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Zwei hinreichend polizeibekannte Personen aus der Trinkerszene haben erneut die Bundespolizei am Wochenende beschäftigt.

Am Freitagnachmittag schlug ein Mann (64) eine Frau (37) grundlos mit seiner Krücke in den Nacken und anschließend ins Gesicht. Unbeteiligte verhinderten weitere Schläge und riefen die Bundespolizei. Die Frau aus Bemerode setzte sich nicht zur Wehr und erlitt eine Platzwunde an der Lippe.

Am Samstagnachmittag, erneut im Bereich der Gastronomie am Nord/Ost-Ausgang, revanchierte sich die gebürtige Kenianerin bei dem Senior aus Hildesheim. Von hinten schubste sie den 64-Jährigen, der auf Gehilfen angewiesen ist. Der stürzte und blieb am Boden liegen.

Erneut mussten Bundespolizisten eine Anzeige wegen Körperverletzung aufnehmen – nicht das erste Mal. Die Frau ist in 46 Fällen polizeibekannt und der Mann in 15 Fällen.

PM der BPOLI Hannover vom 09.02.2020

Die Täter zogen alle Register, um ihre Opfer in Sicherheit zu wiegen: Sogar eine vermeintliche E-Mail der Staatsanwaltschaft ließen sie einem älteren Ehepaar in Bocholt zukommen. Doch diese stammte nicht von einer amtlichen Stelle, sondern aus der Hand von Kriminellen: Mit der Masche des „Falschen Polzisten“ ist es in den vergangenen Tagen Unbekannten gelungen, einen Bocholter und seine Frau zur Herausgabe von Wertsachen zu bewegen. Den Eheleuten entstand ein finanzieller Schaden in mittlerer fünfstelliger Höhe.

Die Täter operierten mit der Vorgehensweise, die für diese Form des Betrugs typisch ist: Sie tischten den Opfern die frei erfundene Geschichte von der Liste mit Namen auf, die die Polizei angeblich bei einem Einbrecher gefunden habe – darunter der der Angerufenen. Der vermeintliche Kripobeamte gab sich derart überzeugend, dass es in der Folge zu mehreren telefonischen Kontakten kam – am Ende brachten die Betrüger die Betroffenen dazu, eine Tasche mit Wertsachen zu packen und diese an einer bestimmten Stelle zu deponieren. Dort holten Unbekannte diese ab. Die Polizei bittet um Hinweise an die Kripo in Borken: Tel. (02861) 9000.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Täter psychologisch geschickt vorgehen: Sie bauen bedrohliche Szenarien auf und unterfüttern diese mit vermeintlich glaubwürdigen Informationen. Das Phänomen stellt die Polizei vor ganz besondere Herausforderungen: So kam es in der zweiten Januarwoche 2020 kam es allein in der Stadt Bocholt und vereinzelt auch in Rhede zu mehr als 160 solcher telefonischen Betrugsversuche, die polizeilich bekannt geworden sind. Darüber hinaus gab es noch etliche weitere derartige Fälle im übrigen Kreis Borken. Die Täter agieren von Callcentern aus, die bekanntlich aus im Ausland sitzen wie beispielweise in der Türkei. In Heuschreckenmanier telefonieren sie ganze Städte und Gemeinden ab. Ihre Opfer glauben schließlich, Wertsachen oder Bargeld bei den Tätern in Sicherheit zu bringen.

Das Gegenteil ist der Fall! Die Polizei erneuert deshalb ihre Warnung: Wer einen derartigen Anruf erhält, sollte keine persönlichen Daten preisgeben und ebenso wenig über seine Vermögensverhältnisse Auskunft geben. Die Polizei erfragt derartige Informationen niemals per Telefongespräch. Auch wenn im Display des Telefons die „110“ erscheinen sollte, handelt sich keinesfalls um einen Anruf der Polizei. Die Betrüger nutzen technische Möglichkeiten, um damit eben dies vorzutäuschen. Wer von einem vermeintlichen Polizeibeamten angerufen wird, sollte sich den Namen notieren, das Gespräch beenden und selbst die 110 wählen – aber keinesfalls die Rückruftaste nutzen!

PM der KPB Borken vom 16.01.2020

Ein 86 Jahre alter Neubrandenburger ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden, die in dieser Form auch für die Ermittler neu ist.

Der Mann wurde gestern Nachmittag von zwei Männern an seiner Wohnanschrift aufgesucht. Sie gaben sich als Polizisten aus Spanien aus und gaben vor, mit der Kripo Neubrandenburg zusammenzuarbeiten. Sie hätten in Spanien zwei Personen festgenommen, die dem Rentner elektrische Geräte sowie ein Messer-Set verkauft haben sollen – vor eineinhalb Jahren.

Genau das stimmt sogar: Der Neubrandenburger hatte tatsächlich 2018 von zwei Männern die besagten Waren in einer Art „Haustürgeschäft“ für mehrere hundert Euro gekauft. Damals hatten sich die Verkäufer ebenfalls als Spanier vorgestellt und angegeben, dass sie die Technik und das Messer-Set verkaufen wollen, weil sie die Gegenstände nicht mit in den Flieger zurück in ihr Land nehmen können.

Während die beiden angeblichen spanischen Polizisten das 86-jährige Opfer gestern zu dem Erwerb befragten, forderten sie ihn auf, sein vorhandenes Bargeld zur Prüfung abzugeben. Er könne sich die Scheine am Abend wieder im Neubrandenburger Revier abholen. Der Geschädigte gab den Männern in seiner Wohnung über 30.000 Euro. Als er am Abend auf dem Revier erschien, flog der Betrug auf.

Nach derzeitigen Erkenntnissen waren die angeblichen Polizisten von gestern nicht die gleichen Männer, die dem Opfer 2018 Waren verkauft hatten.

Die Betrüger, die sich als spanische Ermittler ausgegeben haben, können wie folgt beschrieben werden:

Erster Tatverdächtiger:

– 35 – 40 Jahre alt
– ca. 1,70 m groß
– schlanke
– schwarze, leicht lockige Haare
– kurzer Oberlippenbart
– er trug eine braune Lederjacke, braune Stoffhose und
dunkelbraune Lederschuhe
– gepflegtes Äußeres

Zweiter Tatverdächtiger:

– 35 – 40 Jahre alt
– ca. 1,80 bis 1,85 m groß
– schlank
– schwarze gelockte Haare mit weit nach unten gehenden Koteletten
– er trug eine braune Stoffjacke, eine dunkle Hose und braune
Lederschuhe
– gepflegtes Äußeres

Wir möchten diese in unserem Bereich neue Betrugsmasche zum Anlass nehmen, um die Bürger eindringlich zu warnen, niemals Geld an unbekannte Personen herauszugeben. Selbst wenn sie sich als Ermittler einer nationalen oder internationalen Polizeibehörde ausgeben.

Echte Polizisten werden niemals an Ihre Haustür kommen und von Ihnen Bargeld oder Wertgegenstände verlangen, um alles für weitere Ermittlungen mitzunehmen.
Auch nicht dann, wenn es tatsächlich Ermittlungen gibt und Sie womöglich Gegenstände von Betrügern (also zum Beispiel Diebesgut) erworben haben!

Wer weitere Angaben zu dem Sachverhalt, insbesondere zu den beschriebenen Tatverdächtigen, machen kann oder selbst Opfer einer solchen Masche geworden ist, wendet sich bitte telefonisch an die Einsatzleitstelle unter 0395/5582-2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle.

Die Ermittlungen hat die Kripo Neubrandenburg übernommen.

Auch in Torgelow ist gestern ein Betrugsfall geglückt. Dort hatte eine 76-jährige Frau einem Mann 30.000 Euro ausgehändigt, der sich als Beamter des BKA (Bundeskriminalamt) ausgegeben hat. In diesem Fall hatte sich zuvor in bereits typischer Weise eine angebliche Ermittlerin telefonisch an die Geschädigte gewandt. Wie so oft wurde vor einer ausländischen Bande gewarnt, die angeblich ihr Konto leer räumen wolle. Um das zu vermeiden, solle sie das Geld abheben und bis auf weiteres dem BKA zur Sicherstellung übergeben. Der Mann, der schließlich das Geld abholte, war natürlich kein echter Angehöriger des BKA!

Auch hier noch mal der Hinweis: Beamte, egal ob von Revieren oder vom Landes- bzw. Bundeskriminalamt, würden nie zu Bürgern kommen und deren Geld (vom Konto oder Bargeld) zur sicheren Verwahrung mitnehmen! Wer verdächtige Anrufe erhält oder von angeblichen Polizisten aufgefordert, Geld oder Wertgegenstände mitzugeben, wählt bitte umgehend den Notruf 110 und informiert in eigener Initiative die (echte) Polizei!

Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo Anklam.

PM des PP Neubrandenburg vom 15.01.2020

Braunschweig, Melverode/Stöckheim und Lehndorf/Veltenhof
30.11./01.12.2019

Aufgeteilt nach Stadtteilen versuchten falsche Polizeibeamte an das Vermögen mehrerer Braunschweiger zu gelangen. Am Wochenende brachen alle Angerufenen die Gespräche ab, so dass kein Schaden entstanden ist. Erst in der vergangenen Woche wurden zwei Senioren von ihrer Bank davon abgehalten, einen hohen Bargeldbetrag abzuheben.

Am Wochenende klingelten in den Abendstunden in mindestens 30 Haushalten die Telefone. Unbekannte hatten sich stadtteilweise die Telefonanschlüsse von Personen herausgesucht, deren Vornamen auf ein eher höheres Lebensalter schließen ließen.

Am Samstagabend erreichten die Anrufe Melverode und Stöckheim, während am Sonntagabend Lehndorf, Kanzlerfeld und Veltenhof das Ziel waren.

Die Vorgehensweise der Täter war jedoch stets die Gleiche: Die Anrufer gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und gaben vor, dass es eine Festnahme von Einbrechern gegeben habe. Die Betrüger gaukelten ihnen vor, dass das Geld der Angerufenen ebenfalls in Gefahr sei, so dass die Senioren ihre Ersparnisse schnellstmöglich von der Bank holen sollten.

Obwohl die Betrüger sehr überzeugend wirkten, ließen sich die Braunschweiger Senioren nicht täuschen, beendeten die Telefonate und informierten selbstständig die echte Polizei.

Erst am Donnerstag vergangener Woche waren mehrere Männer am Telefon derart hartnäckig, dass sie ein älteres Ehepaar dazu bewegen konnte, zu ihrer Bank zu fahren. Auch in diesem Fall hatten sich die Täter als Polizeibeamte ausgegeben und die Geschichte über die Festnahme eines Einbrechers geschildert. Da angeblich auch Bankmitarbeiter in die Sache involviert und die Ersparnisse des Ehepaares in Gefahr sein sollten, wurden die Senioren aufgefordert ihr Geld von der Bank abzuheben.

Als die Senioren einen hohen fünfstelligen Betrag abheben wollten, wurde eine Bankmitarbeiterin hellhörig und informierte vorsorglich die Polizei. Hiermit verhinderte sie Entstehung eines erheblichen Schadens.

Auch wenn den Senioren somit kein finanzieller Schaden entstanden ist, standen sie deutlich unter dem Eindruck des Geschehens. Wie die meisten Opfer eines Betruges waren sie verängstigt und mussten erst wieder Vertrauen zur echten Polizei erlangen, bevor sie berichten konnten, was geschehen war.

Die Polizei Braunschweig rät: „Sie selbst können sich jederzeit über die Telefonnummer 110 vergewissern, ob sie wirklich die Polizei angerufen hat.
Melden Sie verdächtige Anrufe. Steht die Polizei in zivil vor der Tür, lassen Sie sich die Dienstmarke und den Dienstausweis zeigen.“

PM der POL Braunschweig vom 02.12.2019

Im Abstand von wenigen Minuten wurden zwei alte Damen im Alter von 91- und 74 Jahren offenbar Opfer einer „Kinderbande“. Die drei Täter gingen nach Auskunft von Zeugen und Opfern dabei äusserst rücksichtslos und aggressiv vor. Sie gingen von Hinten an ihre Opfer heran, traten sie und brachten sie so zu Fall.
Danach raubten sie die Handtaschen ihrer Opfer und flüchteten mit Fahrrädern. Beide Taten ereigneten sich in der Mönchengladbacher Innenstadt, am Geropark. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten die drei Tatverdächtigen festgenommen werden. Die Ermittlungen dauern an. Es wird geprüft, ob die Personen für ähnliche Straftaten in den letzten Tagen verantwortlich sind. Die 91-jährige Geschädigte musste mittels Rettungswagen einem Krankenhaus zugeführt werden, die 74-Jährige blieb unverletzt. Zeugen, die Angaben zu den Taten machen können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden, Tel. MG 290.

PM der POL Mönchengladbach vom 25.08.2019