach oben korrigiert, sodass ein hoher fünfstelliger Betrag fällig sei.

Nachdem der 71-jährige mit dem Geld von der Bank zurückkommt, wird er von einer angeblichen Polizeibeamtin aus Wiesbaden angerufen. Diese schildert ihm an Telefon, dass der Sohn eine Frau überfahren habe, die zusammen mit ihrem im Rollstuhl sitzenden Ehemann die Straße überquert hätte. Die Frau sei an einem Genickbruch verstorben. Nun hätte die Staatsanwaltschaft festgelegt, dass von dem hohen fünfstelligen Betrag das Schmerzensgeld für den nun verwitweten Rollstuhlfahrer und auch die Beerdigungskosten der getöteten Frau gezahlt werden müssten, sonst würde der Sohn direkt ins Gefängnis kommen. Der angebliche Staatsanwalt bestätigte die Angaben der angeblichen Polizeibeamtin am Telefon und gab an und gibt an, dass ein Mann vorbeikäme, der das Geld in Empfang nehmen würde. Letztlich übergibt der 71-Jährige dem Geldabholer die hohe fünfstellige Summe Bargeld.

Als der 71-Jährige einige Zeit später seinen echten Sohn telefonisch kontaktiert, wird der Betrug bekannt. Das Fachkommissariat für Betrugsdelikte der Mainzer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Der Geldabholer kann vom Geschädigten wie folgt beschrieben werden:

–  Ca. 30 Jahre alt

– Ca. 1,90cm groß

– Kräftige Statur

– dunkle wellige Haare, Mittelscheitel, seitlich hinten rasiert

– dunkle Jeans

–  beiges Hemd –   dunkle Weste – schwarze Umhängetasche

– weiße FFP2-Maske

Die Mainzer Polizei rät daher dringend:

– Lassen Sie sich nicht Gespräche verwickeln

– Beenden Sie bei verdächtigen Anrufen immer zuerst das Gespräch

– Wählen sie dann selbstständig den Polizeinotruf 110

– Geben Sie niemals Auskunft über Wertsachen

– Händigen Sie NIEMALS Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte aus

– Legen sie auf und rufen Sie die Angehörigen

PM des PP Mainz vom 19.03.2021

Am Mittwochnachmittag (20.01.2021) wurde eine Personengruppe (3) auf Grund ihres auffälligen Verhaltens in Nürnberg-Wöhrd einer Kontrolle unterzogen. Hierbei kam es zu Widerstandshandlungen.

Gegen 17:45 Uhr wurden Jugendliche von einer Zeugin dabei beobachtet, wie sie an den Fahrzeugtüren geparkter Pkw rüttelten und laut auf der Straße herumschrien.

Eine Streife der PI Nürnberg-Ost konnte die Personengruppe im Cramer-Klett-Park antreffen und festhalten. Auf Grund der zuvor gemeldeten Beobachtungen wurden die Personalien der jungen Männer festgestellt.

Hierbei versuchte ein 15-Jähriger einem Beamten ins Gesicht zu schlagen. Ein weiterer Polizist wurde von ihm im Bereich des Oberkörpers getroffen. Der Jugendliche wurde zu Boden gebracht und fixiert.

Während der Fesselung des Jugendlichen kam ein 13-Jähriger aus der Gruppe hinzu und versuchte die am Boden kniende Beamtin von seinem Kumpel wegzuziehen. Gegen ihn wurde nach vorheriger Androhung Pfefferspray eingesetzt.

Nach Hinzuziehung einer weiteren Streife konnten die beiden Personen gefesselt und zur Dienststelle gebracht werden. Nach beendeter Sachbearbeitung wurden der 13-Jährige und der 15-Jährige an ihre Eltern übergeben.

Durch die Widerstandshandlungen wurde niemand verletzt.

Der strafmündige 15-Jährige muss sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und vorsätzlicher Körperverletzung verantworten.

Zudem wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen gem. dem Infektionsschutzgesetz erstattet.

PM des PP Mittelfranken vom 21.01.2021

Eine 10-15 Personen starke Gruppe „Halbstarker“ im Alter von 15 bis 16 Jahren randalierten am zweiten Weihnachtstag gegen 21:00 h in einem Bus der Linie 313 in der Straße Aufm Schaubert, Bisholder. Die jugendlichen Rüpel hatten im Bus gegen Einrichtung und Tür getreten und den Bus dann in Richtung Ortsmitte Güls verlassen. Zwei männliche Jugendliche haben darüber hinaus noch den Busfahrer beleidigt und mit einem Gürtel geschlagen. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte ein bereits polizeibekannter Jugendlicher im Nahbereich angetroffen und kontrolliert werden. Die weiteren Ermittlungen laufen. Es konnten Beweismittel sichergestellt werden und die Polizei ist daher zuversichtlich, dass alle beteiligten Täter auch ermittelt werden können.

PM des PP Koblenz vom 28.12.2020

Am Mittwochmorgen (25. November, 07:50 Uhr) fiel Beamten des Verkehrsdienstes der Duisburger Polizei auf der Königstraße ein Peugeot auf, der nur hinten ein Kennzeichen hatte, das ungültig war. Als die Polizisten das Auto stoppen wollten, reagierte der Fahrer zunächst nicht auf Anhaltezeichen und ergriff kurzerhand die Flucht. Dabei achtete er nicht auf rote Ampeln und fuhr rücksichtslos über innerstädtische Straßen. Auf der Windmühlenstraße konnte eine Frau ein circa 8-jähriges Mädchen gerade noch von der Straße ziehen, als beide gerade bei „Grün“ die Straße überqueren wollten. Auf der Helmholtzstraße führte vermutlich ein Schaltfehler des Verkehrssünders dazu, dass die Ordnungshüter den Peugeot stoppen und die gefährliche Fahrt beenden konnten. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als sich herausstellte, dass ein 12-jähriges Kind auf dem Fahrersitz saß. Er war gemeinsam mit seinem 13-jährigen Kumpel unterwegs, der die Autoschlüssel seines Vaters an sich genommen hatte.

Bei der Befragung des jungen Fahrers stellte sich auch noch heraus, dass er Marihuana geraucht hatte. Die Polizisten stellten das Auto sicher, schrieben eine Anzeige und informierten das Jugendamt. Glücklicherweise wurde bei dem riskanten Fahrmanöver niemand verletzt.

PM der POLK Duisburg vom 25.11.2020

Am Freitagnachmittag (18.09.2020) musste ein alkoholiserter 14-Jähriger im Nürnberger Stadtteil Gostenhof in Gewahrsam genommen werden. Er bedrohte Polizeibeamte mit einer Eisenstange.

Gegen 13:40 Uhr teilten Betreuer einer Jugendeinrichtung im Nürnberger Stadtteil Gostenhof der Polizei mit, dass mehrere Jugendliche in der Einrichtung randalieren würden. Beim Eintreffen der alarmierten Streifenbesatzungen, wurden diese von einem 14-Jährigen mit einer Eisenstange bedroht, mit unflätigen Ausdrücken beleidigt und bespuckt.

Der mit über einem Promille alkoholisierte 14-Jährige wurde in einem günstigen Augenblick überwältigt und vorläufig festgenommen. Personen kamen hierbei nicht zu Schaden.

Der Jugendliche muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des Tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, der Beleidigung und der versuchten Körperverletzung verantworten. Zudem wurde er in die Obhut einer fachärztlichen Klinik übergeben.

PM des PP Mittelfranken vom 20.09.2020

Am Nachmittag des 29. August 2020 wurde die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern informiert, dass sich im Bahnhof Mainz-Mombach Kinder im Gleis aufhalten sollten.

Die Bundespolizei sperrte daraufhin die Gleise und erreichte mit zwei Streifen den Bahnhof. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass drei Kinder im Alter von sieben und acht Jahren im Bahnhof in die Gleise gesprungen sind und nach Zeugenaussagen Gegenstände auf den Gleiskopf gelegt haben. Zwei vor Ort befindliche Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren, sprachen die Kinder an, damit sie den Gleisbereich verlassen, dem kamen die Kinder nach. Kurze Zeit später sprangen diese erneut in den Gleisbereich als sich ein Zug näherte. Die Jugendlichen konnten durch Zeichen dem Zugführer des herannahenden Zuges zum Anhalten bewegen. Dadurch konnte ein Unfall mit den Kindern im Gleis verhindert werden. Zwei der drei weinenden Kinder wurden von den Bundespolizisten in Obhut genommen und den Erziehungsberechtigten übergeben, das Dritte Kind ist vor Schreck nach Hause geflüchtet. Der Junge kam später mit seiner Mutter zum Bahnhof um den Sachverhalt aufzuklären. Zum Glück wurde niemand verletzt, es entstanden diverse Verspätungen aufgrund der Sperrung der Gleise.

Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern bittet aus diesem aktuellen Anlass alle Eltern, die (Lebens-) Gefahren die in einem Bahnhof und an Gleisbereichen entstehen, mit ihren Kindern, eindringlich und anschaulich zu erörtern.

Entsprechendes Informationsmaterial kann auf der Internetseite der Bundespolizei heruntergeladen werden.

PM der BPOLI Kaiserslautern vom 31.08.2020

In der Nacht vom Montag (27.07.2020) auf Dienstag (28.07.2020) wurde ein elfjähriger Streuner durch eine Nürnberger Betreuungseinrichtung als vermisst gemeldet. Als ihn kurz darauf eine Polizeistreife wieder nach Haus bringen wollte, beleidigte er die Beamten massiv und trat einem Polizisten ins Gesicht.

Gegen Mitternacht wurde der 11-jährige alkoholisierte Junge der Polizei als vermisst gemeldet. Es war nicht das erste Mal, dass der Streuner auf eigene Faust unterwegs war.

Mehrere Streifen der Polizeiinspektionen Nürnberg-Mitte und Nürnberg-West machten sich daraufhin auf die Suche nach dem Kind und fanden den Bub schließlich in einem Nürnberger Park. Dort hatte er sich mit anderen Kindern getroffen. Als er die Polizeibeamten bemerkte, versuchte der offensichtlich stark betrunkene Junge sich in einem Gebüsch zu verstecken.

Allerdings bekam ihn ein Polizeibeamter der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte zu fassen und wollte ihn anschließend zum Streifenwagen bringen. Damit war der Bub überhaupt nicht einverstanden und er beleidigte und bedrohte die Polizisten fortlaufend. Zudem wehrte er sich mit Händen und Füßen gegen die Beendigung seines nächtlichen Ausflugs. Er trat und schlug nach den Polizeibeamten, die ihn trotzdem zum Wagen bugsieren konnten.

Dort setzte sich der Streuner zwar in das Auto – drehte sich dann aber plötzlich auf den Rücken und trat den vor ihm stehenden Polizeibeamten unvermittelt mit voller Wucht ins Gesicht. Durch den Stoß begann die Nase des Polizisten zu bluten und er war kurz abgelenkt.

Den kurzen Überraschungsmoment nutzte der Bub aus, um den Polizisten erneut zu entwischen. Allerdings dauerte auch dieser Fluchtversuch nicht lange – schnell hatten die Beamten ihn erneut eingeholt.

Aufgrund der starken Alkoholisierung des Kindes wurde nun ein Rettungswagen gerufen und der 11-Jährige zur Überwachung in eine Klinik gebracht.

Ermittlungsverfahren wegen der Beleidigungen und des Angriffs auf den Polizeibeamten erwarten den Jungen jedoch nicht, da er noch strafunmündig ist.

PM des PP Mittelfranken vom 28.07.2020