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Am gestrigen Abend erreichten die Polizei mehrere Hinweise über betrügerische Anrufe von Personen die sich am Telefon als Mitarbeiter der Kriminalpolizei Mainz ausgaben. Angerufen wurden ältere Personen und Seniorinnen und Senioren im Alter von 53 bis 89 Jahren. Die Betrüger gaben in allen Fällen an, dass in der unmittelbaren Nachbarschaft eingebrochen worden sei, fragten nach auffälligen Beobachtungen und ob die angerufenen über Vermögenswerte zu Hause verfügen würden. Insgesamt wurden der Polizei 18 dieser Vorfälle mitgeteilt, die sich über das gesamte Stadtgebiet – mit Schwerpunkt auf den Stadtteil Laubenheim – verteilten. Aufgrund der aufmerksamen Bürgerinnen und Bürger entstand in keinem der Fälle ein Schaden.

Die Betrugsmasche „Falsche Polizeibeamte“ ist nur eine der vielfältigen Betrugsarten der sog. „Callcenter-Betrüger“. Darüber hinaus werden Schockanrufe mit Notlagen von vermeintlichen Familienangehörigen, Enkeltrickbetrüge mit vorgetäuschter finanzieller Not eines Enkelkindes oder Gewinnversprechen bei denen im Vorfeld eine Bearbeitungsgebühr entrichtet werden soll sowie die Legende des angeblichen Microsoft-Mitarbeiters als Vorgehensweise genutzt. Durch die Corona-Pandemie gaben sich Betrüger am Telefon auch als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder Impfzentren aus und boten gegen Bezahlung fingierte Impftermine an. Die Themenfelder werden häufig auch vermischt. Gemeinsam ist allen Vorgehensweisen, dass die Opfer am Telefon massiv unter Druck gesetzt und somit zur Herausgabe von Vermögenswerten oder sogar Bankdaten gebracht werden sollen. Als potenzielle Opfer werden häufig lebensältere Menschen ausgesucht, da hier das noch eher bestehende Vertrauen in Amtspersonen ausgenutzt werden soll und die Hoffnung besteht, dass sich diese eher einschüchtern lassen.

Die Polizei gibt folgende Verhaltenshinweise:

Lassen Sie sich nicht in lange Gespräche verwickeln und unter Druck setzen.

Legen Sie einfach auf. Tätigen Sie dann den Polizeinotruf unter der 110. Geben Sie keine Auskunft über ihre finanziellen Verhältnisse oder sensible Daten, insbesondere Ihre Bankdaten. Händigen Sie niemals Wertsachen oder Bargeld an Unbekannte oder vermeintliche Polizeibeamte aus. Rufen Sie ihre genannten Angehörigen zurück und versichern Sie sich über die Angaben. Und ebenfalls der dringende Appell: Sollten sie nun das Gefühl haben Opfer einer solchen Straftat geworden zu sein: Scheuen Sie sich nicht Ihre nächste Polizeidienststelle aufzusuchen und den Vorfall anzuzeigen. An diese können Sie sich auch für Beratungen wenden.

PM des PP Mainz vom 09.06.2021

Genau richtig verhielt sich am Mittwoch um 13:10 Uhr eine 82-jährige Frau, die einer besonders dreisten Form der Betrugsmache „Falscher Polizeibeamter“ zum Opfer fiel. Sie erhielt einen Anruf eines unbekannten Mannes, der sich mit „Polizei Speyer“ meldete. Er behauptete, ihr Sohn sei verunglückt und habe eine andere Person „totgefahren“. Trotz dieser schockierenden Nachricht erkannte die 82-Jährige sofort die Betrugsmasche und gab keinerlei persönliche oder finanzielle Daten preis. Mit der Äußerung, dass ihn die Polizei zurückrufen werde, beendete sie umgehend das Gespräch. Durch das vorbildliche Verhalten der Seniorin konnte ein finanzieller Schaden verhindert werden. Sollten Sie in eine ähnliche Situation kommen und nur geringe Zweifel hegen, dann beenden Sie das Gespräch und rufen die Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Seien sie grundsätzlich misstrauisch. Die Polizei wird Ihnen solche Nachrichten nicht am Telefon überbringen und Sie niemals um Geldbeträge bitten.

PM der PD Ludwigshafen vom 27.05.2021

Am Montagvormittag (17.05.2021) wurde ein Rentner aus dem Landkreis Roth Opfer von Betrügern, die sich als Polizeibeamte ausgegeben hatten. Sie brachten den Mann dazu, einen 5-stelligen Geldbetrag auszuhändigen.

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen der Geldabholung.

Die unbekannten Betrüger hatten mit der üblichen Masche Erfolg: bereits am frühen Morgen rief ein Mann bei einem Senioren in Thalmässing an und gab sich als Herr Schmitt von der Kripo in Fürth aus. In der Nachbarschaft wäre es in der letzten Zeit zu Überfällen gekommen. Auch die lokalen Banken wären in kriminelle Machenschaften verwickelt und das Geld des Mannes auf den dortigen Konten nicht mehr sicher.

Der rhetorisch geschickt agierende Betrüger überzeugte den überrumpelten Senioren und veranlasste ihn seine Hausbank aufzusuchen. Dort sollte er einen hohen Geldbetrag vom Konto abheben. Sein Mobiltelefon sollte er während der Geldabholung stets angeschaltet lassen, so dass die Betrüger immer die Kontrolle über das Handeln des Geschädigten hatten.

Bei der Bank angelangt stellte sich jedoch heraus, dass diese nicht ausreichend Barbestände vor Ort hatten um einen so hohen Betrag auszuzahlen. Kurzerhand schickten die Betrüger den Geschädigten zu einer anderen Bank. Dort wies der Angestellte zwar auf einen möglichen Betrug hin – doch der Senior war bereits durch die falschen Polizeibeamten derart instruiert worden, dass er sich das Geld dennoch auszahlen ließ.

Kurze Zeit später übergab er den hohen Geldbetrag an einen Mann. Dieser trug kurze, schwarze Haare und hatte schwarze bzw. dunkle Bekleidung.

Selbst nach der Geldabholung witterten die Betrüger noch weitere Beute und ließen nicht vom Geschädigten ab. Zufällig bemerkte ein Angehöriger den Betrug und verständigte schließlich die echte Polizei.

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen in der Sache übernommen. Gesucht werden Zeugen, die am Montag in Thalmässing eine verdächtige Person bemerkt haben. Ein Augenmerk liegt auf einem Mann, der möglicherweise ohne ersichtlichen Grund eine längere Zeit auf etwas gewartet und dabei ständig telefoniert hat. Wem ist möglicherweise ein Fahrzeug mit auswärtigen Kennzeichen aufgefallen?

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich mit dem Kriminaldauerdienst (KDD) Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 in Verbindung zu setzen.

Zur Betrugsmasche „falsche Polizeibeamte“ hat das Polizeipräsidium Mittelfranken einen Videoclip erstellt. Dieser zeigt, wie die Täter vorgehen und erklärt auch, wie sich potentielle Opfer vor Betrug schützen können: https://fb.watch/1ZK3hM3Ygi

Die Polizei bittet Angehörige und Nachbarn potentieller Opfer:

Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen / Nachbarn über die Betrugsmaschen.

Bieten Sie Ihre Hilfe bei der Löschung der Rufnummer aus dem Telefonbuch an – oft genügt hierzu eine Verständigung des jeweiligen Telefonanbieters.

Überprüfen Sie selbst, ob die Rufnummer im Internet noch in Verzeichnisdiensten zu finden ist (z.B. über eine Suche nach der Nummer in einer Suchmaschine). Die Löschung der Rufnummer aus diesen Verzeichnissen ist oft mit einer kurzen Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Firma möglich.

Wenn Sie die Telefonnummer aus dem Telefonbuch und Internetverzeichnissen löschen wollen, dann schieben Sie dieses Thema nicht auf die lange Bank.

Entsprechend den Erkenntnissen der Polizei nutzen die Betrüger gezielt Telefonbücher und Internetverzeichnisse, um an die Rufnummern potentieller Geschädigter zu gelangen.

PM des PP Mittelfranken vom 18.05.2021

Am gestrigen Tag wurde eine ältere Dame Opfer eines Trickbetruges. Die Geschädigte wurde von einer unbekannten Telefonnummer angerufen, eine männliche Stimme gab sich als Polizeibeamter aus und gab an, dass es in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zu mehreren Einbrüchen gekommen sei. Man sei kurz davor, die Täter zu stellen und aus diesem Grund solle sie der Polizei ihr Geld übergeben. Ein für sie bestelltes Taxi begleitete die Dame zur Bank, dort holte sie einen höheren Geldbetrag ab und übergab Dieses und andere Wertgegenstände, zu Hause wieder angekommen, eine ihr unbekannten männlichen Person. Der Geldabholer konnte wie folgt beschrieben werden: ca. 25 Jahre alt, männlich, deutschsprachig, bekleidet mit einer dunklen Hose, blauen Weste und einer weißen Kappe. Hinweise der Polizei: – Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung – Fordern Sie von angeglichen Amtspersonen den Dienstausweis – Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten – Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis – Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen sie einfach auf – Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

PM der PI Alzey vom 12.05.2021

Aktuell gehen bei der Polizei Idar-Oberstein vermehrt Hinweise über sogenannte Schockanrufe durch falsche Polizeibeamte ein. Es handelt sich hierbei um eine weitere perfide Methode von Betrügern um Schreckmomente der Angerufenen zu betrügerischen Zwecken zu nutzen. Die sogenannten „Schockanrufer“ sind Personen, die am Telefon die Notlage eines Familienmitglieds vorgaukeln, für das sie in der Folge unter verschiedenen Vorwänden einen hohen Geldbetrag fordern. Geschildert wird zum Beispiel, dass ein naher Angehöriger in einen schweren Unfall, mit tödlichem Ausgang, verwickelt gewesen ist und nun sogar Haft drohe. Zur Vermeidung einer Inhaftierung wird von den Angerufenen für eine angeblich zu leistende Kaution, ein Geldbetrag gefordert. Eine Rückerstattung wird hierbei ebenfalls in Aussicht gestellt.

Bei den hier bekanntgewordenen Fällen meldete sich zunächst eine weibliche Person mit weinerlicher, kaum verständlicher Stimme und schildert theatralisch einen selbstverschuldeten schweren Verkehrsunfall. Das Gespräch wird sodann an einen angeblichen Polizeibeamten übergeben, welcher zunächst die Personalien des Angerufenen sowie des angeblich in der Verkehrsunfall verwickelten Angehörigen erfragt. Hiernach schildert dieser angebliche Beamte, dass der vermeintliche Angehörige (Tochter, Sohn, Ehefrau etc.) an einer roten Ampel eine Radfahrerin überfahren habe, welche in der Folge verstarb.

So oder ähnlich versuchen die Betrüger, meist ältere Mitbürger am Telefon zu einer Geldübergabe zu animieren.

Seien Sie misstrauisch, wenn ein unbekannter Anrufer Sie mit einem beunruhigenden Sachverhalt – wie etwa dem Unfall eines Angehörigen – konfrontiert und Geld von Ihnen fordert. Hinterfragen Sie die Richtigkeit der Angaben und nehmen Sie umgehend selbst Kontakt mit Ihren Angehörigen auf.

Informieren Sie im Zweifelsfall immer die Polizei.

PM der PD Trier vom 06.05.2021

Am Samstag, den 1. Mai 2021 wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg gegen 18:10 Uhr durch die Notfallleitstelle der Bahn darüber informiert, dass auf der Bahnstrecke Magdeburg – Stendal, in Höhe der Ortslage Rogätz, der Lokführer eines Güterzuges spielende Kinder festgestellt hat, die Schottersteine auf die Gleise legten. Der Lokführer konnte seinen Güterzug glücklicherweise rechtzeitig zum Stehen bringen. Er betreute die beiden 12-jährigen Mädchen bis zum Eintreffen der sofort zum Ereignisort entsandten Streife der Bundespolizei. Die eingesetzten Bundespolizisten übernahmen die beiden Kinder und belehrten diese eindringlich über die lebensgefährlichen Gefahren, in die sie sich mit ihrem unüberlegten Handeln begeben hatten. Anschließend wurden die Mädchen von den Beamten nach Hause gebracht und ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Diese wurden über das Geschehen unterrichtet und ebenfalls belehrt. Alle weiteren auf der betreffenden Bahnstrecke befindlichen Züge mussten bis zur Freigabe der Strecke vorübergehend mit erheblich gedrosselter Geschwindigkeit fahren. Dadurch kam es bei fünf Zügen zu insgesamt 111 Minuten Verspätung.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut darauf hin: Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Die Kinder begeben sich mit ihrem Handeln in Lebensgefahr. Die Züge nähern sich fast lautlos an und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Auch das Hindernis selbst kann eine erhebliche Gefahr darstellen, beispielsweise wenn es oder Teile davon bei der Überfahrt zur Seite fliegt und eines der Kinder trifft. Des Weiteren kann es im schlimmsten Fall zu einer Entgleisung des Zuges, mit gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit oder sogar des Lebens für die Mitarbeiter der Bahn und der Reisenden im Zug, kommen. Die Bundespolizei bittet darum, dass Erziehungsberechtigte ihre Kinder wiederholt auf die Gefahren hinweisen.

Kostenlose Flyer zu dieser Problematik stellt sie in diesem Zusammenhang gern zur Verfügung. Zudem wird sich ein Präventionsbeamter der Bundespolizeiinspektion Magdeburg des Sachverhalts annehmen, mit den Kindern Kontakt aufnehmen und sie diesbezüglich noch einmal sensibilisieren.

PM der BPOLI Magdeburg vom 03.05.2021

Von Enkeltrick, über falsche Gewinnversprechen, einem Corona-Medikament von Donald Trump, Schockanrufen wegen eines Unfalls, vermeintlichen Polizeibeamten oder einem angeblichen Chefarzt – die Palette der Geschichten von Trickbetrüger ist groß. Alles mit dem Ziel, an das Geld ihrer potentiellen Opfer zu kommen. Seit Donnerstag meldeten zahlreiche Betroffene aus Stadt und Kreis versuchte Telefonbetrügereien.

In einem Fall rief zunächst der angebliche Sohn bei einer 75-Jährgen an. Der Mann am Telefon weinte, weil er jemanden totgefahren habe. Dann übernahm ein anderer Mann das Gespräch und erklärte der Seniorin, dass er von der Polizei Bern (Schweiz) sei. Er forderte eine Kaution, da der vermeintliche Sohn sonst für acht Jahre ins Gefängnis müsse. Bevor der Mann die Höhe der angeblichen Kaution nannte, unterbrach ihn die Angerufene: Sie werde sich zunächst einmal bei der Polizei in Kaiserslautern erkundigen. Die 75-Jährige legte auf. Sie hatte genau richtig reagiert, die Betrüger hatten bei ihr keine Chance.

Eine ähnliche Geschichte musste sich eine 77-Jährige anhören. Ihre angebliche Enkelin habe jemanden totgefahren. Die Unbekannte forderte Geld für die Beerdigung des Unfallopfers. Die Seniorin hörte sich das Märchen geduldig an und legte auf. Auch sie erkannte den Betrugsversuch.

Mit einem Medikament, dass auch Donald Trump gegen seine COVID-19-Erkrankung genommen habe, versuchte ein angeblicher Medizinprofessor eine 86-Jährige hereinzulegen. Er gaukelte der Frau aus dem Kreis Kaiserslautern vor, dass sich ihre Tochter mit dem Coronavirus infiziert habe und schwer erkrankt sei. Mit einem neuartigen Medikament, mit dem auch der ehemalige US-Präsident behandelt worden sei, könne man das Leben der Tochter retten. Diese habe nur noch fünf Stunden zu Leben. Der angebliche Arzt setzte die Seniorin unter Druck. Er forderte 31.000 Euro, um das Medikament bezahlen zu können, andernfalls würde die Tochter sterben. Die 86-Jährige ließ sich nicht auf den Schwindel ein. Sie setzte sich direkt mit ihrer Tochter in Verbindung, welche die Polizei informierte.

Einen „Klassiker“ hatten die Betrüger dann auch noch parat: Sie wollten einer 55-Jährigen weismachen, dass sie letztes Jahr ein Gewinnspiel-Abonnement abgeschlossen habe. Weil sie angeblich die Kündigungsfrist versäumt habe, sollte sie nun drei Monate lang 69 Euro bezahlen – die ihr auch angeblich sofort wieder gutgeschrieben würden. Der Anrufer versuchte der Frau durch geschickte Fragen die Zustimmung für ein unseriöses Abonnement zu entlocken. Die 55-Jährige erkannte die Masche. Sie verkniff sich konsequent jedes „Ja“ und legte auf.

Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen des Verdachts des versuchten Betrugs. Die Beamten warnen: Betrüger sind erfinderisch, deshalb seien Sie wachsam! Geben Sie keine persönlichen Daten von sich preis. Lassen Sie sich auf keine Geldforderungen ein und übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Fremde. Im Zweifel vergewissern Sie sich durch einen Rückruf bei ihren Verwandten oder Freunden beziehungsweise bei der Behörde, von der der Anrufer vorgibt zu sein, ob der geschilderte Sachverhalt zutrifft. Suchen Sie sich die Rufnummer selbst heraus und wählen Sie diese auch selbst. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste am Telefon, Sie könnten wieder bei den Betrügern landen. Wenn Sie Opfer eines Telefonbetrugs geworden sind, scheuen Sie sich nicht, umgehend die Polizei zu informieren.

PM des PP Westpfalz vom 30.04.2021

Beinah wäre ein Mann am Mittwoch auf Betrüger und ihre Masche mit dem sogenannten Schockanruf hereingefallen. Nur weil er sich bei der echten Polizei meldete, konnte der Betrug aufgedeckt werden.

Der 72-Jährige tauchte am Nachmittag auf der Dienststelle in der Logenstraße auf, um sich nach seiner Tochter zu erkundigen. Bei der Polizei war jedoch nichts über die Tochter des Mannes bekannt.

Wie sich herausstellte, hatte der Mann gegen Mittag einen Anruf eines angeblichen Polizisten erhalten, der ihm mitteilte, dass seine Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Die Tochter sei deswegen inhaftiert worden, und der Vater müsse nun Geld bezahlen, damit sie wieder freigelassen werde. Der Anrufer gab an, sich am Nachmittag nochmal zu melden.

Aber noch bevor der zweite Anruf kam, saß der Mann schon im Auto und machte sich auf den Weg nach Kaiserslautern – ohne Geld – um mit der Polizei zu sprechen.

Weil dort niemand etwas von dem angeblichen Verkehrsunfall der Tochter oder gar einer Inhaftierung wusste, rief der 72-Jährige seine Tochter an – und erfuhr von ihr, dass es ihr gut geht und sie keinen Unfall hatte.

Erleichtert über diese Nachricht, erstattete der Mann gleich Anzeige wegen Betrugs. Die Ermittlungen nach dem falschen Polizisten laufen…

Unsere Empfehlung: Egal, welche beunruhigende Nachricht Ihnen am Telefon auf diese Art und Weise „untergejubelt“ wird – bleiben Sie skeptisch! Vor allem dann, wenn Geldforderungen gestellt werden oder der Anrufer sich nach Ihrer Bankverbindung oder Wertgegenständen in Ihrem Haushalt erkundigt!

Wenn es bei dem Anruf um Familienangehörige geht, rufen Sie diese am besten selbst unter der Ihnen bekannten Nummer zurück. Und wenn der Anrufer mit anderen Geschichten versucht, Sie unter Druck zu setzen, melden Sie sich bei der Polizei.

Weitere Tipps finden Sie auf der Seite der Polizei-Beratung: https://s.rlp.de/ZOl4D

PM des PP Westpfalz vom 29.04.2021

Am gestrigen Mittwoch, 28.04.2021 kam es im Bereich der Polizeiinspektion Bad Bergzabern gleich zu mehreren Betrugsstraftaten. In Vorderweidenthal wurde zwischen 11:00 und 11:15 Uhr ein Mann in der Bergstraße vorstellig und gab an, dass ihm alles gestohlen worden sei und er kein Geld mehr habe. Das Opfer übergab dem Mann einen geringen Bargeldbetrag und wurde erst später aus seinem Kollegenkreis auf die Betrugsmasche aufmerksam gemacht. Der deutsch sprechende unbekannte Betrüger wird als 1,80 cm groß, ca. 40-50 Jahre alt, kurze dunkle Haare, beschrieben und habe blaue Hose, schwarze Jacke mit dem Emblem „Camp David“ und ein rotes Oberteil getragen. Hinweise zur Identität des Mannes nimmt die Polizeiinspektion Bad Bergzabern unter 06343-93340 oder per Email unter pibadbergzabern@polizei.rlp.de entgegen.

Gegen 10:00 Uhr hatte sich bei einer über 90 Jahre alten Frau aus Schweigen-Rechtenbach ein angeblicher Polizeibeamter gemeldet und angegeben, er habe ihren Namen auf einer Liste von zwei gefassten Einbrechern festgestellt.

Die Angerufene durchschaute den Betrüger sofort und beendete das Telefongespräch.

Zur gleichen Zeit sollte eine 80-jährige Frau in Waldhambach mit mehreren Hundert Euro in Vorkasse gehen, damit ihr angeblicher 5-stellinger Gewinn ausgezahlt werden könne. Auch dieser Betrugsversuch war nicht vom Erfolg gekrönt.

PM der PD Landau vom 29.04.2021

Am Donnerstag dem 08.04.2021 ist es in der Region wieder vermehrt zu Anrufen falscher Polizeibeamter, die überwiegend ältere Mitbürger kontaktierten und ein tödliches Unfallgeschehen, unter Beteiligung von Angehörigen schilderten. Bei den bekanntgewordenen Fällen meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter der Polizei in Karlsruhe und teilte den Angerufenen mit, dass ein Familienmitglied, (Enkel, Tochter, Sohn etc.) in einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang verwickelt wäre. Den Angerufenen wird mitgeteilt, dass der Enkel, Tochter oder Sohn bei diesem Verkehrsunfall einen Menschen getötet habe und nun seitens der Polizei festgenommen wurde. Für die Freilassung müsse nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Kaution im fünfstelligen Eurobereich gezahlt werden. Um den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu unterstreichen und Druck auf die Angerufenen auszuüben, übergibt der angebl. Polizeibeamte das Telefon der Tochter, dem Enkel oder Sohn, welche das vermeintliche Unfallgeschehen in theatralischer Form wiedergeben. Hiernach übernimmt der falsche Polizeibeamte wieder die Gesprächsführung und teilt den Angerufenen mit, dass sich die Staatsanwaltschaft umgehend zwecks Klärung der Zahlungsmodalitäten telefonisch meldet. Die Betroffenen sollten daher keines Falls mit anderen Personen Kontakt aufnehmen. Die mögliche Kaution würde innerhalb von 24 Stunden durch die Staatsanwaltschaft wieder an den Einzahler zurückgezahlt.

Es handelt sich hierbei erneut um eine perfide Masche um an Ersparnisse von älteren Menschen zu kommen.

Die Polizei rät bei derartigen Anrufen umgehend Kontakt mit der örtlichen Polizei aufzunehmen. Natürlich kann ein Unfallgeschehen nie ausgeschlossen werden, jedoch wird weder seitens der Polizei noch der Staatsanwaltschaft, in einem solchen Zusammenhang, eine Kaution für eine Freilassung erhoben.

Die Kriminalpolizei Idar-Oberstein mahnt deswegen zur Vorsicht:

Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen. Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben. Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein. Im Telefondisplay angezeigte Nummern können technisch manipuliert werden und sind kein Beleg für den tatsächlichen Anruf eines Polizeibeamten. Lassen Sie sich gegebenenfalls eine Rückrufnummer geben, die Sie über ihre zuständige Polizeidienststelle überprüfen lassen können. Rufen Sie im Zweifelsfall Ihre zuständige Polizeidienststelle an. In Notfällen wählen Sie die 110.

PM der Kriminalinspektion Idar-Oberstein vom 09.04.2021