Am gestrigen Tag fanden in den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen länderübergreifend abgestimmte Kontrollmaßnahmen mit dem Ziel der Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls durch mobile Tätergruppierungen statt.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg wurden in den Landkreisen Celle, Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Rotenburg und Stade an insgesamt zehn eingerichteten Kontrollstellen sowie weiteren mobilen Kontrollen 1.141 Fahrzeuge und dabei 1.392 Personen überprüft. Dabei konnten weiter zu überprüfende Erkenntnisse mit Bezug zur Eigentumskriminalität gewonnen werden. Weiterhin stellten die eingesetzten Beamten zahlreiche Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie mindestens 21 Straftaten fest.

Am Nachmittag wollten Polizisten in Stade einen Autofahrer anhalten und kontrollieren. Der Fahrer des VW versuchte zu flüchten, konnte aber kurz darauf gestoppt werden. Wie sich herausstellte war der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Zudem stand er unter dem Einfluss von Drogen. Bei der Überprüfung der Personalien von drei Männern ergaben sich offene Haftbefehle.
Die Vollstreckungshaft konnte in allen Fällen aufgrund der haftbefreienden Zahlung der Geldstrafe verhindert werden.

Anlass dieser länderübergreifenden Einsatzmaßnahmen ist die Vereinbarung der Innenminister und -senatoren der norddeutschen Küstenländer vom 8. März 2018 über das gemeinsame Vorgehen zur Bekämpfung der länderübergreifenden Eigentumskriminalität, insbesondere des Wohnungseinbruchdiebstahls durch organisierte Banden. Passend dazu haben die Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Lüneburg, Thomas Ring, und der Polizei Hamburg, Ralf Martin Meyer, erst im September des letzten Jahres eine Kooperationsvereinbarung zur Vertiefung der strategischen und operativen Zusammenarbeit unterzeichnet. Ein Schwerpunkt bildet hier die Bewältigung des Phänomens Wohnungseinbruchsdiebstahl.

Dazu der Lüneburger Polizeipräsident Thomas Ring: „Wohnungseinbruchdiebstahl kann das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger aus mindestens zwei Gründen nachhaltig beeinträchtigen. Neben dem materiellen Schaden, der möglicherweise noch zu ersetzen ist, kann das Eindringen in die Privatsphäre auch zu einer psychischen Belastung führen, die sich noch Jahre später negativ auswirkt. Bei diesem Kriminalitätsphänomen treten häufig organisierte und mobile Tätergruppen auf. Da sich diese Einbrecher nicht um territoriale Ländergrenzen kümmern, ist hier eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit der Länderpolizeien besonders entscheidend. Wir können mit den Ergebnissen des gestrigen Tages zufrieden sein. Die Aktion zeigt, wie wichtig es ist, den Tätergruppen nachhaltig und entschlossen entgegenzutreten.“

PM mder PD Lüneburg vom 13.02.2020

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