Bahnstrecke Magdeburg-Halle (Sachsen-Anhalt): Festnahme nach Schwarzfahrt

Am Sonntag, den 3. Oktober 2021 wurde die Bundespolizei in Halle gegen 16:00 Uhr durch die Zugbegleiterin eines Regionalexpresses, der auf der Strecke Magdeburg – Halle eingesetzt war, über einen Reisenden informiert, der keinen Fahrausweis bei sich führte. Bei Ankunft des Zuges im Hauptbahnhof Halle stand eine Streife der Bundespolizei bereit und übernahm den Mann. Die sich anschließende fahndungsmäßige Überprüfung der Personalien des 45-jährigen Letten ergab gleich drei Fahndungsvermerke: Sowohl die Staatsanwaltschaft Berlin, als auch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ersuchten die aktuelle Adresse des Mannes wegen mehrerer begangener Diebstähle.

Zudem wurde er durch die Staatsanwaltschaft Bielefeld per Vollstreckungshaftbefehl gesucht. Hiernach wurde er am 31. März 2021 rechtskräftig durch das Amtsgericht Bielefeld wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe von 1480 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 74 Tagen verurteilt. Da der Mann bisher nur 60 Euro der Geldstrafe beglichen hatte und sich auch dem Haftantritt, trotz ergangener Ladung, nicht gestellt hatte, erging der Haftbefehl im September 2021 über den offenen Betrag von 1420 Euro plus 229,04 Euro sonstiger Kosten oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 71 Tagen. Die Bundespolizisten eröffneten ihm den Haftbefehl und nahmen ihn fest.

Da er die Geldstrafe nicht zahlen konnte, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Zudem beanzeigten ihn die Bundespolizisten wegen der aktuell begangenen Leistungserschleichung. Die beiden ersuchenden Behörden wurden über den neuen Aufenthaltsort des Mannes schriftlich in Kenntnis gesetzt.

PM der BPOLI Magdeburg vom 04.10.2021

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