Dass die Polizei als Freund und Helfer ihrem Namen alle Ehre machte erlebte ein 78 Jahre alter Rentner aus Gardelegen, der zusammen mit seiner Ehefrau am Donnerstag die Frühlings Landpartie am Schloss in Wolfsburg besuchte. Als das Ehepaar die Rückfahrt antreten wollte, fanden sie ihren Mercedes nicht mehr wieder. Nachdem er und seine Frau einige Zeit gesucht haben, riefen sie ein Taxi, um auch die entfernteren Parkplätze im Allerpark abzusuchen. Doch auch hier hatten sie keinen Erfolg und der freundliche Taxifahrer empfahl dem Ehepaar den Wagen bei der Polizei als gestohlen zu melden. Auf der Dienststelle traf das Ehepaar auf verständnisvollen Polizeibeamten, dem sie ihr Missgeschick erzählten. Der Beamte fackelte nicht lange und fuhr mit dem älteren Ehepaar abermals alle Parkplätze um das Veranstaltungsgelände ab. Nachdem auch das keinen Erfolg hatte, kam dem Polizeikommissar eine Idee: Er erfragte die genaue Strecke, mit denen das Ehepaar nach Wolfsburg gekommen sei und rekonstruierte nun noch einmal fahrtechnisch die letzten hundert Meter. Es dauerte nicht lange, da erkannte das Ehepaar den Parkplatz wieder und dort stand auch ihr vermisster Mercedes. Ende gut – alles gut!

PM der POL Wolfsburg vom 05.04.2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde und der Polizeiinspektion Stralsund:

Seit den heutigen Morgenstunden, 02.04.2019, fand im Nationalpark Jasmund im Bereich der Kreidefelsenküste ein gemeinsamer Rettungseinsatz von Landes- und Bundespolizei sowie Feuerwehr und weiteren Rettungskräften statt.

Bereits am Montagabend ging im Polizeirevier Sassnitz gegen 21:15 Uhr der Hinweis zu einem aufgefundenen Rucksack auf einer Bank am Aussichtspunkt der „Victoriasicht“ ein. Sofort nach Eingang der Meldung kamen Polizeikräfte zum Einsatz, die den Bereich nach dem möglichen Eigentümer des Rucksacks absuchten. Bei den Suchmaßnahmen wurde das Polizeirevier durch die Freiwillige Feuerwehr Baabe mit einer Drohne unterstützt. Die Suchmaßnahmen liefen bis spät in die Nacht, bis gegen Mitternacht der Einsatz zunächst abgebrochen wurde, da keinerlei konkrete Hinweise zu einem möglichen Unglücks- oder Suizidfall einer Person generiert werden konnten. Der Rucksack wurde durch die Sassnitzer Polizeibeamten sichergestellt.

In den frühen Morgenstunden des 02.04.2019 wurde die Suche erneut aufgenommen. Dabei unterstützten sowohl Beamte der Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz als auch Beamte der Bundespolizeiinspektion See Warnemünde das Polizeirevier Sassnitz.
Letztere unterstützten seeseitig mit dem Schiff BP26 Eschwege, welches mit einem multifunktionalen Kamerasystem ausgestattet ist und u.a. Wärmebilder aufnehmen kann. Durch diesen Einsatz der Kamera und ergänzend durch Heranziehung eines Hubschraubers sowie eines begleitenden Kontrollbootes der Bundespolizei konnte unterhalb der Victoriasicht eine leblose Person in 30 Metern Höhe festgestellt werden.

Der eingesetzte Notarzt konnte nur noch den Tod bei der leblosen Frau feststellen. Für die Sicherung des Leichnams kam zunächst die Höhenrettung der Sassnitzer Feuerwehr zum Einsatz. Die anschließende Bergung konnte nur mit Unterstützung des Offshore Rettungshubschraubers der Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Rügen erfolgen.

Die Kriminalpolizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und überprüft gegenwärtig die Identität der Frau sowie die genauen Umstände zum Geschehen. Es ist zu vermuten, dass die Frau hinab gestürzt ist und sich dabei möglicherweise tödliche Verletzungen zugezogen hat. Derzeit liegen keine Hinweise für ein Fremdverschulden vor.

PM der PI Stralsund vom 02.04.2019

Zivile Beamte der Polizei Köln haben am Donnerstagmittag (28. März) zwei Taschendiebe (31, 41) auf frischer Tat ertappt. Die Verdächtigen hatten zuvor beim Mülheimer Wochenmarkt auf dem Wiener Platz eine Handtasche voller Kinderspielzeug erbeutet.

Die zwei Männer liefen gegen 12.30 Uhr über die Platzfläche. Doch offensichtlich interessierten sie sich nicht für die Waren an den Marktständen. Stattdessen sahen die Beamten plötzlich, wie einer der Männer in den Korb unterhalb eines Kinderwagens griff. Währenddessen stand sein Begleiter „Schmiere“ und sah sich immer wieder auffällig um. Die Besitzerin des Kinderwagens war so in das Gespräch mit einem Standbetreiber vertieft, dass sie von dem Diebstahl ihrer Tasche nichts mitbekam.

Nachdem der 41-Jährige die Beute unter seiner Lederjacke verstaut hatte, flüchteten die Männer in Richtung der Fußgängerunterführung Bachstraße. Noch auf dem Wiener Platz griffen die Ermittler zu und gaben sich zu erkennen. Anschließend gaben sie der Frau ihre Tasche zurück und brachten die geständigen Täter in den Polizeigewahrsam.
Die beiden Osteuropäer können in Deutschland keinen festen Wohnsitz nachweisen. Die Polizisten nahmen die Ertappten vorläufig fest. Sie werden jetzt einem Haftrichter vorgeführt.

PM der POL Köln vom 29.03.2019

Wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr wurde am Donnerstagnachmittag eine Strafanzeige gefertigt. Zwei Kinder, die an ihrem Wohnort bereits vermisst wurden, hatten mit Steinen geworfen.

Eine Autofahrerin hatte gegen 18:25 Uhr an einer Straßensperrung angehalten und einem dort eingesetzten Polizeibeamten berichtet, ihr Wagen sei soeben an der B 264 mit Steinen beworfen worden. Sie gab Hinweise auf zwei Kinder, die nach der Tat über Feldwege entlang der Bundesstraße davongelaufen waren. Die Fahndung nach den Steinewerfern führte kurze Zeit später zu zwei Jungs, die sich im fraglichen Bereich aufhielten. Die beiden zehn und sechs Jahre alten Kinder erklärten, sie seien in Inden-Frenz frühzeitig aus ihrem Bus ausgestiegen, der sie eigentlich wie üblich zu ihrem Wohnort nach Eschweiler bringen sollte. Sie räumten ein, dass man sich zu Hause vermutlich schon wegen ihres Fernbleibens sorgen könnte.

Ermittlungen ergaben, dass die Jungs tatsächlich bereits als vermisst gemeldet worden waren und nach ihnen gefahndet wurde. Sie wurden im Streifenwagen nach Hause gebracht. Obwohl an dem mit Steinen beworfenen Wagen kein Schaden entstanden war, wurde den Jungs in einem kindgerechten Gespräch erklärt, warum ihr Verhalten nicht wiederholungswürdig war und welche schwerwiegenden Folgen der Bewurf des Pkw hätte haben können.

PM der POL Düren vom 29.03.2019

Mettmann (Nordrhein-Westfalen): Ziegensittiche entflohen: Polizei sucht Besitzer
Zu einem tierischen Einsatz der besonderen Art wurde am Dienstag (26. März 2019) die Polizei in Wülfrath gerufen. Zwei Spaziergänger hatten in einem Gebüsch an der Straße „In den Eschen“ laut eigenen Angeben zwei herrenlose und geschwächte „Papageien“ gesehen.
Um kurz vor 17 Uhr machten sich zwei Polizeibeamte vom Wülfrather Bezirksdienst auf die Suche nach den possierlichen Tierchen – „bewaffnet“ mit einem eigentlich für Fische vorgesehenen Kescher sowie einer Tasche. Tatsächlich fanden die ortskundigen Polizisten die beiden Vögel dann in einem Gebüsch auf einem Spielplatz an der Straße „In den Eschen“. Mit viel Geduld konnten die Beamten die Tiere letztendlich einfangen und in die Praxis eines ortsansässigen Tierarztes bringen, wo die geschwächten Tiere untersucht wurden und aktuell betreut werden. Hier stellte sich auch heraus, dass es sich bei den vermeintlichen „Papageien“ um zwei Ziegensittiche handelt.
Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Tiere ausgesetzt wurden oder entflohen sind. Sachdienliche Hinweise auf den oder die Besitzer nimmt die Polizei in Wülfrath unter der Rufnummer 02058 9200-6180 entgegen.
PM der KPB Mettmann vom 27.03.2019

Bad Tölz (Bayern): Trunkenheitsfahrt verhindert

In der Tölzer Wachterstraße verhinderten Polizisten die bevorstehende Alkoholfahrt eines 28jährigen aus Warngau. Der Sicherheitsdienst eines Lokals meldete der Polizei am 24.03.19, gegen 01.00 Uhr, dass ein offensichtlich alkoholisierter Mann mit dem Auto wegfahren will. Die Beamten trafen den Mann in einem VW Golf an, der Schlüssel steckte schon im Zündschloss. Eine Überprüfung ergab einen Alkoholwert von knapp 1,6 Promille. Der Fahrzeugschlüssel wurde sichergestellt und der Warngauer musste seine Heimfahrt anders organisieren.

PM der PI Bad Tölz vom 24.03.2019

 

Nürnberg (Bayern): Polizeibeamte in Ausbildung stoppen flüchtigen Ladendieb

Am Samstagnachmittag (23.03.2019) stoppten Polizeibeamte in Ausbildung einen flüchtigen Ladendieb in der Nürnberger Innenstadt. Hierbei kamen Sie einem Ladendetektiven zu Hilfe.

Gegen 17:00 Uhr befanden sich zwei Polizeibeamte in Ausbildung in ihrer Freizeit im Bereich des Ludwigplatzes. Hier wurden Sie auf einen Ladendetektiv aufmerksam, der versuchte einen mutmaßlichen Ladendieb festzuhalten. Die Beamten erfassten die Situation und gaben sich als Polizeibeamte zu erkennen. Daraufhin versuchte der 22-Jährige Tatverdächtige erneut zu flüchten.

Die Beamten hielten den Mann dennoch trotz enormer Gegenwehr bis zum Eintreffen der, durch einen Passanten verständigten, Streifenbesatzungen fest. Bei der anschließenden Festnahme wurde eine Beamtin leicht verletzt.

Das Diebesgut (Bekleidungsstücke) im Wert von mehreren Hundert Euro, welches der 22-Jährige offenbar kurz zuvor aus einem Kaufhaus entwendete, konnte sichergestellt werden.

Der 22-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts des Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, der Körperverletzung und eines Diebstahlsdelikts verantworten.

PM des PP Mittelfranken vom 24.03.2019

Koblenz (Rheinland-Pfalz): Abgängig aus Fachklink – Gewahrsamnahme durch Bundespolizei

Am frühen Samstagmorgen wurde im Hauptbahnhof Koblenz ein 37-jähriger Deutscher kontrolliert. Gegen ihn lag ein Unterbringungsbeschluss des Amtsgerichts Siegburg vor. Das Polizeipräsidium Bonn hatte ihn zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben, da er aus der LVR Klinik in Bonn abgängig war. Nach Klärung mit der bereitschaftshabenden Ärztin wurde er von einer Streife der Bundespolizei der Rhein-Mosel-Fachklink in Andernach übergeben.

PM der BPOLI Trier vom 23.03.2019

 

Jettenbach (Rheinland-Pfalz): Reh befreit

Eine Spaziergängerin entdeckte am Donnerstagnachmittag ein Reh, welches sich in einem Weidezaun verfangen hatte. Die Polizeibeamten stellten fest, dass es sich um einen Rehbock handelte, welcher sich völlig panisch immer weiter in dem Weidezaun verfing und sich selbst zu erdrosseln drohte. Die Beamten entschieden das Tier zu ergreifen und aus dem Zaun zu schneiden. Nach ca. 30 minütigem Befreiungskampf gelang es schließlich den Rehbock aus dem Zaun zu schneiden. Abschließend gingen sowohl das Reh, als auch die eingesetzten Beamten sichtlich entkräftet aber überglücklich getrennter Wege.

PM der PI Lauterecken vom 23.03.2019

 

B52 bei Bitburg (Rheinland-Pfalz): Großkontrolle von Zoll, Bundes- und Landespolizei

Am 22.03.2019 führte die Polizeiinspektion Bitburg in enger Zusammenarbeit mit dem Zoll und der Bundespolizei an der B51 auf dem Rastplatz Kockelberg eine Sonderkontrolle mit dem Fokus auf Delikte im Bereich der Eigentumskriminalität, ganz speziell Tageswohnungseinbrüche, durch. Die Maßnahme gliedert sich in ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung der genannten Delikte und bündelt die Ressourcen der beteiligten Sicherheitsbehörden.

Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen konnten einige Erkenntnisse für vertiefende Ermittlungen im Kontext Eigentumskriminalität gewonnen werden. Die Kontrollen mit starken Kräften brachten zudem mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zu Tage. Ein Verkehrsteilnehmer stand zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Des Weiteren konnte ein Fahrzeug kontrolliert werden, das aktuell nicht zugelassen war und mit falschen Kennzeichen geführt wurde, die am Vortag entwendet wurden. Den Fahrer erwarten nun mehrere Strafanzeigen.

Der Zoll konnte zwei Verstöße auf Grundlage des Kraftfahrzeugsteuergesetzes ahnden.

Insgesamt wurden mehr als 100 Fahrzeuge kontrolliert.

PM der PI Bitburg vom 23.03.2019

 

 

Plettenberg (Nordrhein-Westfalen): Herrenloser Hund vertreibt sich die Zeit

Der Schnappschuss der Woche geht an die Polizeiwache Plettenberg. Polizeibeamte wurden gestern Abend zur Herscheider Straße gerufen. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie ein herrenloser Hund vor ein Auto lief. Der Zeuge hielt das unverletzte Tier fest, setzte es in sein Auto und rief die Polizei. Die Beamten verständigten das Ordnungsamt. Die Wartezeit wurde dem Hund offenbar zu lang. Also hüpfte er von Sitz zu Sitz quer durchs Auto, um schließlich in abgebildeter Pose sitzen zu bleiben. Vorbildlich: Im Innenraum des Autos blieb alles heil. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes nahm den Hund in seine Obhut. Die Nacht brauchte er jedoch nicht in einem Tierheim verbringen. Am Abend meldete sich die Halterin bei der Polizeiwache und bekam kurze Zeit später ihren Hund zurück.

PM der KPB Märkischer Kreis  vom 21.03.2019

 

 

München (Bayern): Destination Stadelheim – Bundespolizisten bringen drei gesuchte Reisende ins Münchner Gefängnis

Flughafen München – Die Bundespolizei im Erdinger Moos zieht tagtäglich Reisende aus dem Verkehr, die mit Haftbefehlen gesucht werden. Gestern (19. März) sind wieder drei von der deutschen Justiz gesuchte Personen ins Visier der Bundespolizei geraten. Innerhalb weniger Stunden haben die Beamten einen Georgier, eine Deutsche und einen Franzosen aus dem Verkehr gezogen. Für alle drei endete die Reise in der Münchner Justizvollzugsanstalt.

Am frühen Nachmittag zogen die Bundesbeamten einen Georgier aus dem Verkehr, als der Mann aus Stockholm in München ankam. Der Osteuropäer hatte gleich zwei offene Haftbefehle im Gepäck.

Nachdem der 35-Jährige Anfang des letzten Jahres als Asylbewerber nach Deutschland gekommen war und in der Aufnahmeeinrichtung in Bamberg Unterschlupf gefunden hatte, war er auch gleich das erste Mal beim Klauen erwischt worden. In den Folgemonaten sollten ihn Polizeibeamte in der oberfränkischen Biermetropole regelmäßig dabei erwischen, wie er sich immer wieder unrechtmäßig am Eigentum Anderer bediente. Zwei der folgenden Strafanzeigen führten bis dato auch zu Verurteilungen. Einmal hatte ein Richter am Amtsgericht in Bamberg den Angeklagten eben wegen Diebstahls zu 250 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 25 Tagen Haft, ein zweites Mal zu 100 Euro Geldstrafe oder zehn Tagen Ersatzhaft verurteilt. Nachdem der Verurteilte aber offenbar die Richtersprüche ebenso wenig ernst genommen hatte, wie zuvor das Eigentum Fremder, und sich augenscheinlich nach Schweden abgesetzt hatte, hatte ihn die Staatsanwaltschaft in der oberfränkischen Kreisstadt mit zwei Haftbefehlen zur Festnahme ausgeschrieben. Außerdem hatte die Zentrale Ausländerbehörde in Bamberg den Untergetauchten mit Abschiebehaftbefehl gesucht.

Gestern haben die Behörden in dem skandinavischen Land den Mann aufgrund asylrechtlicher Vereinbarungen wieder nach Deutschland geschickt. Als Bundespolizisten am Moos-Airport den 35-Jährigen bei seiner Ankunft in Empfang nahmen, fielen ihnen die Fahndungsnotizen ins Auge. Die Beamten nahmen den Mann fest und brachten den Festgenommen noch am Nachmittag, unter anderem weil er die geforderten Geldbeträge nicht bezahlen konnte, in die Münchner Justizvollzugsanstalt. Sobald der Georgier dann seine Strafhaft in Stadelheim abgesessen hat, wird er umgehend in die Abschiebehaftanstalt in Eichstätt wechseln, um dort auf den Flug in sein Heimatland zu warten.

Ein paar Minuten nach dem Georgier ging den Bundesbeamten eine 25-jährige Deutsche bei der Einreisekontrolle des Fluges aus Doha ins Netz. Die junge Frau war seit letztem Jahr von der Staatsanwaltschaft Memmingen mit Vollstreckungshaftbefehl gesucht worden. Die Krumbacherin war der bayerischen Justiz nach einer Verurteilung wegen Besitzes von Betäubungsmitteln ohne Besitzerlaubnis knapp 4.000 Euro schuldig geblieben. Auch einen ersatzweise angesetzten Gefängnisaufenthalt von 90 Tagen hatte sie nie angetreten. Dies muss die bayerische Schwäbin aber jetzt nachholen, nachdem Bundespolizisten sie bei ihrer Rückkehr aus Australien verhaftet und ihr die Rechnung der Justiz präsentiert haben. Da die Schuldnerin den geforderten Betrag nicht bezahlen konnte, haben die Grenzpolizisten sie in die Frauenabteilung des Münchner Gefängnisses gebracht.

Ein paar Stunden später sollte einen Franzosen das gleiche Schicksal ereilen. Der 54-Jährige verfing sich im Fahndungsnetz der Bundespolizei, als er auf seinem Weg von Paris nach Kapstadt in München die grenzpolizeiliche Ausreisekontrolle durchlaufen musste. Der Elsässer war im Sommer 2017 vom Amtsgericht in Offenburg wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu 2.400 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 40 Tagen Haft verurteilt worden. Da der 54-Jährige sich anschließend offensichtlich der Strafverfolgung entzogen hatte, schrieb die Staatsanwaltschaft in Baden den Mann mit Vollstreckungshaftbefehl zur Festnahme aus. Diesen Haftbefehl vollstreckten Bundespolizisten am Münchner Airport gestern.

Der Festgenommene bemühte sich zwar redlich, den offenen Geldbetrag beizubringen, seine Reisekasse gab aber nur die Hälfte der geforderten Summe her. Also musste der Franzose seinen Urlaubsflug stornieren und die Reise ins Münchner Gefängnis antreten.

Bildunterschrift:

Bundespolizisten am Münchner Airport nahmen am Dienstag innerhalb weniger Stunden drei mit Haftbefehlen gesuchte Reisende fest. Alle drei mussten vom Münchner Flughafen ihre Weiterreise ins Münchner Gefängnis antreten.

Das anhängende Bild kann mit dem Zusatz „Bundespolizei“ zur Berichterstattung über den o.a. Vorfall verwendet werden.

PM der BPOL Flughafen München  vom 20.03.2019

Beamte der Bundespolizei haben gestern Abend bei einer Kontrolle im Bahnhof Baden-Baden einen gesuchten Straftäter verhaftet. Gegen den 32-jährigen Rumänen bestand ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Baden-Baden wegen eines tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Da er die Geldstrafe von über 3500 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er zur Verbüßung einer 120-tägigen Haftstrafe ins Gefängnis gebracht.

PM der BPOLI Offenburg vom 18.03.2019