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Am Sonntagmorgen, gegen 00.40 Uhr, wurde der Polizei ein herrenloses Plastikpferd mitten auf der Dudenstraße gemeldet. Eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Mannheim-Neckarstadt nahm sich dem Plastiktier in Lebensgröße (ca. 2m X 2m) an und verbrachte es wieder auf seine „Koppel“, der Grünfläche der dortigen Bildungsakademie. Da es sich wohl um einen äußerst abenteuerlustigen Vertreter seiner Spezies handelt, wurde die Polizei gegen 01.10 Uhr erneut alarmiert. Das Pferd stand wieder auf der Dudenstraße. Eine weitere Streifenbesatzung fuhr vor Ort und beseitigte die Gefahrenstelle. Da bekanntermaßen aller guten Dinge drei sind, musste die Polizei gegen 01.55 Uhr, noch ein weiteres Mal anfahren, da sich das Plastikpferd abermals auf der Dudenstraße niedergelassen hatte. Die Polizeibeamten gaben sich alle Mühe dem Plastiktier ins Gewissen zu reden und verbrachten es wieder auf die Grünfläche. Zu einem weiteren „Ausbüxen“ sowie zu einer Gefährdung von Verkehrsteilnehmern kam es glücklicherweise nicht. Der oder die Verursacher konnten bislang nicht ermittelt werden.

PM des PP Mannheim vom 12.05.2019

Dramatisch, aber erfolgreich verlaufen ist der Einsatz „Gefahrenstelle“ einer Streifenwagenbesatzung der Autobahnpolizeiwache Frechen auf der A 61 nahe dem Kreuz Bliesheim: Am Montagnachmittag (29. April) hatten Zeugen eine Gruppe offensichtlich minderjähriger Fußgänger auf dem Überholstreifen (!) bemerkt – und geistesgegenwärtig den Notruf 110 gewählt. Vorweg: Die hilflosen Winzlinge – sie wurden gerettet! Alle. Nach deren Erziehungsberechtigten jedoch fahndeten die Einsatzkräfte bislang erfolglos.
Gegen 14.20 Uhr lief der erste Anruf einer Autobahnnutzerin von der Richtungsfahrbahn Koblenz bei der Polizei auf: An der ehemaligen Anschlussstelle Weilerswist, Streckenkilometer 150, drückten sich demzufolge die in Daunenkleider Gehüllten verzweifelt an die mittlere Betonschrammwand. Unablässig rauschten aberhunderte Kraftfahrzeuge, darunter doppelbereifte 30- und 40-Tonner, auf vier Fahrstreifen nur wenige Zentimeter beiderseits der orientierungslosen Kleingruppe vorbei. Keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Anwesende Betreuer, Erziehungsberechtigte, Eltern? Fehlanzeige.
Selbstlos und entschlossen jedoch das verwegene Vorgehen der eingesetzten Beamten: Schnellstmöglich zum Ort des Geschehens gelangt, bremsten sie dort mit aufgeschaltetem Blaulicht den nachfolgenden Verkehr bis zum Stillstand ab. Dann, auf der linken Spur ausgestiegen, näherten sich die Uniformierten der kleinen, verschüchterten und paralysierten Schar. Mit tatkräftiger Unterstützung durch weitere Zeugen nahmen die Polizisten die nunmehr Geretteten ersatzweise unter ihre Fittiche. Und setzten alle acht Findelkinder in einer großen Papiertüte auf den Rücksitz ihres 5er BMW. Eine Absuche des gesamten Umfelds führte keine weiteren Angehörigen oder Verantwortlichen zutage. Wohlbehütet wurde das possierliche Oktett anschließend zur weiteren Betreuung an eine Unterkunft in Bergheim-Niederaussem übergeben.

Und nach Einschätzung der Tierheim-Verantwortlichen sind die erst vor wenigen Tagen geschlüpften Entenküken – den denkbar widrigen Umständen ihres Antreffens entsprechend – wohlauf und überlebensfähig.
Ziel erreicht – vorbei der Stress. Zu erwähnen bleibt indes: Die Entchen-Schar von Weilerswist in Bergheim wohlgeborgen ist. Ihr Verstoß wird nicht geahndet, nach den Eltern wird gefahndet. Tierpfleger hüten sie nun gut. Ihr Küken der Welt – seid auf der Hut!

PM des PP Köln vom 01.05.2019

Vor den Augen der Polizei Joint geraucht

Vor den Augen der Polizei steckten sich am Samstagabend zwei 19 und 22 Jahre alte Bremer in der Altstadt einen Joint an.

Wäre es Absicht gewesen, müsste man von dickfälliger Dreistigkeit sprechen. Die jungen Männer hatten aber offensichtlich nicht bemerkt, dass sie ihren Joint ausgerechnet in der videoüberwachten Garageneinfahrt des Innenstadtreviers rauchten. Als Polizeibeamte aus der Wache zur Garage eilten, stieg ihnen sofort der intensive Marihuana-Geruch in die Nase. Nachdem die Beamten die überrumpelten Übeltäter über den „Tatort“ aufklärten, räumte das Duo sofort ein, dass dies „wohl nicht die klügste Aktion“ war. Die Männer gaben an, sich extra eine dunkle Ecke für ihre Gelüste ausgesucht zu haben. Dass es sich dabei um die Rückseite einer Polizeiwache handelte, war ihnen nicht klar.

Die Marihuana-Zigarette wurde als Beweismittel sichergestellt, die beiden Tatverdächtigen mit ans Polizeirevier genommen. Gegen sie wurden Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

PM der Polizei Bremen vom 15.01.2018

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatten am Donnerstag Coburger Ordnungshüter im Stadtgebiet. Die Bewohnerin eines Einfamilienhauses fand ein Gebiss auf ihrer Küchenzeile, das vermutlich einem Eindringling gehört.

Kurz nach dem Aufstehen fand bereits am Mittwochmorgen eine 83-jährige Coburgerin ein feinsäuberlich in ein weißes Tuch eingewickeltes fremdes Gebiss in ihrer Küche neben ihrer Kaffeemaschine auf der Arbeitsplatte. Da ein Einbruch nicht auszuschließen war und sich offensichtlich ein Unbekannter in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch unerlaubt Zugang zu dem Einfamilienhaus verschafft hatte und das Gebiss dort abgelegte, trat die Coburger Polizei auf den Plan.

Die Polizisten ermitteln aktuell wegen eines möglichen Einschleichdiebstahls, zumindest dessen Versuch. Am Gebäude selbst wurde weder etwas durchwühlt, noch fehlen Geld oder Wertgegenstände. Auch konnten die Einbruchsermittler der Coburger Polizei keine Aufbruchspuren feststellen. Nachdem die Haustür, die jeden Abend von der 83-Jährigen ordnungsgemäß versperrt wird, am Mittwoch unverschlossen ins Schloss gezogen war, stand für die Bewohnerin und die Polizei fest, dass jemand in das Einfamilienhaus eingedrungen sein muss. Der Unbekannte, samt Gebiss, hat wohl über ein offenstehendes Fenster im Windfang die Haustüre entriegelt und ist darüber ins Haus gelangt. In der Küche legte er schließlich das Gebiss ab. Nach einer umfangreichen Spurensicherung stellten die Beamten das Gebiss als Beweismittel und Spurenträger sicher. Anhand der Spuren am Gebiss erhofft sich die Polizei weitere Hinweise zu dem jetzt vermutlich gebisslosen Eindringling.

PM des PP Oberfranken vom 20.10.2017

Guten Freunden gibt man ein Küsschen, heißt es doch. Polizisten besser nicht. Zumindest nicht, wenn die eigene Weste nicht ganz sauber ist…

Zur Erklärung: Zwei Beamte der Polizei Dortmund wunderten sich am heutigen Mittwoch (19. Juli) über die freundliche Geste eines Mannes.
Mit dem Streifenwagen waren sie in der Nähe des Borsigplatzes unterwegs und fuhren an ihm vorbei. Lächelnd warf der Unbekannte ihnen Kussmünder entgegen. Weil ihnen das Lächeln recht ironisch und die Geste ziemlich übertrieben vorkam, fuhren sie zurück und kontrollierten den Mann. Gesagt, getan. Dieser zeigte sich zunächst auch weiterhin süffisant lächelnd.

Bis ihm eben dieses Lächeln verging. Denn es stellte sich heraus, dass gegen den 31-jährigen Dortmunder ein offener Haftbefehl vorlag.
Ende des Einsatzes: die Festnahme des zuvor noch allzu fröhlich gestimmten Mannes und der Transport zur nächstgelegenen Wache.

Von Freundlichkeit war währenddessen nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil. Ein Schimpfwort verließ nun statt eines Kusses seinen Mund. Und so liegt nun auch noch eine Strafanzeige wegen Beleidigung gegen den Mann vor.

Vielleicht hat er in der Justizvollzugsanstalt nun etwas Zeit darüber nachzudenken, wem er in Zukunft Küsschen schenkt und wem nicht…

PM der POL Dortmund vom 19.07.2017

Nachdem röchelnde Geräusche aus der Nachbarschaft gemeldet worden waren, fuhr am Samstag, gegen 00.15 Uhr, eine Streife in die Staufenstraße. Bei der Überprüfung der Nachbarschaft öffnete ein 90-jähriger Mann die Haustüre. Der Mann hielt eine Schusswaffe in der Hand und schloss beim Erkennen der Beamten sofort die Tür. Die Beamten ließen die Sache nicht auf sich beruhen, sondern klingelten erneut. Der Mann öffnete die Tür und verneinte jeglichen Besitz von Feuerwaffen. Nachdem die Bereitschaftsrichterin wegen einer anstehenden Wohnungsdurchsuchung informiert worden war, stimmte der Mann einer Nachschau in der Wohnung zu. Dort fanden die Beamten eine Faustfeuerwaffe und ein Gewehr, für welche der Besitzer keine Erlaubnis vorweisen konnte. Bei beiden Waffen handelt es sich um scharfe Schusswaffen. Sie wurden sichergestellt. Eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz wird gefertigt.

PM des PP Ulm vom 23.07.2016

Weil sie seine Gefühle nicht erwiderte und dem 70-jährigen zudem von ihren Gefühlen für einen anderen Mann berichtete, kam es gestern Mittag zu einer Körperverletzung zwischen zwei Bewohnern eines Seniorenheimes im Kreis Germersheim. Der 70-jährige stieß seiner 89-jährigen Herzdame nach ihrem Geständnis mehrfach den Rollator an ihr Bein, so dass diese leicht verletzt wurde. Die Polizei musste zwischen den beiden Parteien vermitteln und wird gegen den 70-jährigen ein Ermittlungsverfahren einleiten.

PM der PI Germersheim vom 16.06.2016

Bildquelle: Bundespolizei München

Bildquelle: Bundespolizei München

Wegen des Führens einer Anscheinswaffe muss sich ein 49-jähriger Münchner verantworten. Dabei war sein Vorhaben am Mittwochmorgen (15. Juni) durchaus löblich.

Um 7 Uhr erschien ein 49-Jähriger aus der Au auf der Wache des Reviers der Bundespolizei am Münchner Ostbahnhof. Er wollte nach eigenen Angaben, Kronkorken aus dem Teer im Bodenbereich des Bahnhofes entfernen. Er hat es gerne sauber und es mache ja sonst keiner, gab er weiter an. Da er beabsichtigte, dies mit einem Messer zu  tun, wollte er bei der Bundespolizei Bescheid geben. Man wisse ja, dass es in der heutigen Zeit Probleme mit der Polizei bringen kann, wenn man auf offener Straße mit einem Messer hantiere.

Die Beamten hinterfragten, mit welchem Messer er dies tun wolle? Daraufhin zog er ein Einhandmesser aus der Tasche. Den Kollegen fiel sofort auf, dass es sich dabei um eine verbotene Anscheinswaffe nach dem Waffengesetz handelt, dass in der Öffentlichkeit nicht geführt werden darf.

Der 49-Jährige war sofort einsichtig und ließ das Messer bei den Beamten, die es sicherstellten. Auf die Frage, wie er denn nun die Kronkorken aus dem Teer bekommen könne, empfahlen ihm die Beamten, den von ihm mitgeführten Phasenprüfer zu benutzen. Die Bundespolizisten baten ihn aber, diesen sanft und nur dort einzusetzen, wo die Kronkorken auch leicht zu entfernen wäre.

PM der BPOLI München vom 15.06.2016

Festnahme_Handschellen„So etwas ist mir in meiner ganzen Dienstzeit noch nicht passiert!“ – Die Dreistigkeit eines Ladendiebs hat am Donnerstag Polizeibeamte zum Kopfschütteln gebracht. Die Beamten wollten sich in ihrer Mittagspause in einem Supermarkt in der Rosenhofstraße etwas zu essen besorgen. Während sie – in Uniform – an der Kasse standen, drängelte sich ein Mann an ihnen vorbei. Er zeigte der Kassiererin seinen leeren Einkaufskorb vor und wollte die Kasse passieren. Dann allerdings löste das Diebstahl-Alarmsignal aus. Der Mann wurde daraufhin von der Kassiererin und den Polizeibeamten aufgefordert stehen zu bleiben. Ohne Umschweife gab der Mann zu, eine Flasche Alkohol (Schnaps) gestohlen zu haben, und holte sie aus seiner Jacke heraus.

Bei der anschließenden Durchsuchung des 69-Jährigen konnte auch noch eine Flasche Likör gefunden werden. Die Waren im Wert von knapp 33 Euro wurden zusammen mit einem Taschenmesser, das der Mann mit sich führte, sichergestellt. Auf den 69-Jährigen kommt ein Strafverfahren zu.

PM des PP Westpfalz vom 22.04.2016

Bildquelle: Bundespolizei

Bildquelle: Bundespolizei

Er war gekommen um zu helfen – brauchte dann aber selbst Unterstützung. Ein Rohrreiniger einer Sanitärfirma, der in der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof am Dienstagnachmittag (29. Dezember) einen Notfall beheben sollte, wäre beinahe in Haft gegangen.

Die Toilette der Bundespolizei war verstopft. Deswegen war ein Sanitär-Notdienst verständigt worden. Als der externe Rohrreiniger sich gegen 16:25 Uhr in die Dienststelle begab, wurde er Sicherheitsüberprüft. Dabei stellte sich heraus, dass der 30-Jährige von der Staatsanwaltschaft München I im September 2015 zur Festnahme ausgeschrieben worden war. Er hatte eine Geldbuße wegen einer Ordnungswidrigkeit (Verstoß gegen Pflegeversicherung) über 300 Euro bislang nicht beglichen.

Da er selbst den Betrag nicht aufbringen konnte ließen ihn die Bundespolizisten telefonieren. Erst nach mehreren Versuchen hatte er die geforderte Summe auftreiben können. Als das Geld hinterlegt war, konnte der Rohrreiniger die Wache freien Fußes wieder verlassen.

Trotz der Unannehmlichkeit hatte er zuvor allerdings den Beamten noch geholfen und die verstopfte WC-Anlage wieder in Gang gebracht. Bei dem- oder denjenigen, die ihm finanziell aus der Patsche geholfen haben, kann sich der 30-Jährige nun bedanken, dass ihm über Silvester eine 6-tägige Erzwingungshaft erspart geblieben ist.

„Gutes neues Jahr …“ kann man da nur wünschen.

PM der BPOLI München vom 30.12.2015