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Braunschweig, Melverode/Stöckheim und Lehndorf/Veltenhof
30.11./01.12.2019

Aufgeteilt nach Stadtteilen versuchten falsche Polizeibeamte an das Vermögen mehrerer Braunschweiger zu gelangen. Am Wochenende brachen alle Angerufenen die Gespräche ab, so dass kein Schaden entstanden ist. Erst in der vergangenen Woche wurden zwei Senioren von ihrer Bank davon abgehalten, einen hohen Bargeldbetrag abzuheben.

Am Wochenende klingelten in den Abendstunden in mindestens 30 Haushalten die Telefone. Unbekannte hatten sich stadtteilweise die Telefonanschlüsse von Personen herausgesucht, deren Vornamen auf ein eher höheres Lebensalter schließen ließen.

Am Samstagabend erreichten die Anrufe Melverode und Stöckheim, während am Sonntagabend Lehndorf, Kanzlerfeld und Veltenhof das Ziel waren.

Die Vorgehensweise der Täter war jedoch stets die Gleiche: Die Anrufer gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und gaben vor, dass es eine Festnahme von Einbrechern gegeben habe. Die Betrüger gaukelten ihnen vor, dass das Geld der Angerufenen ebenfalls in Gefahr sei, so dass die Senioren ihre Ersparnisse schnellstmöglich von der Bank holen sollten.

Obwohl die Betrüger sehr überzeugend wirkten, ließen sich die Braunschweiger Senioren nicht täuschen, beendeten die Telefonate und informierten selbstständig die echte Polizei.

Erst am Donnerstag vergangener Woche waren mehrere Männer am Telefon derart hartnäckig, dass sie ein älteres Ehepaar dazu bewegen konnte, zu ihrer Bank zu fahren. Auch in diesem Fall hatten sich die Täter als Polizeibeamte ausgegeben und die Geschichte über die Festnahme eines Einbrechers geschildert. Da angeblich auch Bankmitarbeiter in die Sache involviert und die Ersparnisse des Ehepaares in Gefahr sein sollten, wurden die Senioren aufgefordert ihr Geld von der Bank abzuheben.

Als die Senioren einen hohen fünfstelligen Betrag abheben wollten, wurde eine Bankmitarbeiterin hellhörig und informierte vorsorglich die Polizei. Hiermit verhinderte sie Entstehung eines erheblichen Schadens.

Auch wenn den Senioren somit kein finanzieller Schaden entstanden ist, standen sie deutlich unter dem Eindruck des Geschehens. Wie die meisten Opfer eines Betruges waren sie verängstigt und mussten erst wieder Vertrauen zur echten Polizei erlangen, bevor sie berichten konnten, was geschehen war.

Die Polizei Braunschweig rät: „Sie selbst können sich jederzeit über die Telefonnummer 110 vergewissern, ob sie wirklich die Polizei angerufen hat.
Melden Sie verdächtige Anrufe. Steht die Polizei in zivil vor der Tür, lassen Sie sich die Dienstmarke und den Dienstausweis zeigen.“

PM der POL Braunschweig vom 02.12.2019

Neben dem Weltfrauentag, bei welchem es um die Themen Gleichberechtigung, Wahlrecht und Emanzipation geht, stellt der 25. November ein Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen dar.

Das Polizeipräsidium Mannheim beteiligt sich an dem Aktions-/ Gedenktag „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25.11.2019 und unterstützt die Ziele, die man dadurch erreichen will. Diese sind im Wesentlichen die Stärkung der Frauenrechte, der Gleichstellung und als großes Ziel die Abschaffung von Gewalt und Diskriminierung.

„Gewalt gegen Frauen“ darf kein Tabuthema sein, jede Dritte Frau in Deutschland ist betroffen. Viele schweigen aus Angst und Scham, aber auch das Umfeld sieht oftmals weg.

Betroffene Frauen sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht alleine sind, die Polizei hilft und kann Unterstützungsangebote geben oder diese vermitteln.

Die Fallzahlen von „Häuslicher Gewalt“ sowohl für Baden-Württemberg als auch für das gesamte Bundesgebiet sind stetig ansteigend. Auf der einen Seite sieht man hieran das präsente Problem, man erkennt jedoch auch, dass solche Fälle immer häufiger zur Anzeige gebracht werden und Frauen sich vertrauensvoll an die Polizei wenden. Das ist gut!

Am 25.11.2019 zwischen 11 Uhr und 15 Uhr werden am Bismarckplatz in Heidelberg der Sachbearbeiter für Häusliche Gewalt, Herr Claus Bentele, der Sachbearbeiter für Vorbeugung, Herr Hermann Jochim, beide vom Polizeirevier Heidelberg-Mitte und Frau Tanja Kramper, Opferschutzkoordinatorin des Polizeipräsidium Mannheim gemeinsam mit Frau Dr. Marie-Luise Löffler vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg und Vertreterinnen der Interventionsstelle für Frauen und Kinder, Frauen helfen Frauen e.V. Heidelberg, einen Informationsstand betreiben, der sich der Thematik annimmt. Neben Beratungsgesprächen steht ein umfangreiches Repertoire an Informationsbroschüren interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Medienvertreter werden herzlich eingeladen den Informationsstand zu besuchen, die anwesenden fachkundigen Polizeibeamte stehen für Interviews zur Verfügung.

Außerdem beteiligt sich das Polizeipräsidium Mannheim sichtbar an der UN Women Kampagne „Orange the world“ – Nein zu Gewalt an Frauen. Dazu wird am 25.11.2019 ein Gebäudeteil des Polizeipräsidiums Mannheim, Eckgebäude gegenüber der Lauergärten, orange angeleuchtet. Weltweit soll damit Aufmerksamkeit erregt werden um der Gewalt gegen Mädchen und Frauen ein Ende zu setzen.

PM des PP Mannheim vom 21.11.2019

Die Fachberater der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen laden für Dienstag, 26. November 2019, zu einer Präventionsveranstaltung nicht nur für Senioren ein:

In der Zeit von 14.00 bis 18.30 Uhr sind die Berater des Polizeipräsidiums Nordhessen und der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg in der Ederberglandhalle in Frankenberg mit Infoständen und Kurzvorträgen für Sie da.

Unter dem Motto „Polizeiladen on Tour“ werden die Polizisten kostenlos beraten und geben sinnvolle Tipps zu Themen wie Einbruchsschutz, Haustürgeschäfte, Enkeltrick oder zur Verkehrsprävention. Alle Fragen zur Prävention werden durch die Fachberater gerne beantwortet.

Im Rahmen der Veranstaltung wird es folgende Kurzvorträge geben:

14.30 Uhr „Klüger gegen Betrüger“ mit Verhaltenstipps, damit sie in Ihrem Alltag, ob unterwegs, zu Hause und am Telefon nicht Opfer einer Straftat werden.

15.30 Uhr Verkehrsprävention für Senioren mit Themenschwerpunkt: „Sehen und Gesehen werden“ in der dunklen Jahreszeit und „sicher mit dem Rollator unterwegs“.

17.00 Uhr Einbruchsschutz: „So schützen Sie ihr Zuhause vor Einbrechern“.

Das Team von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen lädt alle Interessierten herzlich ein und freut sich auf Ihren Besuch.

PM der POL Korbach vom 18.11.2019

In den letzten Wochen haben wir mehrfach vor „Falschen Polizeibeamten“, gewarnt, die mit ihren betrügerischen Machenschaften oft tausende, zehntausende oder sogar hunderttausende Euros ergaunern.

Die kriminelle Energie und das technische Wissen dieser Betrüger, die sich immer wieder neue Schachzüge ausdenken, scheint unerschöpflich zu sein. Immer neue Betrugsarten werden benutzt. So sind uns Fälle bekannt, dass diese Täter auch Warnhinweise der Polizei in ihr kriminelles Drehbuch einarbeiten. In der neuen Betrugsmasche nutzen die „Falschen Polizisten“ die Information, dass wir unsere Bürgerinnen und Bürger auffordern, sofort die „110“, den Notruf der Polizei, zu wählen, falls sie das Gefühl haben, es könnte sich um Betrüger handeln. Und jetzt kommt der unfassbare Clou: Um seriös und glaubhaft bei den in der Regel lebensälteren Opfern „rüberzukommen“, bitten die kriminellen Anrufer darum, diese „110“ aus dem bestehenden Gespräch heraus – also ohne zuvor aufzulegen – anzurufen. Im Hintergrund besteht für die Kriminellen dann die Möglichkeit, das Gespräch zwischen Opfer und echter Polizei mitzuhören. Dabei erlangen sie Detailkenntnisse, die genutzt werden können, um die Tat fortzusetzen und die Beute, in der Regel Bargeld oder Schmuck, zu erlangen. An dieser Stelle unser dringender Appell: „Bitte beenden Sie vor dem Wählen der „110“ unbedingt das „alte“ Gespräch, d.h. legen Sie den Hörer auf oder drücken die „Beenden-Taste“.
Nur so kann ein Mithören der „Falschen Polizisten“ verhindert werden. Darüber hinaus erfragt die Polizei niemals die Vermögensverhältnisse – weder per Telefon noch an der Haus- oder Wohnungstür!“ Informieren und sensibilisieren sie Angehörige, Freunde und Bekannte über diese „neue“ Art der Betrugsmasche.

PM der KPB Herford vom 15.11.2019

Eine Welle von Anrufen von Telefonbetrügern, die sich als Polizeibeamte ausgegeben haben, hat am Montag erneut den gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen erfasst. In den Landkreisen Reutlingen, Esslingen und Tübingen gingen nach derzeitigem Stand rund 50 betrügerische Anrufe ein, über 15 davon alleine bei Bürgerinnen und Bürgern in Neuhausen auf den Fildern. Nach den bisherigen polizeilichen Erkenntnissen blieben alle Straftaten im Versuchsstadium stecken.
Auch aktuell kommt es zu weiteren Anrufen von Betrügern.

Wie skrupellos und außerordentlich gefährlich die Kriminellen aber sind, zeigt ein Fall aus Neuhausen, bei dem die Polizei in der Nacht zum Dienstag mit einem größeren Einsatz rechtzeitig verhindern konnte, dass ein Seniorenehepaar einer Betrügerbande Geld und Wertsachen aushändigt:

Die Täter hatten sich als Beamte des Polizeipostens Neuhausen ausgegeben und behauptet, dass ein Einbruch bevorstehe und das Vermögen der Eheleute zuhause nicht mehr sicher sei. Als der Ehefrau Zweifel kamen, rief sie richtigerweise über Notruf selbst die Polizei. Weil die Betrüger aber zeitgleich an einem anderen Telefon mit dem Ehemann sprachen, bekamen sie mit, dass ihr Vorhaben zu scheitern drohte. Sie verängstigten ihre Opfer dermaßen, dass die Frau auflegte und anstatt der Polizei doch wieder den Betrügern glaubte. Sämtliche Versuche, mit dem Ehepaar telefonisch und auch persönlich am Wohnsitz in Kontakt zu treten, scheiterten. Stattdessen gelang es den Kriminellen, ihre Opfer davon zu überzeugen, dass nicht die Polizei vor der Tür stehe, sondern besagte Einbrecher, die es auf ihr Vermögen abgesehen haben. Da weiterhin eine Kontaktaufnahme mit den Eheleuten scheiterte, eine Übergabe von Wertsachen an die Betrüger aber zu befürchten war, betrat die Polizei schließlich das Wohnhaus, wo das verängstigte Ehepaar körperlich unversehrt angetroffen werden konnte.

Bei den weiteren Ermittlungen kam heraus, wie weit die Betrüger zu gehen bereit
sind: In diesem Fall hatte die verbrecherische Bande den Ehemann für den Fall, dass er eine Schusswaffe besitze, sogar aufgefordert, auf die vor dem Haus stehenden Einsatzkräfte der Polizei, die von den Betrügern als Einbrecher bezeichnet wurden, zu schießen. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Die Eheleute werden entsprechend beraten.

Die Polizei weist noch einmal darauf hin, dass sie niemals Personen zur Übergabe von Wertsachen auffordern und ebenfalls niemals Anweisungen erteilen würde, auf Menschen zu schießen. Legen Sie bei derartigen Anrufen sofort und vollständig auf und alarmieren Sie, wie es die Frau im vorliegenden Fall zunächst richtigerweise getan hat, selbstständig über 110 die Polizei. Wenn dies berücksichtigt wird, sprechen Sie auch tatsächlich mit der Polizei, egal was Ihnen die Betrüger weismachen wollen.

PM des PP Reutlingen vom 12.11.2019

Wann: Dienstag, 12.11.2019, 10:00 – 12:00 Uhr

Wo: 40764 Langenfeld, Galerieplatz 1 (Stadtgalerie)

Themen: Sicherheit durch Sichtbarkeit im Straßenverkehr

Schutz vor Trickdiebstahl und Trickbetrug

Schutz vor Einbruchdiebstahl

Die Sicherheitsberaterinnen und -berater des „Aktionsbündnisses Seniorensicherheit“ (ASS!) informieren am kommenden Dienstag (12.11.2019) zu gleich drei Themen mit aktueller Relevanz:

Dazu stehen die Expertinnen und Experten in der in der Zeit von 10 bis 12 Uhr mit ihrem Beratungsstand in der Stadtgalerie in der Langenfelder Innenstadt.

Zum Thema „Sicherheit durch Sichtbarkeit im Straßenverkehr“ unterstützt sie dabei die Polizeihauptkommissarin Katja Lindemann, Verkehrssicherheitsberaterin der Verkehrsunfallprävention in der Kreispolizeibehörde Mettmann. Fußgänger und Radfahrer sind, als sogenannte „schwache Verkehrsteilnehmer“, in der aktuell schon begonnenen dunklen Jahreszeit noch gefährdeter als sonst. Am Infostand wollen sich die ASS!e, zusammen mit der Polizei, daher dieser gefährdeten Zielgruppe widmen und durch Infomaterial und mit verschiedenen Anschauungsobjekten auf die ebenso einfache und preiswerte, wie auch wirkungsvolle Nutzung von Reflektions-Materialien an der Kleidung hinweisen.

Außerdem warnen die Beraterinnen und Berater vor Ort vor den Maschen von Trickbetrügern, welche sich gezielt Seniorinnen und Senioren als Opfer aussuchen. Die „ASS!e“ geben Verhaltenstipps, wie Sie sich vor so genannten „falschen Polizeibeamten“ oder anderen Trickbetrügern schützen können.

Jetzt zu Beginn der dunklen Jahreszeit ist außerdem der Einbruchschutz ein wichtiges Thema: Polizeihauptkommissarin Katja Lindemann wird daher gemeinsam mit den „ASS!en“ wertvolle und effektive Tipps zum Einbruchschutz vermitteln.

Die Polizei und die ASS!e freuen sich auf zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger. Kommen Sei vorbei und lassen sich beraten!

Hinweise an die Medien:

1. Für eine auch wiederholte Ankündigung der Veranstaltung im Rahmen
redaktioneller Möglichkeiten wären wir dankbar.

2. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, bei der Aktion der Langenfelder
ASS!e persönlich vorbeizuschauen, um darüber anschließend in Wort und Bild zu berichten.

3. Weitere interessante Infos rund um das Aktionsbündnis sind nachzulesen auf
der Seite www.seniorensicherheit-kreis-mettmann.de !

PM der POL Mettmann vom 08.11.2019

„Wir stärken mit der Kampagne den Menschen den Rücken, die sich jeden Tag in der Öffentlichkeit für unseren demokratischen Staat einsetzen und wollen damit einen Beitrag für eine mutige und wehrhafte Demokratie leisten.“

Mit diesen Worten startete der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, am 17.09.2019 die landesweite Informationskampagne der Niedersächsischen Landesregierung zur „Sicherheit von Amts- und Mandatsträgerinnen und -trägern sowie in der Öffentlichkeit stehenden Personen“ in der Polizeidirektion Oldenburg.

Eine darauffolgende Informations- und Präventionsveranstaltung fand am heutigen Mittwoch (23.10.2019) auf Einladung von Johann Kühme, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, und Arne Schmidt, Leiter der Polizeiinspektion Cuxhaven, statt.

Teilnehmende waren neben Vertreterinnen und Vertretern der Polizei zahlreiche Amts- und Mandatsträger aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven sowie Angehörige der öffentlichen Verwaltung, der Justiz und der Medien.

„Wir erleben seit einigen Jahren eine zunehmende Verrohung in unserer Gesellschaft was die Sprache betrifft – insbesondere im Internet. Diese sprachliche Enthemmtheit im Netz kann der Nährboden sein für spätere Gewalttaten gegen einzelne Personen“, sagte Johann Kühme, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, und betonte: „Wir müssen uns denjenigen, die Hetze und Hass verbreiten – ob gegen Minderheiten oder gegen Menschen, die sich für unser freiheitlich-demokratische Grundordnung einsetzen – konsequent entgegenstellen. Die Polizei wird dies nicht hinnehmen, sie wird derlei Straftaten konsequent verfolgen und alles dafür tun, Ihnen den bestmöglichen Schutz zu gewähren.“

Während der knapp dreistündigen Veranstaltung gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung einen Überblick über wesentliche Entwicklungen und Erkenntnisse im Zusammenhang mit Hass- und Hetzkampagnen in der analogen und digitalen Welt. Zudem erhielten die Teilnehmenden Hinweise und Verhaltensempfehlungen für den Fall, dass sie selbst Ziel solcher Hass- und Hetzkampagnen werden sollten.

„Unser Hauptanliegen bei der heutigen Veranstaltung ist eine noch engere Vernetzung mit den Betroffenen. Wir möchten Ansprechbarkeiten vermitteln und deutlich machen, was jeder oder jede Einzelne für die eigene Sicherheit tun kann, um gemeinsam konsequent gegen Hass, Beleidigungen und Hetze im Netz und in der realen Lebenswirklichkeit vorzugehen“, betonte Kriminaldirektor Arne Schmidt.

PM der PI Cuxhaven vom 23.10.2019

Eine Videokampagne für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei erlebte am Mittwoch (16.10.) im Medienzentrum von Borussia Dortmund eine emotionale Premiere.
Dabei ging es nicht um hollywoodreife Blaulicht-Szenen, sondern um die harte Realität im Alltag:

Dann, wenn Retter nach einem Verkehrsunfall verletzte Personen aus einem Wrack befreien, und zeitgleich Gaffer im Vorbeifahren die Kamera draufhalten. Dann, wenn Polizisten im Einsatz derartig massive Gewalt erfahren und dabei befürchten, ihre Familie nicht mehr wiederzusehen. Dann, wenn Opfer von Verkehrsunfällen oder Gewalttaten wehrlos am Boden liegen, gefilmt oder fotografiert und ihrer Würde beraubt werden, wenn die Daten ungefragt im Internet erscheinen.

Auch zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei in Dortmund und Lünen unterstützen die „Respekt?! Ja Bitte“-Kampagne der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP, Kreisgruppe Dortmund). Hauptbrandmeister Andreas Jedamzik von der Dortmunder Feuerwehr sowie die Polizeibeamten Frank Schniedermeier, Maik Müller und Alexander Koch hatten 2018 die Idee, dem Thema Respekt mit kurzen Videobotschaften zu mehr Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit zu verhelfen.

Entstanden sind innerhalb eines Jahres mehr als 50 Clips, deren Hauptdarsteller aus dem Einsatzalltag berichten. Auch Familienangehörige kommen zu Wort. Mit Videostatements unterstützen auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und Innenminister Herbert Reul die Kampagne. Die Videos der Kampagne sind kurz nach dem Start schon über 550.000 mal aufgerufen worden. Die Macher waren überwältigt von der Resonanz nicht nur bei den Zahlen.
„Auch die Unterstützung des Innenministeriums ist eine große Anerkennung für uns“, sagte Polizeioberkommissar Alexander Koch vor
175 Gästen im Medienzentrum des Signal Iduna Parks. Maik Müller, Polizeioberkommissar, Kameramann und Cutter in Personalunion: „Mit
13.000 Abonnenten bei Facebook und so vielen Aufrufen in so kurzer Zeit haben wir nicht gerechnet. Da ist man dann stolz, Mitglied der Blaulicht-Familien zu sein.“

Kaum waren die Videoclips auf der Facebookseite der Kampagne online, erhielt die Respekt-Redaktion zahlreiche Reaktionen, darunter das handschriftlich eingereichte Gedicht einer 73-jährigen Seniorin und Fotos von Feuerwachen und Polizeidienststellen, die die Initiative unterstützen wollten. Auch wegen der großen Resonanz bundesweit soll die Initiative mit der Veröffentlichung der Videos im Internet nicht enden. Sie markiert erst den Anfang einer überfälligen
Diskussion:

„Uns ist klar, dass man verloren gegangenen Respekt nicht allein mit ein paar Videos zurückholen kann“, sagte Andreas Jedamzik von der Dortmunder Feuerwehr. Die Kampagne will deshalb eine öffentliche Debatte anstoßen, die nicht allein über Respektlosigkeit gegenüber Polizei und Feuerwehr zu führen sei. „Respekt?! Ja bitte!“ fordert zu öffentlichem Widerspruch auf, wenn Retter bedrängt oder bedroht werden. So formulierte es auch NRW-Innenminister Herbert Reul in seiner Videobotschaft.

Die Zahl der Widerstände und Angriffe auf Einsatzkräfte haben in den vergangenen Jahren einen so hohen Stand erreicht, dass die Dortmunder Polizei diese Fälle strategisch bearbeitet. Ein Polizeibeamter befasst sich ausschließlich mit diesem Thema.
Erkenntnisse aus Einsätzen fließen in Aus- und Fortbildung ein. Ein wichtiges Ziel ist dabei die Deeskalation durch Worte. „Das Thema bewegt uns“, sagte Polizeipräsident Gregor Lange, der die Kampagne von der ersten Minute an unterstützt, in seiner Rede.

„Unser Rechtsstaat und die Demokratie funktionieren nicht einfach so“, erklärte er zum offiziellen Start der Kampagne, „wir müssen uns täglich darum bemühen.“ Begriffe wie Respekt und Anstand seien die richtigen Worte für den Einstieg in die Debatte. Eine Debatte, die auch die Menschenwürde betreffen, wie der Chef der Dortmunder Feuerwehr, Dirk Aschenbrenner, betonte. Sich für die Menschenwürde einzusetzen sei nicht allein Aufgabe staatlicher Institutionen, sondern die Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger.

Welche Folgen die in einem Einsatz erfahrene Gewalt auch langfristig haben kann, schilderte der Polizeipräsident am Beispiel eines Polizeioberkommissars, der noch zehn Jahre nach einem hinterhältigen Angriff körperlich an den Folgen der Tat leidet. Die erlittenen Schäden beeinträchtigen das Familienleben auch heute noch.

Im Vergleich der Jahre 2017 und 2018 sind die Fallzahlen beim „Widerstand gegen und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen“ (§§ 113-115 Strafgesetzbuch) in Dortmund und Lünen um mehr als 30 Prozent angestiegen. Weitere Zahlen aus beiden Städten für 2018 und 2019:

Januar bis Dezember 2018 Dortmund: 727 Lünen: 66

Januar bis September 2018 Dortmund: 550 Lünen: 66

Januar bis September 2019: Dortmund: 563 Lünen: 46

PM der POL Dortmund vom 16.10.2019

Präventionskampagne gegen betrügerische Telefonanrufe

Bei der Bekämpfung des Telefonbetrugs unternimmt das Polizeipräsidium Reutlingen einen weiteren wichtigen Schritt und bringt eine Million bedruckter Bäckertüten in den Handel. Mit der Aktion soll erneut vor dem Phänomen gewarnt werden, bei dem vor allem ältere Menschen auf perfide Art und Weise um ihr Erspartes gebracht werden.

Wie wichtig Prävention in diesem Bereich ist, zeigen die aktuellen Zahlen. Allein im vergangenen Jahr registrierte das Polizeipräsidium Reutlingen in seinem Zuständigkeitsbereich mehr als 1.500 derartige Anrufe, bei denen die Betrüger so professionell vorgingen, dass sie in 66 Fällen einen finanziellen Gesamtschaden von knapp 700.000 Euro verursachten. Damit hat sich deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifacht bzw. bei den Vollendungen sogar verfünffacht.
Obwohl zwischenzeitlich nahezu 96 Prozent der Angerufenen den Betrugsversuch erkennen, finden die Täter immer noch Opfer, die bereit sind, ihre Wertsachen den vermeintlichen Polizeibeamten oder Kurieren der angeblichen Angehörigen zu übergeben.

Genau hier setzt die neue Präventionskampagne an.

In Zusammenarbeit mit den Kreisseniorenräten Reutlingen, Esslingen, Tübingen und den Kreissparkassen Reutlingen, Esslingen/Nürtingen und Tübingen, der Bäckerinnung Alb-Neckar-Fils, der Firma BÄKO-AG und ausgewählten Bäckereien in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen und Tübingen wurden durch das Polizeipräsidium Reutlingen eine Million Brötchentüten beschafft, die plakativ auf den wichtigsten Verhaltenshinweis zum Schutz vor Telefonbetrügern aufmerksam macht: „Bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen und die Polizei unter 110 verständigen.“ Die Verpackungen werden in den nächsten Tagen in den Handel kommen und von ausgewählten Bäckereien beim Kauf von Backwerk ausgegeben.

Zum Auftakt der Aktion werden Polizeibeamtinnen und -Beamte des Polizeipräsidiums Reutlingen am

Mittwoch, 9. Oktober 2019, von 10 Uhr bis 13 Uhr,

in Reutlingen, auf dem Marktplatz,
in Esslingen, auf dem Rathausplatz und
in Tübingen, auf dem Holzmarkt,

gemeinsam mit den beteiligten Projektpartnern vor Ort sein und neben Informationen aus erster Hand auch die neuen Bäckertüten samt Gebäckstück kostenlos verteilen.

Ein weiterer Baustein der Kampagne bildet eine Experten-Hotline, bei der sich Bürgerinnen und Bürgern kostenlos informieren und beraten lassen können. Gemeinsam mit Experten der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg beantworten unsere Polizeibeamten alle Fragen rund um das Thema Abzocke, Betrug und Verbraucherschutz. Die Experten-Hotline ist am

Freitag, 11. Oktober 2019, von 10 Uhr bis 13 Uhr, unter der Telefonnummer 07121/942-4306 erreichbar.

Ein Besuch und ein Anruf, der in jedem Fall lohnt!

Zudem bieten die Spezialisten des Referats Prävention Vorträge zum Thema Enkeltrick und falsche Amtspersonen an. Unter der Mailadresse reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de können Informationen zur nächsten Informationsveranstaltung abgerufen oder auch Referenten zu Vorträgen angefragt werden. Weitere Informationen zum Thema finden sich auch im Internet unter www.polizei-beratung.de und unter https:/ /polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug-durch-falsche-polizisten

PM (auszugsweise) des PP Reutlingen vom 08.10.2019

 

 

Man kann es deutlich spüren, die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel. Viele Menschen kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit von der Arbeit nach Hause. Die bis dahin unbeleuchteten Häuser und Wohnungen signalisieren, dass niemand zu Hause ist. Das machen sich die Einbrecher zu Nutze und gehen im Schutze der frühen Dunkelheit ans Werk. Entgegen der allgemeinen Vorstellung finden Wohnungseinbrüche selten zur Nachtzeit statt, die überwiegende Anzahl zwischen 16:00 Uhr und 21:00 Uhr. Die Täter nutzen schlecht gesicherte Fenster und Türen und sorgen bei der Rückkehr der Bewohner für eine böse Überraschung. Entscheidend für die Einbrecher ist der Faktor Zeit: Damit das Entdeckungsrisiko minimiert wird, muss der Einbruch schnell gehen. In der Regel dauert das Eindringen nur wenige Sekunden; der Einbruch selbst nur wenige Minuten. Stößt der Täter auf einbruchshemmende Sicherungseinrichtungen bricht er erfahrungsgemäß sein Vorhaben ab und sucht sich eine günstigere Gelegenheit. Um das Risiko eines vollendeten Wohnungseinbruchs erheblich zu minimieren, beraten die Experten der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle die Bürgerinnen und Bürger, wie sie ihre Wohnungen vor unbefugtem Eindringen sichern können. Bei einem Termin vor Ort werden von den Polizeibeamten individuelle Lösungen angeboten, wie eine Einbruchssicherung optimal gestaltet werden kann. Neben vielen wertvollen Tipps erhalten die Beratungssuchenden eine schriftliche Schwachstellenanalyse sowie weiteres Informationsmaterial. Termine für dieses kostenlose Beratungsangebot können bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle unter 07621/1500-640 oder email freiburg.pp.praevention@polizei.bwl.de vereinbart werden.

PM des PP Freiburg vom 02.10.2019