Die Bundespolizei Freilassing hat am Wochenende (2. bis 4. August) mehrere Haftbefehle vollstreckt. Die Gesuchten mussten teils langfristige Haftstrafen antreten.
Am Freitagvormittag (2. August) haben Bundespolizisten bei den Grenzkontrollen auf der A8 einen Wagen mit ungarischer Zulassung angehalten. Bei der Überprüfung des Fahrers – ein 38 Jahre alter Ungar – stellten die Beamten einen Haftbefehl fest. Die Staatsanwaltschaft München fahndete wegen schweren Bandendiebstahls nach dem Mann. Das Landgericht München verurteilte ihn im Jahr 2009 deswegen zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe. Nachdem er einen Großteil davon im Gefängnis verbracht hatte, schoben ihn die deutschen Behörden nach Rumänien ab. Da er nun wieder nach Deutschland kam, muss er jetzt die restlichen rund 500 Tage seiner Freiheitsstrafe absitzen. Die Bundespolizei lieferte den Ungarn in das Gefängnis nach Bernau ein.
Gegen Abend nahmen die Bundespolizisten einen 36-jährigen Deutschen fest. Gegen ihn lagen gleich drei Haftbefehle vor. Das Amtsgericht Frankfurt am Main verurteilte den Mann im Jahr 2013 wegen Körperverletzung und 2015 wegen Sachbeschädigung zu Geldstrafen in Höhe von 990 Euro oder ersatzweise 33 Tagen Gefängnis beziehungsweise 350 Euro oder 35 Tage Haft. Zudem verurteilte das Amtsgericht Seligenstadt den Deutschen im Jahr 2016 – ebenfalls wegen Körperverletzung – zu einer Geldstrafe in Höhe von 2325 Euro, welche er mit einem Gefängnisaufenthalt von 155 Tagen hätte abgelten können. Da der 36-Jährige keine der Strafen bezahlen konnte brachten ihn die Bundespolizisten in eine Justizvollzugsanstalt, wo er seine Freiheitsstrafen von insgesamt 223 Tagen absitzen muss.
Am Sonntag (4. August) gingen der Freilassinger Bundespolizei zwei 28 Jahre alte Rumänen ins Netz.

Den Ersten stellten die Beamten gegen vier Uhr morgens auf der A8 fest. Ihn suchte die Staatsanwaltschaft Braunschweig per Haftbefehl, welchem ein im März dieses Jahres ergangenes Urteil wegen vorsätzlich unerlaubten Umgangs mit Abfällen durch das zuständige Amtsgericht vorausging. Da der Mann die gerichtlich geforderte Summe von 2100 Euro nicht bezahlen konnte, musste er für die nächsten 60 Tage den Gang ins Gefängnis antreten.
Wenige Stunden später nahmen die Bundespolizisten den nächsten 28 Jahre alten rumänischen Staatsangehörigen fest. Die Amtsgerichte München und Aschaffenburg verurteilten den Rumänen wegen zweier Diebstahlsdelikte zu Freiheitsstrafen von elf beziehungsweise 15 Monaten Haft. Nachdem er einen Teil davon im Gefängnis verbracht hatte, wurde er in sein Heimatland abgeschoben. Durch seine erneute Einreise nach Deutschland muss auch er den Rest der ausgesprochenen Strafe hinter Gittern absitzen. Die Bundespolizei lieferte ihn deshalb für insgesamt 300 Tage in eine Justizvollzugsanstalt ein.

PM der BPOLI Freilassing/der BPOLD München vom 05.08.2019

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