Seit Anfang Oktober 2018 ermittelte der Kriminaldienst des BPK Klagenfurt Land Suchtgiftgruppe, gemeinsam mit Suchtmittelermittlern des SPK Klagenfurt und des Landeskriminalamtes Kärnten gegen einen nigerianischen Suchtgiftring. Aufgrund der Erstermittlungen ergab sich der Verdacht, dass diese kriminelle Vereinigung seit zumindest 2017 größere Mengen Heroin, Kokain und Cannabis von Italien nach Kärnten schmuggelt und im Gr0ßraum Klagenfurt gewinnbringend an Abnehmer verkauft. Auf diese Erstermittlungen gestützt wurde die ARGE „Ferrara“ gegründet. Unter Leitung des Kriminaldienstes Klagenfurt Land konnten in umfangreichen und zeitintensiven Ermittlungen 19 nigerianischen Staatsbürger, im Alter zwischen 21 und 28 Jahren, und einen 68-jährigen österreichischen Staatsbürger mit nigerianischen Wurzeln der Suchtgifthandel in Rahmen einer kriminellen Vereinigung nachgewiesen werden.
Unter Führung von zwei Personen wurden von Suchtgiftkurieren große Mengen Heroin und Kokain aus dem Gr0ßraum Ferrara (Italien) nach Kärnten geschmuggelt. In ihren Wohnungen in Klagenfurt wurden die Drogen von den zwei führenden Köpfen für den Straßenverkauf aufbereitet und über ein eigens angelegtes Verteilernetzwerk an unterschiedliche sogenannte Läufer (Straßendealer) zum gewinnbringenden Verkauf weitergegeben. Dabei traten drei Personen als „Kommandanten“ der Läufernetzwerke auf und fungierten als Kontaktpersonen zu etwa hundert Suchmittelabnehmer. Bei diesen Kommandanten wurden die Drogen telefonisch bestellt. Nach Vereinbarung der Übergabeorte wurden Straßendealer zur Übergabe eingesetzt.

Im Laufe der Ermittlungen stießen die Beamten dann auch auf den österreichischen Staatsbürger mit nigerianischen Wurzeln. Dieser Mann steht im dringenden Verdacht die erlösten Gewinne mittels Geldboten nach Nigeria gebracht zu haben. Dort wurden die Gelder an weitere Mittelsmänner übergeben und auf unterschiedliche Konten der Mitglieder dieser kriminellen Vereinigung eingezahlt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand steht diese kriminelle Vereinigung im Verdacht, seit Dezember 2019 insgesamt 3000 g Heroin und 2000 g Kokain mit einem Straßenverkaufswert von ca. 450.000 Euro, sowie eine derzeit noch nicht bekannte große Menge Cannabis im Gr0ßraum Klagenfurt gewinnbringend verkauft zu haben.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurden insgesamt 20 Männer dieser kriminellen Vereinigung festgenommen und eine Vielzahl an verschiedenen Datenträger als Beweismittel sichergestellt. Die Männer befinden sich in der Justizanstalt Klagenfurt.

PA der LPD Kärnten vom 09.08.2019

Gemeinsame PM der GStA Frankfurt und des Hessischen Landeskriminalamts:

– In einem gemeinsamen Ermittlungskomplex der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Eingreifreserve – und des Hessischen Landeskriminalamts wegen der hessenweiten Sprengung von Geldautomaten haben Kräfte des Hessischen Landeskriminalamts, der Polizeipräsidien Westhessen, Frankfurt am Main und Südosthessen sowie der Hessischen Bereitschaftspolizei, am frühen Morgen des 08.08.2019 in Hofheim am Taunus vier Beschuldigte festgenommen, die des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des versuchten Diebstahls dringend verdächtig sind. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei Deutsche im Alter von 22 und
31 Jahren, einen 23-jährigen Serben und einen 35-jährigen Italiener, denen zur Last gelegt wird, am 08.08.2019 versucht zu haben, die beiden Geldautomaten in einer Bank in Hofheim am Taunus mittels Einsatz eines Gasgemisches zu sprengen, um das in den Geldautomaten befindliche Bargeld zu entwenden. Hierzu sollen sich der 22-jährige Deutsche und der 23-jährige Serbe gegen 03:12 Uhr zu der Bank begeben haben, wobei der serbische Beschuldigte im Vorraum der Bank zwei mitgeführte Gasflaschen abgelegt haben soll. Zeitgleich konnten im unmittelbaren Umfeld ein 31-jähriger Deutscher und ein 35-jähriger Italiener in einem PKW festgestellt werden, welche gerade dabei waren die Polizeistation Hofheim auszukundschaften und die nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen beabsichtigten, eine zeitnahe Verfolgung der flüchtenden Täter durch die Polizei zu verhindern. In der Vergangenheit kam es verschiedentlich zu Störaktionen, wie die Errichtung von brennenden Barrikaden vor Polizeistationen, die jeweils in direktem Zusammenhang mit zeitgleich stattgefundenen Sprengungen von Geldautomaten standen. Der 22-jährige Deutsche und der 23-jährige Serbe konnten von den eingesetztenPolizeikräften im Bereich der Bank vorläufig festgenommen werden. Der 31-jährige Deutsche und der 35-jährige Italiener wurden in unmittelbarere Nähe des im Bereich der Polizeistation Hofheim abgestellten PKW vorläufig festgenommen. Im Anschluss an die Festnahme der vier Tatverdächtigen sind am 08.08.2019 insgesamt 7 Objekte in Eschborn, Schwalbach am Taunus, Frankfurt am Main (3 Objekte), Bad Soden und Offenbach am Main durchsucht worden. Im Rahmen der Durchsuchungen konnten beweiserhebliche Gegenstände aufgefunden und sichergestellt werden, u.a. eine scharfe Schusswaffe, Handys, mögliche Tatkleidung, Betäubungsmittel (Marihuana), verschiedene Werkzeuge sowie Equipment, welches vermutlich für Sprengungen von Geldautomaten genutzt wurde.Die vier Beschuldigten werden am 09.08.2019 dem Haftrichter am Amtsgericht Frankfurt am Main vorgeführt, der über den Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main auf Anordnung von Untersuchungshaft entscheiden wird.

PM des Hessischen Landeskriminalamtes vom 09.08.2019

 

 

Die Bundespolizei setzt zur Fahndung auch Motorräder ein.

Koblenz, Kassel, Trier, Frankfurt am Main, Kaiserslautern, Saarbrücken

Viele Einsätze, viele Erfolge, mehr Sicherheit, so lässt sich das erste Halbjahr 2019 aus Sicht der Bundespolizeidirektion Koblenz, zuständig für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, zusammenfassen. In den fünf Inspektionen Kassel, Frankfurt am Main, Kaiserslautern, Trier und im Saarland bewältigte die Bundespolizeidirektion Koblenz im ersten Halbjahr insgesamt 277 Einsätze in den Themenfeldern Fahndung, Fußball, Demonstrationen und Großveranstaltungen. Die intensiven Fahndungsmaßnahmen der Bundespolizisten im Grenzraum, an den Bahnhöfen und in den Zügen führten im ersten Halbjahr 2019, bei ca. einer halben Million Fahndungsabfragen, zu mehr als 9.400 Fahndungstreffern. In 654 Fällen lag ein Haftbefehl vor. Außerdem leitete die Bundespolizeidirektion Koblenz im ersten Halbjahr 2019 Ermittlungsverfahren zu mehr als
18.000 Delikten ein. Ein Schwerpunkt lag bei der Bekämpfung der Schleusungskriminalität über die Westgrenze aus Frankreich, Luxemburg und Belgien. Nach mehreren erkannten LKW-Schleusungen im vergangenen Jahr hellte die Bundespolizeidirektion Koblenz in ihrem Zuständigkeitsbereich das Dunkelfeld, an größeren Autobahnen und kleineren Ausweichstrecken erfolgreich auf. Flankierend dazu wurden entsprechende Einsatzmaßnahmen entlang grenzüberschreitender Bahnstrecken getroffen. Hierbei setzte sie unterschiedliche Einsatzmittel, wie Kameras, Motorräder, Drohnen und Hubschrauber ein.
Bei Hubschraubersprungfahndungen verlegte die Bundespolizei ihre Kontrolltrupps schnell und dynamisch zwischen verschiedenen Kontrollstellen, um Ausweichversuche potentieller Straftäter auf andere Routen und Strecken aufzufangen. Diese Form der Fahndung ist für das polizeiliche Gegenüber unberechenbar, deckt gleichzeitig einen großen Einsatzraum ab und wirkt damit effizient. Zeitweise brachte die Bundespolizeidirektion Koblenz, mit ihren Inspektionen und der, über 100 Mann starken, Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit sowie durch Unterstützung der Bundesbereitschaftspolizei, zeitgleich mehr als 600 Bundespolizisten in Grenznähe zum Fahndungseinsatz. Die sichtbaren Maßnahmen der Bundespolizei wurden auch durch Zivilfahnder flankiert, sodass Ort, Zeit und Umfang der Einsätze für mögliche Schleuser und Straftäter unkalkulierbar waren.

Im Ergebnis stellte die Bundespolizeidirektion Koblenz im ersten Halbjahr mehr als 1.700 Personen fest, die unerlaubt in das Bundesgebiet eingereist sind oder sich darin unerlaubt aufhielten.
„Im ersten Halbjahr 2019 hatten wir eine hohe Einsatzbelastung, die die Bundespolizei mit guten Erfolgen gemeistert hat, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten“, so der Präsident der Bundespolizeidirektion Koblenz, Joachim Moritz.

PM der BPOLD Koblenz vom 06.08.2019

Die Bundespolizei Freilassing hat am Wochenende (2. bis 4. August) mehrere Haftbefehle vollstreckt. Die Gesuchten mussten teils langfristige Haftstrafen antreten.
Am Freitagvormittag (2. August) haben Bundespolizisten bei den Grenzkontrollen auf der A8 einen Wagen mit ungarischer Zulassung angehalten. Bei der Überprüfung des Fahrers – ein 38 Jahre alter Ungar – stellten die Beamten einen Haftbefehl fest. Die Staatsanwaltschaft München fahndete wegen schweren Bandendiebstahls nach dem Mann. Das Landgericht München verurteilte ihn im Jahr 2009 deswegen zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe. Nachdem er einen Großteil davon im Gefängnis verbracht hatte, schoben ihn die deutschen Behörden nach Rumänien ab. Da er nun wieder nach Deutschland kam, muss er jetzt die restlichen rund 500 Tage seiner Freiheitsstrafe absitzen. Die Bundespolizei lieferte den Ungarn in das Gefängnis nach Bernau ein.
Gegen Abend nahmen die Bundespolizisten einen 36-jährigen Deutschen fest. Gegen ihn lagen gleich drei Haftbefehle vor. Das Amtsgericht Frankfurt am Main verurteilte den Mann im Jahr 2013 wegen Körperverletzung und 2015 wegen Sachbeschädigung zu Geldstrafen in Höhe von 990 Euro oder ersatzweise 33 Tagen Gefängnis beziehungsweise 350 Euro oder 35 Tage Haft. Zudem verurteilte das Amtsgericht Seligenstadt den Deutschen im Jahr 2016 – ebenfalls wegen Körperverletzung – zu einer Geldstrafe in Höhe von 2325 Euro, welche er mit einem Gefängnisaufenthalt von 155 Tagen hätte abgelten können. Da der 36-Jährige keine der Strafen bezahlen konnte brachten ihn die Bundespolizisten in eine Justizvollzugsanstalt, wo er seine Freiheitsstrafen von insgesamt 223 Tagen absitzen muss.
Am Sonntag (4. August) gingen der Freilassinger Bundespolizei zwei 28 Jahre alte Rumänen ins Netz.

Den Ersten stellten die Beamten gegen vier Uhr morgens auf der A8 fest. Ihn suchte die Staatsanwaltschaft Braunschweig per Haftbefehl, welchem ein im März dieses Jahres ergangenes Urteil wegen vorsätzlich unerlaubten Umgangs mit Abfällen durch das zuständige Amtsgericht vorausging. Da der Mann die gerichtlich geforderte Summe von 2100 Euro nicht bezahlen konnte, musste er für die nächsten 60 Tage den Gang ins Gefängnis antreten.
Wenige Stunden später nahmen die Bundespolizisten den nächsten 28 Jahre alten rumänischen Staatsangehörigen fest. Die Amtsgerichte München und Aschaffenburg verurteilten den Rumänen wegen zweier Diebstahlsdelikte zu Freiheitsstrafen von elf beziehungsweise 15 Monaten Haft. Nachdem er einen Teil davon im Gefängnis verbracht hatte, wurde er in sein Heimatland abgeschoben. Durch seine erneute Einreise nach Deutschland muss auch er den Rest der ausgesprochenen Strafe hinter Gittern absitzen. Die Bundespolizei lieferte ihn deshalb für insgesamt 300 Tage in eine Justizvollzugsanstalt ein.

PM der BPOLI Freilassing/der BPOLD München vom 05.08.2019

Am vergangenen Samstagnachmittag gegen 16:00 Uhr wurde einer Streife der Bundespolizei auf dem Bahnhof in Itzehoe durch den Zugbegleiter des Regionalexpress ein kleiner Junge übergeben, der ohne jegliche Begleitpersonen im Zug unterwegs war. Er sei vermutlich in Hamburg oder Elmshorn zugestiegen. Die Beamten nahmen den Jungen in ihre Obhut.

Da die Verständigung mit dem Knirps noch nicht so richtig klappen wollte, nahmen die Beamten zunächst Kontakt mit den Hamburger Bundespolizisten auf. Von dort gab es aber keine weiteren Erkenntnisse. Eine Rücksprache mit der Leitstelle der Landespolizei ergab, dass kurz zuvor in Elmshorn ein dreieinhalbjähriger Junge als vermisst gemeldet wurde. Die Personenbeschreibung passte genau und nach einem Anruf bei der Mutter war klar, der vermisste Junge in stand unversehrt vor den Beamten.

Ein Glückstag für den kleinen Mann, denn nun gab es auch noch eine Fahrt mit dem Polizeiauto nach Elmshorn. Als Mama und Papa ihren kleinen Sohn kurze Zeit später überglücklich in die Arme schließen konnten, war dann wieder alles gut.

Was war passiert: Die Familie wohnt ganz in der Nähe des Bahnhof Elmshorn und hatte im Garten ein Grillfest veranstaltet. Das war dem Kurzen wohl zu langweilig und er entschloss sich für einen Ausflug mit der Bahn. Ende gut – alles gut!

PM der BPOLI Flensburg vom 05.08.2019

Eine falsche Polizeibeamtin ging gestern Nachmittag in Gesundbrunnen ins Netz. Gegen 16 Uhr bemerkten zwei Polizeibeamte in Zivil eine Person auf der Prinzenallee, die ihnen bereits als falsche Polizeibeamtin bekannt und mit authentischen Uniformteilen bekleidet war. Die Einsatzkräfte sprachen die 22-jährige Transperson auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes Pankstraße an, die sie mittlerweile erreicht hatte, nahmen sie fest und brachten sie zu einer Polizeidienststelle. Dort überprüften die Einsatzkräfte die Person genauer und fanden überdies noch Drogen in einer ihrer Taschen. Deren getragene sowie mitgeführte Uniform- und Ausrüstungsgegenstände beschlagnahmten sie. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung, nach richterlicher Anordnung, fanden eingesetzte Polizisten weitere Uniform- und Ausrüstungsteile. Gegen die 22-jährige Transperson, die nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen wurde, wird nun wegen Amtsanmaßung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

PM des PP Berlin vom 02.08.2019

Letzten Dienstag (30.07.19) kontrollierten Polizeibeamte im Rahmen des sogenannten City- Konzeptes verschiedene als Beschwerdestellen bekannte Örtlichkeiten in der Aachener Innenstadt. Ab mittags bis in die Abendstunden hinein waren die Beamten im Bereich des Bushofs und der anliegenden Straßen sowie im
Suermondt- Viertel präsent. Insgesamt kontrollierten die Beamten an die 50 Personen. Im Bereich einer Spielhalle auf der Peterstraße erteilten die Beamten acht Platzverweise und fertigten Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgrund der Störung der öffentlichen Ordnung; bei einer Person fand man Betäubungsmittel, diese wurden beschlagnahmt, eine Strafanzeige gefertigt. Zwei junge Männer mussten in Gewahrsam genommen werden, nachdem sie Passanten und Beamten angepöbelt hatten und dem anschließend erteilten Platzverweis nicht nachgekommen waren. Ein Dutzend junge Männer fiel durch ihr verdächtiges und provokantes Verhalten im Bereich Blondelstraße/ Adalbertstraße auf. Nach Kontrollen und intensiven Ansprachen mussten die Beamten noch fünf von ihnen einen Platzverweis erteilen; einer bekam eine Anzeige wegen Störung der öffentlichen Ordnung. Während der Kontrollen erhielten die eingesetzten Polizisten für ihr Maßnahmen immer wieder positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Im
Suermondt- Viertel, auf dem Spielplatz Rudolfstraße und in den umliegenden Straßen fielen insgesamt 25 Personen auf, hier bestand der Verdacht des Drogenhandels bzw. des Konsums. Die Beamten kontrollierten alle Personen, 15 bekamen Platzverweise, eine Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde gefertigt. Im Rahmen des Einsatzes wurde zudem Kontakt zu den Anwohnern und den Beschwerdeführern aufgenommen; man zeigte sich erfreut über die polizeiliche Präsenz. Auch in Zukunft wird die Aachener Polizei zur Bekämpfung der Straßen -und Eigentumskriminalität und zur Steigerung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung solche Einsätze durchführen.

PM der POL Aachen vom 02.08.2019

Viele hundert Radfahrer sind dieser Tage entlang der Nidda in Bad Vilbel unterwegs. Genau dort trafen sie am Dienstag auch auf die Polizei. Es ging um das Thema: Fahrraddiebstähle. Straftaten vorzubeugen ist nicht nur ein gesetzlicher Auftrag der Polizei, sondern auch eine Herzensangelegenheit von Polizistinnen und Polizisten. Mitbürgerinnen und Mitbürger gilt es vor Straftaten zu schützen und das geht in vielen Fällen durch Informationen und Aufklärungsmaßnahmen. Bei dem aktuellen Sommerwetter liegt da das Thema Fahrraddiebstahl quasi auf der Hand, denn viele Wetterauer bewegen sich gerade gerne auf dem Zweirad durch die wunderschönen Landschaften.

Polizeihauptkommissar Mirko Berg von der Polizeistation Bad Vilbel hatte am Dienstagmittag seinen Informationstand am Freibad in Bad Vilbel, direkt am Nidda-Radweg aufstellt. Viele Radfahrer fanden den Weg zu ihm und freuten sich über die Informationen, die er für sie rund um die Sicherheit ihres Zweirades bereithielt. Von der richtigen Wahl des Fahrradschlosses, über die beste Nutzung desselbigen, bis zur Kennzeichnung des Zweirades konnten sich die Interessierten Bekanntes in Erinnerung rufen und Neues erfahren. Mit Flyern zum Thema bekamen die Radfahrer auch eine Erinnerungshilfe zum Mitnehmen und Weitertragen der Information.

Interessiert zeigten sich viele Radfahrer an dem sogenannten Fahrradpass. In ihm werden alle Informationen über das eigene Fahrrad zusammengetragen. Von der Rahmennummer, über die Beschriftungen bis zu den Anbauteilen lassen sich viele Informationen über das Fahrrad eintragen, die im Falle eines Diebstahls wichtig sind. In der gleichnamigen App, die es dazu kostenfrei zum Download gibt, können sogar Bilder des eigenen Fahrrades abgespeichert werden.

Darüber hinaus war für manche Zweiradfahrer die sogenannte F.E.I.N-Codierung neu, die ihnen der Hauptkommissar gerne erläuterte.
Die F.E.I.N-Codierung wird in den Rahmen des Fahrrades geprägt. Sie lässt sich nicht entfernen und setzt sich aus einer individuell für den Fahrradeigentümer erstellten Ziffern- und Zahlenfolge zusammen.
Anhand der Codierung kann das Fahrrad von der Polizei jederzeit seinem Eigentümer zugeordnet werden. Das schreckt Diebe natürlich ab.
Zudem kann die Polizei, bereits bevor der Eigentümer im Fall der Fälle überhaupt eine Diebstahlsanzeige erstattet hat, bei einer Kontrolle feststellen, wenn jemand anderes mit dem Zweirad unterwegs ist. Gute Gründe also das geliebte Zweirad mit der F.E.I.N-Codierung zusätzlich vor Dieben zu schützen.

Der Informationsstand direkt am Fahrradweg kam bei den Vilbelern und bei den überörtlichen Gästen gut an. Eine Wiederholung ist damit schon sicher.

PM des PP Mittelhessen vom 01.08.2019

Autobahn 5: Auf dem Weg vom Urlaub nach Hause befand sich eine Familie aus Berlin am Samstagnachmittag. Als sie sich gegen 16.40 Uhr mit ihrem Volvo gerade zwischen der Anschlussstelle Butzbach und dem Gambacher Kreuz befanden, schlugen plötzlich Flammen aus dem Motorraum des PKW. Der Vater am Steuer des Fahrzeuges reagierte schnell und richtig, lenkte den PKW auf die Standspur, brachte die Frau und die zwei kleinen Kinder hinter der Leitplanke in Sicherheit und verständigte die Rettungsleitstelle. Die Feuerwehr kam zum Löschen des Brandes, die Polizei musste die Autobahn vorübergehend sperren. Um 17.15 Uhr waren die Löscharbeiten beendet und die linke Fahrspur konnte wieder freigegeben werden. Aufgrund der ausgelaufenen Betriebsstoffe musste jedoch ein Ölvampier zum Einsatz kommen, um die Fahrbahn zu reinigen, wodurch es noch bis 19 Uhr zu Behinderungen kam, da die mittlere und rechte Fahrspur so lange gesperrt bleiben mussten. Das Auto ist nach dem Brand ein Totalschaden. Neben dem – durch vermutlich einen technischen Defekt entstandenen – Schaden am PKW, wiegt gerade für die beiden kleinen Kinder der Schaden jedoch schwer, da ihre Kuscheltiere im Auto mit verbrannten. Zum Glück konnten die Beamten der Autobahnpolizei Mittelhessen wenigstens für eine kleine Aufmunterung in der für die Kleinen schockierenden Situation sorgen. Das 5-jährige Mädchen und ihre Schwester erhielten einen sogenannten Rettungsteddy. Diese sind von einer Stiftung gespendet und befinden sich für solche und ähnliche „Notfälle“ an Board der Streifenwagen der Autobahnpolizei.

PM des PP Mittelhessen vom 29.07.2019

Polizisten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Stolpe haben am Samstag erschöpfte Fahrgäste eines Pannen- Busses mit Getränken versorgt. Ein Reisebus mit 43 Fahrgästen war gegen Mittag auf der BAB 24 bei Neustadt- Glewe aufgrund eines Defekts liegengeblieben. Zunächst hatten sich die Türen des Busses nicht öffnen lassen, worauf die Polizei von mehreren Fahrgästen informiert wurde. Eintreffende Polizeibeamte begleiteten die Fahrgäste schließlich auf eine angrenzende Rasenfläche und betreuten sie dort. Da die Fahrgäste der Mittagshitze ausgesetzt waren und sich zunehmend Unmut regte, organisierten und verteilten die Polizisten Getränke. Nach einer Wartezeit von über vier Stunden konnten die Fahrgäste dann in einen Ersatzbus umsteigen und in Richtung Berlin weiterreisen.

PM der PI Ludwigslust vom 29.07.2019