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Bundespolizei zeigt Minderjährigen an und stellt Polizeikosten in Rechnung.
Am Donnerstag (7. November) hat ein betrunkener 16-Jähriger die Bundespolizei in Rosenheim mehrere Stunden lang „beschäftigt“. Der jugendliche Deutsche wurde wegen Beleidigung sowie Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte angezeigt. Außerdem wird er voraussichtlich einige Kosten zu tragen haben.
Gegen 22:00 Uhr fanden die verständigten Bundespolizisten im Rosenheimer Bahnhof eine regungslose Person. Diese lag an einem der Treppenaufgänge zu den Gleisen auf dem Boden und war zunächst nicht ansprechbar. Der hinzugezogene Rettungsdienst konnte keine erheblichen Verletzungen feststellen. Offenkundig war der Jugendliche jedoch stark alkoholisiert. Als er wieder zu sich gekommen war, reagierte er sogleich aggressiv. Da er sich nicht auf den Beinen halten konnte, wurde er von der Bundespolizeistreife gestützt und vorerst zu einer Wartebank in der Bahnhofshalle gebracht. Dort beleidigte er einen der Beamten und ging lautstark unbeteiligte Bahnreisende an. Der Betrunkene wurde in Gewahrsam genommen und zur Inspektion der Rosenheimer Bundespolizei gefahren. Beim Einsteigen in das Dienstfahrzeug spuckte er einem der Polizeibeamten ins Gesicht. Auch im Wagen spuckte er mehrfach um sich.
Im Wartebereich der Inspektion, wo der minderjährige Rosenheimer der Obhut der inzwischen benachrichtigten Mutter anvertraut werden sollte, zeigte er sich nicht minder aggressiv: Er drohte den Beamten, beleidigte sie und versuchte vergeblich, einem der Bundespolizisten die Dienstwaffe zu entreißen. Nachdem er gefesselt worden war, wollte er auf die Beamten eintreten und spuckte in ihre Richtung. Schließlich musste er sich übergeben. Ein durchgeführter Atemalkoholtest lässt auf einen Wert von über zwei Promille schließen. Erst nach Mitternacht hatte sich der 16-Jährige soweit beruhigt, dass er von seiner Erziehungsberechtigten mit nach Hause genommen werden konnte. Er wird sich wegen Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs verantworten müssen. Darüber hinaus kommen auf den Jugendlichen beziehungsweise seine Eltern für den Polizeieinsatz sowie die Reinigung des Warteraums und des Dienstfahrzeugs Kosten in Höhe von mehreren hundert Euro zu.

PM der BPOLI Rosenheim vom 08.11.2019

Zwei 16-Jährige haben am frühen Donnerstagmorgen (31.10.2019) gegen 00:30 Uhr einen Polizeieinsatz am Hauptbahnhof Ulm ausgelöst. Die beiden Jugendlichen mit afghanischer und irakischer Staatsangehörigkeit waren zunächst durch ihr aggressives Verhalten aufgefallen, als ein Zugbegleiter die jungen Männer in einem Regionalexpress von Stuttgart nach Ulm ohne Fahrschein feststellte. Bei Eintreffen am Ulmer Hauptbahnhof wurden sie durch eine alarmierte Streife der Bundespolizei auf das Polizeirevier verbracht. Da die Eltern der beiden Minderjährigen zunächst nicht erreicht werden konnten, sollten diese an eine Jugendeinrichtung überstellt werden. Der irakische Staatsangehörige beleidigte daraufhin die Beamten, fertigte Bild- und Tonaufzeichnungen der Bundespolizisten an und sendete diese wohl nach derzeitigen Ermittlungsstand an einen Bekannten. Unvermittelt versuchte sein afghanischer Begleiter sich selbst zu verletzen und musste in der Folge fixiert werden. Hierbei leistete er Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen, indem er sich mit Schlägen und Tritten gegen die Fixierung wehrte. Eine Gruppe von etwa fünf bis acht Personen hatte sich zwischenzeitlich vor dem Polizeirevier versammelt und versuchte mit Gewalt in dieses einzudringen. Erst nach Eintreffen von unterstützenden Streifen der Landespolizei flüchtete die Personengruppe in Richtung Innenstadt und konnte trotz Nahbereichsfahndung zunächst nicht mehr angetroffen werden. Im Rahmen der Widerstandshandlung verletzte sich einer der eingesetzten Bundespolizisten am Knie. Der polizeibekannte afghanische Staatsangehörige zog sich eine Schürfwunde an der Unterlippe zu und wurde durch Rettungskräfte behandelt. Aufgrund seiner Selbstverletzungshandlungen wurde er anschließend in einer Fachklinik vorgestellt. Sein irakischer Begleiter konnte nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten wieder entlassen werden. Die Bundespolizei hat nun u.a. die Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie der versuchten Gefangenenbefreiung aufgenommen. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer +49711870350 entgegengenommen.

PM der BPOLI Stuttgart vom 31.10.2019

Bei einem versuchten Raubüberfall am Sonntagnachmittag (13.10.) in Dortmund-Wickede bedrohte ein 12-jähriger Junge ein Mädchen (6) und weitere Kinder mit einem Messer. Verletzt wurde niemand.

Um 16.20 Uhr sprach der 12-Jährige zunächst ein 6-jähriges Mädchen an, das in einer Mehrfamilienhaus-Siedlung am Polliusweg mit anderen Kindern spielte. Er bedrohte sie mit einem Messer und forderte sie auf, ihr Mobiltelefone herauszugeben. Außerdem richtete er das Messer in einer Stechbewegung gegen einen 9-jährigen Jungen. Der Junge konnte ausweichen.

Weil keines der Kinder ein Handy besaß, lief der 12-Jährige davon, zerstach das Hinterrad eines Fahrrades, bedrohte die Kinder verbal und zerkratzte offenbar einen Pkw. Ein Mädchen lief zu ihren Eltern.
Der Vater verständigte die Polizei und verfolgte den Jungen. Der Polizei berichteten die Kinder, dass der Tatverdächtige auch eine Pistole gezogen und mit einer Handbewegung das Durchgeladen der Waffe angedeutet haben soll.

Polizisten konnten den 12-Jährigen in der Nähe des Tatorts stellen und entdeckten dabei das Messer. Bei der Waffe handelte es sich um eine Spielzeugpistole. Er ist der Polizei aus zahlreichen Einsätzen bekannt. Die Polizei übergab ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Jugend-Wohngruppe.

PM der POL Dortmund vom 15.10.2019

Extreme Respektlosigkeit schlug am Donnerstagvormittag fünf Beamten des Polizeireviers Kornwestheim entgegen, die sich in der Straße „Berliner Platz“ im Bereich einer Schule aufhielten. Die zivil gekleideten Polizisten befanden sich gegen 11.15 Uhr nach einer Dienstsportveranstaltung auf dem Rückweg zum Streifenwagen. Der Schulhof einer nahegelegenen Schule war mit Schülern, die sich in der Pause befanden, gefüllt. Aus einer Schülergruppe heraus fielen plötzlich zielgerichtete Beleidigungen gegen die Beamten. Da bereits am Morgen bei der Ankunft der Polizisten vom Schulhof aus abfällige Bemerkungen laut geworden waren, wollten die Beamten nun Kontakt zu der Personengruppe aufnehmen. Als dies von den Jugendlichen bemerkt wurde, entfernten sich plötzlich zwei Tatverdächtige und versuchten vermutlich in der Menge der Schülerschaft unterzutauchen. Die Polizisten konnten diese beiden Jugendlichen jedoch im Auge behalten und hielten sie schließlich auf dem Schulhof auf. Die zwei 15- und 16-Jährigen begannen sofort eine Diskussion mit den Polizisten, die sich als solche auswiesen, und reagierten provokant und uneinsichtig auf die Kontrolle. Unverzüglich bildete sich eine Menschentraube, bestehend aus rund 50 Schülern, um die Beamten und die beiden Jugendlichen.
Teilweise versuchten die Schüler die polizeiliche Maßnahme zu stören, was die Kontrolle erschwerte. Gegen einen weiteren 16-jährigen Jugendlichen sprachen die Polizisten aufgrund seines Verhaltens mehrfach einen Platzverweis aus, dem er jedoch keine Folge leistete.
Als ihn schließlich einer der Polizeibeamten am Arm packte und wegschieben wollte, wehrte er sich hiergegen. Der Jugendliche reagierte auch verbal aggressiv und schlug schließlich gegen die Hand des Beamten. Zeitgleich mischte sich ein weiterer 15-jähriger Schüler ein, indem er sich zwischen den Beamten und den 16-Jährigen stellte.
Im weiteren Verlauf wurde ein Lehrer auf die Situation aufmerksam.
Die vier 15 und 16 Jahre alten Schüler wurden in die Schule gebracht.
Nachdem alle vier zunächst weiterhin die Konfrontation mit den Polizisten suchten, gaben zwei der Jugendlichen schlussendlich zu, die Polizeibeamten beleidigt zu haben. Diese beiden 15 -und 16-Jährigen werden mit einer Anzeige wegen Beleidigung rechnen müssen, während gegen den zweiten 16 Jahre alte Tatverdächtige wegen Widerstands gegen Polizeibeamten ermittelt wird.

PM des PP Ludwigsburg vom 11.10.2019

Am 15.09.2019, gegen 20:30 Uhr, ging bei der Polizei die Mitteilung über eine Ruhestörung in einem Mehrparteienhaus in der Zirbelstraße ein. Anwohner beschwerten sich hierbei über den Lärmpegel in der Wohnung eines 40-jährigen Nachbarn. Um die Lärmbelästigung zu unterbinden, klopften zwei Polizeibeamte wenig später an der Wohnungstüre des 40-Jährigen. Dieser öffnete daraufhin die Eingangstüre und schoss ohne Vorwarnung einem 33-jährigen Polizeibeamten aus kurzer Entfernung mit einer Gaspistole direkt ins Gesicht. Anschließend zog sich der Angreifer sofort wieder in seine Wohnung zurück und verriegelte die Türe. Der Rettungsdienst brachte den Beamten mit mittelschweren Gesichtsverletzungen in die Uniklinik Augsburg. Der Umstand, dass der 33-jährige Polizeibeamte zum Zeitpunkt der Schussabgabe eine Brille trug, verhinderte laut Aussagen der behandelnden Ärzte schwerste Augenverletzungen bei ihm. Unterstützungskräfte sicherten sofort die Wohnung sowie das Treppenhaus des Anwesens, um eine weitere Gefährdung für Anwohner auszuschließen.
Einem Spezialeinsatzkommando gelang es gegen 23:30 Uhr den 40-jährigen Deutschen in seiner Wohnung festzunehmen. Der Täter gab hierbei nochmals mehrere Schüsse mit einer Gaspistole ab, konnte jedoch von den Spezialkräften überwältigt werden. Mehrere Beamte zogen sich durch die Freisetzung des verschossenen Gases Reizung der Augen sowie Atemwege zu. Diese wurden vor Ort durch einen Notarzt behandelt.
Die Kriminalpolizeiinspektion Augsburg hat noch in der Nacht die Ermittlungen, u.a. wegen des dringenden Tatverdachts der versuchten schweren Körperverletzung, aufgenommen. Der genaue Tathergang sowie die Hintergründe der Schussabgaben sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Augsburg wurde der 40-Jährige im Laufe des heutigen Nachmittags dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Dieser erließ gegen den Beschuldigten Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter schwerer Körperverletzung sowie tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Der Beschuldigte befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.

PM des PP Schwaben Nord vom 16.09.2019

Im Rahmen eines rettungsdienstlichen Einsatzes bei der Mutter eines 55-Jährigen aus dem Stadtgebiet Mechernich wurden am Samstag (23.45 Uhr) die Rettungskräfte und der behandelnde Notarzt in der Wohnung der Mutter von dem alkoholisierten und aggressiven Mann verbal angegriffen, bedroht und beleidigt.

Der Notarzt (51) wurde von dem Mann körperlich angegangen, wodurch dieser sich in Notwehr gegen den Mann wehren musste. Es kam zu einem körperlichen Gerangel, in dessen Verlauf der Notarzt einen Faustschlag ins Gesicht bekam. Die Rettungskräfte informierten umgehend die Polizei.

Beim Eintreffen der Polizei hatte sich der Streit in der Zwischenzeit auf die Straße vor dem Wohnhaus verlagert. Dort befand sich eine größere Anzahl von Personen. Die Lage war zuerst sehr aggressiv und angespannt, wurde im Verlauf aber zunehmend ruhiger.

Die Mutter (79) des Mannes wurde von den Rettungskräften zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen ihren Sohn wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

PM der KPB Euskirchen vom 05.08.2019