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Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, ist ein am 25. November jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Auch das PP Mittelfranken beteiligt sich hieran mit Aktionen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Jeder Streifenbeamte kennt diese Situation:

Man wird zu einem Familienstreit gerufen. Das zumeist weibliche Opfer berichtet über häusliche Gewalt ist vielleicht sogar verletzt. Die Beamten nehmen sich der Frau an, treffen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten Maßnahmen wie die Aussprache eines Platzverweises oder die Anordnung eines polizeilichen Kontaktverbots.

Wenige Tage später meldet sich die Geschädigte bei den Beamten und teilt mit, dass sie nun doch keine Anzeige erstatten möchte und sich wieder mit ihrem Ehemann vertragen hat. Für Außenstehende möglicherweise völlig unverständlich.

Nicht aber dann, wenn man sich mit der oft schweren und ausweglos erscheinenden Situation von Opfern häuslicher Gewalt befasst.

Der Terminus Häusliche Gewalt umfasst alle Formen von Misshandlungen – sowohl psychische, physische und sexuelle Gewalt – welche zwischen Eheleuten, Lebensgefährten oder Lebenspartnern begangen werden. Opfer sind zumeist Frauen und Täter in der Mehrzahl Männer.

Häusliche Gewalt ist ein Phänomen, das Frauen aller sozialen Schichten betrifft.

Sie kommt in allen Ländern vor, quer durch alle Kulturen, Klassen oder Herkunftsländer. Sie betrifft Frauen aller Bildungsgrade und Einkommensschichten sowie jeden Alters.

„Niemals hätte ich gedacht, dass mir so etwas passiert“. Die Folgen häuslicher Gewalt sind für die Opfer schwerwiegend. Die Lebensqualität betroffener Frauen wird wesentlich beeinträchtigt. Sie verlieren ihr Selbstwertgefühl bis hin zum Verlust der Selbstachtung.

Häusliche Gewalt hat viele Formen: Tritte, Schläge oder unfreiwillige sexuelle Handlungen. Aber auch Nötigungen, Beleidigungen oder Demütigungen gehören dazu.

Das heimtückische an dieser Form von Gewalt ist, dass sie dort stattfindet, wo jeder Mensch eigentlich Schutz finden sollte: zu Hause. Daher ist sie für Außenstehende oft unsichtbar.

Betroffene Frauen finden sich nach dem ersten Übergriff in einer Spirale der Gewalt wieder. Einem Teufelskreis aus Machtausübung, Kontrolle, Eifersucht. Aus Entschuldigungen, Beteuerungen, es würde nie wieder geschehen, Hoffnung und wieder Enttäuschung.

Häusliche Gewalt stellt in der Statistik keine eigene Deliktsform dar. Man spricht daher von einem „Phänomenbereich“, der verschiedene Straftaten aufweisen kann. Im Jahr 2019 verzeichnete das Polizeipräsidium Mittelfranken etwa 3400 Fälle von häuslicher Gewalt. In ca. 1100 Fällen wurden Frauen nach einer Trennung Opfer. In rund 1000 Fällen ereigneten sich die Taten zwischen Ehepartnern. In 80 Prozent dieser Fälle waren die Opfer weiblich und die Täter männlich. In über 40 Prozent der Fälle waren Kinder bei der Tatausführung anwesend und mussten somit zumindest mittelbar entsprechende Gewalterfahrungen erleben.

Gerade in der momentanen „coronageprägten“ Zeit ist es für betroffene Frauen besonders schwer. Sind Menschen über längere Zeit auf engstem Raum zusammen, entladen sich Spannungen und Gewalt schneller. Hinzu kommen zusätzliche Belastungen wie Sorgen um die eigene Gesundheit, einem Jobverlust oder Zukunftsängsten. Dennoch ist seitens des PP Mittelfranken seit März 2020 kein signifikanter Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt zu verzeichnen. Das Dunkelfeld ist jedoch gerade in diesem Bereich sehr hoch und Opfer zeigen Straftaten oftmals erst nach Jahren voller Gewalterfahrungen bei der Polizei an.

Was hindert Frauen nun daran, sich hilfesuchend an Polizei oder Opferschutzeinrichtungen zu wenden? Oftmals ist es Scham, Schuld wird bei sich selbst gesucht, das gesellschaftliche Tabu ist groß. Frauen wurden durch ihre Peiniger isoliert, soziale Kontakte sind rar geworden. Die Angst, das Leben, auch und vor allem in finanzieller Hinsicht, nicht alleine meistern zu können, überwiegt. Letztendlich sind Kinder ein ganz entscheidender Faktor. Die Drohung des Mannes, der Frau die Kinder zu nehmen oder ihnen gar etwas anzutun, lässt Frauen in ihrer unaushaltsamen Situation verharren.

Am heutigen Tag, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, sollen Opfer von häuslicher Gewalt ermutigt werden, diesen Schritt, heraus aus der Gewaltspirale, zu gehen.

Niemand steht mit seinen Ängsten alleine da! Es gibt vielfältige Hilfsangebote.

Menschen, die mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen professionell helfen und schützen.

Auszugsweise möchten wir folgende Einrichtungen nennen:

– das Hilfstelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116016

– den Krisendienst Mittelfranken: 0911/424855-0

– die Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer:

0911/2112-1331 https://www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/beratung/frauenundkinder/index. html/49209

– das Opfertelefon des Weißen Rings: 116006

Um aus dem Kreislauf der Gewalt ausbrechen zu können, ist verständnisvolle Hilfe von außen unbedingt notwendig. Betroffene Frauen brauchen Augen, die hin- und nicht wegsehen, Ohren, die zuhören und Hände, die sie aus der Not führen.

PM des PP Mittelfranken vom 25.11.2020

Meist bekommt es die Polizei schnell mit, wenn die Betrügerbanden einen Geldabholer in einem Ort bereitstehen haben. Denn dann klingelt nicht nur bei vielen Senioren dieser Stadt das Telefon – sondern häufig kurz darauf auch der Notruf. Ganze Straßenzüge telefonieren die Täter ab – bis sie auf ein ahnungsloses Opfer stoßen. Diese werden teilweise mehrere Tage lang ständig angerufen und durch die geschickt agierenden Täter so lange unter Druck gesetzt, bis sie zu einer Geldübergabe bereit sind. Dann geht alles meist sehr schnell – der Geldabholer wird in Bewegung gesetzt und Schmuck und Bargeld wechselt in wenigen Augenblicken den Besitzer. Die Schadenssummen sind dabei beträchtlich – in einigen Fällen verloren die Senioren sechsstellige Vermögensbeträge.

Wo genau die Betrüger zuschlagen werden, bleibt für die Polizei zunächst im verborgenen – bis sich an einem der nächsten Tage ein verunsicherter Geschädigter bei den „echten“ Ermittlern meldet und dann das Ausmaß des Schadens bekannt wird.

Dass die betrügerischen Anrufe nicht nur finanzielle Schäden hinterlassen, sondern die meist betagten Opfer auch nachhaltig verunsichern, zeigt der Fall einer Seniorin, die sich aus Angst vor einem vermeintlichen Einbruch in ihrer Wohnung verbarrikadierte. Das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtete am 24.07.2020 über den Fall. Bei Opfern, die tatsächlich Geld übergeben haben, kommt ein Gefühl der persönlichen Scham hinzu, dass man tatsächlich auf die Betrüger hereingefallen ist.

Wie Zacken eines EKG zeichnen sich die Wellen des Telefonbetrugs in den Zahlen der mittelfränkischen Einsatzzentrale wieder (siehe Grafik in der Anlage der Pressemeldung). So waren beispielsweise am Dienstag, 14.07.2020, 14:00 Uhr und 21:00 Uhr, insgesamt 320 Notrufe zu verzeichnen. Im Vergleich zum Notrufaufkommen an „normalen“ Dienstagen bedeutete dies eine Steigerung um 165 %. Allein an diesem Tag wurden 33 Polizeieinsätze mit Betrugshintergrund erfasst

– am Folgetag sogar 35 Einsätze. Jeder dieser Einsätze bedeutet für die Polizei viel Arbeit: die Geschädigten müssen am Telefon beruhigt und trotz der Aufregung die Daten zum Vorgang erfragt werden. Eine Streife wird vor Ort geschickt um die Anzeige aufzunehmen und noch einmal in Ruhe über die Betrugsmasche und die Hintergründe aufzuklären. Danach beginnt die eigentliche Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei. Über Zeugenaufrufe, Spurensicherung am Wohnort Geschädigter mit Geldübergabe oder technische Ermittlungsansätze versuchen die Kriminalbeamten den Betrügern auf die Spur zu kommen.

Erfolge sind oft dann zu verzeichnen, wenn Dritte auf die verdächtigen Vorgänge aufmerksam werden: manchmal sind es aufmerksame Nachbarn, Bekannte oder die Angestellten einer Bank, die eine Geldübergabe im letzten Moment durch eine Verständigung der „echten“ Polizei verhindern. Dann Klicken manchmal auch die Handschellen und die Geldabholer können auf frischer Tat festgenommen werden.

Wie wichtig Aufklärung und Prävention zur Verhinderung der Taten ist, zeigt die Welle betrügerischer Anrufe im September mit Schwerpunkt Erlangen/Nürnberg.

Durch mehrere Pressemeldungen und die darauf basierende Berichterstattung in den Zeitungen und Radiosendungen waren viele Senioren gewarnt. Mehrere Tage lang telefonierten die Betrüger mit Hochdruck – zunächst aber vergeblich.

Darum startet das Polizeipräsidium Mittelfranken ab Montag, den 23.11.2020 eine neue Präventionskampagne zum Callcenterbetrug / Telefonbetrug. Mit zunächst drei Videoclips wird über die Betrugsmaschen „Schockanruf“, „falscher Polizeibeamter“

und „Enkeltrickbetrug“ aufgeklärt. Das Besondere daran: der eigentliche Betrug wird jeweils durch die Polizeipuppenbühne Nürnberg gespielt. Hauptpersonen sind die Puppen „Gunda und Gerch“ mit denen die Polizeipuppenbühne in Seniorengruppen vor Trickbetrug warnt (aktuell wg. Corona ausgesetzt).

Doch Zielgruppe der Clips sind nicht nur lebensältere Menschen. Vielmehr sollen auch Angehörige und das soziale Umfeld potentieller Geschädigter mit in den Blick genommen werden. So konnte für einen Clip eine bekannte Nürnberger Instagram-Influencerin gewonnen werden. Dadurch soll auch die „Enkel-Generation“

mit angesprochen werden. In einen weiteren Clip ist ein Polizeihauptkommissar zu sehen – der Zwillingsbruder eines beliebten fränkischen Kabarettisten.

Die Clips werden für zwei Wochen auch im Fahrgastfernsehen der VAG in U-Bahnen, Bussen und TRAM-Bahnen beworben. Die Polizei hofft darauf, dass möglichst viele Medien die Präventionskampagne aufgreifen, auf Facebook teilen und dadurch viele mögliche Opfer gewarnt werden.

PM (auszugsweise) des PP Mittelfranken vom 20.11.2020

Die Duisburger Experten von der Kriminalprävention beraten am kommenden Donnerstag (26. November) coronakonform, wie sich insbesondere ältere Menschen gegen Trickbetrug und Einbrecher schützen können. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr stehen Kriminalhauptkommissar Ralf Schäfer und sein Kollege Marcus Franken unter der Telefonnummer 0203 280 1500 Rede und Antwort und sind gleichzeitig auf der Facebook-Seite der Polizei

(https://de-de.facebook.com/Polizei.NRW.DU) erreichbar. Ob sich am Telefon ein falscher Polizist oder der vermeintliche Enkel in Not meldet – mit gezielten Infos will das Kripo-Team aufklären und damit Trickdieben den Garaus machen.

Ausdrücklich sind auch Angehörige von Senioren eingeladen, sich mit ihren Fragen zum Schutz der eigenen Eltern oder Großeltern zu melden.

„Trickbetrüger setzen gerade ältere Menschen am Telefon unter Druck und bringen sie um ihr Erspartes oder ihre Wertsachen“, berichtet Kriminalhauptkommissar Ralf Schäfer aus seinem beruflichen Alltag. Im Oktober verzeichnete die Polizei

147 Straftaten zum Nachteil betagter Bürger. Das sind zwar mehr als doppelt so viele als im September (68). Allerdings blieb es in 129 Fällen bei einem Versuch. Besonders häufig versuchten es die Gauner mit der Masche „Falscher Polizist“. Kripo-Beamter Ralf Schäfer: „Deswegen ist es wichtig, dass wir immer wieder über die perfiden Tricks und Methoden der Täter berichten. Dass es oftmals nur bei einem Betrugsversuch bleibt, zeigt uns, dass immer mehr Senioren aufmerksam werden und sich nicht überrumpeln lassen.“ Von Tipps und praktischen Verhaltenshinweisen bis hin zu technischen Lösungen – das Präventionsteam der Kripo weiß auch in Pandemiezeiten Rat.

PM der POL Duisburg vom 20.11.2020

Plakataktion an weiterführenden Schulen

„Eltern wissen oft gar nicht, was sie ihren Kindern mit einem Smartphone an die Hand geben“, so Mario Schwarz, zuständig für die Jugendkriminalität bei der Polizeiinspektion Lauterecken.

Dieses Gerät ist praktisch ein mobiler Computer. Man kann nahezu immer und überall online damit sein. Das Mobiltelefon ermöglicht auch von den Eltern ungeahnte Möglichkeiten. Leider auch Möglichkeiten, bei denen sich der Nutzer im Bereich von Straftaten bewegt.

Der Nachwuchs erhält heutzutage schon sehr früh ein Smartphone, meist noch im Kindesalter, rechtlich somit vor Vollendung des 14. Lebensjahres.

Beleidigungen, Bedrohungen, Fotos von Personen machen und diese versenden, Verbreitung von pornografischen Bildern und Videos, sind hier nur einige Beispiele mit denen sich die Polizei täglich auseinandersetzten muss.

Vergleicht man wie behutsam Eltern ihren Kindern das Fahrrad-Fahren beibringen oder wie lange es dauert, bis Eltern ihre Kinder alleine am Straßenverkehr teilnehmen lassen, mit der selbst überlassenen Nutzung eines Smartphones, ist das erschreckend“, berichtet der Polizeihauptkommissar.

Was machen die Eltern verkehrt? Zu wenig Aufmerksamkeit? Haben sie selbst nicht die technischen Kenntnisse um mit ihren Kids mitzuhalten? Kinder und Jugendliche müssen wissen was sie anstellen können. Im Rahmen ihrer Selbstverantwortung sind sie neben den Erziehungsberechtigten gefordert. Was ist okay und wo fängt das Verbotene, das Unfaire und das nicht selten anderen Personen Wehtuende an?

Mit dem Plakat „DEIN Smartphone, DEINE Entscheidung“ werden die jungen User direkt angesprochen. „Ich fand die Aussagekraft dieses Plakates derart zutreffend, dass ich es auch für die Schulen in meinem Dienstgebiet wollte“, fasst Mario Schwarz zusammen. „Dieses Plakat beschreibt mit wenigen Worten worauf es ankommt. Die Hoffnung ist, dass die Nutzer von Smartphones, insbesondere Kinder und Jugendliche sorgsamer damit umgehen“ meint er abschließend.

Im Bereich der Polizeidirektion Bad Kreuznach wird die Plakataktion bereits durchgeführt. In der letzten Woche referierte der Jugendsachbearbeiter der Polizeiinspektion Lauterecken bei der Realschule Plus in Meisenheim in der sechsten Klassenstufe.

Das Thema unterstützten in Meisenheim – auf dem Bild von links nach rechts – die Lehrerinnen Carola Braunstein und Sandra Feltes sowie Rektor Winfried Baumann. Der zweite von links ist Hauptkommissar Mario Schwarz.

PM der PI Lauterecken vom 12.10.2020

Ab der 38. Kalenderwoche werden uniformierte Kräfte der Polizeiinspektion Boppard in Zusammenarbeit mit der Bereitschaftspolizei verstärkt Präsenz in bestimmten Bereichen des Dienstgebietes zeigen. Hintergrund ist die Umsetzung eines Präventionskonzepts zu dem Thema „Diebstahlsdelikte an/aus Kraftfahrzeugen (Kfz)“. Die Anzahl dieser Delikte ist im Jahr 2019 im Zuständigkeitsbereich der PI Boppard gemäß der bereits veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik leicht angestiegen.

Bei den „Diebstahlsdelikten aus Kfz“ konnte festgestellt werden, dass nicht selten gezielt Diebesgut aus unverschlossenen Kfz entwendet wurde. Dabei ist es unerheblich, ob das Fahrzeug auf dem Supermarktparkplatz, auf der Straße vorm Haus oder in der Hofeinfahrt unterm Carport steht. Es müssen nicht zwingend hohe Beträge oder besondere Wertgegenstände sein, die die Diebe entwenden. Auch die klassischen „paar Münzen“ für den Parkautomaten oder den Einkaufswagen ergeben für die Täter in der Summe einen handfesten Betrag, wenn in einem Straßenzug gleich mehrere Fahrzeuge nicht verschlossen waren. Zudem wird ein Diebstahl aus unverschlossenem Kfz nur selten vom Opfer als Diebstahl registriert. Wer hat sich nicht schon mal die Frage gestellt: „Wo hatte ich denn noch gleich das Portemonnaie oder das Handy liegen gelassen, jetzt finde ich es nicht mehr!“

Vielleicht lag es im unverschlossenen Pkw und ein Dieb hat es „gefunden“. Seine eigene Schusseligkeit meldet letztlich niemand der Polizei, oder? Das Delikt bleibt unentdeckt. Die Polizei empfiehlt: Lassen Sie auch zuhause keine Wertgegenstände im Auto und schließen Sie immer und bewusst das Kfz ab.

Verdächtige Personen sollten Sie sofort der Polizei melden, die z.B. prüfend von Pkw zu Pkw gehen, ob das Fahrzeug verschlossen ist oder die ungefragt das eigene oder das Nachbargrundstück betreten, „um sich das Auto anzusehen“.

Zu den „Diebstahlsdelikten an Kfz“ zählen auch die Entwendungen von Kennzeichen.

In Anbetracht der Tatsache, dass gestohlene Kennzeichen nicht selten noch am selben Tag zur Begehung weiterer Straftaten eingesetzt werden, bedarf es bei etwaigen Feststellungen einer sofortigen Verständigung der Polizei. Diese kann daraufhin ohne großen Zeitverzug eine Fahndung nach dem/n entwendeten Kennzeichen einleiten.

Gerade im Hinblick auf die bevorstehende sog. „Dunkle Jahreszeit“ weist die Polizei auf zum Teil ganz einfach vermeidbare Risiken hin, um die Sicherheit des Dienstgebietes, entsprechend der insgesamt eher niedrigen Kriminalitätsrate, weiterhin zu erhalten.

Die Polizeibeamten/-innen werden bei eventuellen Feststellungen an geparkten Fahrzeugen die dazugehörigen Fahrzeughalter persönlich aufsuchen und sensibilisieren. Dies wird unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln erfolgen.

Sollten Sie sich vorab über das Thema Polizeiliche Kriminalprävention informieren wollen, finden Sie aktuelle Informationen im Internet unter www.polizei-beratung.de.

PM der PI Boppard vom 10.09.2020

Nachdem am vergangenen Wochenende zahlreiche betrügerische Anrufe angeblicher Polizeibeamter in Konz und Trier eingegangen waren, gaben sich die Betrüger jetzt als BKA-Beamte aus und verschickten eine gefälschte Mail.

Besonders dreist gingen Betrüger gestern und heute vor, um eine Trierer Seniorin um ihr Gespartes zu bringen. Bereits am vergangenen Sonntag, 6. September, hatten die Betrüger telefonischen Kontakt zu einer 80-Jährigen Triererin aufgenommen. Der Anrufer gab sich als BKA-Beamter aus und suggerierte der Seniorin, dass sie im Fokus von Diebesbanden stünde, die Geld von ihrem Konto abheben würden. Sie brachten die Frau dazu, einen mittleren fünfstelligen Bargeldbetrag von ihrem Konto abzuheben. Um ihre angebliche Seriosität zu untermauern, verschickten die Täter eine gefälschte Mail an die 80-Jährige.

Diese Mail enthält das Logo und den Briefkopf des Bundeskriminalamtes und erweckt den Eindruck echt zu sein. Die Frau wird anschließend mehrmals telefonisch von den Betrügern kontaktiert. Der Kontakt bricht dann am Nachmittag ab. Die Seniorin war misstrauisch geworden und hatte die Polizei eingeschaltet.

Ein finanzieller Schaden ist nicht entstanden. Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche. „Polizeibeamte fordern am Telefon keine großen Bargeldsummen ein, um sie vor Dieben zu sichern,“ sagt Polizeisprecher Karl-Peter Jochem, „Kontaktieren sie bei solchen Anrufen stets sofort ihre nächste Polizeidienststelle.“

PM des PP Trier vom 07.09.2020

In der Urlaubs- und Sommerzeit ein besonders heißes Thema:

Einbruchsschutz. Die Experten der Zentralen Prävention des Polizeipräsidiums Trier waren gestern in Hermeskeil unterwegs, um mit Bürger*innen ins Gespräch zu kommen. „Wir haben 70 persönliche Gespräche geführt“, sagt Jürgen Frohn von der Zentralen Prävention. „Unsere Maßnahme ist bei den Bürger*innen sehr gut angekommen. Besonders starkes Interesse war an Präventionsmaterialien zu Call-Center-Betrug vorhanden.“ Call-Center-Betrug (CCB) hat viele Facetten. Kurz zusammengefasst geht es darum, dass ein Anrufer, der sich beispielsweise als Polizist, Bankmitarbeiter oder Enkel ausgibt, persönliche Daten abfragt. Unter einer Legende wird dann versucht, an Schmuck, Bargeld, Codes von Guthabenkarten oder andere Wertgegenstände zu gelangen. Nicht selten sollen diese dann einer vermeintlichen Vertrauensperson übergeben werden.

Die Teams des Polizeipräsidiums Trier sind in Hermeskeil, Rascheid, Gusenburg und Osburg am Donnerstag Streife gegangen. Die Postkarten mit dem Angebot zur kostenlosen polizeilichen Einbruchsschutzberatung haben die Beamt*innen an rund 325 Haushalte verteilt sowie 380 Anschreiben und Türanhänger zu CCB.

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie er sich vor Einbruch und Betrug schützen kann, folgt dem Link auf unsere Homepage: https://s.rlp.de/TE0

PM des PP Trier vom 21.08.2020

Für eine Auftaktveranstaltung der Auszubildenden lud die Firma GKN Driveline das Beratungszentrum des Polizeipräsidiums Trier ein. Am 12. August gestalteten die Beamt*innen einen interessanten und abwechslungsreichen Vormittag zu den Themen junge Fahrer & Alkohol im Straßenverkehr für die neun Auszubildenden im Alter von 16-23 Jahren.

Fahrer*innen im Alter von 17 – 25 Jahren sind die mit Abstand am stärksten gefährdete Altersgruppe im Straßenverkehr. Ab 18 Jahren dürfen junge Menschen nach bestandener Fahrprüfung bzw. Führerscheinerhalt ohne Begleitung Auto fahren. Ein wichtiger Startschuss in die Unabhängigkeit. Begleitetes Fahren ist bereits ab 17 Jahren möglich.

Laut Unfallstatistik des Statistischen Bundesamts waren 11,3 Prozent aller getöteten Verkehrsteilnehmer im Jahr 2018 zwischen 18 und 24 Jahre alt.

Ebenfalls zählten 15,3 Prozent aller Verletzten im Straßenverkehr zu dieser Altersgruppe, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung bei nur rund 8 Prozent liegt.

Die Wissenschaft nennt dafür zwei Gründe: Das sogenannte Anfängerrisiko, welches auf mangelnde Erfahrung im Straßenverkehr zurückzuführen sowie zum Teil Selbstüberschätzung – bei jungen Fahranfängern und Fahranfängerinnen treffen diese zur gleichen Zeit zusammen.

Die Risikobereitschaft ist im Vergleich zu anderen Altersgruppen hoch.

Junge Menschen fallen unter anderem auch durch die Unfallursache Alkoholeinfluss auf. Erhebungen zu Folge geht mehr als jeder sechste alkoholbedingte Fehler bei Unfällen mit Todesfolge auf das Konto von 18- bis 24-Jährigen.

Um dort anzusetzen und den jungen Leuten informativ und beratend zur Seite zu stehen, konnten sie im Rahmen der Präventionsveranstaltung nicht nur theoretische Inhalte zu Alkohol am Steuer und dessen Wirkungsweise und Folgen lernen.

Mit VR-Brillen ausgestattet, konnten sie auf einem Parcours der BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) ihre eigenen Erfahrungen sammeln.

Hier werden verschiedene Promillewerte simuliert und deutlich gemacht, wie stark sich bereits geringe Mengen an Alkohol auf die Wahrnehmung, die kognitiven und motorischen Fähigkeiten auswirken. Die Bewältigung des Parcours bereiteten den Teilnehmer*innen selbst bei simulierten 0,5 Promille große Schwierigkeiten.

Im Anschluss an den Parcours wurde ihnen außerdem Bremsweg und Reaktionsweg sowie die richtige Sitzposition im Fahrzeug vermittelt.

Da Geschwindigkeit eine der Hauptursachen bei Verkehrsunfällen ist, wurde der Vergleich bei Verdopplung der Geschwindigkeit und der dadurch resultierenden Vervierfachung des Bremsweges am Beispiel einer Geschwindigkeit von 50 bzw. 100 km/h verdeutlicht.

Es war eine gelungene Veranstaltung, die den Auszubildenden auch unter Einhaltung der Corona-Hygienebestimmungen großen Spaß gemacht hat.

Die Firma GKN Driveline im Trierer Hafen fertigt vorwiegend Antriebswellen mit Gleichlaufgelenken für Pkw, Sperrdifferentiale und Visco-Kupplungen. Mit ca. 450 Mitarbeitern ist das Unternehmen ein großer Arbeitgeber der Region.

PM des PP Trier vom 13.08.2020

Weil er sich Sorgen um seine Mutter macht, hat sich ein junger Mann am Dienstag bei der Polizei gemeldet. Nach Angaben des 22-Jährigen ist seine Mutter gerade dabei, einem Betrüger auf den Leim zu gehen.

Die Frau habe vor einigen Wochen über das Internet Kontakt zu einem Mann bekommen und sich in ihn verliebt. Zu einem Treffen sei es zwar noch nie gekommen, aber er habe ihr schon einen Heiratsantrag gemacht.

Angeblich stecke der Mann in Afrika fest, und seine Mutter habe deswegen schon mehrfach Geld überwiesen. Die Betrugsmasche würde sie nicht erkennen, weil sie zu verliebt sei.

Dem jungen Mann wurden Verhaltenstipps gegeben und die weiteren Ermittlungen eingeleitet. Ob die Frau den Warnungen der Polizeibeamten mehr Glauben schenkt, wird sich zeigen.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin: Der Betrug mit vorgetäuschter Liebe ist ein bekanntes Phänomen – und gerade in Zeiten von Sozialen Netzwerken und Dating-Plattformen im Internet in allen Altersklassen weit verbreitet. Über Online-Chats wird bei neuen Bekanntschaften Vertrauen aufgebaut und schnell die „große Liebe“ versprochen. Aber spätestens wenn der neue „Lover“ vorgibt, ganz dringend und ganz schnell Bargeld zu benötigen, weil er in der Klemme steckt, sollten Betroffene hellhörig werden.

Unser Tipp: Solange die Bekanntschaft rein virtuell ist und sie Ihrem Gegenüber noch nie „im echten Leben“ begegnet sind, sollten Sie Geldforderungen auf gar keinen Fall nachkommen. Leiten Sie auch keine Briefe oder Päckchen weiter.

Auch wenn Sie noch zweifeln und nicht sicher sind, ob es sich bei ihrem „Liebsten“ tatsächlich um einen Betrüger handelt: Holen Sie sich Hilfe und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei! Mehr zum Thema „Romance Scamming“ finden Sie auf der Seite www.polizei-beratung.de unter https://s.rlp.de/8sGJV

PM des PP Westpfalz vom 12.08.2020

Potentielle Opfer aufklären, um Straftaten zu verhindern. Mit diesem Ziel sind Beamt*innen der Polizei Idar-Oberstein in den kommenden Tagen in verschiedenen Ortschaften unterwegs.

Die uniformierten Polizist*innen gehen zwischen dem 12. August und dem 9. September unter anderem in Idar-Oberstein, Rhaunen, Stipshausen, Herrstein und weiteren Orten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Idar-Oberstein, durch Wohngebiete und führen Gespräche mit den Anwohnern. In den diesen möchten sie die Bewohner animieren, aktiv in Kontakt mit ihrer Polizei zu treten und sie über aktuelle Deliktsfelder aufklären. Wenn potentielle Opfer die Vorgehensweise von Kriminellen kennen und erkennen, können sie richtig reagieren. Der Schwerpunkt der Präventionskampagne liegt hier auf dem sogenannten Call-Center-Betrug (CCB). Bei dieser Masche rufen kommunikativ sehr versierte Betrüger potentielle Opfer, meist ältere Menschen, an und beschreiben verschiedene Lebenssachverhalte, um an das hart ersparte Geld der Leute zu gelangen. Die Täter sitzen dabei meist in Call-Centern im Ausland und rufen bundesweit wahllos Menschen an. Leider kommen sie viel zu oft an ihr Ziel und gelangen an das Ersparte. Die häufigsten Legenden sind folgende, wobei der Einfallsreichtum der Täter unerschöpflich scheint: Variante 1: Die Enkeltrickbetrüger. Sie gaben sich als Enkel, Nichte, Neffe oder Patenkind aus und täuschten vor, sich in einer dringenden finanziellen Notlage zu befinden.

Oft wird ein schöner Anlass, wie ein Haus- oder Autokauf, vorgegaukelt. Da sie selbst verhindert seien, würden sie einen guten Freund zur Abholung des Geldes schicken.

Variante 2: Ein „falscher Polizeibeamter“ ruft die Opfer an und schildert, dass ihre Vermögenswerte nicht mehr sicher sind, da z.B. Einbrecherbanden unterwegs zu ihnen seien. Auch wird ihnen suggeriert, dass ihr Geld auch auf der Bank nicht völlig sicher ist und sie es sich dort auszahlen lassen sollen.

Anschließend würde ein Polizist vorbeikommen, das Geld auf Echtheit prüfen und es sicher in Verwahrung nehmen.

Variante 3: Gewinnversprechen – Opfer werden von einem angeblichen Mitarbeiter einer Lotterie bzw. im Auftrag eines Notars angerufen und zum Gewinn eines hohen Geldbetrages beglückwünscht. Es wird versucht, die Gesprächspartner zur Zahlung einer Bearbeitungsgebühr zu bewegen, damit die um ein Vielfaches höhere Gewinnsumme ausgezahlt werden kann.

Variante 4: Der perfide Schockanrufer suggeriert seinem Gesprächspartner, dass ein geliebtes Familienmitglied einen Schaden verursacht habe, im Ausland schwer erkrankt sei oder sich selbst verletzt hätte und nun durch die Zahlung eines hohen Geldbetrags die Behandlung sicherstellen oder eine Bestrafung abgewendet muss.

Weitere Informationen zum Thema CCB finden Sie hier: https://s.rlp.de/mNdkn

Sprechen Sie uns an – wir sind Ihre Polizei!

PM des PP Trier vom 10.08.2020