Schlagwortarchiv für: Prävention

Auf falsche Polizeibeamte sind am Dienstag eine 42-Jährige und eine 32-Jährige hereingefallen. Die Betrüger erbeuteten circa 3.000 Euro.

Als bei der 42-Jährigen das Telefon klingelte, war ein angeblicher Beamter der europäischen Polizeibehörde EUROPOL dran. Der Betrüger gaukelte der Frau vor, dass ihre Daten in Zusammenhang mit einem Drogenfund in Berlin aufgetaucht seien. Das Konto der 42-Jährigen solle deshalb eingefroren werden, drohte der Unbekannte. Der Anrufer wies sein Opfer an, das Konto zu räumen. Die Frau sollte hierzu Gutscheinkarten im Wert von 1.000 Euro kaufen. Die Codes zum Einlösen der Karten teilte die 42-Jährige dem Anrufer mit. Erst später kam der Frau der Verdacht, dass sie betrogen wurde. Sie wandte sich an die Polizei.

Einer 32-Jährigen machten die falschen EUROPOL-Beamte glauben, dass gegen sie ermittelt werde. Angeblich drohe ihr die Festnahme. Die Betrüger brachten die Frau dazu, eine Software auf ihren Computer zu installieren. Per Fernzugriff gelang es den Tätern, Zugang zum Bankkonto der Frau zu erlangen. Von dort überwiesen sie zweimal knapp 1.000 Euro auf ein ausländisches Bankkonto. Erst als sich die 32-Jährige einer Bekannten anvertraute, flog der Schwindel auf. Die Polizei hat jetzt die Ermittlungen aufgenommen.

PM des PP Westpfalz vom 30.03.2022

Am 31.01.2022, gegen 13:15 Uhr, erhielt eine 71-Jährige aus Ludwigshafen einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizist vorstellte. Als die Seniorin ihn fragte, was er wolle, legte er auf.

Etwa eine halbe Stunde später rief bei der 71-Jährigen eine weibliche Computerstimme an, die erklärte, dass ihr PC infiziert sei und sie auf dem Telefon die Taste 1 drücken solle, um Hilfe zu erhalten. Daraufhin legte die 71-Jährige vorbildlich auf.

Hinweise Ihrer Polizei:

– Beachten Sie, dass Microsoft nach eigenen Angaben keine  unaufgeforderten Telefonanrufe durchführt. Selbst auf offizielle Support-Anfragen erfolgen Hilfestellungen fast ausschließlich per E-Mail.

– Wenn Sie einen Anruf erhalten, legen Sie auf und melden Sie es der Polizei.

– Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Erika Mustermann wird beispielsweise E. Mustermann). So können die Täter Sie gar nicht erst ausfindig machen.

– Sind Sie bereits Opfer geworden, hilft Ihnen gerne die Opferschutzbeauftragte des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, Tel.Nr.: 0621 963-1154.

PM des PP Rheinpfalz vom 01.02.2022

Am Mittwoch, 12.Januar 2022, konnten Spezialkräfte der Polizei zwei mutmaßliche Betrüger im Alter von 29 Jahre festnehmen. Zuvor erhielt eine 62-jährige Frau aus Idar-Oberstein verdächtige Anrufe von einem Unbekannten, der sich als Polizeibeamter ausgab. Dieser gab vor, dass in der Nähe der Wohnanschrift der Dame eingebrochen wurde und dabei die Daten des 62Jährigen aufgefunden wurden. Zudem habe die Polizei durch die Festnahme von vier Einbrechern Erkenntnis darüber erlangt, dass die Täter auch bei ihr einbrechen wollen. Aus diesem Grund müsse die Polizei ihre Wertsachen in Sicherheit bringen. Der unbekannte Anrufer forderte deswegen die Frau auf, ihr Bargeld, Bankkarten, Schmuck und mehrere Goldmünzensammlungen in Tragetaschen zu legen und diese für die Abholung durch die Polizei an der Wohnungstür bereitzulegen. Gegen 18:00 Uhr beobachteten die eingesetzten Kräfte, wie ein Mann die Taschen abholte. Er wurde unmittelbar danach von den Beamten festgenommen. Zudem konnte in einem wartenden Taxi ein weiterer Täter dingfest gemacht werden. Die Täter waren mit einem Taxi aus Bremen angereist. Die 29-Jährigen wurden vorläufig festgenommen und am 13.01.2022 der Haftrichterin vorgeführt.

Bei dem Delikt handelt es sich um die Betrugsmasche „Falsche Polizeibeamte“ (Callcenter-Betrugsdelikte)

Dabei geben sich die Täter den älteren Menschen gegenüber als Polizeibeamte aus, die von Einbrüchen in der Nachbarschaft berichten. Nach einer Festnahme hätten sich Hinweise auf weitere potenzielle Einbruchsobjekte ergeben und dabei wären die Daten des Seniors oder der Seniorin aufgefunden worden. Die angeblichen Polizeibeamten fragen nach vorhandenen Wertgegenständen und bieten an, diese in Verwahrung zu nehmen, bis die Gefahr vorüber ist. Bei dieser Tatbegehungsweise nutzen die Täter das Vertrauen der Menschen in die Polizei aus und erbeuten häufig hohe Summen. Sollten Sie von vermeintlichen Polizeibeamten oder vermeintlichen Angehörigen in Notsituationen angerufen werden, gelten folgende Hinweise der Polizei:

  • Lassen Sie sich von solchen Anrufen nicht beunruhigen und legen Sie auf.
  • Gehen Sie nicht auf die Forderungen der Anrufenden ein.
  • Verständigen Sie die Polizei.
  • Detaillierte Nachfragen zu Vermögen und Wertgegenständen werden durch die tatsächliche Polizei nie am Telefon getätigt.
  • Weder Polizei noch Justiz setzen Angerufene im Gespräch dermaßen unter Druck.
  • Trotz gegenteiliger Aufforderungen der Täterseite wenden Sie sich an
  • Verwandte, Freunde oder sonstige Vertrauenspersonen.

Weitere Verhaltenshinweise bei Trickanrufen und anderen Betrugsmaschen finden Sie unter

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

PM der Kriminalinspektion Idar-Oberstein vom 14.01.2022

Von Donnerstag (09.12.2021) bis Freitag (10.12.2021) verzeichnete die Polizei erneut eine Vielzahl von betrügerischen Callcenter-Anrufen. Zwei tatverdächtige jugendliche Geldabholer konnten in Nürnberg auf frischer Tat festgenommen werden.

Insgesamt verzeichnete die mittelfränkische Polizei gut 45 betrügerische Callcenter-Anrufe in ganz Mittelfranken. Überwiegend gaben sich die Anrufer als angebliche Polizeibeamte aus oder gaben an, dass Angehörige der Angerufenen einen schweren Unfall hatten und nun dringend Geld benötigt werde.

In einem Fall übergab ein Senior aus Erlangen gut 20.000 Euro an angebliche Polizeibeamte. Zuvor gelang es den Unbekannten durch äußerst geschickte Gesprächsführung das Vertrauen des Mannes zu erlangen, sodass dieser die geforderte Summe von einem Geldinstitut abhob.

Im Verlauf eines weiteren Anrufs in Nürnberg wurden Beamte des zuständigen Fachkommissariats der Nürnberger Kriminalpolizei durch kriminaltaktische Maßnahmen auf ein Pärchen aufmerksam, welches vermutlich als Geldabholer fungierte. Im Rahmen der Fahndung konnte ein 15-jähriges Mädchen und ihr 17-jähriger Begleiter in der Nürnberger Innenstadt festgenommen werden. Die Beamten fanden im Verlauf der Festnahme eine fünfstellige Bargeldsumme auf, welche zuvor von dem Opfer an das Duo übergeben wurde.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth werden die beiden Tatverdächtigen dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt eindringlich vor diesen Betrugsmaschen und bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, betagte Angehörige oder Nachbarn aufzuklären. Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

– Sprechen Sie mit Angehörigen über Gefahren durch betrügerische Telefonanrufe.

– Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen stehen soll (z.B. dem Telefonbuch), dann lassen Sie die Nummer dort löschen.

– Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

– Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder nach Ihren Vermögensverhältnissen ausfragen.

– Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen. Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen fordern.

– Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Scheuen Sie sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

– Wenn Sie der Anrufer auffordert, die 110 zu wählen, um die Richtigkeit des Anrufers zu verifizieren, dann beenden Sie das Gespräch, legen den Hörer auf und rufen dann eigenständig bei der Polizei an.

PM des PP Mittelfranken vom 10.12.2021

Einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren erschweren es Einbrechern ins Haus zu gelangen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Täter vorzeitig aufgeben. Doch nicht immer wählen Einbrecher den Weg über die Eingangstür – deshalb rät die Polizei Rheinland-Pfalz auch bei den Nebeneingangstüren, Garagen und Fenstern auf die richtige Sicherung zu achten.

Insbesondere bei handelsüblichen Fenstern benötigen versierte Einbrecher oft nur wenige Sekunden, um dieses aufzuhebeln und so in die Wohnung oder das Haus zu gelangen. Abschließbare Fenstergriffe sind nur in Verbindung mit einem einbruchhemmenden Fensterbeschlag sinnvoll. Einen guten Schutz bieten einbruchhemmende Fensterbeschläge oder Zusatzsicherungen.

Da eingebaute Sicherungen nur bei fachgerechter Montage ihre volle Wirkung entfalten und den entsprechenden Einbruchschutz ermöglichen, bieten die polizeilichen Beratungsstellen eine Datenbank mit geeigneten Herstellern und Fachfirmen an. Diese gewährleisten Sicherungstechnik nach polizeilichen Empfehlungen: https://www.polizei.rlp.de/de/aufgaben/praevention/kriminalpraevention/kriminalitaetsphaenomene/wohnungseinbruchdiebstahl/wer-macht-mein-haus-sicher/ Weitere Informationen finden Sie auch in der Broschüre des Programms Polizeiliche Kriminalprävention „Ungebetene Gäste“: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/1-ungebetene-gaeste/

PM des LKA RLP vom 03.12.2021

Aus aktuellem Anlass warnt die Kriminalinspektion Mayen erneut vor Betrügern am Telefon mit der Masche Enkeltrick. Am 01.12.2021 kam es in Cochem zwischen 17:10 Uhr und 17:50 Uhr zu einem vollendeten Callcenterbetrug, bei dem die Geschädigte Schmuck an einen Abholer übergab. Der Schaden beläuft sich auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Die über 90-jährige Geschädigte erhielt einen Anruf von einer ihr unbekannten Rufnummer. Dort meldete sich eine in Tränen aufgelöste weibliche Person, welche die Geschädigte fälschlicherweise für ihre Enkelin hielt. Das Gespräch wurde dann durch eine andere weibliche Person übernommen, die den Anschein erweckte eine Polizeibeamtin zu sein. Die angebliche Polizistin schilderte der Dame, ihre Enkelin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und es werde nun eine hohe Kaution benötigt, um eine Inhaftierung abzuwenden. In Ermangelung von hohen Bargeldmengen bot die Geschädigte entsprechende Schmuck- und Wertgegenstände an, die sodann gegen 18:00 Uhr durch einen unbekannten männlichen Täter abgeholt wurden. Die Geschädigte wurde während des gesamten Ablaufs konstant am Telefon gehalten, um die Dringlichkeit der Zahlung zu suggerieren und somit den Druck zu erhöhen.

Bei dem Abholer handelte es sich um eine junge männliche Person. Diese wurde als sehr schmal und groß beschrieben, mit kurzen Haaren. Die Person war dunkel gekleidet und trug eine weiße FFP2-Maske. Eine weitere Täterbeschreibung liegt nicht vor.

Die Kriminalpolizei Mayen hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise zum Sachverhalt und der unbekannten männlichen Person des Abholers unter 02651 / 801-0.

PM der Kriminalinspektion Mayen vom 02.12.2021

Im Laufe des gestrigen Tages haben unbekannte Täter im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Schifferstadt mehrere betrügerische Anrufe getätigt. Eine 79-Jährige aus Dannstadt-Schauernheim erhielt einen Anruf von einem angeblichen Arzt und einem Professor. Der Enkel der 79-Jährigen sei mit Corona infiziert und liege im Sterben. Er könne nur geheilt werden, wenn ein spezielles Medikament mit dem Helikopter eingeflogen wird. Die ursprünglichen Kosten von 32.500 Euro wurden im Laufe des Telefongesprächs auf 23.700 Euro reduziert. Auf Drängen der Täter ging die Dame zu ihrer Bank, um das Geld vom Konto abzuheben. Währenddessen blieben die Täter am Telefon und gaben der Frau Anweisungen. Eine Angestellte der Bank erkannte den Betrugsversuch und bewahrte die 79-Jährige vor einem finanziellen Schaden. Eine 77-Jährige aus Böhl-Iggelheim wurde durch einen angeblichen Polizeibeamten der Kriminalpolizei angerufen, da ihr Sohn einen schweren Unfall verursacht haben soll. Nun müsse die Dame eine Kaution für ihren Sohn hinterlegen. Die 77-Jährige erkannte den Betrugsversuch und beendete das Telefonat. In Schifferstadt wurde eine 66-Jährige durch eine angebliche Ärztin aus einem Krankenhaus in Neustadt telefonisch kontaktiert. Hintergrund des Anrufs sei, dass der Sohn der Dame mit Fieber und Corona positiv auf der Intensivstation liege. Da die 66-Jährige am Telefon darauf bestand, den Namen ihres Sohns zu erfahren, beendete die Betrügerin das Telefonat.

PM der PI Schifferstadt vom 02.12.2021

Eine Seniorin aus dem Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim erhielt am Mittwochnachmittag (17.11.2021) einen betrügerischen Anruf. Ein falscher Polizeibeamter schilderte, dass ihr Sohn einen Fahrradfahrer angefahren und nun vor Ort eine Strafe bezahlen müsse. Die Seniorin rief daraufhin selbst ihren Sohn an, wodurch der Betrugsversuch aufflog.

Beachten Sie die Tipps Ihrer Polizei, um sich vor Betrug am Telefon zu schützen:

-Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben.

-Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Das machen nur Betrüger. Sind Sie sich unsicher, fragen Sie bei Ihrer Polizeidienststelle nach. Benutzen Sie hierfür nie die Rückruffunktion Ihres Telefons, sondern wählen Sie die Nummer selbst.

-Am besten ist, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie diese im Zweifelsfall selbst wählen können.

-Wenn Sie auch einen verdächtigen Anruf erhalten haben, melden Sie dies bei Ihrer Polizeidienststelle.

Auf der Internet-Seite www.polizei-beratung.de finden Sie umfangreiche Informationen zu diesem Thema.

PM des PP Rheinpfalz vom 18.11.2021

Am heutigen Tag wurde die Polizeiinspektion Bendorf darüber in Kenntnis gesetzt, dass es wieder zu vermehrten sog. Callcenter Betrugsversuchen bei Bürgern in der Region gekommen ist. Unter anderem wurden durch die Betrüger Gewinnversprechen unterbreitet oder sie gaben sich als Polizeibeamte aus. Letztendlich sollte der Angerufene nach Täuschung dazu gebracht werden, z.B. durch die Betätigung der Taste „1“ am Telefon, eine neue Verbindung zu kostenpflichtigen Rufnummern herzustellen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist es jedoch bislang zu keinem Schadenseintritt gekommen. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang zu äußerster Sensibilität und Vorsicht.

PM der PI Bendorf vom 18.11.2021

Die Polizei hat am Freitag (5. November) in der Zeit von 12 bis 15 Uhr insgesamt neun sogenannte Schockanrufe bei Senioren registriert. Die Täter haben sich als Polizisten ausgegeben und von Unfällen berichtet, an denen die Kinder der Angerufenen beteiligt seien. Die Senioren sollten mit Bargeld als Kaution kurzfristig aushelfen, damit die Söhne und Töchter beispielsweise nicht ins Gefängnis müssten. „Auch wenn die Angerufenen in diesen Fällen die Machenschaften durchschaut und nicht bezahlt haben, sitzt der erste Schock oftmals tief. Die Sorge um die eigenen Kinder ist groß und der Puls rast“, so Ralf Schäfer von der Kriminalprävention und führt aus: „Uns ärgern solche Anrufe sehr. Das Vertrauen, was die Polizei in der Bevölkerung genießt, wird von den Tätern schamlos ausgenutzt.“ Der Kriminalhauptkommissar empfiehlt Angerufenen stets skeptisch zu sein, vor allem wenn es um Geld und Wertsachen geht. Die Polizei, Staatsanwälte, Gerichte oder andere Behörden fordern niemals Geld am Telefon. Auflegen und die echte Polizei informieren ist der einzig empfehlenswerte Weg.

PM der POL Duisburg vom 08.11.2021