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Der Staatsanwaltschaft Duisburg ist am Mittwoch (16. Juni) gemeinsam mit der Polizei und dem Zoll ein Schlag gegen organisierten Menschenhandel gelungen. Im Rahmen eines seit über einem Jahr bei der Staatsanwaltschaft und der Polizei geführten Ermittlungsverfahrens konnten neun Hauptbeschuldigte im Alter von 31 bis 51 Jahren, davon fünf Frauen, ausgemacht werden. Die Beamten vollstreckten fünf zuvor erwirkte Haftbefehle.

Durch akribische Ermittlungsarbeit haben die Beamten der unterschiedlichen Behörden ein bandenmäßig geführtes Personen- und Firmengeflecht in der Logistikbranche ausgehebelt. Konkret geht es um Straftaten des Menschenhandels zur Ausbeutung der Arbeitskraft, Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsgeld, Verstöße gegen Sozialabgaben, Dokumentenfälschung und Geldwäsche – der Schaden liegt im Millionenbereich.

Die Beschuldigten sollen innerhalb eines sehr komplexen Netzwerks Arbeiter vornehmlich aus der Ukraine, Georgien und der Republik Moldau angeworben haben.

Die Menschen wurden zum Teil mit gefälschten Dokumenten ausgestattet und als vermeintliche EU-Bürger dem Arbeitsmarkt zugeführt. Je nach Auftrag wurden sie beispielsweise für Lagerarbeiten, Be- und Entlang von Containern, Inventurarbeiten oder Warenverräumung in der Getränkebranche eingesetzt.

Reisekosten, Geld für Arbeitskleidung und überteuerte Mieten für Monteurswohnungen in absolut desolaten und menschenunwürdigen Zuständen wurden von den Arbeitern teils bar kassiert, als Schulden in Rechnung gestellt oder direkt vom Lohn abgezogen. Lohn erhielten die Arbeiter – wenn überhaupt – in bar. Die Arbeiter sind wegen der Illegalität und der Schulden direkt nach der Ankunft in Deutschland in ein Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem „Arbeitgeber“ geraten.

Gegen 6:30 Uhr begannen die Durchsuchungen in vier Wohnungen und zwei Firmensitzen in Duisburg, einer Firma in Kempen sowie einer Wohnung in Hamburg.

An diesen Maßnahmen waren zusätzlich das LKA Hamburg, sowie Mitarbeitende des Sonder- und Außendienstes und des Ausländeramtes der Stadt Duisburg beteiligt.

Die Polizisten stellten Geschäftsunterlagen, Handys, Computer sowie rund 18.000 Euro Bargeld sicher. Der Zoll sichert derzeit weitere Vermögenswerte. Insgesamt leiteten die Beamten weitere 150 Ermittlungsverfahren wegen des illegalen Aufenthalts ein.

Die Ermittlungskommission wertet jetzt die sichergestellten Unterlagen und Datenträger aus.

PM der POL Duisburg vom 16.06.2021

Am Mittwochabend (2. Juni) kontrollierten die Polizei Duisburg, die Autobahnpolizei Düsseldorf und die Stadt Duisburg wieder gemeinsam Autofahrer auf der Duisburger Straße und den Nebenstraßen, um gegen Raser und Tuner vorzugehen, die es mit den geltenden Regeln nicht so genau nehmen.

Die Uniformierten schrieben sechs Strafanzeigen, weil Autofahrer ohne Fahrerlaubnis, ohne Versicherungsschutz und mit falschen Kennzeichen unterwegs waren. Zeitgleich überwachten die Einsatzkräfte auf der Autobahn und den innerstädtischen Straßen, ob sich alle Verkehrsteilnehmer an das vorgeschrieben Tempo hielten. 137 Mal löste der Radarwagen der Autobahnpolizei im Kreuz Duisburg-Nord aus. Der schnellste fuhr dort mit 115 km/h statt der erlaubten 80 km/h. Im Stadtgebiet waren 135 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs- 14 von ihnen erwarten in den nächsten Wochen Post von der Bußgeldstelle. Der traurige Spitzenreiter fuhr auf dem Willy-Brandt-Ring 116 km/h – vorgeschrieben sind dort 50 km/h. Der Raser muss demnächst seinen Führerschein für drei Monate abgeben, bekommt zwei Punkte in Flensburg und zahlt 480 Euro Bußgeld.

In der gleichen Nacht fielen Beamten der Duisburger Polizei, die in Zivil unterwegs waren, gegen 0:55 Uhr auf der Moerser Straße zwei Autofahrer auf, die viel zu schnell in Richtung Asterlager Straße fuhren. Die beiden jungen Männer am Steuer (20 und 22) eines Daimler und eines Audi hielten kurz an der roten Ampel Moerser Straße / Asterlager Straße und setzten dann ihre rasante Fahrt fort. Kurzzeitig fuhren die rücksichtslosen Raser parallel zueinander und nahmen so billigend in Kauf, dass andere zu Schaden hätten kommen können. Dazu kam es glücklicherweise nicht. In einer Sackgasse auf dem Mühlenweg endete die Fahrt.

Die Polizisten stellten neben den beiden Führerscheinen auch die Autos der Geschwindigkeitssünder sicher. Sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.

Polizei und Stadt werden auch weiterhin bei gezielten Sonderkontrollen – aber auch im Rahmen der Streife, wie der Einsatz auf der Moerser Straße zeigt – gegen leichtsinnige und rücksichtslose Lenker vorgehen und so dafür Sorgen, dass die Sicherheit aller Menschen im Straßenverkehr gewahrt wird.

PM der POL Duisburg vom 04.06.2021

Polizisten haben in der Nacht zu Freitag (21. Mai, 00:40 Uhr) im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle eine Jeep-Fahrerin auf der Kaiser-Friedrich-Straße angehalten. Da den Beamten beim Gespräch mit ihr eine Alkoholfahne in die Nase stieg, boten sie ihr zunächst einen Atemalkohltest vor Ort an. Die 26-Jährige stieg zwar aus dem Wagen aus, weigerte sich jedoch vehement den Test zu machen. Sie schrie lautstark herum und beleidigte die Einsatzkräfte als Rassisten. Als die Beamten sie zur Wache bringen wollten, klammerte sie sich an ihren Türgriff. Da die Gelsenkirchenerin sich fortlaufend sperrte, brachten die Polizisten sie zum Anlegen der Handfesseln zu Boden. Mit einem Streifenwagen ging es für sie zur Wache, wo ihr ein Arzt Blutproben entnahm. Beim Verlassen des Polizeigebäudes verabschiedete sie sich mit den Worten „Ficken Sie sich!“.

PM der POL Duisburg vom 21.05.2021

Mehrere Passanten meldeten am Sonntagabend (2. Mai, 18:30 Uhr) der Feuerwehr und der Polizei ein Rind, das in der Nähe der Schleuse Münster im Dortmund-Ems-Kanal schwamm. Das Tier war zuvor aus seiner Herde ausgebrochen, in Richtung Kanal gelaufen und in Panik ins Wasser gesprungen. Eine Streifenbesatzung der Wasserschutzpolizei der Wache Münster konnte das Rind vor der Schleusenkammer einfangen und Seile an den Hörnern befestigen. So lotsten die Polizisten das Tier zur Bordwand ihres Bootes, so dass es in Begleitung der Wasserschützer zu einem etwa 300 Meter entfernten Böschungsufer schwimmen konnte. An Land angekommen halfen Feuerwehrleute dem Rind unter dem Applaus mehrerer Zuschauer aus dem Wasser und führten es in einen bereitstehenden Viehtransporter.

PM der POL Duisburg vom 03.05.2021

Ein Ladendetektiv hat am Mittwoch (28. April, 14:15 Uhr) die Polizei alarmiert, weil er einen mutmaßlichen Dieb verfolgt. Der 31-Jährige lief von einem Supermarkt an der Ziegelhorststraße in Richtung Am Bischofskamp. Die Beamten konnten den Verdächtigen an einer Trinkhalle auf der Kaiser-Friedrich-Straße ausmachen. Er weigerte sich, die Beute her zu geben, so dass die Polizisten sie ihm aus der Hand reißen mussten. Der 31-Jährige hat keinen festen Wohnsitz und wurde festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde der Mann wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

PM der POL Duisburg vom 29.04.2021

Nach einem Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung haben Polizisten der Einsatzhundertschaft am Samstagnachmittag (24. April, 17:25 Uhr) einen 43-Jährigen auf der Weseler Straße in Höhe Emmastraße kontrolliert. Der Mann war uneinsichtig, schrie die Beamten an und beruhigte sich nicht. Als ein Polizist ihn zwecks Personalienfeststellung festhalten wollte, riss er sich los, stieß ihm gegen die Brust und zog an der Tür eines Streifenwagens. Die Uniformierten fixierten den Mann am Boden und legten ihm Handfesseln an. Mit dem Streifenwagen ging es ins Polizeigewahrsam. Auf dem Weg dahin beleidigte er die Polizisten („Fickt euch! Ich ficke euch alle! Ihr fickt euch doch gegenseitig!

Bei seiner Durchsuchung im Polizeigewahrsam fanden die Polizisten bei ihm zwei Tütchen mit mutmaßlichen Drogen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg ordnete ein Richter eine Blutprobe an, um festzustellen ob der Mann Alkohol getrunken oder Drogen genommen hatte. Weil er über Schmerzen im Handgelenk klagte, brachte ein Rettungswagen ihn ins Krankenhaus. Den Duisburger erwartet nun ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte.

PM der POL Duisburg vom 26.04.2021

Die Polizei Duisburg hat am Freitag (9. April) im Rahmen eines Verfahrens wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz die Wohnung eines 41-Jährigen auf der Steinschen Gasse durchsucht. Dabei stießen die Beamten auf diverse Waffen. Sie fanden eine Softair-Pistole im Nachttisch des Verdächtigen, zwei Schreckschusswaffen, mehrere selbstgebaute Geschosse zum Verschießen von kleinen Stahlkugeln, eine Machete und diverse selbstgeschweißte Schleuder- bzw. Hiebwaffen, die verbotenen Totschlägern ähneln. Außerdem stießen die Polizisten im Gefrierfach in der Küche auf etwa 1,7 kg Amphetamin. Sie stellten die Waffen und die Drogen sicher und nahmen den Verdächtigen vorläufig fest. Der 41-Jährige kam am Freitag auf Antrag der Duisburger Staatsanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in Untersuchungshaft.

Derzeit prüfen die Ermittler, ob der Verdächtige für mehrere Sachbeschädigungen verantwortlich ist, bei denen in der Duisburger Innenstadt Fensterscheiben mit Stahlkugeln beschossen wurden.

PM der POL Duisburg vom 12.04.2021

Eine alkoholisierte Frau ist nach einem Widerstand am Samstag (27. März, 14:20 Uhr) auf dem August-Bebel-Platz ins Polizeigewahrsam gekommen.

Die 27-Jährige hatte eine Personalienfeststellung wegen Corona-Verstößen (Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes) gestört. Mehreren Platzverweisen kam sie nicht nach und klammerte sich stattdessen an die zu kontrollierende Person. Dabei stürzten beide zu Boden. Die Polizisten lösten die Umklammerung, wogegen sich die Frau wehrte, um sich schlug und trat. Auf der Aufzeichnung der Bodycam eines Polizisten ist zu sehen, wie sie im Verlauf der Auseinandersetzung den Einsatzmehrzweckstock eines Beamten ergriff und trotz Aufforderung nicht losließ. Erst nachdem ein Polizist ihr auf den Handrücken schlug, löste sie ihren Griff und die Uniformierten legten ihr Handschellen an. Im Polizeigewahrsam entnahm ein Arzt der alkoholisierten Frau Blutproben. Ob sie auch Betäubungsmittel konsumiert hatte, werden die Untersuchungsergebnisse zeigen. Der Polizeiarzt begutachtete die Schürfwunden in ihrem Gesicht und schrieb die 27-Jährige gewahrsamsfähig. Gegen 20 Uhr wurde die Frau wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

Die Aufzeichungen der Bodycam wurden als Beweismittel gesichert.

Im Internet kursiert ein Video mit einer Sequenz des Einsatzes. Die Polizei wertet derzeit die Aufnahmen und Zeugenaussagen aus.

Grundsätzlich hat die Polizei das Recht, bei Widerständen zur Durchsetzung von Maßnahmen verhältnismäßig unmittelbaren Zwang anzuwenden.

PM der POL Duisburg vom 29.03.2021

Um ein Haar hätte eine 83-jährige Baerlerin am Mittwoch (17. März) ihr Vermögen an falsche Polizisten verloren.

Durch wochenlange Anrufe einer unbekannten Täterin, die sich als Kriminalbeamtin ausgab, verunsichert, hatte sich die Dame bereits in der vergangenen Woche bereiterklärt, bei ihrer Bank Goldbarren zu bestellen. Diese sollte sie der angeblichen Polizei für eine „sichere Verwahrung zum Schutz vor Kriminellen“

übergeben. Am Mittwoch waren die Goldbarren endlich da und die Dame rief unter der 110 bei der Polizei an, um dort die vermeintliche Kriminalbeamtin zu sprechen. Die 83-jährige schilderte am Notruf, dass ihr Gold abgeholt werden könne. Die Beamten begriffen schnell, dass die Anruferin Opfer von Trickbetrügern geworden sein könnte. Sofort rückten Polizisten nach Baerl aus, um den Abholer abzufangen. Die Beamten nahmen einen 23 Jahre alten Verdächtigen fest und brachten ihn zur Vernehmung ins Präsidium.

Hier stellte sich heraus, dass der Mann mutmaßlich am selben Nachmittag bereits bei einem Seniorenpaar in Düsseldorf eine Abholung durchgeführt hatte. Eine 65 Jahre alte Frau und ihr 89-jähriger Mann hatten ihm eine Kiste mit Gold- und Silbermünzen übergeben, weil sie dachten, dass die Münzen der Polizei als Falle dienen sollten, um eine kriminelle Bande zu überführen.

Gegen den 23-Jährigen wird wegen des Verdachts des Betruges und des versuchten Betruges ermittelt. Die Kripo setzt alles daran, die Hintermänner der Taten ausfindig zu machen.

PM der POL Duisburg vom 18.03.2021

Klappernde Geräusche aus dem Obergeschoss eines Einfamilienhauses auf der Straße Lindemanshof veranlassten am späten Mittwochabend (17. März, 23:45 Uhr) einen Anwohner (54) dazu, die Polizei zu verständigen. Mit einem Großaufgebot aus Uniformierten, zivilen Beamten und einem Diensthund rückte die Polizei zur Einsatzörtlichkeit aus und umstellte das Haus. Im Garten entdeckten sie eine Alu-Leiter, die an ein Fenster im Obergeschoss gelehnt war. Die Scheibe des Fensters war eingeschlagen. Bei der Durchsuchung des Einfamilienhauses stellten die Polizisten fest, dass keine Einbrecher im Haus waren. Anders auf der Sonnenstraße: Dort stoppten die Beamten bei der Fahndung nach den mutmaßlichen Einbrechern zwei Männer (28 und 32), die bei der Kontrolle sichtlich nervös wurden. Neben Glasssplittern in ihrer Kleidung fanden die Ordnungshüter mit Hilfe von Diensthund Fritz, einem 4-jährigen Deutschen Schäferhund, auch noch Einbruchswerkzeug in einem nahgelegegen Gebüsch.

Ermittlungen ergaben, dass die beiden Verdächtigen nicht im Haus waren. Sie werden wegen des Verdachts des versuchten Wohnungseinbruchs am Donnerstag (18.

März) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg einem Haftrichter vorgeführt.

PM der POL Duisburg vom 18.03.2021