In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beobachtete ein Zeuge zwei Männer dabei, wie diese versuchten, einen Zigarettenautomaten aufzubrechen. Als die Polizeibeamten eintrafen, konnten sie noch einen der Täter dabei beobachten, wie er sich über einen Zaun in den Innenhof eines Gebäudekomplexes flüchtete, um sich dort zu verstecken.

Durch einen hinzugerufenen Polizeihund gelang es schließlich, den 27-jährigen Niedersachsen aus seinem Versteck zu treiben und festzunehmen. Im Rahmen der Spurensuche stellte die Polizei einen Rucksack mit Einbruchswerkzeug sicher. Der zweite Täter konnte nicht mehr angetroffen werden.

PM des PP Mainz vom 04.03.2022

Sieben Kellereinbrüche auf der Schwarzenberger Straße könnten auf das Konto von zwei Einbrechern gehen, die Polizisten in der Nacht zu Montag (28. Februar, 3:10 Uhr) geschnappt haben. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, weil sie verdächtige Geräusche aus dem Keller hörten. Während eine Streifenwagenbesatzung das Kellergeschoss kontrollierte und die Anzeige aufnahm, sind zwei Verdächtige den Unterstützungskräften quasi in die Arme gelaufen. Der 43-Jährige und seine 52 Jahre alter Kumpanin hatten in ihren Rucksäcken typisches Einbruchswerkzeug (Kuhfuß, Rohrzange, Schraubendreher). In ihrem Auto lagen Inliner, Staubsauger und ein Karton mit Elektronikartikeln. Ob es sich um Diebesgut handelt, ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Da die Frau sich nicht ausweisen konnte, fuhren die Beamten mit ihr nach Hause. Dort zeigte sie ihnen einen offensichtlich gefälschten, polnischen Führerschein. Dafür bekommt sie noch eine Anzeige wegen Urkundenfälschung obendrauf.

PM der POL Duisburg vom 28.02.2022

Im Zeitraum zwischen Dezember 2021 und Februar 2022 brachen zunächst unbekannte Täter in eine Vielzahl von Nürnberger Kindergärten und Schulen ein. Die Kriminalpolizei ermittelte umfangreich und konnte nun drei junge Männer auf frischer Tat festnehmen.

Seit Ende Dezember 2021 häuften sich im Nürnberger Südwesten in kurzer Zeit Einbrüche in Kindergärten und Schulen. Rund 20 solcher Straftaten zählte die Polizei im Zeitraum bis Mitte Februar 2022.

Die unbekannten Täter drangen zur Nachtzeit in die Räumlichkeiten ein und entkamen jeweils unerkannt. Der Gruppierung gelang es unter anderem Elektrogeräte, Zahlungskarten und Bargeld im Wert von knapp 20.000 Euro aus den Gebäuden zu entwenden. Zudem verursachten die Einbrecher durch ihre Vorgehensweise an den Tatorten nach aktuellem Ermittlungsstand einen beträchtlichen Sachschaden von über 110.000 Euro. Die Täter beschädigten eine Vielzahl von Türen und Schränken, schlugen Fensterscheiben ein und entleerten teilweise Feuerlöscher.

Zur Aufklärung der Serie richtete die Nürnberger Kriminalpolizei daraufhin Anfang Februar 2022 eine eigene Ermittlungskommission ein. Durch intensive Ermittlungsarbeit rückte bald eine dreiköpfige Personengruppe, bestehend aus jungen Männern im Alter von 18 und 19 Jahren, in den Fokus der Beamten. Die Tatverdächtigen waren teilweise bereits im Vorfeld durch Eigentumskriminalität polizeilich in Erscheinung getreten.

Der Kriminalpolizei gelang es schließlich, in enger Zusammenarbeit mit der Zivilen Einsatzgruppe der Nürnberger Polizei und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, die drei Personen in den frühen Morgenstunden des 21.02.2022 auf frischer Tat festzunehmen. Die Heranwachsenden waren unmittelbar zuvor in einen Kindergarten in der Lochnerstraße eingebrochen und wollten sich gerade mit der Beute entfernen. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen fanden die Polizeibeamten bei den jungen Männern weiteres Beweismaterial für die Einbruchserie.

Die Tatverdächtigen wurden nach der Festnahme dem Ermittlungsrichter beim AG Nürnberg-Fürth vorgeführt. Dieser erließ gegen alle drei Heranwachsenden einen Haftbefehl. Sie werden sich nun unter anderem wegen schweren Bandendiebstahls und Sachbeschädigung vor Gericht verantworten müssen.

PM des PP Mittelfranken vom 24.02.2022

Am Montag, den 21. Februar 2022 kontrollierte eine Streife der Bundespolizei gegen 10:30 Uhr einen 34-Jährigen auf dem Magdeburger Hauptbahnhof. Bei der sich anschließenden fahndungsmäßigen Überprüfung seiner Personalien stellten die Bundespolizisten fest, dass der rumänische Staatsangehörige seit Oktober 2021 per Haftbefehl durch die Staatsanwaltschaft Magdeburg gesucht wurde. Demnach hatte ihn das Amtsgericht Magdeburg im August

2020 aufgrund eines Betruges zu 40 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe oder der Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro verurteilt. Da der Mann lediglich einen Teil seiner geforderten Geldstrafe beglich, erging jener Vollstreckungshaftbefehl. Die Bundespolizisten nahmen ihn fest und mit in die Diensträume am Hauptbahnhof. Dort eröffneten sie ihm den Haftbefehl. Nach Zahlung der offenen Strafe von 500 Euro sowie der angefallenen Kosten von 168,10 Euro konnte er die Wache der Bundespolizei wieder verlassen. Keine fünf Stunden später hatte ein 25-Jähriger weniger Glück. Er nutzte eine Regionalbahn auf der Strecke Helmstedt – Wefensleben ohne ein für die Fahrt erforderliches Zugticket zu besitzen. Am Magdeburger Hauptbahnhof wurde er daraufhin kontrolliert.

Allerdings konnte er kein Ausweisdokument vorweisen und wurde zur Identitätsfeststellung mit auf die Dienststelle genommen. Nach Ermittlung seiner Personalien und den Abgleich dieser im polizeilichen Informationssystem, wurde bekannt, dass der afghanische Staatsangehörige seit Januar 2022 per Erzwingungshaftbefehl durch die Staatsanwaltschaft Braunschweig gesucht wurde.

Das Amtsgericht Salzgitter hatte ihn im November vergangenen Jahres aufgrund einer Ordnungswidrigkeit zu 16 Tagen Erzwingungshaft verurteilt. Der Mann stellte sich trotz ergangener Ladung nicht dem Strafantritt, folglich erging der Haftbefehl. Aus diesem geht weiterhin hervor, dass er einer Haft mit der Zahlung von 500 Euro entgehen kann. Die geforderte Geldstrafe konnte er jedoch auch am gestrigen Tag nicht aufbringen. Dementsprechend wurde er in die Justizvollzugsanstalt Burg verbracht. Zudem erhält er eine Strafanzeige wegen seiner begangenen „Schwarzfahrt“.

PM der BPOLI Magdeburg vom 22.02.2022

Seit dem Frühjahr 2021 führen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Ansbach intensive Ermittlungen gegen ein regionales Netzwerk von Rauschgifthändlern (siehe Meldung 1500 vom 03.11.2021). Die Bilanz der zwischenzeitlich eingerichteten Ermittlungskommission (EKO) ist eindrucksvoll: 36 Personen sitzen in Untersuchungshaft. Darüber hinaus haben die Ermittler bereits rund 100 weitere Tatverdächtige identifiziert.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei im November 2021 den vorläufigen Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit vor. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten beim Amtsgericht Ansbach auf Grundlage der vorliegenden Beweise 20 Durchsuchungsbeschlüsse und 12 Haftbefehle erwirkt werden können. Damit deutete sich bereits an, dass dieses Verfahren zu einem der umfangreichsten werden würde, das bei der Ansbacher Kriminalpolizei im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität bis dato bearbeitet worden ist.

Spätestens mit der Festnahme eines Rauschgifthändlers aus dem Ostalbkreis (Baden-Württemberg) hatte die Ermittlungsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft im September 2021 rasant an Fahrt gewonnen. Der 25-Jährige räumte damals ein, bis zu seiner Verhaftung mit einem Volumen von rund 250 Kilogramm Marihuana, 60 Kilogramm Amphetamin und 650 Gramm Kokain gehandelt zu haben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen zu den Hintermännern des festgenommenen Tatverdächtigen zeichnete sich für die Ansbacher Rauschgiftfahnder das Bild eines ganzen Netzwerks von Betäubungsmittelhändlern, das sich sowohl über Westmittelfranken als auch das benachbarte Baden-Württemberg erstreckte. Dabei erkannten die Beamten schnell, dass dieses Netzwerk zwar nicht zentral organisiert war, die beteiligten Personen jedoch über gemeinsame Lieferanten und Absatzwege entsprechende Verbindungen zueinander aufwiesen. Noch im Oktober 2021 erließ das Amtsgericht Ansbach basierend auf den vorliegenden Erkenntnissen 20 Durchsuchungsbeschlüsse. Bei den anschließenden Durchsuchungseinsätzen konnten Polizeibeamte rund drei Kilogramm Marihuana, etwa die gleiche Menge Amphetamin sowie circa 3000 Ecstasy-Tabletten sicherstellen. Außerdem nahmen die Einsatzkräfte im Zusammenhang mit den Durchsuchungen neun Tatverdächtige fest, die sich seitdem in Untersuchungshaft befinden.

Trotz dieses beeindruckenden Ermittlungserfolgs gingen sowohl Kriminalpolizei als auch Staatsanwaltschaft bereits im November 2021 davon aus, dass man lediglich auf die Spitze eines Eisbergs aufmerksam geworden war. Diese Annahme sollte sich im Laufe der nächsten Monate bestätigen, weshalb die anfänglich eingerichtete Arbeitsgruppe mit dem Namen „Westwind“ zwischenzeitlich von einer gleichnamigen Ermittlungskommission (EKO) abgelöst wurde. Zehn Beamtinnen und Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach gehen in der EKO Westwind aktuell den immer wieder neu hinzukommenden Hinweisen und Spuren dieses Fallkomplexes nach. Die Bilanz der bisherigen Ermittlungstätigkeit ist eindrucksvoll:

Insgesamt befinden sich derzeit 36 Personen in Untersuchungshaft. Zudem hat die EKO Westwind fast 100 weitere Tatverdächtige identifiziert und ins Visier ihrer Ermittlungen genommen.

Ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Arbeit der EKO Westwind sind die Ermittlungsansätze, die von den Beamten mit jeder weiteren Festnahme durch die Auswertung sichergestellter Datenträger oder die Aussagen Beteiligter gewonnen werden können. Beispielsweise lieferte die Vernehmung eines 24-Jährigen aus dem Raum Rothenburg o. d. Tauber, der Ende Oktober 2021 festgenommen wurde, derart viele Erkenntnisse, dass die Ermittler knapp 30 weitere Verfahren einleiten konnten, die wiederum zum Erlass von 13 Haftbefehlen führten.

Parallel zur Identifizierung von Rauschgifthändlern und deren Absatzwegen richtet die EKO Westwind ihr Augenmerk auch auf den finanziellen Gewinn, den sich die Tatverdächtigen durch den Drogenhandel erwirtschaftet haben dürften.

Mit Unterstützung des zuständigen Fachkommissariats der Nürnberger Kriminalpolizei wird derzeit geprüft, inwieweit über die Staatsanwaltschaft Ansbach entsprechende Vermögensarreste gegen die Beschuldigten beantragt werden können.

Zuletzt gelang Beamten der Polizeiinspektion Ansbach die Festnahme eines Tatverdächtigen, der ebenfalls in direkter Verbindung mit dem Großverfahren der Ansbacher Ermittlungsbehörden stehen dürfte. Eine Streife hatte den 27-Jährigen in den Abendstunden des 07.02.2022 mit seinem Pkw in der Alexanderstraße kontrolliert. Als zwei Kartons im Kofferraum die Aufmerksamkeit der Beamten erregten, schlug der Mann die Heckklappe zu, verschloss den Wagen und warf den Fahrzeugschlüssel in die nahegelegene Rezat. Seine Festnahme und die Durchsuchung des Fahrzeugs konnte das allerdings nicht verhindern. Die Streife ließ den versperrten Pkw durch einen Fachmann öffnen und fand in den verdächtigen Kartons anschließend rund sieben Kilogramm Marihuana. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden Polizeibeamte weitere Beweise für den Handel mit Betäubungsmitteln und stellten außerdem rund 70.000 Euro Bargeld sicher. Das Amtsgericht Ansbach erließ anschließend auch gegen den 27-Jährigen einen Untersuchungshaftbefehl.

Angesichts der jüngsten Erfolge werden Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ihre intensive Zusammenarbeit fortführen. Ein baldiges Ende der umfangreichen Ermittlungen ist für die EKO Westwind derzeit nicht in Sicht. Mehrere Tatverdächtige haben bereits angekündigt, ebenfalls Aussagen vor der Polizei machen zu wollen.

PM des PP Mittelfranken vom 18.02.2022

Am Sonntag, den 13. Februar 2022, gegen 16:00 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizeiinspektion Magdeburg darüber, dass zwei männliche Personen Brückenpfeiler auf der Bahnstrecke Magdeburg – Leipzig, nahe des Hallenser Knotenpunktes Berliner Straße, mit Graffiti besprühen und sich hierbei in Gleisnähe aufhalten. Eine Streife des Bundespolizeirevieres Halle fuhr sofort mit Blaulicht und Martinshorn zum besagten Ort und konnte bereits in der Anfahrt zwei Personen in der Nähe der Gleise erkennen. Am eigentlichen Ereignisort angekommen, hatten sich die Verdächtigen entfernt und wurden kurze Zeit später beim Besprühen eines weiteren Graffitis an Brückenpfeilern der Europachaussee auf frischer Tat ertappt. Bei Erblicken der Bundespolizisten warfen sie ihre Spraydosen auf den Boden und versuchten zu fliehen, kamen jedoch der Aufforderung stehen zu bleiben nach. Zur Verhinderung weiterer Fluchtversuche wurden den Tatverdächtigen Handfesseln angelegt. Die 28 und 38-jährigen tschechischen Staatsangehörigen wurden daraufhin belehrt und der Tatvorwurf wurde ihnen eröffnet. Unvermittelt gaben die Männer ihre angebrachten Schmierereien zu und führten die eingesetzten Beamten zu dem zuvor gesprühten Graffiti. Am Tatort konnten Spraydosen in den dazugehörigen Farben und diverse Sprühköpfe fest- und sichergestellt werden. Die Männer wurden vorläufig festgenommen und zum Bundespolizeirevier am Hallenser Hauptbahnhof verbracht. Die Ermittlungsbeamten der Bundespolizei nahmen Kontakt zur Staatsanwaltschaft auf und strebten ein beschleunigtes Verfahren an. So wurden die Straftatverdächtigen am gestrigen Nachmittag dem zuständigen Richter am Amtsgericht Halle vorgeführt. Beide Sprayer wurden für ihre begangenen Sachbeschädigungen jeweils zu 1800 EUR Geldstrafe oder 30 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt.

PM der BPOLI Magdeburg vom 15.02.2022

Am Sonntagabend (13.02.2022) brach ein zunächst Unbekannter in Ansbach in mehre Kellerabteile eines Mehrfamilienhauses ein. Im Rahmen der Fahndung nahm die Polizei den mutmaßlichen Einbrecher fest.

Gegen 22:30 Uhr teilte ein Anwohner aus der Eyber Straße der Polizei mit, dass sich ein Unbekannter gewaltsam Zutritt in drei Kellerabteile eines dortigen Mehrfamilienhauses verschafft habe. Der Mittteiler hatte den mutmaßlichen Einbrecher kurz zuvor gesehen, als dieser mit diversen Gegenständen (unter anderem mit einem Teppich) das Anwesen verlassen und sich unerkannt entfernt hatte.

Die Polizeiinspektion Ansbach leitete eine Fahndung nach dem zunächst Unbekannten ein. Unweit des Tatorts konnten die Beamten einen 30-jährigen Tatverdächtigen antreffen, der das mutmaßliche Diebesgut im Wert von mehreren Hundert Euro bei sich trug. Die Polizeibeamten nahmen den Mann fest und stellten das Diebesgut sicher.

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen vor Ort. Das zuständige Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei hat gegen den 30-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls eingeleitet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wird der Tatverdächtige dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

PM des PP Mittelfranken vom 14.02.2022

Am Donnerstagmorgen, gegen 08.45 Uhr konnte die Polizei einen 37 jährigen Deutschen, der als Intensivtäter mit internationalem Haftbefehlt gesucht wurde, dingfest machen. Im Rahmen einer gemeldeten Familienstreitigkeit sichtete die zuerst am Einsatzort eintreffende Streife eine männliche Person, die über einen Balkon vor den Polizisten flüchtete. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um den mit mehreren nationalen und internationalen Fahndungen gesuchten Straftäter

handelte- Dieser hatte sich aufgrund der gegen ihn bestehenden Haftbefehle im Jahr 2021 nach Großbritannien abgesetzt. Die überstürzte Flucht war jedoch nicht lange von Erfolg. Mit vereinten Kräften der Polizei Bendorf, der Fahndungseinheit des Polizeipräsidiums Koblenz, einem Diensthundeführer und Unterstützung aus der Luft durch den Polizeihubschrauber, konnte der Mann im Stadtgebiet von Bendorf wenig später widerstandslos verhaftet werden. Zur Vollstreckung der ausstehenden Haftbefehle wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

PM der PI Bendorf vom 10.02.2022

Gemeinsame Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und des Landeskriminalamts (LKA) Rheinland-Pfalz:

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz – Zentralstelle für die Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZeT_rlp) – hat ein zunächst von der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach geführtes Ermittlungsverfahren übernommen. Dem

55 Jahre alten Beschuldigten, der im Kreis Birkenfeld wohnt, wird darin zur Last gelegt, am 03.02.2022 öffentlich zur Begehung einer rechtswidrigen Tat, nämlich der Tötung von Polizeibeamten, aufgefordert zu haben.

Hintergrund ist der Mord an zwei Polizeibeamten, die am 31.01.2022 im Rahmen einer Verkehrskontrolle im Bereich Kusel durch Kopfschüsse getötet worden waren.

Es besteht der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte diese Tat zum Anlass genommen hat, am 03.02.2022 auf der Internetplattform Facebook ein Video einzustellen, in dem er zu einem sog. „Cop-Hunting“ aufrief. Gegen eine Gebühr von 500 Euro könne er Polizisten in den angrenzenden Wald locken, wo sie dann von den Interessenten erschossen werden könnten. In der Folge schwenkte der Beschuldigte mit seiner Kamera in ein angrenzendes Waldstück und filmte mehrere Örtlichkeiten, darunter auch Hochsitze, die seiner Meinung nach als Versteck für die Schützen geeignet wären. Ferner äußerte er zwischen 23:00 Uhr und 04:00 Uhr könne „die Party“ stattfinden.

Die Ermittlungen gehen auf Erkenntnisse durch die beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz eingerichtete „Ermittlungsgruppe (EG) Hate Speech“ zurück, die auf das Video auf dem öffentlichen Facebook-Profil des Mannes aufmerksam wurde.

In einem weiteren, kurze Zeit später online gestellten Video, soll er sich an „erfahrene Schützen“ gewandt und diesen für „einen Treffer zwischen die Augen“ ein Preisgeld von 500 Euro in Aussicht gestellt haben.

Die ZeT sieht in diesem Verhalten ein Vergehen des öffentlichen Aufforderns zu Straftaten nach § 111 Abs. 1, Abs. 2 Strafgesetzbuch. Auf ihren Antrag hat die Ermittlungsrichterin des Amtsgericht Koblenz einen Haftbefehl erlassen, der heute vollstreckt wurde. Das Amtsgericht teilt die Befürchtung der ZeT, dass der Beschuldigte versuchen wird, sich durch Flucht der Strafverfolgung zu entziehen.

Hintergrund:

Gemäß § 111 Abs. 1 StGB macht sich derjenige strafbar, der öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Abs. 3 StGB) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert. Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, sieht das Gesetz eine Strafdrohung von Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor.

Das Ministerium der Justiz hat mit Rundschreiben vom 20.10.2017 die Landeszentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus Rheinland-Pfalz bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz gegründet. Sie ist als Landeszentralstelle originär zuständig für die Bearbeitung der Verfahren, die von dem Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof nach §142a Abs. 2 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) an sie abgegeben werden. Insoweit ist sie auch für die Bearbeitung von Verfahren aus dem Saarland zuständig. Sie ist ferner sachlich zuständig für die Bearbeitung von Ermittlungsverfahren von besonderer Bedeutung, besonderer Schwierigkeit oder besonderem Umfang aus den Bereichen des Terrorismus und Extremismus und kann Verfahren, die diese Kriterien erfüllen, jederzeit übernehmen. Seit dem 01.10.2021 ist die Landeszentralstelle unter den vorgenannten Voraussetzungen zudem für Verfahren der Hasskriminalität zuständig.

Bei Hasskriminalität handelt es sich um Straftaten, bei denen in Würdigung der Umstände der Tat und/oder der Einstellung des Täters Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie gegen eine Person wegen ihrer zugeschriebenen oder tatsächlichen Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit, Weltanschauung, physischen und/oder psychischen Behinderung oder Beeinträchtigung, sexuellen Orientierung und/oder sexuellen Identität, politischen Haltung, Einstellung und/oder Engagements, ihres äußeren Erscheinungsbildes oder sozialen Status gerichtet sind und die Tathandlung damit im Kausalzusammenhang steht bzw. sich in diesem Zusammenhang gegen eine Institution/Sache oder einen sonstigen Gegenstand richtet.

PM der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz vom 09.02.2022

Am 31.01.2022, gegen 18:35 Uhr, stahl ein 29-Jähriger in einem Bekleidungsgeschäft im Zollhof Kleidungsstücke im Wert von mehreren hundert Euro. Als ihn zwei Angestellte daraufhin festhielten, wehrte er sich heftig und beleidigte sie. Zudem schlug er einen von ihnen und verletzte ihn.

Nachdem die alarmierten Polizeibeamten eintrafen, fesselten sie ihn und durchsuchten ihn. Dabei fanden sie weitere Kleidungsstücke mit Etiketten von anderen Einkaufsgeschäften. Der 29-Jährige wurde mit zur Dienststelle und in Gewahrsam genommen.

PM des PP Rheinpfalz vom 01.02.2022