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Ein 19-jähriger Reisender beschäftigte die Bundespolizei in Halle am vergangenen Wochenende gleich mehrfach: Zunächst informierte ein Zugbegleiter am Samstag, den 1. Mai 2021, gegen 20:30 Uhr das Bundespolizeirevier in Halle über den Mann, welcher den Intercityexpress auf der Strecke Erfurt – Halle nutzte und kein gültiges Zugticket vorweisen konnte. Zudem versuchte er während der Fahrt einer 47-jährigen Frau ihre Handtasche zu entwenden, indem er ihre Tasche, welche sich unter dem Sitz befand, zu sich zog. Die Geschädigte bemerkte dies und unterband es. Nach Ankunft des Zuges im Hauptbahnhof Halle um 20:45 Uhr erwartete eine Streife der Bundespolizei den Mann auf Bahnsteig 6. Da er keine Identitätspapiere vorweisen konnte, wurde der Marokkaner mit zur Dienststelle genommen. Bei der sich anschließenden Durchsuchung sperrte er sich und versuchte die Beamten von sich zu schieben. Neben einem Ausweis fanden die Einsatzkräfte auch noch ein Päckchen mit circa 0,9 Gramm vermutlich Cannabis in seiner Unterhose und stellten dies sicher. Daher erhielt der Tatverdächtige Strafanzeigen wegen der begangenen Leistungserschleichung, des versuchten Diebstahls, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Doch damit nicht genug: Am Sonntag, den 2. Mai 2021 fiel der Mann im Hauptbahnhof Halle erneut auf. Sicherheitsmitarbeiter der Bahn verwiesen ihn gegen 03:30 Uhr früh aus dem Bahnhof, da er gegen die Hausordnung verstoßen hatte. Dieser Aufforderung kam er trotz mehrmaliger Wiederholung nicht nach, so dass die Mitarbeiter der Bahn eine Streife der Bundespolizei hinzuzogen. Bei der sich anschließenden Durchsetzung des Platzverweises sperrte sich der Mann erneut gegen die polizeilichen Maßnahmen und beleidigte die Sicherheitsmitarbeiter mit ehrverletzenden Worten. Dies bringt ihn drei weitere Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs, eines weiteren Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ein.

PM der BPOLI Magdeburg vom 03.05.2021

Am Samstag, den 1. Mai 2021 wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg gegen 18:10 Uhr durch die Notfallleitstelle der Bahn darüber informiert, dass auf der Bahnstrecke Magdeburg – Stendal, in Höhe der Ortslage Rogätz, der Lokführer eines Güterzuges spielende Kinder festgestellt hat, die Schottersteine auf die Gleise legten. Der Lokführer konnte seinen Güterzug glücklicherweise rechtzeitig zum Stehen bringen. Er betreute die beiden 12-jährigen Mädchen bis zum Eintreffen der sofort zum Ereignisort entsandten Streife der Bundespolizei. Die eingesetzten Bundespolizisten übernahmen die beiden Kinder und belehrten diese eindringlich über die lebensgefährlichen Gefahren, in die sie sich mit ihrem unüberlegten Handeln begeben hatten. Anschließend wurden die Mädchen von den Beamten nach Hause gebracht und ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Diese wurden über das Geschehen unterrichtet und ebenfalls belehrt. Alle weiteren auf der betreffenden Bahnstrecke befindlichen Züge mussten bis zur Freigabe der Strecke vorübergehend mit erheblich gedrosselter Geschwindigkeit fahren. Dadurch kam es bei fünf Zügen zu insgesamt 111 Minuten Verspätung.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut darauf hin: Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Die Kinder begeben sich mit ihrem Handeln in Lebensgefahr. Die Züge nähern sich fast lautlos an und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Auch das Hindernis selbst kann eine erhebliche Gefahr darstellen, beispielsweise wenn es oder Teile davon bei der Überfahrt zur Seite fliegt und eines der Kinder trifft. Des Weiteren kann es im schlimmsten Fall zu einer Entgleisung des Zuges, mit gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit oder sogar des Lebens für die Mitarbeiter der Bahn und der Reisenden im Zug, kommen. Die Bundespolizei bittet darum, dass Erziehungsberechtigte ihre Kinder wiederholt auf die Gefahren hinweisen.

Kostenlose Flyer zu dieser Problematik stellt sie in diesem Zusammenhang gern zur Verfügung. Zudem wird sich ein Präventionsbeamter der Bundespolizeiinspektion Magdeburg des Sachverhalts annehmen, mit den Kindern Kontakt aufnehmen und sie diesbezüglich noch einmal sensibilisieren.

PM der BPOLI Magdeburg vom 03.05.2021

Am Samstag, den 1. Mai 2021 kontrollierten Bundespolizisten gegen 08:30 Uhr einen Reisenden auf dem Hauptbahnhof Halle. Die sich anschließende Überprüfung seiner Personaldaten im polizeilichen Informationssystem ergab, dass der 49-Jährige per Untersuchungshaftbefehl gesucht wurde. Die Bundespolizisten setzten den Mann davon in Kenntnis und nahmen ihn fest. Der Deutsche wurde um 11:00 Uhr einen Haftrichter am Amtsgericht Merseburg vorgeführt. Dieser bestätigte den Untersuchungshaftbefehl. So übergaben die Einsatzkräfte den Mann anschließend an die Justizvollzugsanstalt Halle.

PM der BPOLI Magdeburg vom 03.05.2021

Am Freitag, den 30. April 2021 bemerkten Bundespolizisten um 21:49 Uhr einen Reisenden im Hauptbahnhof Halberstadt, der keinen erforderlichen Mund-Nasen-Schutz trug. Er kam mit einem Regionalexpress aus Richtung Quedlinburg an und trug auch beim Aussteigen aus dem Zug keine Maske. Die Bundespolizisten sprachen den Mann daraufhin an und wollten seine Identität feststellen. Der 41-jährige Deutsche verweigerte sowohl das Aufsetzen einer Maske, als auch sich auszuweisen. Die Bundespolizisten durchsuchten ihn daraufhin, wobei er unkontrolliert in Richtung der Oberkörper der Bundespolizisten schlug. Der Mann musst gefesselt und für alle weiteren strafprozessualen Maßnahmen zur Dienststelle verbracht werden. Auch hierbei sperrte er sich und versuchte einen Bundespolizisten mehrfach zu treten. Da dies misslang, spuckte er einen weiteren Bundespolizisten an und traf ihn unter anderem im Gesicht. Hierbei äußerte er „Da hast Du Corona.“ Zudem ließ er sich immer wieder fallen und beleidigte die Bundespolizisten massiv mit ehrverletzenden Worten. Während der Durchsuchung in der Dienststelle versuchte er dann noch mittels eines Kopfstoßes auf einen der eingesetzten Bundespolizisten einzuwirken. Glücklicherweise wurde keiner der Einsatzkräfte verletzt. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,36 Promille.

Nachdem die Identität feststand, ergab die fahndungsmäßige Überprüfung, dass der Mann bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war. Mit seinem Verhalten kamen weitere Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung hinzu. Zudem wird das zuständige Gesundheitsamt über den Sachverhalt informiert und eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen des Nichtragens der erforderlichen Schutzmaske gefertigt.

PM der BPOLI Magdeburg vom 02.05.2021

Eine 29-jährige Frau beschäftigte die Bundespolizei am Hauptbahnhof Halle am Freitagvormittag, den 30. April 2021 gleich mehrmals:

Zunächst war die Deutsche in einem Intercityexpress auf der Strecke Berlin – München unterwegs. Hierbei führte sie keinen gültigen Fahrschein mit sich und wurde durch das Bahnpersonal am Hauptbahnhof Halle von der Fahrt ausgeschlossen.

Nach Ankunft des Zuges um 07:10 Uhr wurde die Schwarzfahrerin bereits von einer zuvor durch die Notfallleitstelle der Bahn informierten Streife der Bundespolizei empfangen. Hierbei nahmen die Bundespolizisten einen starken Marihuana Geruch wahr. Sie durchsuchten den Rucksack der Frau und wurden fündig.

Die circa 1,8 Gramm vermutliches Marihuana wurden sichergestellt und die Frau samt ihrem mitgeführten Hund für alle weiteren strafprozessualen Maßnahmen mit zur Dienststelle genommen. Nach Abschluss der Maßnahmen erteilten die Bundespolizisten der Frau einen Platzverweis für den Hauptbahnhof Halle. Diesem kam sie jedoch nicht nach, sondern ließ die Leine ihres Hundes los und gab an, ihn nicht mehr zu wollen. Der Schäferhund lief frei in der Haupthalle umher und musste durch die Bundespolizisten eingefangen werden. Des Weiteren warf sie ihren Rucksack nach einer Beamtin und widersetzte sich bei der Verbringung aus dem Hauptbahnhof mittels sperren und drehen den polizeilichen Maßnahmen. Zudem beleidigte die Frau die Bundespolizisten mit ehrverletzenden Worten. Ihr gesamtes Gebaren bringt der Frau nun gleich mehrere Strafanzeigen wegen der Leistungserschleichung, eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung ein. Der Hund musste der Tiernotrettung übergeben werden, die ihn in einem Tierheim unterbrachte.

PM der BPOLI Magdeburg vom 02.05.2021

Am frühen Donnerstagmorgen, den 22. April 2021, gegen 04:25 Uhr wurde das Bundespolizeirevier Dessau darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine Zugbegleiterin in der S8 von Bitterfeld in Richtung Dessau die Unterstützung der Bundespolizei benötigt. In ihrer Bahn befand sich ein Mann ohne gültigen Fahrschein. Bei Eintreffen der S-Bahn auf Bahnsteig 2 des Dessauer Hauptbahnhofes wurde der 40-jährige Deutsche gebeten den Zug zu verlassen und den Beamten zur Identitätsfeststellung auf den Bahnsteig zu folgen. Dieser Aufforderung kam der Mann nach. Als er von den Bundespolizisten aufgefordert wurde, sich auszuweisen, schlug seine Stimmung schlagartig um. Er schmiss sich auf den Boden und reagierte dementsprechend sehr unkooperativ und lautstark. Als die Beamten ihm seine Bauchtasche abnahmen, um nach einem Ausweispapier zu suchen, wurde er noch agressiver und warf einen zuvor versteckten Hammer in Richtung der Bundespolizisten. Glücklicherweise verfehlte er diese. Daraufhin nahm er eine Axt und bedrohte die eingesetzten Beamten damit. Diese sahen sich dadurch gezwungen, das Pfefferspray gegen den Schwarzfahrer einzusetzen. Seinen anschließenden Fluchtversuch konnten die Beamten stoppen, indem sie den Mann zu Boden brachten und fesselten. Dabei leistete er vehement Widerstand. Es erfolgte die Mitnahme zur Dienststelle im Hauptbahnhof Dessau, wo dem Mann zunächst Erste Hilfe aufgrund des Pfefferspray-Einsatzes geleistet und ein Rettungswagen angefordert wurde. Bei der Durchsuchung seiner mitgeführten Sachen konnten des Weiteren eine Brechstange sowie zwei Küchenmesser durch die Bundespolizisten festgestellt werden. Diese wurden gemeinsam mit der Axt und dem Hammer sichergestellt. Zudem ergab die fahndungsmäßige Überprüfung seiner zuvor festgestellten Personalien, dass die Staatsanwaltschaft Stendal den aktuellen Aufenthaltsort des Mannes ersuchte. Auch hier wird bereits gegen den Mann wegen der Androhung von Straftaten ermittelt. Die Behörde wurde schriftlich über den heutigen Sachstand in Kenntnis gesetzt. Den Tatverdächtigen erwarten nun Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen, gefährlicher Körperverletzung im Versuch, Widerstand gegen und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

Nach Abschluss aller erforderlichen Maßnahmen wurde der renitente Mann zur weiteren medizinischen Versorgung mittels Rettungswagen in ein Klinikum verbracht.

PM der BPOLI Magdeburg vom 22.04.2021

Am Dienstag, den 20. April 2021 kam es bei der Bundespolizei in Halle zu einer nicht alltäglichen Rettungsaktion: Die Notfallleitstelle informierte die Bundespolizisten am Nachmittag über einen verletzten Greifvogel, der sich an der Bahnlinie Querfurt – Halle, in der Nähe des Haltepunktes Langeneichstädt befand. Eine Streife fuhr vor Ort und fand den jungen Bussard unmittelbar neben dem Gleis in einem Gebüsch vor. Sie fingen den Vogel behutsam ein und übergaben ihn an den verantwortlichen Jagdausübungsberechtigten. Dieser verbrachte das Jungtier in die Wildtierauffangstation nach Petersberg.

PM der BPOLI Magdeburg vom 21.04.2021

Am frühem Dienstagmorgen, den 13. April 2021 informierte eine Passantin Bundespolizisten am Magdeburger Hauptbahnhof gegen 01:30 Uhr über eine körperliche Auseinandersetzung von mehreren Personen am Zentralen Omnibusplatz.

Ein 17-jähriger Deutscher wurde daraufhin als Tatverdächtiger in der Haupthalle des Bahnhofes angetroffen und von den Beamten kontrolliert. Er trug keinen erforderlichen Mund-Nasen-Schutz. Bei der sich anschließenden Feststellung seiner Identität leistete der stark alkoholisierte Jugendliche erheblichen Widerstand und beleidigte die eingesetzten Beamten mit ehrverletzenden Worten wie „Bullenschweine“ und „Fuck Cops“. Während der laufenden polizeilichen Kontrolle des Jugendlichen wurden die eingesetzten Beamten zusätzlich von zwei weiteren Männern im Alter von 25 und 26 Jahren verbal attackiert und mit ehrverletzenden Worten beleidigt. Die Deutschen hielten hierbei weder den Mindestabstand ein, noch trugen sie den nach dem Infektionsschutzgesetz vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz. Der 25-Jährige warf zudem mit einer Glasflasche gezielt in Richtung der Bundespolizisten und verfehlte diese nur knapp. Gegen den Flaschenwerfer wurden Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung gefertigt, sein pöbelnder Mitstreiter wird sich ebenfalls wegen Beleidigung verantworten müssen. Da eine Identitätsfeststellung des 17-Jährigen vor Ort nicht möglich war, wurde er zur Dienststelle der Bundespolizei auf Bahnsteig 1 mitgenommen. Dort konnte seine Identität zweifelsfrei festgestellt werden. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,89 Promille. Ihn erwarten nun auch gleich mehrere Verfahren, unter anderem wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Des Weiteren erhalten alle drei Tatverdächtigen Ordnungswidrigkeitsanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz. Nach Abschluss aller erforderlicher Maßnahmen wurde der alkoholisierte Jugendliche nach Hause gebracht und um 03:05 Uhr an seine Erziehungsberechtigten übergeben

PM der BPOLI Magdeburg vom 13.04.2021

Am Samstagvormittag, den 10. April 2021 informierten Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn eine Streife der Bundespolizei im Hauptbahnhof Halle über eine Frau, die sich trotz mehrmaliger Aufforderung nicht an die Hausordnung hielt, indem sie das Tragen des vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutzes verweigerte. Die Bahnmitarbeiter benötigten die Personalien der Frau für die Ausstellung eines Hausverbotes für den Hauptbahnhof. Dieser Identitätsfeststellung durch die eingesetzten Beamten widersetzte sich die 41-Jährige, indem sie weder ihren Personalausweis aushändigte, noch Angaben zu ihrer Person machte und die Bundespolizisten schlichtweg ignorierte. Die darauffolgende notwendige Mitnahme zur Dienststelle für die Personalienfeststellung der Frau musste mit Zwang durchgesetzt werden. Dabei wehrte sich die Deutsche und versuchte sich aus dem Griff der Beamten zu lösen.

Aufgrund ihres renitenten, unkooperativen Verhaltens im weiteren Verlauf mussten ihr sogar die Handfesseln angelegt werden. Nachdem bei der Durchsuchung der Sachen die Personalien der Frau auf der Dienststelle zweifelsfrei festgestellt werden konnten, ergab die fahndungsmäßige Überprüfung, dass sie bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war. Nach Abschluss aller erforderlicher Maßnahmen konnte sie die Dienststelle wieder verlassen. Sie muss sich nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten und erhält außerdem eine Ordnungswidrigkeitsanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. Des Weiteren wurde ihr durch die Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn AG das Hausverbot für den Hauptbahnhof Halle ausgesprochen.

PM der BPOLI Magdeburg vom 12.04.2021

Am Freitag, den 9. April 2021 wurde eine Streife der Bundespolizei an der Landeserstaufnahmeeinrichtung Magdeburg gegen 19:00 Uhr auf zwei PKW aufmerksam. Die beiden Fahrer setzen jeweils mehrere Personen in der unmittelbaren Nähe zur Landeserstaufnahmeeinrichtung ab und entfernten sich zügig. Die eingesetzten Bundespolizisten stellten die Fahrzeuge kurz darauf im Stadtgebiet und nahmen die beiden Fahrer wegen des Verdachtes der Schleusung fest. In den Autos der beiden 41- und 55-jährigen Iraker befanden sich insgesamt sechs syrische Staatsangehörige, davon zwei Kleinkinder. In den sich anschließenden Vernehmungen gestand der 55-jährige Tatverdächtige, dass er an mindestens 30 Schleusungen aus Amsterdam, Brüssel und Luxemburg beteiligt war und hierbei insgesamt 186 Geschleuste zu verschieden Zielen nach Deutschland gebracht hatte. Dies konnte auch durch verschiedene Daten auf seinem Handy beweisbar gemacht werden. Für diese Schleusungen erhielt er insgesamt circa

14.000 Euro. Seinen Kompagnon konnten die Bundespolizisten aufgrund seiner Aussagen und den vorhandenen Handydaten vier Schleusungen mit 17 eingeschleusten Personen nachweisen. Die aktuell geschleusten Syrer gaben an, von Athen in Griechenland nach Luxemburg geflogen, nach der Ankunft durch die beiden Iraker abgeholt und nach Magdeburg gebracht worden zu sein. Hierfür zahlten sie pro Fahrzeug 600 Euro. Sie wurden strafprozessual bearbeitet und nach Rücksprache mit der zuständigen Ausländerbehörde an die Landeserstaufnahmeeinrichtung übergeben. Die beiden mutmaßlichen Schleuser wurden am Samstag, den 10. April

2021 einem Haftrichter am Amtsgericht Magdeburg vorgeführt. Dieser erließ aufgrund der nachgewiesenen Schleusungen zwei Untersuchungshaftbefehle gegen die beiden Männer. Sie wurden daraufhin an die Justizvollzugsanstalt Burg übergeben.

PM der BPOLI Magdeburg vom 11.04.2021