Am späten Samstagabend konnten drei junge Männer aus Rheinböllen ermittelt werden, die gegen 22:30 Uhr einen Anwohner der Bacharacher Straße vor der Haustür bedroht und die Herausgabe von 80,- Euro Bargeld und zwei Scheckkarten mit PIN erpresst hatten. Bei der Tatausführung waren die Täter mit einer Eisenstange, einer Eisenkette und einem Teleskopschlagstock bewaffnet gewesen.
Durch einen Hieb mit dem Schlagstock war der Geschädigte zudem leicht verletzt worden. Die Täter waren zunächst geflüchtet, konnten aber nach Hinweis des Geschädigten in einer Wohnung in der Simmerner Straße angetroffen und festgenommen werden. Waffen und Tatbeute wurden sichergestellt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die Täter nach erkennungsdienstlicher Behandlung wieder auf freien Fuß gesetzt

PM der PI Simmern/Hunsrück vom 24.05.2020

Bei einer nächtlichen Streifenfahrt in der Nacht zum Samstag durch ein Wohngebiet in Rülzheim kam es zu einem kleinen Rettungseinsatz, der vom Alltag etwas ablenkte. Eine Polizeistreife fand mitten auf einer Straße einen Igel. Dieser war bei genauerem Hinsehen verletzt und konnte sich nicht mehr bewegen. Der Igel wurde behutsam durch die beiden Polizisten gerettet und an eine Tierpflegestation übergeben. Dort wird er nun wieder aufgepäppelt.

PM der PD Landau vom 23.05.2020

Am Mittwochnachmittag (20.05.2020) war ein Team der Reitergruppe Mittelfranken im Marienbergpark auf Streife. Dort bemerkten die Beamten ein 2-Jähriges Mädchen, welches gerade in einem Biotop unterging. Durch einen beherzten Sprung ins Wasser rettete eine Polizistin das Kind vor dem Ertrinken.

Zwischen 16:00 Uhr und 19:00 Uhr sollten die Polizeireiter im Stadtviertel Marienberg im dortigen Volkspark für Sicherheit sorgen. Aufgrund der milden Witterung hielten sich zahlreiche Passanten in der Parkanlage auf. Gegen 16:30 Uhr erreichten die Beamten mit ihren Dienstpferden Lukas und Leonardo das Biotop im Marienbergpark. Dort hatten sich mehrere Mütter mit ihren Kindern auf Decken niedergelassen und die Kinder spielten überwiegend am besandten Ufer des Biotops.

Ein kleines Mädchen stand zu diesem Zeitpunkt bereits bis zur Hüfte im Biotop.
Als die Mutter der 2-Jährigen für einen kurzen Moment unaufmerksam war, ging das Mädchen weiter in das Wasser hinein. Die Polizistin der Streife bemerkte, dass das Kind plötzlich völlig untertauchte. Für einen kurzen Moment gelang es der 2-Jährigen noch einmal aufzutauchen und leise um Hilfe zu rufen. Danach tauchte das Kind wieder unter.

Von den anwesenden Erwachsenen hatte keiner die Brisanz der Situation bemerkt.
Daher sprang die Polizeibeamtin sofort von ihrem Pferd und stürzte sich in das trübe Wasser. Dort bekam sie das Kind zu fassen und zog es zurück an die Wasseroberfläche. Das Biotop hatte an dieser Stelle eine Tiefe von ca. 1,50 Meter und einen sumpfigen Untergrund, so dass die Beamtin bei der Rettungsaktion bis zur Schulter im Wasser stand.

Aufgrund der schnellen Rettung war das Mädel nur für ca. 5 Sekunden unter Wasser und konnte mit einem gehörigen Schrecken, aber unverletzt ans Ufer gebracht werden. Dort wurde sie von ihrer dankbaren Mutter in Empfang genommen. Die fachkundige Frau kümmerte sich um die weitere Versorgung ihrer Tochter.

Der Streifenpartner der Polizeireiterin hatte während des Vorfalls die beiden Pferde auf Abstand gehalten. Wegen der völlig durchnäßten Uniform der Retterin musste das Team der Reitergruppe die allgemeine Sicherheitsstreife vorzeitig abbrechen.

Sehr zufrieden und voll des Lobes bewertete Herrmann Guth vom Polizeipräsidium Mittelfranken den Einsatz seiner Polizeireiterin: „ein Moment der Unaufmerksamkeit hätte schlimme Folgen haben können. Gerade für kleine Kinder können auch relativ geringe Wassertiefen schon zur Falle werden. Durch das schnelle Eingreifen unserer Kollegin konnte ein mögliches Unglück gerade noch verhindert werden. Geholfen hat dabei sicher auch, dass die Beamtin durch ihre erhöhte Sitzposition von ihrem Dienstpferd aus einen guten Überblick hatte.
Dadurch konnte sie die Situation schnell erfassen und sofort aktiv werden. Für Parkanlagen und nichturbane Räume sind unsere Polizeireiter ein wichtiges Einsatzmittel.“

PM des PP Mittelfranken vom 22.05.2020

Beamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte bemerkten am späten Montagabend (18.05.2020) in der Innenstadt ein offensichtliches Drogengeschäft.
Der mutmaßliche Dealer wurde daraufhin kontrolliert und dabei Rauschgift aufgefunden. Der Ermittlungsrichter erließ einen Haftbefehl.

Gegen 22:30 Uhr beobachteten Polizisten zwei Männer in der Nähe der Königstorpassage. Beide verhielten sich auffällig und tauschten Geld gegen kleinere Päckchen. Nach dem offensichtlichen Rauschgiftgeschäft wurde der 39-jährige Verkäufer kontrolliert. Dabei fanden sich drei für den Konsum abgepackte Tütchen mit Drogen und ein Bargeldbetrag. Ein anschließend durchgeführter Rauschgiftvortest ergab, dass es sich um Heroin und Crystal im Grammbereich handeln dürfte.

Der einschlägig vorbelastete Mann war für die Polizei und Justiz kein Unbekannter. So war eine Haftstrafe wegen Drogenhandels auf Bewährung ausgesetzt und dem 39-Jährigen ein Verbot des Konsums von Betäubungsmitteln auferlegt worden. Aufgrund der neuen Tat stellte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen Haftantrag und der Ermittlungsrichter erließ einen Haftbefehl.

Da der Aufenthalt des iranischen Staatsangehörigen auf das Gebiet des Landkreises Erlangen-Höchstadt und die Stadt Erlangen beschränkt war, prüft die Polizei zudem, ob noch ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen die räumliche Beschränkung eingeleitet werden muss.

PM des PP MIttelfranken vom 22.05.2020

Etwas ungläubig reagierten die Edenkobener Polizeibeamten, als sich am 21.05.2020 gegen 19:40 Uhr telefonisch ein 50-Jähriger Mountainbiker meldete. Er gab an, dass er im Wald bei Maikammer gegen 16:00 Uhr eine Reifenpanne erlitten habe. Soweit nichts Ungewöhnliches. Als er sich mit seinem Flickzeug zu schaffen machte, hätte sich ein kleines Wildschwein zu ihm gesellt.
Nach 20 Minuten war der Reifen wieder einsatzbereit und das kleine Wildschwein noch immer bei dem Radsportler. Aus Sorge das Tier könnte alleine nicht überleben, habe der Mann es in seinen Rucksack gepackt. Auf Nachfrage wo er sich befände, gab der Mann zu verstehen, dass er bereits wieder in seiner Wohnung in Worms ist. Das Tier habe er mitgenommen und es befände sich nun in seiner Wohnung. Hilfesuchend bat der Mann darum, ihm das Wildtier abzunehmen. Selbst habe er schon beim Zoo angefragt, welcher dankend ablehnte. Nach Rücksprache mit einem Berufsjäger erschien es für das Tierwohl am sinnvollsten das Jungtier an der Fundstelle wieder auszusetzen, in der Hoffnung die Bache nehme sich diesem wieder an. Also machte sich der Finder samt Frischling auf den Rückweg in die Südpfalz. Bei Inaugenscheinnahme des Frischlings konnte festgestellt werden, dass dieser noch die Nabelschnur am Körper trug. Ein Tierarzt schätzte telefonisch, dass das Tier erst wenige Tage alt sei. Ein Aussetzen im Wald würde den sicheren Tod bedeuten. Es konnte telefonisch eine Jägerin erreicht werden, die sich dem Tier annahm und es mit der Flasche aufziehen wird. Gegen den Finder, welcher sicherlich nur gutes im Sinn hatte, wird nun aufgrund des Anfangsverdachts der Jagdwilderei sowie eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Immer wieder kommen Spaziergänger oder Radfahrer mit, vermeintlich verwaisten, Wildtieren in Kontakt. Die Polizei rät in solchen Fällen davon ab, die Tiere anzufassen oder gar mitzunehmen. Informieren Sie die Polizei oder einen Jagdpächter!

PM der PI Edenkoben vom 21.05.2020

Am 19.05.2020, gegen 06:45 Uhr, rief eine 24-Jährige bei der Polizei an und teilte mit, dass ihr Ex-Freund sie geschlagen habe. Als die Polizeibeamten bei ihr eintrafen, war der 25-Jährige nicht mehr vor Ort. Die 24-Jährige erklärte, ihr Ex-Freund sei aggressiv geworden und es sei zum Streit gekommen, in dessen Folge er ihren Kopf mit zwei Händen gepackt und gegen die Wand gestoßen habe. Sie wurde dadurch verletzt und kam ins Krankenhaus. Als die Polizeibeamten zu der Wohnanschrift des 25-Jährigen fuhren, wurde ihnen mitgeteilt, dass in der Nähe ein Mann mit einer Eisenstange bedrohlich herumhantieren würde. Als die Polizeibeamten ankamen, stellten sie fest, dass es sich um den 25-Jährigen handelte. Sie fesselten ihn und nahmen ihn aufgrund seines hohen Atemalkoholwertes in Höhe von 2,23 Promille mit zur Dienststelle.
Dort kam er in Gewahrsam und wurde gegen Abend wieder auf freien Fuß gesetzt.
Ihm wurde der Kontakt zur 24-Jährigen für die nächsten Tage verboten. Die 24-Jährige wurde über rechtliche Möglichkeiten und Anlaufstellen informiert.
Am 19.05.2020, gegen 20:00 Uhr, meldete ein Ludwigshafener der Polizei laute Schreie aus einer Nachbarwohnung. Als die Polizeibeamten eintrafen, klingelten sie bei der Wohnung, aus der die Schreie zu hören waren und ein 34-Jähriger öffnete die Tür während eine 33-Jährige weinend um Hilfe schrie. Sie erklärte den Beamten, dass der 34-Jährige ihr Ex-Freund sei und dass er eine eigene Wohnung habe. Er hätte sie besucht, es sei zum Streit gekommen und dann habe der 34-Jährige sie auf das Bett gedrückt und geschlagen. Zudem habe er sie mit dem Tode bedroht. Die Polizeibeamten verwiesen den 34-Jährigen aus der Wohnung und der Kontakt zur 33-Jährigen wurde ihm für die nächsten Tage verboten. Die Frau wurde über rechtliche Möglichkeiten und Anlaufstellen informiert.
Der Polizei kommt im Umgang mit häuslicher Gewalt als ständig erreichbare und schnell verfügbare Organisation eine entscheidende Rolle zu. Prävention, konsequente Strafverfolgung sowie weitreichender Opferschutz und Opferhilfe sollen Opfern von häuslicher Gewalt effektiven Schutz gewähren.
Wenn auch Sie von häuslicher Gewalt betroffen sind, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Bei allen Polizeidienststellen stehen Ihnen speziell geschulte Ansprechpartner zur Verfügung.

PM des PP Rheinpfalz vom 20.05.2020

Bereits am 15. Mai 2020, gegen 23:50 Uhr begegnete eine Streife der Bundespolizei am Bahnhof Wernigerode einem jungen Mann. Sicherlich wäre das nicht weiter erwähnenswert gewesen, wäre den beiden Bundespolizisten nicht der ungewöhnliche „Staub“ an der Nasenspitze des 18-Jährigen aufgefallen.
Die Frage, ob er gerade Drogen konsumiert habe, konnte er dann auch nicht verneinen und gab es unumwunden zu. Bei der weiteren Nachschau in seiner Kleidung wurden die Beamten dann auch weiter fündig. So stellten sie ein szenetypisches Cliptütchen mit noch 0,7 Gramm vermutlich Speed und ein Tütchen mit zehn vermutlich Ecstasytabletten fest und anschließend sicher. Der junge Deutsche konnte danach seinen Weg weiter fortsetzen, wird sich aber nun wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln verantworten müssen.

PM der BPOLI Magdeburg vom 18.05.2020

Am Samstagabend (16. Mai) haben Beamte der Kölner Bereitschaftspolizei im rechtsrheinischen Deutz einen Rettungseinsatz durchgeführt. Die Polizisten hielten sich im Bereich des Rheinboulevards vor einem Hotel auf, um die Einhaltung der aktuellen Pandemie-Bestimmungen zu gewährleisten. Gegen 21.40 Uhr machten die Insassen zweier soeben dort eingetroffener Pkw durch Hupen und lautes Rufen auf sich aufmerksam: Auf der Rückbank eines Autos lag bewusstlos ein junger Mann (21) aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Die Polizisten konnten bei dem nicht mehr ansprechbaren Kölnbesucher keinerlei Vitalzeichen mehr feststellen. Umgehend alarmierten die Beamten einen Notarzt. Zwei Kommissare, die bei der Bereitschaftspolizei eine Rettungshelfer-Ausbildung absolviert hatten, leiteten außerhalb des Fahrzeugs lebensrettende Sofortmaßnahmen bei dem 21-Jährigen ein. Weitere Hundertschaftskräfte schirmten die Reanimation ab und sicherten den Arbeitsbereich ihrer Kollegen. Infolge der Herz-Lungen-Wiederbelebung setzten nach kurzer Zeit wieder Vitalzeichen und eine selbstständige Atmung ein. Ein hinzugekommener, privat unterwegs gewesener Rettungsassistent unterstützte die Beamten weiterhin bei der Stabilisierung des Patienten. Für den eintreffenden Notarzt stellten die Polizisten eine telefonische Verbindung zu Angehörigen des jungen Mannes her. Der Mediziner konnte sich so über Vorerkrankungen seines Patienten instruieren lassen. Im Rettungswagen wurde der erfolgreich Wiederbelebte zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gefahren.

PM des PP Köln vom 17.05.2020

Donnerstagnacht, 14. Mai 2020, stürzte ein Mann im Bereich Zanklstraße in den dort befindlichen Mühlgang. Polizisten zogen den Mann aus dem Wasser, er blieb unverletzt.

Gegen 23:45 Uhr hörte eine 35-jährige Anrainerin laute Hilfeschreie von draußen und konnte in weiterer Folge einen Mann im Mühlgang wahrnehmen. Während der 39-jährige Lebensgefährte der Frau nach draußen lief, um dem Mann zu helfen, wählte die Frau den Notruf. Mehrere Anrainer eilten dem Mann – es handelte sich um einen 56-jährigen Grazer – zu Hilfe. Da dieser bereits ein Stück abwärts getrieben worden war, hielten mehrere Personen den 56-Jährigen durch einen Zaun hindurch an den Händen fest, um ein weiteres Abtreiben des Mannes zu verhindern. Mehrere Polizeistreifen fuhren ebenfalls zur Örtlichkeit, wobei drei Beamte schließlich über den in etwa 1,85 Meter hohen Zaun kletterten, um dem Mann zu helfen. Ein Polizist der Fachinspektion Graz-Sonderdienste (Sektor) sprang in der Folge auch in den Mühlgang, um den Mann schlussendlich aus dem Wasser zu ziehen.

Der 56-Jährige, welcher stark alkoholisiert war und laut eigenen Angaben vermutlich beim Urinieren ausgerutscht und in den Mühlgang gestürzt war, blieb unverletzt.
Ein Polizeibeamter verletzte sich bei der Rettungsaktion leicht an der Hand, verblieb jedoch im Dienst.

PA der LPD Steiermark vom 15.05.2020

Eine aggressive Krähe treibt in Bochum-Hordel ihr Unwesen. Dem zuständigen Jäger sind die Hände gebunden, die Polizei führte eine Schulwegsicherung durch.

Ein Passant verständigte am Donnerstagnachmittag, 14. Mai, die Polizei. Er war im Bereich der Bänksgenstraße unterwegs gewesen, als er einen Schatten bemerkte und dann einen Schlag auf den Kopf abbekam. Der gefiederte Angreifer flüchtete.
Der Mann erlitt eine Kopfwunde, musste nach eigenen Angaben aber nicht ärztlich behandelt werden.

Den Angreifer beschrieb er wie folgt: schwarze, mittellange Federn, markanter Schnabel, ca. 120 Zentimeter Flügelspannweite – ob der Täter männlich oder weiblich ist, bleibt unklar.

Gleich mehrere Anwohner berichteten den eingesetzten Beamten auf Nachfrage, dass der wildgewordene Vogel seit einigen Tagen Passanten attackiere. Den Ermittlungen zufolge nistet und brütet die Krähe aktuell in einem alten Nadelbaum. Glück für den Vogel: Als die Beamten den zuständigen Jagdausübungsberechtigten hinzuzogen, verwies dieser auf den Brut- und Nistschutz – die Jagd auf das Tier ist derzeit nicht erlaubt.

Weil sich im Bereich eine Grundschule und ein Kindergarten befinden, führte der zuständige Bezirksdienstbeamte gleich am Freitagmorgen eine Schulwegsicherung durch. In den kommenden Wochen will er die Situation im Blick behalten.

Die Ermittlungen gegen die Krähe dauern an.

PM der POL Bochum vom 15.05.2020