Der 52-Jährige wurde wegen Vorschussbetruges – sogenannter Rip-Deal, gesucht, die er zusammen mit anderen Tätern deutschlandweit und im europäischen Ausland verübte. Bei dem sogenannten „Rip-Deal“ geben sich Betrüger beispielsweise als Kaufinteressenten, Verkaufsvermittler oder Investoren, aus.

Die Täter nehmen u.a. zu Anbietern von Immobilien Kontakt auf und bringen diese dann auf unterschiedliche Art und Weise um größere Geldbeträge.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Mainz beauftragte Anfang November 2020 das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt mit der Zielfahndung nach dem 52-jährigen. Hintergrund des Fahndungsersuchens war ein Rip-Deal aus dem Jahr 2018, bei dem der Betrüger in Begleitung die Geschädigte in einer Bank-Filiale in Bingen um mehrere Hunderttausend Euro gebracht hat. Der Tatverdächtige wurde extra aus dem Ausland nach Deutschland eingeflogen, um den Trickdiebstahl umzusetzen. Hintergrund des Geschäftes war der avisierte Verkauf der Immobilie „Palais“ in Bingen. Dabei handelten die Täter die knapp 450.000 EUR Verkaufsprovision für sich selbst aus, die sie dann auf betrügerische Weise erbeuteten. Dabei wurde das vorgezeigte Geld in der Bank gegen einen Stapel mit täuschend echtem Spielgeld ausgetauscht.

Nachdem es Hinweise darauf gab, dass der Gesuchte sich mit falschen Personalien in Belgien aufhält, konnte er dort am 11. Dezember festgenommen werden.

Dabei konnte die Zusammenarbeit mit den belgischen Behörden durch rheinland-pfälzische Beamte des Gemeinsamen Zentrums von Zoll und Polizei in Luxemburg koordiniert werden. Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Auslieferungshaftbefehl erlassen, er sitzt aktuell in Belgien in Haft.

PM des LKA Rheinland-Pfalz vom 18.12.2020

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