Beiträge

Ein beherzter Polizist hat in der Nacht zu Samstag den Fluchtversuch eines betrunkenen Autofahrers vereitelt.

Eine Kamenzer Streifenwagenbesatzung stoppte den 18-Jährigen mit seinem Renault auf der Kreisstraße zwischen Naußlitz und Ralbitz. Während der Kontrolle nahmen die Beamten Alkoholgeruch in der Atemluft des Deutschen wahr. Sie ließen ihn pusten. Das Gerät zeigte einen Wert von umgerechnet 1,18 Promille an. Als die Ordnungshüter dem Mann dies mitteilten, verschloss er die Fahrertür und startete den Motor des Megane. Um den Angetrunkenen an seiner Flucht zu hindern, sprang einer der Polizisten kurzentschlossen auf den Rücksitz des Cabriolets. Der Lenker gab jedoch, davon offenbar unbeeindruckt, Gas und fuhr weiter Richtung Ralbitz.

Die zweite Beamtin nahm mit Blaulicht die Verfolgung des Renaults auf. Unterdessen forderte der Polizist im Auto den 18-Jährigen immer wieder dazu auf anzuhalten. Zunächst ignorierte der Tatverdächtige ihn und setzte seine riskante Fahrt fort. Teilweise bis zu 120 km/h standen auf dem Tacho. Zudem ignorierte er das Rechtsfahrgebot. Schließlich stoppte er jedoch auf der Wittichenauer Straße in Schönau.

Die Uniformierten fixierten den Fahrer. Anschließend veranlassten sie eine Blutentnahme und stellten den Fahrzeugschlüssel sicher. Es folgten Anzeigen aufgrund des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs sowie des verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Es stellte sich zudem heraus, dass der junge Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Auch hierzu erstatteten die Polizisten eine entsprechende Anzeige. Alle Beteiligten blieben unverletzt.

PM der PD Görlitz vom 11.05.2020

Eine Streife des Reviers Weißwasser hat am Dienstagmorgen mit einem Widerstand der besonderen Art zu tun gehabt. Die Beamten erhielten einen Hinweis zu einer verletzten Katze auf der Forster Straße. Das Tier war vermutlich angefahren worden.
Die Polizisten nahmen sich der verstörten Samtpfote an und brachten sie zu einem Tierarzt. Dabei wehrte sich der Stubentiger erheblich gegen seinen Transport. Die daraus resultierenden Kratzer nahmen die Uniformierten in diesem Fall allerdings gern in Kauf.

PM der PD Görlitz vom 22.04.2020

Bereits am 18. März 2020 ist es auf dem Kornmarkt in Bautzen zu einer lautstarken Auseinandersetzung gekommen, welche mit einem Angriff auf einen Polizisten endete.

Zeugen meldeten drei Männer, welche sich wild gestikulierend anschrien und auch schubsten. Als eine Streife vor Ort ankam, hatte sich das Trio gerade getrennt. Die Polizisten kontrollierten einen Teil der Gruppe, einen 47- sowie einen 40-Jährigen. Die Deutschen waren stark alkoholisiert.

Während der Maßnahmen fuhr der ältere der Beiden offensichtlich emotional hoch und beleidigte einen der Beamten massiv. Der Polizist versuchte ihn zu beruhigen. Der 47-Jährige holte daraufhin sein Handy heraus und hielt es dem Ordnungshüter ins Gesicht. Der forderte sein Gegenüber auf, dies zu unterlassen. Schließlich nahm der Uniformierte dem Betrunkenen sein Handy ab. Unvermittelt stieß der Mann den Beamten gegen die Brust. Es gelang dem Schutzmann seinen Angreifer abzuwehren und ihn mit Hilfe einfacher körperlicher Gewalt zu Boden zu bringen. Nun drohte der Tatverdächte damit, den Beamten anzuspucken, damit er Corona bekäme.

Es gelang dem Polizisten schließlich die Person zu beruhigen. Er bekam sein Handy zurück und obendrein Anzeigen wegen Widerstands gegen bzw. des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Zur Hauptverhandlung im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens am 15. April 2020 erschien der Beschuldigte nicht. Ein Richter verurteilte ihn daraufhin in Abwesenheit zu 115 Tagessätzen. Ist der 47-Jährige nicht in Lage die etwa 2.000 Euro zu bezahlen, zieht er in eine Justizvollzugsanstalt ein.

PM der PD Görlitz vom 20.04.2020

Im Zusammenhang mit dem Einsatzgeschehen zur Durchsetzung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung verzeichnete die Polizeidirektion Leipzig im Stadtgebiet Leipzig sowie in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig von Mittwoch, den 8. April 2020, 06:00 Uhr bis Donnerstag, den 9. April 2020, 06:00 Uhr, insgesamt 69 Einsätze. Treffen von mehreren Personen an öffentlichen Plätzen und in Parks bestimmten am gestrigen Tag die polizeilichen Einsatzmaßnahmen. Nicht alle Hinweise aus der Bevölkerung im Zusammenhang mit einem „Corona-Bezug“ bestätigten sich.

Einige ausgewählte Sachverhalte:
In eigener Zuständigkeit stellten Beamte der Bereitschafspolizei fest, dass am gestrigen Abend in Reudnitz/Thonberg mehrere junge Männer auf einem Basketballplatz dem Ballspiel nachgingen. Höflich, aber bestimmt, wurden diese aufgefordert, ihre sportlichen Aktivitäten einzustellen. Die Männer kamen der Aufforderung nach und wurden noch einmal auf die Allgemeinverfügung hingewiesen.
Mehrere Anrufe von Bürgern erreichte die Polizeidirektion Leipzig gestern Abend, weil sich am FKK-Strand des Theklaer Baggersees mehrere Personen aufhielten, die es mit dem Abstand nicht so genau nahmen. Die Beamten suchten das Gespräch mit den Personen. Sie zeigten Verständnis und verließen angezogen den Ort.
In Oschatz lief es nicht so gesittet ab. Einsatzkräfte des Polizeireviers Oschatz wurden am gestrigen Nachmittag zu einem Einkaufsmarkt gerufen. Ein Betroffener hatte die Absicht einzukaufen. Da der 28-Jährige jedoch ohne Einkaufswagen den Markt betreten wollte, wurde er von dem vor Ort befindlichen Security-Mitarbeiter daran gehindert. Daraufhin wurde der offenbar alkoholisierte Mann laut, pöbelte den Mitarbeiter und Kunden an. Die Beamten belehrten den 28-Jährigen über die Maßnahmen des Marktes in Verbindung mit der Allgemeinverfügung und dem Infektionsschutzgesetzes. Der 28-Jährige zeigte sich uneinsichtig und wurde auch aggressiv gegenüber den Beamten. Er erhielt einen Platzverweis und eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.
Augenscheinlich mehrere Jugendliche im Delitzscher Amselweg veranlassten eine Anruferin am Mittwoch, kurz nach 23 Uhr, die Polizei zu informieren. Demnach würden junge Leute feiern und Fahrräder herumwerfen. Polizeibeamte stellten vor Ort einen 15- und einen 16-Jährigen fest, die sich ohne triftigen Grund dort aufhielten. Sie wurden den Eltern übergeben. Dazu bekamen sie ein Verwarngeld in einer Höhe von 50 Euro wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutz-Verordnung.
Ebenfalls in Delitzsch, im Ziegelwerk, wurden am gestrigen Abend sechs Personen (w: 18, 16 und m: 21, 20, 20) festgestellt, welche auf einem Parkplatz, zwischen vier geparkten PKWs, teilweise auf Klappstühlen saßen. Nach der Befragung durch die Beamten stellte sich heraus, dass die Personen die häusliche Unterkunft ohne triftigen Grund verlassen hatten. Sie wurden belehrt und erhielten eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.

PM der PD Leipzig vom 09.04.2020

Eine Streife des Polizeireviers Hoyerswerda hat am Samstagnachmittag einen 14-Jährigen rauchend im Bereich der Teschenstraße bemerkt. Als sie den Jugendlichen kontrollieren wollten, ergriff er die Flucht.

Die Polizisten schnappten den Jungen dann jedoch an der Schlossstraße und stellten fest, dass er neben einer Schachtel Zigaretten auch eine Flasche Likör bei sich hatte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet 0,92 Promille. Auch ein Drogentest verlief positiv und schlug auf Cannabis an. Zudem fanden die Ordnungshüter noch Cannabisblüten, die der Jugendliche bei sich führte. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen übergaben die Polizisten den jungen Mann an seine Mutter. Über die strafrechtlichen Konsequenzen wird nun die Staatsanwaltschaft Görlitz entscheiden.

PM der PD Görlitz vom 09.03.2020

Die Polizeiinspektion Halle hat am heutigen Tag eine Medieninformation zu einem Sachverhalt gesteuert, bei dem der Fahrer eines Suzuki sich der Kontrolle durch Polizeibeamte aus Sachsen-Anhalt entzog und später auf der Bundesstraße 100 nach längerer Verfolgungsfahrt verunglückte und gestellt wurde. Dabei gab er aus einer bisher unbekannten Waffe (vermutlich Schreckschusswaffe) Schüsse auf die verfolgenden Polizeifahrzeuge ab. Der Täter durchfuhr auch den Bereich der Leipziger Polizeidirektion im Bereich Markranstädt. Die Leipziger Polizei unterstützte bei der Verfolgung und der Ergreifung des 28-jährigen Tatverdächtigen.
Einen ähnlich gelagerten Sachverhalt gab es in der vergangenen Woche in Leipzig:
Am Abend des 22. Januar 2020 entschlossen sich Polizisten des Polizeireviers Südwest, in der Krakauer Straße einen Mercedes C-Klasse einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Nach kurzzeitigem Anhalten gab der Fahrer Vollgas und schoss, vermutlich mit einer Schreckschusswaffe, mehrfach in Richtung des Polizeifahrzeuges. Er flüchtete über die B 87 durch Markranstädt in Richtung Frankenheim und anschließend auf die B 181 sowie die BAB 9 in Richtung Berlin. Die Beamten folgten ihm. Der Flüchtende fuhr grob verkehrswidrig und ohne Licht. In Höhe der Anschlussstelle Wiedemar verloren die Beamten den Sichtkontakt zum davonfahrenden Fahrzeug. Die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen, bei denen die Polizei Sachsen-Anhalt unterstützte, führten nicht zum Erfolg. Durch das besonnene Handeln der Polizeibeamten konnten Personen- und Sachschäden vermieden werden. Die am Fluchtfahrzeug angebrachten Kennzeichen wurden bereits im Oktober 2019 entwendet.
Am 29. Januar 2020 ereignete sich in Sachsen-Anhalt ein ähnlicher Sachverhalt, bei dem sich der Fahrer eines Suzuki der Kontrolle durch Polizeibeamte aus Sachsen-Anhalt entzog und später auf der Bundesstraße 100 nach längerer Verfolgungsfahrt verunglückte und gestellt wurde. Dabei gab er aus einer bisher unbekannten Waffe (vermutlich Schreckschusswaffe) Schüsse auf die verfolgenden Polizeifahrzeuge ab. Der Täter durchfuhr auch den Bereich der Leipziger Polizeidirektion im Bereich Markranstädt. Die Leipziger Polizei unterstützte bei der Verfolgung und der Ergreifung des 28-jährigen Tatverdächtigen.
Weitere Informationen gibt die Polizeiinspektion Halle in eigener Zuständigkeit heraus.
Der 28-Jährige wurde am Mittwochabend durch die PI Halle festgenommen. Gegen ihn lagen bereits mehrere Haftbefehle vor. Bei dem Festgenommenen handelt es sich höchstwahrscheinlich auch um den Tatverdächtigen aus Leipzig.

PM der PD Leipzig vom 30.01.2020

Zeit: 17.01.2020 gegen 06:45 Uhr / Ort: Gerhard-Weck Straße
Ein Polizeibeamter stellte am Freitagmorgen im Bereich der St. Florianstraße sechs
unbeaufsichtigte Ponys fest. Diese bewegten sich zielstrebig in Richtung des Werdauer
Polizeireviers. Als sie auf dem Revierhof angekommen waren, verschloss der Beamte
das Tor und die Pferde durften bis zur Abholung durch den Besitzer dort verweilen.
Ausgerissen waren sie von einer Koppel in der Nähe der Königswalder Straße. Aus
welchem Grund die Vierbeiner das Polizeirevier aufsuchten bleibt unklar.

PM (auszugsweise) der PD Zwickau vom 18.01.2020

Am Mittwoch (15.01.2020) überprüften die Beamten der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel, auf der A17 bei Breitenau, die Insassen eines in Richtung Dresden fahrenden, grenzüberschreitenden Linienbusses. Unter den Insassen befand sich auch ein bulgarischer Staatsangehöriger (30), welcher mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass der 30-Jährige wegen Diebstahls in mehreren Fällen eine 90-tägige Restfreiheitsstrafe verbüßen muss. Da der 30-Jährige bei seinem früheren Aufenthalt in Deutschland mehrfach wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Körperverletzung, sexueller Belästigung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz strafrechtlich in Erscheinung getreten war, besteht gegen den 30-Jährigen bis Januar 2023 eine Wiedereinreisesperre. Nach Abschluss der polizeilichen Sachbearbeitung ging es für den 30-Jährigen auf direkten Weg ins Gefängnis nach Dresden. Zudem wurde gegen ihn ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz eingeleitet.
Bereits am Dienstag (14.01.2020) kontrollierten die Bundespolizisten auf der A17 einen 29-Jährigen, welcher sich mit kroatischen Dokumenten auswies. Bei der Überprüfung der vorgelegten Dokumente stellten die Beamten jedoch fest, dass diese gefälscht sind. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Fahrzeuges fanden die Einsatzkräfte der Bundespolizei die echten Ausweisdokumente des 29-Jährigen auf. Demnach handelt es sich bei ihm um einen serbischen Staatsangehörigen, gegen welchen unter seinen echten Personalien eine Wiedereinreisesperre nach Deutschland bis Oktober 2020 besteht. Zudem ergaben die Ermittlungen, dass der 29-Jährige sich unter seinen falschen kroatischen Personalien bereits im vergangenen Jahr mit einem Wohnsitz in Deutschland angemeldet hatte. Der 29-Jährige war zudem kein Unbekannter für die Beamten, da dieser im Oktober 2018 durch die Bundespolizeiinspektion Berggießhübel wegen unerlaubter Einreise, sowie Einschleusens von Ausländern angezeigt und anschließend nach Tschechien zurückgeschoben wurde. Der 29-Jährige muss sich jetzt erneut in einem Verfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz verantworten.

PM der BPOLI Berggießhübel vom 16.01.2020

Wenn an einem Dienstfahrzeug der Bundespolizei ein 10EUR-Schein klemmt, sich trotz aller Bemühungen kein Eigentümer ermitteln lässt und dieser Geldschein letztlich zur Verwertung freigegeben wird, ist dies für die Bundespolizei natürlich Grund genug, nach einem guten Zweck zu suchen, welchem dieser gestiftet werden kann. So geschehen Ende letzten Jahres:

Am 11. April 2019 fanden Bundespolizisten einen 10EUR-Schein unter dem Scheibenwischer eines Dienstfahrzeuges, welches am Hauptbahnhof in Leipzig abgestellt war. Trotz umfangreicher Ermittlungen und Auswertung der Videoaufzeichnungen konnte dieser Geldschein keinem Eigentümer zugeordnet werden und wurde somit zur Verwertung freigegeben.

Eine Ermittlerin der Bundespolizei nahm dies zum Anlass, einen Spendenaufruf für das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig zu starten. Unter dem Motto „Aus einem 10EUR-Schein kann etwas GROßES werden“ sammelten die Kolleginnen und Kollegen fleißig für den guten Zweck.

Im Ergebnis konnte heute ein Spendenscheck über 900EUR an Frau Stadler vom „Kinderhospiz Bärenherz Leipzig e.V.“ übergeben werden.

Welche GROßartigen Leistungen „Bärenherz Leipzig e.V.“ u.a. mithilfe von Spendengeldern erbringt, erfahren Sie auf https://www.baerenherz-leipzig.de/aktuelles-fotos.html#/

PM der BPOLI Leipzig vomm09.01.2020

Zeugenaufruf
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jahreswechsel kam es im Bereich des Connewitzer Kreuzes zu einer Vielzahl von strafbaren Handlungen. Durch die Staatsanwaltschaft Leipzig und die SOKO LinX des Landeskriminalamtes werden aktuell 14 Strafverfahren geführt.
Durch die Polizeidirektion Leipzig wurde zum Jahreswechsel ein Einsatz mit eigenen und unterstellten Kräften durchgeführt. Einer der räumlichen Einsatzschwerpunkte war der Bereich des Connewitzer Kreuzes. Hier fanden in der Silvesternacht mehrere Veranstaltungen statt.
Um Mitternacht befanden sich mehr als eintausend Personen in dem genannten Bereich. Aus einer größeren Gruppe, welche sich vor einem Obstladen am Connewitzer Kreuz am Einmündungsbereich zur Bornaischen Straße befand, wurden ab 00:15 Uhr Beamte der Bereitschaftspolizei, welche sich im Bereich der Einmündung Wolfgang-Heinze-Straße/Selnecker Straße befanden, mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Darüber hinaus wurde ein brennender Einkaufswagen, der mit angemalter Pappe wie das Modell eines Polizeifahrzeugs aussah, in Richtung der Polizeibeamten geschoben. Beim Versuch, einen der Täter festzunehmen, wurden drei Angehörige der Bereitschaftspolizei zwischen der Mittelinsel des Connewitzer Kreuzes und der Bornaischen Straße durch etwa 20-30 Personen, welche zumindest teilweise vermummt waren, angegriffen. Die Täter rissen den Beamten die Einsatzhelme vom Kopf, brachten diese zu Fall und wirkten massiv auf sie ein. Dabei wurde ein Beamter schwer verletzt und musste zur Behandlung in das Universitätsklinikum Leipzig verbracht werden, wo er stationär aufgenommen wurde. Der Beamte befindet sich auch weiterhin im Krankenhaus. Dieser Sachverhalt wurde durch die Staatsanwaltschaft Leipzig unter Berücksichtigung der bisher vorliegenden Erkenntnisse zum mutmaßlichen Tatgeschehen als versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung bewertet. Die beiden anderen Beamten wurden ebenfalls nicht unerheblich verletzt und mussten ärztlich behandelt werden.

Im Nachgang kam es an verschiedenen Orten am Connewitzer Kreuz zu weiteren Angriffen auf die eingesetzten Beamten, vor allem durch Flaschenwürfe und Entzünden von Pyrotechnik. Es wurden zwölf weitere Ermittlungsverfahren gegen jeweils eine beschuldigte Person eingeleitet und zudem ein Verfahren wegen Landfriedenbruchs.
Zwei der Tatverdächtigen wurden am Morgen des 1. Januar 2019 wieder entlassen. Zehn weitere tatverdächtige Personen (1 x w, 25; 9 x m, 20-32) wurden vorläufig festgenommen. Nach Prüfung durch die Staatsanwaltschaft wurde entschieden, dass sechs der Beschuldigten mangels Haftgründen zu entlassen sind. Die Ermittlungen gegen diese Beschuldigten insbesondere wegen der Tatvorwürfe des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und der versuchten gefährlichen Körperverletzung dauern an.
Die Staatsanwaltschaft hat beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig gegen drei Beschuldigte (m, 29-32) jeweils den Erlass eines Haftbefehls beantragt. Tatvorwürfe sind hier wegen verschiedener Sachverhalte unter anderem der tätliche Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte und vollendete Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Gegen einen Beschuldigten (m, 27) wurde wegen des Tatvorwurfs des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und vorsätzlicher Körperverletzung der Erlass eines Hauptverhandlungshaftbefehls zur Durchführung eines beschleunigten Verfahrens beantragt.
Durch die Ermittlungsbehörden werden Zeugen gesucht, welche insbesondere die oben beschriebene Tat im Bereich des Connewitzer Kreuzes/Bornaische Straße zum Nachteil der drei Polizeibeamten beobachtet haben und sachdienliche Hinweise zum Tatverlauf und zu Tatbeteiligten geben können oder sonstige relevante Feststellungen erlangt haben. Auch Feststellungen in den sozialen Medien, welche im Zusammenhang mit dem Sachverhalt stehen könnten, sind für die Ermittler von Interesse.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt geben können, bzw. über Fotos oder Videos des Tatherganges verfügen, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

PM des LKA Sachsen vom 02.01.2020