Im Februar 2019 kam es in der Freiburger Innenstadt zu einem Betrug durch falsche Polizeibeamte zum Nachteil einer 82-jährigen Frau. Die Geschädigte erhielt kurz vor Mitternacht den Anruf eines falschen Polizeibeamten. Hierbei gab er vor, dass Einbrecher unterwegs seien und noch in dieser Nacht ein Einbruch bei ihr bevorstehe. Weiter kündigte er an, dass ein Polizeibeamter vorbeikommen werde, um ihre Wertsachen in Sicherheit zu bringen.
Wenig später erschien ein falscher Polizeibeamter an der Wohnung der Geschädigten, welchem sie in der Folge Bargeld und Wertgegenstände aushändigte. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Freiburg führten zu zwei Tatverdächtigen, einem 42-jährigen türkischen Staatsbürger und einem 18-jährigen Deutschen.
Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt, dass der 42-jährige Haupttäter sich kurz nach der Tat mit der Beute in die Türkei abgesetzt hatte. Nach Übermittlung der Information an die türkischen Behörden wurden durch diese eigenständige Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen eingeleitet. Diese führten zur Festnahme des Tatverdächtigen in der Türkei. Die Tatbeute aus Freiburg konnte sichergestellt werden. Die Ermittlungen der deutschen und der türkischen Behörden dauern an.

Um sich vor dieser Betrugsmasche zu schützen, rät die Polizei:

1. Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an.

2. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.

3. Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach

– schnellen Entscheidungen,

– Kontaktaufnahme mit Fremden sowie

– Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder
Wertgegenständen.

– PIN oder Passwörtern im Zusammenhang mit ihrem PC

4. Wählen Sie selbst die 110 (ohne Vorwahl!) und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.

5. Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

6. Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de

PM des PP Freiburg vom 03.05.2019

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