Schlagwortarchiv für: Nordrhein-Westfalen

Zivilen Polizisten sind am frühen Mittwochabend (30. Februar, 17:50 Uhr) ein 19-Jähriger auf der Straße „In den Peschen“ aufgefallen. Er stand gemeinsam mit vier Männern hinter der Sporthalle eines Gymnasiums und verschwand plötzlich in einem Gebüsch. Die Einsatzkräfte kontrollierten daraufhin den jungen Mann und fanden bei ihm Bargeld, zwei Handys, eine Feinwaage und eine sogenannte Marihuana-Mühle. In dem Gebüsch entdeckten die Polizisten außerdem eine Umhängetasche, gefüllt mit mehreren Tütchen Drogen.

Ein Richter genehmigte auf Antrag der Duisburger Staatsanwaltschaft die Durchsuchung der Wohnung des 19-Jährigen. In einem Schuhkarton in seinem Zimmer waren unter anderem mehrere Plastikbeutel mit Marihuana, Druckverschlusstüten und eine Feinwaage versteckt. Außerdem fanden die Einsatzkräfte mehrere Cannabisstängel. Sie stellten sämtliche Sachen sicher. Der junge Mann muss sich jetzt mit einer Anzeige wegen des illegalem Handels mit Cannabis auseinandersetzen.

PM der POL Duisburg vom 31.03.2022

Als ein Duisburger (20) am Dienstagabend (15. März, gegen 20:45 Uhr) nach Hause zurückkehrte und Geräusche aus seiner Wohnung an der Werthauser Straße vernahm, verständigte er sofort die Polizei. Das war auch richtig so, denn: In der Wohnung stießen die Beamten auf zwei junge Männer, die die Wohnungstüre eingetreten hatten und gerade Schubladen und Schränke durchwühlten.

Die Polizisten nahmen den 17 und den 19 Jahre alten Einbrecher mit zur Wache.

Von dort aus trat der 19-Jährige den Heimweg an; der Jugendliche wurde seinem Vater übergeben. Beide erwartetet nun ein Strafverfahren wegen Wohnungseinbruchsdiebstahl.

PM der POL Duisburg vom 16.03.2022

Innenminister Herbert Reul hat sich am Samstagabend (12. März) in Marxloh persönlich vom Einsatz gegen Clan-Kriminalität überzeugt: Ein Großaufgebot an Polizisten war gemeinsam mit dem Zoll, der Steuerfahndung Essen, der Duisburger Staatsanwaltschaft, der Vollstreckungsstelle, dem Sonder-und Außendienst der Stadt, der Familienkasse sowie Vertretern des Gewerbeamtes im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Die örtlichen Maßnahmen waren Teil landesweiter Aktionen gegen Clan-Kriminalität, die in insgesamt zwölf Polizeibehörden in NRW unter der Leitung des Polizeipräsidiums Essen durchgeführt wurden. Ein Schwerpunkt lag im Duisburger Stadtgebiet auf illegal aufgestellten Glücksspielautomaten, bei denen das Bargeld an den Finanzbehörden vorbei in die eigene Tasche gewirtschaftet wird. Elf Durchsuchungen von Lokalen, Shisha-Bars und Wettbüros wie beispielsweise in Marxloh an der Weseler Straße/ Ecke Marienstraße haben am Samstag stattgefunden. Dabei stellten die Einsatzkräfte neun illegal aufgestellte Spielautomaten sowie unversteuerten Shisha-Tabak sicher. Zudem schloss die Stadt Duisburg zwei Betriebe. Jeder Netzwerkpartner hat wichtige Erkenntnisse in Berichten festgehalten und Anzeigen wegen beispielsweise Verstößen gegen die Gaststättenverordnung geschrieben.

Aber auch das Sammeln von weiteren Informationen zum Thema Clan-Kriminalität und die Raser-, Tuning- und Poserszene standen vom Nachmittag bis in die Nacht für die Polizei und die Netzwerkpartner auf dem Programm. Die Beamtinnen und Beamten richteten im Duisburger Norden und im Süden große Kontrollstellen ein. Insgesamt überprüften sie knapp 600 Fahrzeuge, deren Fahrer sowie Insassen. In 19 Fällen schrieben die Einsatzkräfte Anzeigen, weil die Fahrer unter anderem ohne Fahrerlaubnis unterwegs waren, unter Drogen standen oder die Kraftfahrzeugsteuer nicht bezahlt wurde. 304 Verkehrsteilnehmer werden in den nächsten Tagen Ordnungswidrigkeitenanzeigen per Post erhalten. 154 kamen mit Verwarnungsgeldern davon. Da reicht die Palette von Geschwindigkeitsüberschreitungen, über Handyverstöße bis zur Missachtung der Gurtpflicht. Ein 43 Jahre alter Autofahrer ergriff die Flucht, als er von einer Zivilstreife angehalten werden sollte. Er fuhr von der Heerstraße über die Autobahn (A 40/A 3) bis Wedau. An einem Waldstück stellte er seinen Wagen ab und rannte weg. Doch die Polizisten schnappten den Mann. Seine Motive für die Flucht: Keine gültige Fahrerlaubnis, Versicherung nicht bezahlt und unter Drogeneinfluss gefahren. Bei der Kontrolle eines 17-Jährigen stellte sich heraus, dass er noch einen Untersuchungshaftbefehl offen hat. Die Polizisten brachten den Jugendlichen ins Polizeigewahrsam. Sehr interessant sind für die Polizei auch Erkenntnisse aus Verkehrskontrollen zu Clan-Strukturen und insbesondere Scheinhalterschaften.

Dabei geht es konkret darum, dass kriminelle Banden Autos zulassen, mit denen im Anschluss möglichst anonym Straftaten begangen werden. Auch nutzen die Täter sie für Überfälle oder Einbrüche als Transport- und Fluchtmittel. Zugelassen sind die Wagen oft mit gefälschten Papieren oder auf Menschen, die man im Nachgang schlecht auffinden kann, da sie sich ins Ausland abgesetzt haben. Steuern und Versicherung werden auch nicht bezahlt. Verdächtige Anhaltspunkte hierzu hielten die Beamtinnen und Beamten in Berichten fest. Auch die Netzwerkpartner konnten bei den Überprüfungen im Straßenverkehr Maßnahmen ergreifen. So stellte die Vollstreckungsstelle mehrere tausend Euro und ein Auto sicher. Die Familienkasse erlangte Hinweise auf unberechtigte Bezüge oder Doppelbezüge von Kindergeld. Der für den Einsatz verantwortliche Polizeidirektor Christian Draeger ist sich sicher: „Schritt für Schritt zerbrechen wir das Fundament der Clans. Wir haben da einen langen Atem und lassen nicht locker!“

PM der POL Duisburg vom 13.03.2022

Sieben Kellereinbrüche auf der Schwarzenberger Straße könnten auf das Konto von zwei Einbrechern gehen, die Polizisten in der Nacht zu Montag (28. Februar, 3:10 Uhr) geschnappt haben. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, weil sie verdächtige Geräusche aus dem Keller hörten. Während eine Streifenwagenbesatzung das Kellergeschoss kontrollierte und die Anzeige aufnahm, sind zwei Verdächtige den Unterstützungskräften quasi in die Arme gelaufen. Der 43-Jährige und seine 52 Jahre alter Kumpanin hatten in ihren Rucksäcken typisches Einbruchswerkzeug (Kuhfuß, Rohrzange, Schraubendreher). In ihrem Auto lagen Inliner, Staubsauger und ein Karton mit Elektronikartikeln. Ob es sich um Diebesgut handelt, ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Da die Frau sich nicht ausweisen konnte, fuhren die Beamten mit ihr nach Hause. Dort zeigte sie ihnen einen offensichtlich gefälschten, polnischen Führerschein. Dafür bekommt sie noch eine Anzeige wegen Urkundenfälschung obendrauf.

PM der POL Duisburg vom 28.02.2022

Ein Polizist ist in der Nacht zu Samstag (26. Februar, 2:20 Uhr) bei der Streifenfahrt auf der Duisburger Straße/Kampstraße aus einem vorausfahrenden Multivan mit einem Laserpointer geblendet worden. Da der Beamte für wenige Sekunden nicht mehr sehen konnte, musste er den Wagen kurz abbremsen.

Anschließend folgte die Streifenwagenbesatzung dem VW und stoppte ihn. Bei dem 18 Jahre alten Fahrer fanden die Polizisten einen Laserpointer und ein Einhandmesser. Zudem hatte einer der drei Insassen, ein 16-Jähriger, ein Springmesser dabei. Alle drei Gegenstände stellten die Beamten sicher und schrieben eine Anzeige unter anderem wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

PM der POL Duisburg vom 28.02.2022

Polizisten haben am Montag (14. Februar) gegen 13:20 Uhr beim Verlassen der Wache Rheinhausen an der Ulmenstraße einen Mann erwischt, der mit weißer Farbe die Wand des Gebäudes beschmierte. Als die Beamten ihn darauf ansprachen, pinselte der 30-Jährige einfach weiter. Unter Widerstand nahmen die Polizisten den Duisburger mit ins Dienstgebäude. Ein Drogentest bei ihm verlief negativ. Bei der Kontrolle seiner Personalien stellten die Polizisten fest, dass der Mann noch einen Haftbefehl offen hatte. Sie brachten ihn zunächst ins Gewahrsam und von dort aus zur JVA.

PM der POL Duisburg vom 15.02.2022

Einer Streifenwagenbesatzung war Dienstagabend kurz vor Mitternacht (25. Januar, 23:55 Uhr) auf der Lehrerstraße ein Mann aufgefallen, aus dessen Rucksack ein Baseballschläger ragte. Bei seiner Kontrolle fanden die Polizisten neben Messern auch eine Sturmhaube, eine selbstgebaute Morgensternwaffe sowie eine Dose mit weißem Pulver. Der 38-Jährige erklärte bereitwillig, dass er Drogen nimmt und die Waffen als Selbstschutz dabei hat.

Die Beamten stellten alles sicher und schrieben eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz.

PM der POL Duisburg vom 26.01.2022

März 2021, Erfurt: Ermittler der Duisburger Polizei stoßen im Darknet auf einen User, der behauptet, Kinder zu missbrauchen. Recherchen bestätigen den Verdacht der Polizisten, dass es nicht einfach nur Behauptungen sind. Der zunächst Unbekannte missbraucht Kinder. Um nicht entdeckt zu werden verbirgt er seinen richtigen Namen hinter einem Pseudonym. Das misslingt allerdings: Über den Kauf eines besonderen Sexspielzeugs identifizieren die Beamten einen 30-Jährigen aus Erfurt. Polizisten aus Thüringen nehmen den nicht vorbestraften Mann nach dem Hinweis der Duisburger Kriminalpolizei fest. Urteil: Sieben Jahre und neun Monate Haft.

August 2021, Frankenthal in Rheinland-Pfalz: Ähnliches Bild und die gleiche Grausamkeit. Auch hier identifiziert die Duisburger Kripo einen 39-Jährigen, der seine zehnjährige Nichte mehrfach sexuell missbraucht haben soll. Die Beamten nehmen ihn fest, durchsuchen seine Wohnung und stellen umfangreiches Beweismaterial wie Computer und Datenträger sicher. Unterstützt werden sie dabei von Experten des Landeskriminalamts NRW, die mit ihrem „Mobilen Datenerfassungs- und Analyselabor (MODAL)“ ebenfalls vor Ort sind. Das hochmoderne Fahrzeug ermöglicht den Ermittlern bereits am Tatort die Auswertung erster Datenträger und somit einen wertvollen Zeitgewinn (LINK zur Pressemitteilung des IM https:// polizei.nrw/presse/polizei-nordrhein-westfalen-erhaelt-hochmodernes-mobiles-datenlabor).

Der Beschuldigte wurde auf Antrag der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) einem Haftrichter vorgeführt. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Mit diesen beiden Festnahmen hat die Polizei Duisburg einen Teilerfolg erzielt – doch zur Wahrheit gehört auch, dass es auch andernorts immer wieder zu sexuellen Übergriffen kommt. Die Täter zu stellen und sie aus der Anonymität des Darknets herauszuholen, ist mittlerweile alltägliche Aufgabe für die Ermittler bei der Duisburger Kriminalpolizei.

Gemeinsam mit der ZAC NRW ziehen die Ermittler an einem Strang, um die rechtlichen Möglichkeiten vollständig auszuschöpfen und so hoffentlich noch viele Tatverdächtige vor Gericht zu bringen.

PM der POL Duisburg vom 29.12.2021

Nach einem mutmaßlichen Taschendiebstahl im Duisburger Hauptbahnhof an einer 83-Jährigen Seniorin haben sich Zivilpolizisten am Dienstagnachmittag (21. Dezember, gegen 15:20 Uhr) mit einer genauen Beschreibung auf die Suche nach dem flüchtigen Täter gemacht.

Sie erfuhren von den Kollegen der Bundespolizei am Bahnhof: Der Verdächtige sei in Richtung Innenstadt gelaufen. Er sei etwa 60 Jahre alt, soll eine graue Cappy tragen und eine Edeka-Tüte bei sich haben.

Sie machten sich auf den Weg in die Stadt und entdeckten nur wenige Minuten später einen Mann, auf den die Beschreibung haargenau passte. Die Beamten bemerkten, dass er in der besagten Edeka-Tüte wühlte und daraus Dokumente hervorkramte, die er im Bereich des Opernplatzes in einen Gully stopften wollte.

Hier stellten sie den Verdächtigen. Der Mann – tatsächlich ist er 65 Jahre alt – versuchte zunächst wegzulaufen und sich gegen die Festnahme zu wehren, ließ sich dann aber doch von den Polizisten zur Wache bringen, wo der Fall aufgeklärt werden sollte.

Die Beamten fanden in der Tüte und bei dem Festgenommenen mehrere Tausend Euro Bargeld, die aber nur zum Teil der bestohlenen Seniorin aus dem Bahnhof gehören sollen. Ein weiterer Teil des Geldes – das gab der Tatverdächtige zu – gehört einer 84 Jahre alten Seniorin, die der Mann am selben Tag vor der Sparkasse auf der Königsstraße bestohlen hat. Von ihr sind auch die Dokumente, die im Gully verschwinden sollten.

Die Polizisten stellten das Geld sicher. Es ist noch nicht klar, ob weitere Teilsummen möglicherweise aus anderen Straftaten stammen. Die Ermittlungen der Kripo dazu laufen. Der 65-Jährige muss sich jetzt wegen der Taschendiebstähle mit einem Verfahren auseinandersetzen. Auch wegen des Widerstandes bekam er eine Anzeige.

PM der POL Duisburg vom 22.12.2021

Aufmerksame Zeugen haben am späten Mittwochabend (8. Dezember, 23:15 Uhr) drei Jugendliche bei einem Einbruch in eine Parfümerie auf der Jägerstraße beobachtet. Die alarmierten Polizisten konnten die Verdächtigen dank einer guten Personenbeschreibung in Tatortnähe schnappen. Bei den 14- bis 15-Jährigen fanden die Beamten die gestohlenen Parfümflaschen und stellten sie sicher. Mit Streifenwagen ging es für das Trio zunächst zur Polizeiwache.

Anschließend wurden sie den Erziehungsberechtigten übergeben. Die Polizisten erstatteten eine Anzeige wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls.

PM der POL Duisburg vom 09.12.2021