Der Kriminalpolizei Bad Kreuznach ist die Festnahme von international agierenden „Falschen Polizeibeamten“ gelungen. Die Personen sind Teil einer Gruppierung, die mindestens für 11 Taten in Hessen und Rheinland-Pfalz, mit einem Gesamtschaden von über einer Million Euro, verantwortlich gemacht werden können.

Eine Serie von betrügerischen Anrufen hat im November den Raum Bad Kreuznach getroffen. In Einzelfällen gelang es den Tätern, Bargeld und Wertgegenstände in einer Höhe von über 300.000,- EUR zu erbeuten. Sie schädigten die Opfer und hinterließen auch psychisch betroffene Opfer (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117703/4767500).

Die Kriminalpolizei Bad Kreuznach bildete daraufhin in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach die Ermittlungsgruppe „Black Friday“.

Aufwändige Ermittlungen führten dann zu einer Tätergruppierung, welche offensichtlich aus der Türkei heraus die Taten plante und steuerte. Ein nationaler und internationaler Zusammenschluss von Polizeibehörden führte Anfang Dezember zu Festnahmen von Hintermännern in Izmir/Türkei. Eine Veröffentlichung der Polizei Heilbronn zeigt die Hintergründe (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110971/4782675).

Die weitergehenden Ermittlungen der EG „Black Friday“ führten dann zur Ermittlung von zwei weiteren verdächtigen Personen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach sind durch das Amtsgericht Bad Kreuznach, nachdem ausreichend belastendes Material vorlag, Durchsuchungsbeschlüsse gegen diese zwei Personen ergangen. Durch Spezialkräfte der Polizei Rheinland-Pfalz kann daraufhin Anfang Dezember ein 24-jähriger Deutscher aus dem Kreis Bad Kreuznach festgenommen werden. Ihm kann die Tatbeteiligung an mindestens zehn Taten im Raum Bad Kreuznach, Mainz und Hessen, mit einem Gesamtschaden von ca. 850.000,- EUR nachgewiesen werden. Er fungierte als sogenannter Abholer, welcher die Wertgegenstände bei den Opfern in Empfang nimmt, nachdem sie durch einen Mittäter telefonisch zur Herausgabe überredet worden sind. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung können Teile der Beute aus den bekannten Fällen und weitere eindeutige Beweismittel sichergestellt werden.

In Berlin konnte am 17.12.20 nach Ermittlungen der Kreuznacher Polizei ein weiterer Tatbeteiligter durch Spezialkräfte festgenommen werden. Der 36-Jährige mit türkischer Staatsangehörigkeit ist verantwortlich für die Überführung der Beute in die Türkei. Er hat in mindestens zwei Fällen von dem 24-jährigen Abholer Bargeld und Wertgegenstände in einer Höhe von über 300.000,- EUR übernommen. Gegen ihn wurde durch die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach Haftbefehl beantragt. Nach Vorführung vor einem Ermittlungsrichter sitzt dieser nun in Untersuchungshaft.

PM des PP Mainz vom 22.12.2020

Im Rahmen der Grenzfahndung nahmen Bundespolizisten auf der BAB 60 einen 57-jährigen Slowaken fest. Er reiste zuvor mittels Taxi von Belgien nach Deutschland ein. Wegen diverser Diebstahlsdelikte hatte ihn das Amtsgericht Frankfurt/Main zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt, davon sind noch sieben Monate zu verbüßen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erfolgte die Verbringung zur JVA Wittlich.

Eine weitere Festnahme erfolgte am Sonntagmittag durch die Fahndungsgruppe der Bundespolizei Trier am Hauptbahnhof Koblenz. Dort ergab die Personenüberprüfung einer 40-Jährigen einen aktuellen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen Diebstahls. Nachdem sie sich trotz Ladung zum Haftantritt nicht gestellt hatte, wurde sie nun, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, zur Verbüßung einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe zur JVA Koblenz verbracht.

PM der BPOLI Trier vom 21.12.2020

Der 52-Jährige wurde wegen Vorschussbetruges – sogenannter Rip-Deal, gesucht, die er zusammen mit anderen Tätern deutschlandweit und im europäischen Ausland verübte. Bei dem sogenannten „Rip-Deal“ geben sich Betrüger beispielsweise als Kaufinteressenten, Verkaufsvermittler oder Investoren, aus.

Die Täter nehmen u.a. zu Anbietern von Immobilien Kontakt auf und bringen diese dann auf unterschiedliche Art und Weise um größere Geldbeträge.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Mainz beauftragte Anfang November 2020 das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt mit der Zielfahndung nach dem 52-jährigen. Hintergrund des Fahndungsersuchens war ein Rip-Deal aus dem Jahr 2018, bei dem der Betrüger in Begleitung die Geschädigte in einer Bank-Filiale in Bingen um mehrere Hunderttausend Euro gebracht hat. Der Tatverdächtige wurde extra aus dem Ausland nach Deutschland eingeflogen, um den Trickdiebstahl umzusetzen. Hintergrund des Geschäftes war der avisierte Verkauf der Immobilie „Palais“ in Bingen. Dabei handelten die Täter die knapp 450.000 EUR Verkaufsprovision für sich selbst aus, die sie dann auf betrügerische Weise erbeuteten. Dabei wurde das vorgezeigte Geld in der Bank gegen einen Stapel mit täuschend echtem Spielgeld ausgetauscht.

Nachdem es Hinweise darauf gab, dass der Gesuchte sich mit falschen Personalien in Belgien aufhält, konnte er dort am 11. Dezember festgenommen werden.

Dabei konnte die Zusammenarbeit mit den belgischen Behörden durch rheinland-pfälzische Beamte des Gemeinsamen Zentrums von Zoll und Polizei in Luxemburg koordiniert werden. Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Auslieferungshaftbefehl erlassen, er sitzt aktuell in Belgien in Haft.

PM des LKA Rheinland-Pfalz vom 18.12.2020

Am Mittwochmorgen schnappte die Bundespolizei am Hauptbahnhof Koblenz einen unverbesserlichen Dieb. Obwohl ihn die Polizisten von ihren Diensträumen aus beobachteten konnten, machte sich der 36-Jährige an den abgestellten Fahrrädern am Fahrradparkplatz zu schaffen und nahm einen Sattel an sich. Eine herbeigeeilte Streife stoppte die Diebestour des Mannes noch vor Ort.

Neben dem entwendeten Sattel führte er ein hochwertiges E-Bike mit sich.

Ermittlungen ergaben, dass dieses Rad bereits als gestohlen gemeldet war. Die Beamten stellten das Diebesgut sicher.

Den Mann erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Diebstahls.

PM der BPOLI Trier vom 17.12.2020

Koblenz Neuwied Bad Hönningen Rheinbrohl Linz/Rhein (ots) – Die Kriminaldirektion Koblenz führt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Koblenz ein Ermittlungsverfahren wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges zum Nachteil älterer Menschen nach dem modus operandi „Falsche Polizeibeamte“.

Das Strafverfahren richtet sich gegen eine Tätergruppierung aus dem Landkreis Neuwied, welche im September 2017 eine damals 77jährige verwitwete Seniorin aus Koblenz um ihr Vermögen in Höhe von ca. 350.000 EUR bis 500.000 EUR betrogen haben soll. Die Dame hatte damals einem Abholer ihr Vermögen in Form von Bargeld, Schmuck und Goldbarren in einer Plastiktüte vor der Haustür übergeben.

An der Tat selbst waren mehrere Personen beteiligt, die für ihren Tatbeitrag entlohnt wurden, bevor das erbeutete Vermögen vermutlich zu den in der Türkei sitzenden Hintermännern transportiert bzw. transferiert wurde.

In dem Zusammenhang vollstreckte die Kriminaldirektion Koblenz, mit Unterstützung anderer Dienststellen und insgesamt 75 Einsatzkräften, am Dienstag, dem 15.12.2020, in den frühen Morgenstunden sieben Wohnungsdurchsuchungsbeschlüsse in Bad Hönningen, Rheinbrohl, Linz/Rhein und Neuwied.

Hierbei wurden insgesamt 5 Beschuldigte festgenommen, gegen die zuvor auf Antrag der Staatsanwaltschaft, Haftbefehle erlassen worden waren.

Die Durchsuchungsmaßnahmen führten zum Auffinden vielfältiger Beweismittel, die jetzt umfassend ausgewertet werden müssen.

Die mit Haftbefehl festgenommenen Beschuldigten werden heute dem Haftrichter des Amtsgerichts Koblenz vorgeführt. Dort wird über die Frage der Untersuchungshaft entschieden.

PM des PP Koblenz vom 15.12.2020

Bei der Vollstreckung eines Haftbefehls in Nürnberg-Glockenhof versuchte am Mittwochnachmittag (09.12.2020) der 38-jährige Gesuchte über ein Küchenfenster zu flüchten. Der Mann verletzte sich am Fuß – und wurde schließlich trotzdem festgenommen.

Bereits Ende Mai statteten Beamte der Polizeiinspektion Zirndorf dem gesuchten Mann an seiner Wohnanschrift in Langenzenn einen Besuch ab, weil gegen ihn gleich mehrere Haftbefehle vorlagen. Damals gelang dem Mann über sein Badfenster im 1. Stock die Flucht – die Polizisten konnten ihn trotz sofortiger Fahndung nicht mehr antreffen.

Beamte der Kriminalpolizei Nürnberg konnten am Mittwochnachmittag (09.12.2020) den Aufenthaltsort des 38-Jährigen in einer Wohnung in der Wilhelm-Späth-Straße ermitteln. Als die Fahnder die Wohnung gegen 17:15 Uhr betraten, erkannte der Mann die Situation offenbar sofort und ergriff – wieder durch ein Fenster – die Flucht. Diesmal ging es für ihn jedoch nicht so glimpflich aus: Bei dem Sprung aus dem 2. Stock landete der Mann auf einem vor dem Anwesen geparkten Pkw und verletzte sich am Fuß. Die Beamten nahmen ihn fest. Er wurde – unter Begleitung der Polizei – zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Durch den Sturz auf das Fahrzeug entstand ein erheblicher Sachschaden von über tausend Euro. Weil die Beamten zudem eine geringe Menge Cannabis auffanden, leiteten sie neben einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung auch eines wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

PM des PP Mittelfranken vom 10.12.2020

Ein aufmerksamer Bürger befreite gestern Mittag eine schwarze Katze im Hauptbahnhof Koblenz aus ihrer misslichen Lage.

Nachdem der Mann die in einem Schließfach ausgesetzte Katze gefunden hatte, überreichte er diese wohlbehalten der Bundespolizei. Sie befand sich in einer verschlossenen Reisetasche, konnte sich jedoch nicht selbst befreien.

Wer das Tier wann dort ausgesetzt hat, wird hoffentlich die Videoauswertung zeigen.

Nach einem gestärkten Mahl brachten die Bundespolizisten die Katze zum Tierheim Koblenz.

PM der BPOLI Trier vom 10.12.2020

Am 7. Dezember 2020 führte die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern im Rahmen des bundesweiten Mund- Nasenschutz-Kontrolltages zusätzlich einen Präventionseinsatz am Bahnhof Landstuhl durch. Die um die Mittagszeit durchgeführten Kontrollmaßnahmen in den Zügen der DB AG nach Landstuhl und im Hauptbahnhof Landstuhl waren hauptsächlich auf den Schülerverkehr ausgerichtet. Unter anderem war ein Grund für den Einsatz die Mitteilung der Mutter eines Schülers, dass es beim Ein- und Aussteigen im Rahmen des Schülerverkehrs zu Rempeleien und Schubsereien unter den Schülern gekommen sei. Dies konnte allerdings am Einsatztag durch die eingesetzten Bundespolizisten in der Hauptreisezeit der Schüler nicht beobachtet werden. Nur vereinzelt mussten Reisende auf die korrekte Trageweise des Mund-Nasen-Schutzes hingewiesen werden. Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern wird weitere Präventionsmaßnahmen auch im Bereich Landstuhl durchführen.

PM der BPOLI Kaiserslautern vom 09.12.2020

Gleich mehrere Zeugen meldeten sich am 07.12.20, gegen 22:00 h, bei der Polizeiinspektion Mayen und teilten mit, dass ein Täter versuchte die Schaufensterscheibe eines Juweliergeschäftes in Mayen mit einem Vorschlaghammer mit mehreren Schlägen zu zertrümmern. Das Vorhaben scheiterte an der Beschaffenheit der des Sicherheitsglases. Der Täter flüchtete über die Göbelstraße in Richtung Boemundring, konnte hier sein geparktes Fluchtfahrzeug erreichen und dort einzusteigen. Als der Täter die nacheilende Polizeikräfte bemerkte, setzte er seine Flucht zu Fuß in Richtung Polcher Straße und Burgfrieden fort, bog in die Bäckerstraße Höhe AOK in Richtung Herz-Jesu-Kirche ab und konnte dort durch Polizeibeamte der Polizei Mayen festgenommen werden.

Bei der Durchsuchung des Täters konnte der Schlüssel des Fluchtfahrzeugs und ein Messer aufgefunden werden. Die erfolgreiche Fahndung und Festnahme wurde auch durch Beamte der Polizeiautobahnstation Mendig unterstützt.

Anschlussermittlungen führten zu einer Wohnungsdurchsuchung einer Ferienwohnung in Anschau, hier konnte weiteres Diebesgut (Werkzeuge, Textilien und Kosmetika) aufgefunden werden. Die aufgefundenen Werkzeuge stammten teilweise aus Diebstählen in Nordrhein-Westfahlen. Die Kriminalinspektion Mayen hat die weiteren Ermittlungen übernommen, der Beschuldigte, ein 43-jähriger Mann aus der Slowakei, soll heute Morgen dem Haftrichter vorgeführt werden.

PM der PI Mayen vom 08.12.2020

In den letzten Tagen haben Polizistinnen und Polizisten Schokoladen-Adventskalender und Info-Flyer an Senioren und soziale Einrichtungen in Mainz verteilt. Das Motiv des Adventskalenders zeigt einen Streifenwagen in schöner Weihnachtskulisse vor dem Gutenbergmuseum in der Mainzer Altstadt. Es geht jedoch nicht nur darum, den Menschen eine Freude zu machen. Hintergrund ist eine Präventionskampagne, um ältere Menschen gegenüber Betrugsmaschen zu sensibilisieren und vor diesen zu warnen.

Der Informationsflyer, der dem Adventskalendern beiliegt, enthält eine Warnung vor Telefonbetrügern. Denn in letzter Zeit kommt es verstärkt zu Telefonanrufen, bei denen sich Betrüger als Enkel, der sich in einer angeblichen Notsituation befindet oder als Polizeibeamte ausgeben. Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden.

Da besonders ältere Menschen betroffen sind, möchten wir mit der Aktion dazu beitragen, dass das Thema innerhalb der Familien besprochen wird. „Liebe Oma, lieber Opa – lasst Euch nicht reinlegen!“, diese Nachricht sollen Kinder an ihre Oma und ihren Opa weitergeben, damit diese vor den Gefahren der Betrüger gewarnt werden. Wir sind auf die Unterstützung durch die Kinder gespannt und hoffen, dass die Kleinsten der Polizei bei dieser Präventionskampagne helfen. Wir sagen DANKE und wünschen allen eine schöne Adventszeit.

Flyer-Text:

Liebe Oma, lieber Opa, lasst Euch nicht reinlegen! Auch Eure Enkelin rät Euch:

Bleibt aufmerksam! Vorsicht vor falschen Enkeln und falschen Polizisten!

Vorsicht bei Gewinnspielversprechen und Internetbetrug! Ruft im Zweifelsfall die Polizei unter der Nummer: 110 Meine Tipps: Ob Enkel, Polizist, Fachpersonal oder Computerprofi… nicht jeder ist der, für den er sich ausgibt! Und noch was: Die Polizei ruft niemals unter 110 an!!!

PM des PP Mainz vom 01.12.2020