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Anbei ein Link zu einer kleinen Umfrage des NDR zum Thema, wie die Bevölkerung von Hamburg das mittlerweile aufgelöste Gefahrengebiet aufgenommen hat. Für mich sehr interessant, weil die Berichterstattung immer so rüberkam, als gäbe es auf der einen Seite die Polizei und auf der anderen Seite den Bürger, der sich davon gestört und beeinträchtigt fühlt. Offensichtlich ist dieser Gegensatz in dieser Form nicht vorhanden, denn zumindest in dieser Befragung äußerten sich zwar 40% der Befragten ablehnend, aber immerhin 58% der Befragten befürworteten das Gefahrengebiet.

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf NDR.de vom 14.01.2014
http://www.ndr.de/regional/hamburg/gefahrengebiet197.html

„Ausgrenzung und Ablehnung von Polizisten gilt in linken Kreisen als schick. Demokraten sollten gegen Gewalt zusammenstehen“

Danke für diesen Kommentar, Herr Iken. Den kann ich bis auch einen Satz komplett so unterschreiben.

Die in der Hamburgischen Bürgerschaft vertretenen Parteien haben die Krawalle rund um die Demonstration für das linke Kulturzentrum Rote Flora verurteilt. Bei den schwersten Ausschreitungen in Hamburg seit Jahren waren am Sonnabend nach Behördenangaben mehr als 120 Polizisten verletzt worden, nach Angaben linker Organisationen zudem rund 500 Demonstranten. Abgeordnete von SPD, CDU und FDP sprachen von einem Missbrauch des Demonstrationsrechts. Auch Grüne und Linke verurteilten die Gewalt, kritisierten aber zugleich die Strategie der Polizei.

Ein Kommentar von Stefan Schölermann, NDR Info

Quelle und mehr:
Online-Artikel auf ndr.de vom 23.12.2013

„Kaum einer im Polizeipräsidium kann sich daran erinnern, wann vor dem tödlichen Schuss vom Dienstagabend zuletzt ein Mensch in Stuttgart durch eine Kugel aus einer Polizeipistole ums Leben gekommen ist.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung vom 12.11.2013
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.polizei-in-stuttgart-die-beamten-greifen-nur-selten-zur-waffe.c0ad2bd5-9a53-4658-9ae4-4a50d6059eac.html

Ein Artikel, der in wohltuender Weise Zahlen präsentiert und damit die Relationen zurechtrückt. Hoffentlich lesen den insbesondere jene, die sich mit ihrer Mär von der Schießwut der Polizei im deutschsprachigen Raum gar nicht mehr einkriegen.

„Seit 2008 wird in Berlin jedes Jahr ein Mensch von der Polizei getötet. Das gab Berlins Innenverwaltung jetzt als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen bekannt. Berlins Polizei schießt demnach nicht öfter als ihre Kollegen in anderen Bundesländern.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe der Berliner Zeitung vom 25.09.2013
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/dienstwaffengebrauch-besser-ein-schuss-ins-bein,10809148,24441392.html

Die Überschrift ist natürlich eher grenzwertig, aber der Artikel gefällt mir.

„Seit 1998 hat die Polizei in Deutschland 109 Menschen erschossen, meistens aus Notwehr. Rein rechnerisch sind Polizisten hierzulande mit dem Extremfall gezielter Schüsse alle zehn Tage konfrontiert. Viele von ihnen werden danach krank und leiden ein Leben lang.

Der Polizist Oliver Tschirner hat 2009 in einer Masterarbeit an der Hochschule der Deutschen Polizei in Münster Polizisten befragt, die im Dienst einen Menschen getötet haben. Eines seiner Ergebnisse: Viele Polizisten sind danach ein Leben lang traumatisiert. Nur ein Drittel kehre bald in den Dienst zurück. Beim zweiten Drittel gelten die Folgen als langwierig, oft müssen die Kollegen zum Innendienst. Das letzte Drittel leide fortwährend und sei lange therapiebedürftig.“

Quelle und mehr:
Artikel in der Online-Ausgabe des Hamburger Abendblattes vom 18.09.2013
http://www.abendblatt.de/vermischtes/article120141898/Polizisten-schossen-letztes-Jahr-auf-36-Menschen.html

Endlich mal eine vernünftige und faire Berichterstattung zu diesem Thema. Danke!

„Ohne eine Polizei, die ihr Handwerk versteht, hätte die Landeshauptstadt die Herausforderung vom Wochenende wohl kaum meistern können.“

Quelle und mehr:
Newsroom der Mitteldeutschen Zeitung, 13.01.2013
http://www.presseportal.de/pm/47409/2397134/mitteldeutsche-zeitung-zu-polizeieinsatz-bei-neonazi-demo-in-magdeburg

Na also, geht doch. Jetzt noch solche Feststellungen an etwas prominenterer Stelle unterbringen, dann klappt’s vielleicht auch mal mit der Wahrnehmung der Polizei als Schutz anstatt als Feind. Zumindest bei jenen, die sich diesseits der Verfassungsgrenzen verorten….