Am Samstagabend (22.02.2020) kontrollierten Polizeibeamte der Bundespolizei am Hauptbahnhof Nürnberg eine sechsköpfige Personengruppe. Die Beamten stellten in den Taschen der Personen eine Vielzahl an Parfums, elektronischen Geräten, sowie Bekleidungsartikeln fest, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus vorangegangenen Ladendiebstählen stammen dürften. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag.

Bei der Kontrolle der sechs Personen im Alter von 17 bis 58 Jahren fanden die Beamten Diebesgut im Gesamtwert von mehreren tausend Euro. Es befand sich in Taschen, die zuvor offenbar so präpariert wurden, dass die Diebstahlssicherung der Kaufhäuser umgangen wird.

Als besonders dreist stellten sich zwei der Tatverdächtigen heraus. Diese waren am gleichen Tag bereits gegen 13:45 Uhr vom Ladendetektiv eines Elektronikmarktes in der vorderen Ledergasse beim Diebstahl von vier Smartphones erwischt worden. Der Detektiv verständigte die Polizei. Eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte fand bei der Kontrolle zunächst zwei der gestohlenen Smartphones auf. Nachdem die Beamten ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hatten, wurden die Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Unter dem Diebesgut am Hauptbahnhof fanden die Beamten schließlich auch die zwei zunächst fehlenden Smartphones aus dem Elektronikmarkt auf. Die weiteren Ermittlungen deuteten auf eine bandenmäßige Begehungsweise hin. Da alle sechs Tatverdächtigen derzeit keinen festen Wohnsitz in der Bundesrepublik haben, stellte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftantrag wegen Fluchtgefahr. Sie wurden am Folgetag dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.
Dieser erließ Haftbefehl.

PM des PP Mittelfranken vom 24.02.2020

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