In der Nacht von Freitag auf Samstag meldet eine Zeugin, dass sie soeben beobachtet habe wie drei Personen am Hauptbahnhof in Ludwigshafen Fahrräder entwenden würden. Die eingesetzten Polizeibeamten waren schnell vor Ort und konnten alle drei Fahrraddiebe nach kurzer Verfolgung festnehmen.

PM des PP Rheinpfalz vom 27.06.2020

Auf beachtenswerte Fallzahlen zur Aufklärung des Dunkelfeldes bei Straftaten im Bereich des Bahnverkehrs können die Beamten der Bundespolizeiinspektion Magdeburg schauen. Hintergrund des Einsatzes waren unter anderem auch, die häufig stattfindenden Übergriffe in Form von Beleidigungen und Körperverletzungen auf Zugbegleiter. In einem dreitägigen Fahndungseinsatz, Dienstag, den 23. Juni 2020 beginnend, der mit Verstärkung von Einheiten der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit Pirna und eines Betäubungsmittelspürhundes des Zolls, ausschließlich im nördlichen Teil Sachsen-Anhalts, hier in Zügen auf den Bahnstrecken Magdeburg-Stendal-Oebisfelde, stattfand, wurden bei 537 Kontrollen von Personen unterschiedlichster Staatsangehörigkeiten folgende Feststellungen gemacht. 31 Personen wurden von verschiedenen Staatsanwaltschaften gesucht, da diese im Rahmen von Strafverfahren nicht erreichbar waren. Acht Personen fielen auf, da sie entweder unerlaubt eingereist oder unerlaubt aufhältig waren, vier Männer lagen mit Haftbefehlen im polizeilichen Informationssystem ein und gegen 16 Reisende wurden Strafverfahren wegen des Erschleichens von Leistungen / Betrug eingeleitet. Der Drogenspürhund „Dasty“ zeigte bei 14 Personen an, dass hier vermutlich Betäubungsmittel mitgeführt werden. Sich anschließende Kontrollen durch die Beamten bestätigten dieses. Vier Kontrollierte hatten ihre Fahrausweise manipuliert und machten sich aufgrund dessen wegen Urkundenfälschung strafbar. Zudem wurden mehrere Personen festgestellt, die gegen die räumliche Beschränkung, die sich auf Sachsen-Anhalt bezog, verstoßen haben. Hinzu kamen noch Verstöße gegen das Waffengesetz und das Strafgesetzbuch, hier Unterschlagung, Sachbeschädigung durch Graffiti, fahrlässige Körperverletzung sowie weitere Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.
Abschließend äußert sich der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Erster Polizeihauptkommissar Andreas Hesse, wie folgt. „Dieser Einsatz war geeignet, um die Vielzahl von Delikten, die hier nur in einem kleinen geographischen Ausschnitt unserer Inspektion, die für das ganze Bundesland Sachsen-Anhalt zuständig ist, aufgezeigt wurden, darzustellen. Es zeigt insbesondere die Notwendigkeit verstärkter Fahndungseinsätze, um das strafrelevante Dunkelfeld in Sachsen-Anhalt zu erhellen, Straftaten zu erforschen und gesuchte Straftäter der Vollstreckung zu zuführen. Die generalpräventive Wirkung des Einsatzes zeigte sich bereits am ersten Einsatztag.“

PM der BPOLI Magdeburg vom 26.06.2020

Zivile Polizisten haben kurz nach Mitternacht (26. Juni, 0:25 Uhr) zwei 18-jährige Männer beobachtet, die an der Bissingheimer Straße/Worringer Weg ein Fahrradschloss aufbrachen und das Rad mitnahmen. Sie verfolgten das Diebesduo zunächst bis in die Innenstadt. Die Beamten sahen, wie die beiden sich erneut an der Mercatorstraße an einem Fahrrad zu schaffen machten, das Schloss aufbrachen und das Rad entwendeten. Die Polizisten gaben sich zu erkennen und nahmen die jungen Duisburger mit zur Wache. Sie stellten Räder und Werkzeug sicher und schrieben eine Anzeige wegen besonders schweren Diebstahls.

PM der POL Duisburg vom 26.06.2020

Mitte Juni konnte die Fürther Kriminalpolizei in zwei Fällen Drogenhändler festnehmen und größere Mengen Rauschgift beschlagnahmen. Gegen insgesamt drei Tatverdächtige wurden Haftbefehle erlassen.

Im ersten der beiden Fällen ergaben sich aus einem Verfahren der Ansbacher Kriminalpolizei Hinweise, dass eine 35-jährige Fürtherin mit Crystal handeln würde. Die Fürther Kripo übernahm die Ermittlungen und konnte in Erfahrung bringen, dass die Drogenhändlerin und ihre Mittäter eine Beschaffungsfahrt geplant hatte. Bei der Rückkehr der Tatverdächtigen sollte das Kurierfahrzeug durch die Polizei angehalten werden. Doch die Täter gaben Gas und versuchten zu flüchten. Das beschaffte Rauschgift warfen sie auf der Flucht aus dem Fenster.
Kurz darauf gelang Nürnberger Zivilbeamten jedoch das Auto zu stellen und die Drogenhändlerin sowie zwei Männer im Alter von 38 und 46 Jahren festzunehmen.
Auch das aus dem Fenster geworfene Drogenpaket fand sich schnell – es handelte sich um ca. 475 Gramm Crystal. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung und einem weiteren Fahrzeug der Bande wurden noch 110 Gramm Crystal gefunden.
Die drei Tatverdächtigen wurden am 10.06.2020 dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen die Haupttäterin und den 38-jährigen Mittäter.

Die zweite erfolgreiche Festnahme gelang am Dienstagvormittag (23.06.2020).
Zivile Polizeibeamte des LKA hatten auf offener Straße einen mutmaßlichen Drogenhandel bemerkt. Tatsächlich förderte eine anschließende Kontrolle des Drogenabhängigen 3 Gramm Haschisch zu Tage, die dieser zuvor bei seinem Dealer gekauft hatte. Durch die Staatsanwaltschaft wurde daraufhin die umgehende Durchsuchung der Wohnung des Drogenhändlers angeordnet. Dort wurden die Beamten
fündig: 600 Gramm Haschisch, 750 Gramm Marihuana sowie Amphetamin im Grammbereich hatte der 59-jährige Mann in seiner Wohnung gebunkert. Zum Teil war das Rauschgift bereits zum Verkauf abgepackt. Zudem hatte sich der Tatverdächtige eine geladene PTB-Waffe in der Nähe der Drogen bereitgelegt.
Aufgrund der Funde wurde der Rauschgifthändler dem Haftrichter vorgeführt.
Dieser erließ einen Haftbefehl.

PM des PP Mittelfranken vom 25.06.2020

Gestern Mittag (22.06.2020) nahmen Polizeibeamte der Inspektion Nürnberg-Ost zwei Jugendliche im Nürnberger Nordosten fest. Die beiden Tatverdächtigen waren zuvor dabei beobachtet worden, wie sie versucht hatten, einen Automaten aufzubrechen.

Ein Zeuge hatte die zwei Jugendlichen gegen 12:45 Uhr in der Bessemerstraße bemerkt. Dort versuchten die beiden augenscheinlich einen Zigarettenautomaten mittels Fußtritten zu knacken. Per Notruf verständigte der Zeuge daraufhin die Polizei.

Im Rahmen der Fahndung konnte eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost kurz darauf zwei 16-jährige Jugendliche in der Kieslingstraße antreffen. Da der Zeuge von den beiden mutmaßlichen Automatenaufbrechern während ihrer Tat ein Foto gemacht hatte, gelang den Beamten die eindeutige Identifizierung der Tatverdächtigen. Sie wurden vorläufig festgenommen. Auf die beiden 16-Jährigen kommt nun ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Diebstahl zu.

PM des PP Mittelfranken vom 23.06.2020

Seit Ende des Jahres 2019 kam es im Ballungsraum Mittelfranken zu einer Reihe von Pkw-Aufbrüchen. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen sowie intensiv geführte Ermittlungen durch das zuständige Fachkommissariat für Bandenkriminalität führten zur Identifizierung und Festnahme mehrerer Tatverdächtiger einer Diebes- und Hehlerbande.

Beginnend im Spätherbst 2019 stellte die Polizei in Mittelfranken eine auffällige Häufung von Kfz-Aufbrüchen fest. Vor allem im Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen wurden bei verschiedenen Fahrzeugen die hinteren Dreiecksscheiben eingeschlagen. Die Täter hatten es auf im Fahrzeug zurückgelassene Wertgegenstände z.B. Brieftaschen und Mobiltelefone abgesehen.
Mehrere der Taten wurden auch mit Pressemeldungen berichtet.

Annähernd zeitgleich begann eine Serie von Kfz-Aufbrüchen in Tiefgaragen. Dabei wurden überwiegend die Notausgangstüren bzw. Zugangstüren zu den Tiefgaragen aufgehebelt oder aufgeschnitten. Anschließend wurden dort geparkte Fahrzeuge mittels Einschlagen einer Scheibe aufgebrochen und Geldbörsen, Handtaschen, Mobiltelefone, Laptops oder mobile Navigationsgeräte entwendet.

In Zusammenarbeit mit den mittelfränkischen Fachkommissariaten und nach einem Hinweis ziviler Polizeibeamter auf den späteren Haupttäter konnten erste Ermittlungsansätze zur Aufklärung der Kfz-Aufbruchserie gewonnen werden. Da sich Hinweise auf eine bandenmäßig agierende Tätergruppierung ergaben, wurden die Ermittlungen zentral durch das neue Bandenkommissariat 47 des Kriminalfachdezernats 4 Nürnberg übernommen.

Umfangreiche Ermittlungen führten schließlich zur Identifizierung einer mehrköpfigen Tätergruppe. Drei Bandenmitgliedern im Alter von 29 und zwei Mal 32 Jahren konnten mehrere Kfz-Aufbrüche nachgewiesen werden. Über die Anlasstaten hinaus, zeigte sich ein reger Handel mit hochpreisigen Akku- und Elektrowerkzeugen, die hauptsächlich aus Aufbrüchen von Handwerkerfahrzeugen stammen.

Das Amtsgericht Nürnberg erließ Durchsuchungsbeschlüsse für neun Objekte und Haftbefehle gegen die drei Tatverdächtigen. Die Beschlüsse wurden bei einem groß angelegen Einsatz Ende April 2020 vollzogen. Der Haupttäter versuchte dabei zu flüchten und rammte mit seinem Auto zwei zivile Dienstfahrzeuge der Polizei.
Diese wurden dabei leicht beschädigt, verletzt wurde aber niemand. Der Fahrer und sein Beifahrer wurden anschließend ohne weiteren Widerstand festgenommen.

Bei den Durchsuchungen wurde eine größere Menge an Diebesgut und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Darunter waren ca. 30 hochwertige Werzeugmaschinen.

Zwei Tatverdächtige befinden sich seither in Untersuchungshaft – sie machen zu den Tatvorwürfen bislang keine Angaben. Der dritte Mann wurde wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zum derzeitigen Stand der Ermittlungen können der Tätergruppierung 40 Kfz-Aufbrüche zugerechnet werden. Es zeigte sich, dass die Täter auch über die Grenzen Mittelfrankens hinaus in Bayern tätig waren. Dies belegen nachgewiesene Taten in München, Neumarkt i. d. Opf. und Forchheim. Die Polizei rechnet damit, dass noch weitere Fälle der Gruppe geklärt werden können.

Der Entwendungsschaden im Zusammenhang mit den bislang zugeordneten Kfz-Aufbrüchen beläuft sich auf rund 30 TSD Euro und der Sachschaden beträgt rund 40 TSD Euro.

Der Ermittlungserfolg wurde am 22.06.2020 im Rahmen einer Pressekonferenz des Poliziepräsidiums Mittelfranken und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth bekannt gegeben. Das Video der Pressekonferenz ist auch nachträglich über die Facebookseite des Polizeipräsidiums abrufbar.

Tipps zur Verhinderung von Kfz-Aufbrüchen finden Sie auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tip
ps/diebstahl/sicherheit-rund-ums-fahrzeug/

PM des PP Mittelfranken vom 22.06.2020

Bereits am Freitag, den 19. Juni 2020, gegen 15:00 Uhr stellten Bundespolizisten mit einem Diensthund auf ihrem Streifengang zwei elfjährige Jungen im Bereich der Bahnhofsstraße fest. Die Beiden hatten insgesamt drei Dosen Graffitispray und waren gerade dabei, eine Lagerhalle zu besprühen. Dieses hatten sie auf bereits sechs Quadratmeter getan. Die Sprays wurden sichergestellt und die Jungen mit zum Revier der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg genommen. Unverzüglich wurden die Erziehungsberechtigten der Jungen informiert, die sie dann wenig später von der Bundespolizei abholten.
Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt. Neben der Anzeige zur rechtswidrigen Tat eines Kindes wurde auch das Jugendamt informiert

PM der BPOLI Magdeburg vom 22.06.2020

Am 20.06.20, gegen 21:10 Uhr, erhielt ein Supermarkt in Andernach eine Bombendrohung per Telefon. Die Anruferin gab an, dass sie eine Bombe im Markt deponiert hätte und diese um 21:30 Uhr explodieren würde. Der Markt wurde umgehend geräumt und der Tatort weiträumig abgesperrt. Die Tatverdächtige konnte ermittelt werden. Sowohl ihre Wohnung, als auch der Supermarkt wurden mit Sprengstoffspürhunden abgesucht. Es konnten keine Bombe oder sonstige Beweismittel in dieser Sache aufgefunden werden. Die Ermittlungen dauern an.

PM der PD Koblenz vom 21.06.2020

Im Rahmen der Streifenfahrt erblickten Polizeibeamte der PI Wörth gegen 07:45 Uhr auf der L549 in Verlängerung der Kandeler Straße in Rheinzabern einen auf der Fahrbahn umherlaufenden Yorkshire Terrier. Nachdem die Gefahrenstelle polizeilich abgesichert wurde, konnte das Vertrauen des verängstigten Hundes gewonnen werden. Im Anschluss wurde er wohlbehalten zur PI Wörth verbracht und bis zum Eintreffen der verständigten Tierauffangstation Terra Mater e. V. aus Lustadt versorgt.

Bislang ergaben sich keine Hinweise auf den Hundehalter. Die Tierauffangstation erbittet diesbezüglich eine telefonische Kontaktaufnahme unter 06347/608672.

PM der PD Landau vom 21.06.2020

Auf den Cochemer Klostertreppen endete gestern Abend der Versuch eines 26jährigen Cochemers, zu Fuß vor der Polizei zu flüchten. Was hatte sich zugtragen? Gegen 22:45 Uhr wollte eine Streife der PI Cochem einen Roller auf der Skagerak Brücke kontrollieren. Der Fahrer missachtete die Anhaltezeichen und versuchte, zu entkommen. Vor einem Cafe in der Innenstadt hielt die Person schließlich an, flüchtete aber zu Fuß weiter.

„Das war in diesem Fall die wirklich schlechteste Wahl“, so Eva Haimann, Sprecherin der PD Mayen schmunzelnd: “ Der hinterher eilende Polizist ist ein ehemaliger Spitzensportler der Polizei Rheinland-Pfalz. Der Flüchtende war definitiv chancenlos“.

Grund für die Flucht: Der Fahrer hatte vor Fahrtantritt einen Joint geraucht und führte eine kleine Menge Cannabis mit sich. Nun warten ein Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren auf ihn.

PM der PD Mayen vom 19.06.2020