Bildquelle: PP Trier

Mit dem „Danke-Polizei-Tag“ möchte der Verein „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihre Arbeit danken und über das Ausmaß der Gewalt gegen Polizisten informieren. Im Vorfeld des Tages informierten Innenminister Roger Lewentz, die Polizei und der Verein über die Thematik.

Der „Danke-Polizei-Tag“ geht auf eine Initiative des Vereins „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ zurück. Im angelsächsischen Raum ist es Tradition, dass Bürger am dritten Samstag im September zu ihrer örtlichen Polizeistation gehen, um den „say thank you to a police officer day“ zu begehen. Der Verein arbeitet seit 2014 daran, diesen Tag auch in Deutschland einzuführen. Damit soll die Anerkennung für die von der Polizei geleistete Arbeit ausgedrückt werden, zumal diese oftmals mit Gewalt gegen Polizeibeamte verbunden ist. Seit 2015 übernimmt Innenminister Roger Lewentz die Schirmherrschaft über diesen Tag.

Bewusst hatte Polizeipräsident Rudolf Berg die Medienvertreter in den Besprechungsraum der Polizeiinspektion Trier eingeladen. „Diese Dienststelle ist mit den weitaus meisten Fällen von Gewalt gegen Polizeibeamte im Polizeipräsidium Trier konfrontiert,“ erläuterte Berg. Im vergangenen Jahr registrierte das Polizeipräsidium Trier insgesamt 389 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte. „Das reicht von Beleidigungen über Bedrohungen bis hin zu Körperverletzungen“, sagte der Polizeipräsident. Zwar seien bei der überwiegenden Anzahl dieser Taten keine verletzten Einsatzkräfte zu beklagen gewesen. Aber dennoch hätten sich im vergangenen Jahr 35 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte einer medizinischen Behandlung unterziehen müssen. Einer von ihnen ist Polizeioberkommissar Thomas Hillen. Er arbeitet im Wechselschichtdienst der Polizeiinspektion Trier und war bei einem Einsatz von einem offenbar betrunkenen Randalierer schwer im Gesicht verletzt worden. Hillen schilderte eindrucksvoll den brutalen Angriff. Gerke Minrath-Grunwald ist die Vorsitzende und Gründerin des Vereins „Keine Gewalt gegen Polizisten e.V.“ (KGgP). Seit 2009 engagiert sich die Berufsschullehrerin für das Thema. 2011 gründete sie mit Gleichgesinnten den Verein. „Wir sind ein Verein von Bürgern für Polizeibeamte. Wir stehen hinter unserer Polizei,“ sagte sie. Der Verein verurteile Gewalt gegen Polizeibeamte und informiere über das Ausmaß. Innenminister Roger Lewentz lobte das Engagement des Vereins, mit dessen Hilfe öffentlich auf das Phänomen der Gewalt gegen die Polizei aufmerksam zu machen. Der weitaus größte Teil der Bevölkerung stehe der Polizei positiv gegenüber. „Gewalt gegen Polizeibeamte und Hilfskräfte sind völlig inakzeptabel“, sagte der Minister. Gerke Minrath Grunwald stellte ihren Verein und dessen Ziele vor. Ein ganz wichtiger Aspekt der Vereinsarbeit sei das Vermitteln von Rückhalt und Wertschätzung direkt an die Polizistinnen und Polizisten. „Dies tun wir zum Beispiel mit dem Danke-Polizei-Tag“. Am kommenden Freitag und Samstag werden Mitglieder des Vereins in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zahlreiche Polizeidienststellen besuchen und sich bei den Beamtinnen und Beamten für ihre Arbeit bedanken. „Die Polizisten sind der Grund, warum ich nachts gut schlafe,“ sagte die Vorsitzende und ermutigte die Bürgerinnen und Bürger ihrer Polizeidienststelle am „Danke-Polizei-Tag“ am kommenden Samstag, 15. September, einen Danke-Besuch abzustatten.

PM des PP Trier vom 11.09.2018

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