Der 57-jährige Deutsche hatte zunächst zweimal ohne Grund die Notbremse in einem Regionalexpress betätigt. Nach Ankunft des aus Bad Neustadt kommenden Zuges gestern Vormittag in Erfurt, stellten Bundespolizisten die Identität des Mannes fest. Bei der Überprüfung seiner Personalien im Polizeilichen Informationssystem kam dann heraus, dass der Mann in sieben Fällen von Strafverfolgungsbehörden gesucht wurde. Die Staatsanwaltschaften Göttingen, Kassel, Hildesheim und Bremen suchten nach dem Aufenthalt des Mannes, weil sie in mehreren Verfahren gegen diesen ermitteln. Dabei geht es neben mehreren Beleidigungen auch um Volksverhetzung, Körperverletzung und Diebstahl mit Waffen. Da der 57-Jährige ohne festen Wohnsitz lebt, wurde ein Zustellungsbevollmächtigter ernannt und den Staatsanwaltschaften mitgeteilt. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen durfte er die Dienststelle wieder verlassen.

Für das grundlose Betätigen der Notbremse bekam der Mann eine weitere Strafanzeige – in dem Fall wegen des Missbrauchs von Notrufen.

PM der BPOLI Erfurt vom 16.03.2020

In den frühen Abendstunden des 12.03.2020 wurden mehrere ältere Bürger Nienburgs durch einen falschen Polizeibeamten telefonisch kontaktiert.

Bei bislang 15 verschiedenen Frauen und Männern versuchte der Täter durch Vorspiegelung falscher Tatsachen und durch eine falsche Identität Geld zu erbeuten. In einem Fall im Stadtgebiet Nienburg gelang es dem Täter die Angerufene davon zu überzeugen, eine größere Summe Bargeld vor die Haustür zu legen. Allerdings hatten polizeilichen Ermittlungen bereits dazu geführt, dass die Polizei auf den falschen Polizeibeamten aufmerksam geworden war. Somit konnten in den heutigen Nachtstunden an der Wohnanschrift der Dame zwei junge, erwachsene Männer aus einem Nachbarlandkreis auf frischer Tat betroffen und anschließend festgenommen werden. Die Straftat blieb dabei im Versuchsstadium stecken.

Die beiden Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit wurden zunächst zur hiesigen Dienststelle verbracht, hier folgten weitere polizeiliche Maßnahmen. U.a. wurden im Laufe des Tages das zum Tatort mitgeführte Fahrzeug sowie die beiden Wohnanschriften der Täter durchsucht. Die Beweismittelauswertung dauert indes noch an. Beide Täter wurden nach Beendigung aller polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Sollten Sie auch von dem Täter in dem Zeitraum 12.03.2020 frühe Abendstunden bis ca. Mitternacht angerufen worden sein, informieren Sie bitte die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, 05021/97780.

PM der PI Nienburg/Schaumburg vom 13.03.2020

„Gewalt in Sprache oder in Taten gehört geächtet. Erst recht, wenn es sich um Menschen handelt, die im Ehrenamt, in einem politischen Amt, als Polizistin oder Polizist, im Rettungsdienst oder bei der Feuerwehr tagtäglich ihren Dienst für diese Gesellschaft leisten“, sagt der Leiter des Dezernates für Kriminalitätsbekämpfung und Prävention der Polizeidirektion Hannover Savas Gel beim Kick-Off der Anti-Gewalt-Kampagne.

Bereits seit Jahren stellt die Polizei Hannover konstant hohe Fallzahlen bei der Gewaltkriminalität fest. So registrierte die hannoversche Behörde bei der gerade veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik 2019 den zweit höchsten Wert an Körperverletzungsdelikten seit der Jahrtausendwende. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist die Kampagne gegen Gewalt ins Leben gerufen worden. Ziel der bereits seit letztem Jahr in verschiedenen Teilkampagnen laufenden Aktion ist deutlich zu machen, dass es in Hannover und darüber hinaus keinen Platz für Gewalt geben darf – weder in psychischer noch in physischer Form.

Die Menschen in der Region Hannover sollen im Handlungsfeld sensibilisiert werden und Lösungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen erhalten. Angesprochen und sensibilisiert werden sollen dabei sämtliche Zielgruppen – vom Teilnehmer im Straßenverkehr bis zum Social-Media-User. Dabei wurden und werden in Teilkampagnen verschiedene Phänomene in den Fokus gerückt. Zu erwähnen sind hier Schulungen zur Sicherheit am Arbeitsplatz und die Aktion „Tatort Telefon“, die besonders die Zielgruppe der älteren Menschen in den Mittelpunkt der Präventionsarbeit der Polizeidirektion gerückt hat. Im laufenden Jahr werden unter anderem folgende Bereiche im Schwerpunkt thematisiert: Gewalt gegenüber
Einsatz- und Rettungskräften, Gewalt gegenüber Amts- und Mandatsträgern sowie häusliche Gewalt.

„Es geht mir aber auch, neben der analogen Welt, um die digitale Kommunikation unterhalb der Strafbarkeit. Uns berichtet man schon durch Gremien und Einzelgespräche, dass der Ton rauer geworden ist. Daher müssen wir uns die Fragen stellen, wie wir miteinander sprechen und ob wir wertschätzend oder respektvoll miteinander umgehen. Führen wir zum Beispiel auch einmal einen Perspektivwechsel durch? Diese und andere Fragen möchten wir in und durch die Kampagne bewegen“, erläutert Savas Gel.

PM der PD Hannover vom 13.03.2020

Erfolg für die Polizei: Nach einem Zeugenhinweis haben Beamte in einer Wohnung in Wanne-Eickel Drogen und Waffen sichergestellt. Einen 33-Jährigen nahmen sie fest.

Ein Anwohner hatte am Dienstagabend, 10. März, gegen 20.20 Uhr den Notruf der Polizei verständigt, weil er Marihuana-Geruch aus einer Wohnung an der Deutschen Straße wahrgenommen hatte.

Als die Polizeibeamten wenig später an der Tür klopften, öffnete ein sichtlich nervöser 33-Jähriger. Einem 31-Jährigen, der sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt, gelang währenddessen die Flucht. In der Wohnung stellten die Beamten insgesamt 12,6 kg Marihuana sicher, außerdem Bargeld und drei Pistolen (davon eine Maschinenpistole) samt Munition.

Der 33-Jährige wurde festgenommen. Die Ermittlungen gegen den flüchtigen 31-Jährigen sowie den nicht anwesenden Wohnungsinhaber dauern an.

PM der POL Bochum vom 12.03.2020

Eine Rollstuhlfahrerin wusste sich nicht mehr anders zu helfen als am Dienstagabend die Polizei zu verständigen. Sie war beim Einkaufen in einem Modemarkt in der Brückenstraße und wollte anschließend wieder in ihren behindertengerecht umgebauten Pkw einsteigen. Dabei brach allerdings der als Lift konstruierte Sitz zusammen. Sie saß praktisch in ihrem Pkw fest, ohne weiterfahren zu können. Die Polizeistreife konnte sie aus der misslichen Lage befreien, nach Hause bringen und dort auch den Pkw abstellen, so dass sie in aller Ruhe die Reparatur veranlassen konnte.

PM des PP Schwaben Süd/West vom 11.03.2020

45327 E.-Katernberg: Das Raubdezernat ermittelt nach einem Überfall auf einen 30-jährigen Essener, der von einer vierköpfigen Gruppe angegriffen und bestohlen wurde. Zur Tatzeit (Dienstag, 10. März) befand sich der Essener auf der Ückendorfer Straße, als er in Höhe der Überführung an der Radtrasse von einer vierköpfigen Gruppe angesprochen wurde. Die Gruppe befand sich zu diesem Zeitpunkt hinter dem 30-Jährigen. Als sich dieser zur Gruppe umdrehte, sprühte ihm einer der Jugendlichen unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht. Danach schlugen sie gemeinsam auf ihn ein. Während sie auf den Essener einschlugen, forderten sie Bargeld und das Mobiltelefon. Nach mehreren Schlägen in Richtung Oberkörper und Gesicht nahm der Essener daraufhin sein Handy und warf es in Richtung der Gruppe. Die Täter flüchteten daraufhin über die Beisenstraße auf die angrenzende Radtrasse. Der Beraubte lief zu einer Verwandten und verständigte die Polizei. Über Funk informierte die Leitstelle die Streifenwagen im Essener Norden über den Raub und die Personenbeschreibung der Täter. Im Rahmen der Fahndung entdeckten Polizisten eine Gruppe Jugendlicher an der Haltestelle Zollverein-Nord, die augenscheinlich der Personenbeschreibung entsprachen. Eine der Jugendlichen (17) versuchte sich der Kontrolle zu entziehen, konnte aber gestoppt werden. Die Jugendlichen (zwischen 16 und 17
Jahre) gaben an, sich zum Raub nicht äußern zu wollen. Bei der Durchsuchung konnte ein Pfefferspray aufgefunden werden, dass aufgrund des geringen Füllzustands als Tatmittel in Betracht kommen könnte. Aufgrund der Gesamtumstände nahmen die Polizeibeamten die vier Jugendlichen fest. Das entwendete Handy konnte nicht aufgefunden werden. Der Ermittler des Raubkommissariats prüft nun, ob die vier Jugendlichen als mögliche Tatverdächtige in Betracht kommen. Tatzeugen werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 31 zu melden (0201/8290). Die Ermittlungen dauern an.

PM der POL Essen vom 11.03.2020

Dass die Zahl der Taschendiebstähle, besonders in der Viersener Innenstadt, der Polizei Kopfzerbrechen bereitet, hatten wir bereits mehrfach berichtet. Wir schauen nicht zu, sondern hin: Mehrere Polizisten der Polizeiwache Viersen und der Kripo waren daher am Montag wieder einmal zu Geschäftszeiten in der Viersener Fußgängerzone unterwegs, um für Sicherheit zu sorgen und Taschendiebe zu identifizieren. Dabei fielen den geschulten Augen der Einsatzkräfte im Laufe des Mittags drei Frauen auf der Fußgängerzone auf, die sich verdächtig verhielten. Zwei der jüngeren Damen waren dabei zeitweise gemeinsam, aber auch getrennt voneinander in verschiedenen Geschäften unterwegs.
Eine ältere Dame mit Rollator saß auf einer Bank und hatte die „Lage“
augenscheinlich „unter Kontrolle“. Eine der 24-jährigen bulgarischen Verdächtigen aus Dortmund konnten die Einsatzkräfte dann in einem Kaufhaus dabei beobachten, wie sie blitzschnell einer älteren Kundin von hinten in die Jackentasche griff. Die 24-jährige hatte doppeltes Pech, denn erstens waren keine Wertsachen in der Tasche der auserwählten 90-jährigen Viersenerin und zweitens klickten unmittelbar nach diesem Diebstahlsversuch die Handschellen.
Ihre Mittäterin wie auch die mögliche Komplizin, eine 58-jährige kosovarische Staatsangehörige aus Viersen, kamen beide recht schnell aus ursprünglich deutlicher Entfernung zur Festnahmesituation hinzu und wurden ebenfalls vorläufig festgenommen. Bei den Beschuldigten fanden die Einsatzkräfte einige hundert Euro Bargeld in verschiedener Stückelung. Die größte Menge teilweiser loser Geldscheine fand sich in der Tasche des Rollators der älteren Viersenerin.
Lediglich die auf frischer Tat betroffene Verdächtige gestand den Diebstahlsversuch, die beiden anderen bestritten, etwas mit Taschendiebstählen zu tun zu haben. Die beiden Dortmunderinnen sind bereits mehrfach einschlägig landesweit als Taschendiebe polizeilich aufgefallen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die drei Frauen nach Vernehmungen, erkennungsdienstlicher Behandlung und Erheben einer Sicherheitsleistung wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an. Mögliche Geschädigte von
(versuchten) Taschendiebstählen werden noch einmal gebeten, Anzeigen zu erstatten.

Für alle aber gilt: Augen auf und Taschen zu!

Um die Menschen aufzuklären, wie man sich effektiv vor Taschendiebstählen schützen kann, werden unsere kriminalpolizeilichen Berater am Mittwoch 18. März von 10-13:00 Uhr am einen Präventionsstand am Sparkassenvorplatz aufbauen. Am selben Tag von 13:30 bis 14:30 Uhr erhalten Sie Tipps an unserem Infostand an der Löhstraße/Ecke Gartenstraße. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

PM der KPB Viersen vom 10.03.2020

Eine Streife des Polizeireviers Hoyerswerda hat am Samstagnachmittag einen 14-Jährigen rauchend im Bereich der Teschenstraße bemerkt. Als sie den Jugendlichen kontrollieren wollten, ergriff er die Flucht.

Die Polizisten schnappten den Jungen dann jedoch an der Schlossstraße und stellten fest, dass er neben einer Schachtel Zigaretten auch eine Flasche Likör bei sich hatte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet 0,92 Promille. Auch ein Drogentest verlief positiv und schlug auf Cannabis an. Zudem fanden die Ordnungshüter noch Cannabisblüten, die der Jugendliche bei sich führte. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen übergaben die Polizisten den jungen Mann an seine Mutter. Über die strafrechtlichen Konsequenzen wird nun die Staatsanwaltschaft Görlitz entscheiden.

PM der PD Görlitz vom 09.03.2020

Am Sonntagabend, gegen 22:00 Uhr, meldete ein Anwohner eines Mehrfamilienhauses in der Winzler Straße telefonisch, dass im Treppenhaus eine circa 30 cm lange Schlange herumkriechen würde. Auf Bitte der Polizei wurde ein
Foto gefertigt, dass an einen Sachverständigen weiterleitet wurde. Anhand
des Fotos konnte festgestellt werden, dass es sich nicht um eine einheimische Schlange handelt. Ein beherzter Polizeibeamter fing die laut Bericht „aggressive“ Schlange unter Zuhilfenahme eines Besenstiels und eines Eimers ein.
Die Schlange wurde an den Sachverständigen übergeben, der sie als eine ungiftige texanische Erdnatter, die bis zu 2 Meter lang werden kann, identifizierte. Eine Befragung der Anwohner lieferte keine Hinweise auf die Herkunft.

PM der PD Pirmasens vom 09.03.2020

Mit starker Unterkühlung und bis zur Erschöpfung gelingt es Ingelheimer Polizisten, am Freitagnachmittag zwischen 13:00 und 14.00 Uhr, einen 54-jährigen Rheinhessen aus dem Hochwasser führenden Rhein zu retten.

Über Notruf wird der Leitstelle des Polizeipräsidiums Mainz am Freitag,
06.03.2020 gegen 13:05 Uhr mitgeteilt, dass ein augenscheinlich unsicher wirkender Mann in Ingelheim an der Mole in den Rhein zu stürzen droht. Noch während der Anfahrt der Streife aus Ingelheim meldet sich der offensichtlich stark alkoholisierte Mann ebenfalls über Notruf und teilt mit, dass er nun in den Rhein gehen werde.

Als die Streife die Mole in Ingelheim-Frei Weinheim erreicht, steht der Mann bereits einige Meter vom Ufer entfernt, bis zu den Knien im Wasser und reagiert nicht auf Zurufe der Polizisten. Vielmehr geht er komplett in den Rhein und wird wegen der starken Strömung, des Hochwassers führenden Rheins, sofort vom Ufer weggetrieben. Es gelingt den Polizisten noch, dem Mann einen Rettungsring so zuzuwerfen, dass dieser glücklicherweise genau über diesem landet.

Die beiden Polizisten folgen dem im Wasser treibenden Mann und versuchen weiterhin durch Rufen, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Dies bleibt jedoch erfolglos.
Erst nach einigen Metern wird er durch die Strömung in die Nähe des Ufers und eines dort ins Wasser ragenden Bootsanlegers getrieben. Die Einsatzkräfte übersteigen die Absperrung und gelangen so an das Ende des Stegs. Dort legt sich ein groß gewachsener Polizeibeamter flach auf den Bauch. Ihm gelingt es trotz einer Höhendifferenz zum Wasser von ca. 100 Zentimetern, nach mehreren Versuchen, und kopfüber nach unten hängend, die Jacke des 54-Jährigen zu greifen und unter größter Kraftanstrengung diesen an sich heran zu ziehen.
Zwischenzeitlich erreichen weitere Polizistinnen und Polizisten der Polizei Ingelheim den Steg und legen sich auf die Beine ihres Kollegen. Sie verhindern damit, dass ihr Kollege mitsamt dem Festgehaltenen von der Strömung vom Steg gezogen wird.

Auch in dieser Situation reagiert der Mann weder auf eine normale Ansprache, noch auf laute Zurufe. Aufgrund des Höhenunterschieds zwischen dem Steg und der Wasseroberfläche war es aber auch nicht möglich, den Mann aus dem Wasser nach oben auf den Steg zu heben oder zu ziehen. Erst nach dem Eintreffen eines Bootes der Wasserschutzpolizei Hessen gelingt es, den Mann in ein Schlauboot zu ziehen und an Land zu bringen. An der Einsatzstelle sind mittlerweile Einsatzkräfte der Feuerwehr Ingelheim, Wasserschutzpolizei Bingen und des Rettungsdienstes. Dieser übernimmt den stark unterkühlten Mann und versorgt ihn. Er hat zu diesem Zeitpunkt noch eine Körpertemperatur von 32 Grad Celsius. Er wird später zur weiteren stationären Versorgung in ein Mainzer Krankenhaus gebracht. Der 33-jährige Polizeibeamte ist ebenfalls stark unterkühlt und weist noch eine Körpertemperatur von 34 Grad Celsius auf. Eine ärztliche Behandlung wird nicht erforderlich.

PM des PP Mainz vom 08.03.2020