Am Pfingstsonntag (09.06.2019) wurde die Landespolizei von einer Mitarbeiterin eines polnischen Hotels in Swinemünde informiert, dass eine 71-jährige Dame vermisst wird, die mit einem Bademantel bekleidet ist und gesundheitliche Probleme hat.
Zu diesem Zeitpunkt wurde angenommen, dass sich die Dame u. a. über den Strand in Richtung der Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin bewegen könnte. Aus diesem Grund wurde unmittelbar nach Eingang der Meldung eine Streifenbesatzung zur Suche am Strand, an der Promenade und in den Waldgebieten eingesetzt. Diese Besatzung war mit dem neuen Einsatzfahrzeug UTV unterwegs. Auch weitere Streifenbesatzungen der Landespolizei suchten nach der vermissten Person. Dabei wurden sie durch Kräfte der Bundespolizei unterstützt.
Kontakt zur polnischen Polizei und zur Wasserwacht wurde ebenfalls aufgenommen.

Als dann der Hinweis eines Bürgers einging, dass er eine halbe Stunde zuvor eine ältere Dame in Heringsdorf sah, konzentrierten sich die Fahndungsmaßnahmen auf den Bereich Heringsdorf. Kurze Zeit später konnte die Besatzung des UTV die ältere Dame am Strand auf Höhe der Jugendherberge Heringsdorf feststellen und wohlbehalten an die Mitarbeiterin übergeben.

Bereits wenige Tage nach der Übergabe des Fahrzeuges an die Beamtinnen und Beamten des Polizeireviers Heringsdorf kann die Polizei damit auf den ersten großen Erfolg im Rahmen der Suche nach einer vermissten Person verzeichnen.

Regelmäßig kommt es an den Stränden zu Sachverhalten mit vermissten Personen, darunter vor allem mit Kindern. Auch flüchtige Straftäter nutzen als Fluchtwege den Strand sowie Wald- und Wiesenwege. Hierbei mussten Polizisten teilweise kilometerlange Fußwege mit voller Einsatzausrüstung zurücklegen, da die herkömmlichen Einsatzfahrzeuge für dieses Terrain nicht ausgelegt sind. Die Polizeiinspektion Anklam testet seit letzter Woche ein neues Geländefahrzeug. Die Beamtinnen und Beamten auf der Insel Usedom nutzen ein sogenanntes UTV (Utility-ATV) mit Elektroantrieb im Rahmen eines Pilotprojektes für einen Zeitraum von vier Monaten und erhoffen sich damit, eine Lücke in der Einsatzbewältigung schließen zu können.

PM der PI Anklam vom 11.06.2019

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