Durch das beherzte Eingreifen eines Polizeibeamten konnte am Mittwochnachmittag, gegen 16:30 Uhr, der Suizid eines 46-Jährigen aus dem Landkreis Aschaffenburg verhindert werden.
Kurz zuvor ging über Notruf die Mitteilung ein, dass sich ein Mann im obersten Stockwerk eines Parkhauses in der Elisenstraße auf der Feuertreppe aufhalte und bereits ein Bein über das dortige Geländer gelegt habe. Unmittelbar nach Eingang der Mitteilung fuhren mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Aschaffenburg zu der Örtlichkeit. Dort konnten die Einsatzkräfte den Mann zunächst zusammengekauert auf einem Podest der Feuertreppe erblicken. Noch bevor eine persönliche Kontaktaufnahme erfolgen konnte, richtete sich der augenscheinlich in einem psychischen Ausnahmezustand befindliche Mann auf und kletterte unvermittelt über das Geländer der Feuertreppe, wo er rücklings zur Straßenseite verharrte.
Glücklicherweise erreichte ein Polizeibeamter das Podest auf dem sich der augenscheinlich lebensmüde Mann befand, als dieser ein Bein nach hinten nahm und offenbar gerade zum Sprung ansetzen wollte. Dem körperlich gut situierten Beamten gelang es durch einen beherzten Griff, den Mann über das Geländer zurückzuziehen und ihn im sicheren Bereich der Feuertreppe zu fixieren, bis weitere Beamte zur Unterstützung hinzustoßen konnten.
Der 46-Jährige wurde nach einer ambulanten Versorgung im Klinikum Aschaffenburg in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.
PM der PI Aschaffenburg vom 30.05.2019

Am Wochenende führte die Burghauser Grenzpolizei eine Kontrolle an der A94 Höhe Heldenstein durch. Dabei ging ihnen ein 25-Jähriger Ungar ins Netz, der wegen Erschleichens von Leistungen von der Hannoverschen Justiz per Haftbefehl gesucht wurde. Der Ungar konnte die vom Gericht verhängte Freiheitsstrafe bei der Kontrolle nicht aufbringen. Somit griff die Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen. Die Burghauser Grenzpolizisten nahmen den Gesuchten fest und lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt ein.
Bereits kurz vorher konnten die Burghauser Grenzpolizisten an gleicher Stelle für die Staatsanwaltschaft München einen wichtigen Fahndungstreffer landen: ein 37-jähriger Rumäne war mit unbekanntem Aufenthaltsort abgetaucht. Gegen ihn lief ein Verfahren wegen Diebstahls. Die Polizisten trafen ihn als Mitfahrer in einem rumänischen Mercedes Sprinter an. Sie ermittelten seinen aktuellen Wohnort und übergaben die Daten an die Münchner Justiz.

PM der Grenzpolizeistation Burghausen vom 28.05.2019

Ermittler der Fachdienststelle für reisende Wohnungseinbrecher (LKA 19) haben eine mutmaßliche Bande von südamerikanischen Wohnungseinbrechern festgenommen und dem Haftrichter zugeführt.

Bereits am vergangenen Mittwoch kam es am frühen Nachmittag in einem Mehrfamilienhaus in Hamburg-Lurup zu zwei Wohnungseinbruchdiebstählen mit hohen Stehlgutsummen. In einem Fall konnte die private Innenraumüberwachung der Wohnung insgesamt zwei männliche und zwei weibliche Täter aufzeichnen.

Am selben Nachmittag überprüften Zivilfahnder des Polizeikommissariates 11 in der Hamburger Innenstadt zwei Frauen, die das szenetypische Verhalten geübter Taschendiebe an den Tag legten.
Bei der Überprüfung stellten die Polizisten fest, dass die beiden Chileninnen (27, 30) keine Reisepässe mit sich führten, woraufhin die Beamten sie wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes vorläufig festnahmen. Da die Frauen diverse Schmuckstücke und eine Armbanduhr bei sich hatten, setzten die Beamten das Einbruchsdezernat hierüber in Kenntnis.

Ein Abgleich mit den beiden zuvor beim Wohnungseinbruch in Lurup aufgezeichneten Täterinnen ergab eine eindeutige Übereinstimmung zu den beiden festgenommenen Frauen. Im Verlauf der Ermittlungen konnten die Kriminalbeamten des LKA 19 die sichergestellten Schmuckstücke und die Uhr ebenfalls eindeutig als Stehlgut aus den beiden Einbrüchen in Lurup identifizieren.

Während die männlichen Einbrecher noch nicht identifiziert und weiterhin flüchtig waren, führten die Ermittler die beiden Frauen nach erkennungsdienstlicher Behandlung bereits dem Haftrichter zu.
Bei den mit Hochdruck weitergeführten Ermittlungen bezüglich der mutmaßlichen Mittäter lokalisierten sie diese in einem Hostel in Hamburg-Altona. Es handelt sich bei ihnen um zwei Chilenen (32, 26) und einen Peruaner (37). Von dem Hostel aus begaben sich die mutmaßlichen Einbrecher den Erkenntnissen der Ermittler nach mit einem Fahrzeug mit französischen Kennzeichen auf Diebestour. Hierbei fuhren sie zum Teil weit über die Grenzen Hamburgs hinaus.

Am Freitagnachmittag nahmen Polizeibeamte die drei Männer in der Amsinckstraße in Hamburg-Hammerbrook vorläufig fest und stellten deren Fahrzeug sicher. Im Fahrzeug fanden die Ermittler potentielles Einbruchswerkzeug sowie mutmaßliches Stehlgut aus einem vorangegangenen Einbruch in ein Einfamilienhaus bei Bremen.

Die Staatsanwaltschaft erwirkte einen Durchsuchungsbeschluss für das von der Bande bewohnte Hotelzimmer. Hier fanden die Beamten Wertgegenstände, bei denen es sich um die Tatbeute weiterer Wohnungseinbrüche handeln dürfte. Sie wurden sichergestellt. Die Auswertung und Zuordnung der Gegenstände dauert aktuell an.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei Südamerikaner ebenfalls erkennungsdienstlich behandelt und dem Haftrichter zugeführt.

Derzeit prüft die Polizei, ob der mutmaßlichen Einbrecherbande weitere Taten zugeordnet werden können.

PM der POL Hamburg vom 27.05.2019

Die Polizeidirektion West führte auch in der vergangenen Nacht die Suche nach dem vermissten Mädchen aus Potsdam weiter. Rund 70 Polizisten waren dafür im Einsatz und wurden durch eine Polizeidrohne sowie Suchhunde unterstützt. Bereitschaftspolizisten wurden aus ihrem eigentlich freien Wochenende nach Potsdam beordert und durchsuchten seit den Vormittagsstunden mehrere Straßenzüge im Stadtteil Drewitz. Sie gingen in Hauseingänge sowie Keller und befragten die Anwohner. Bei diesen Suchmaßnahmen fiel einem Suchteam der Bereitschaftspolizei ein Mädchen auf, welches auf dem Gehweg im Stadtteil Drewitz, nahe der Konrad-Wolf-Allee saß und weinte. Die Polizisten erkannten, dass es sich um die Vermisste handelte und nahmen sich ihrer an.
Besonders geschulte Kriminalistinnen befragten sie sofort kind- und altersgerecht. Eine ärztliche Untersuchung vor Ort und in einem Krankenhaus schlossen sich an. Zum genauen Gesundheitszustand werden aktuell jedoch keine Informationen veröffentlicht. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion West führt jetzt die weiteren Ermittlungen zu den näheren Umständen des Verschwindens und wo sich das Mädchen seit gestern Nachmittag aufgehalten hat.
Da auch eine Straftat nicht ausgeschlossen werden kann, hat die Staatsanwaltschaft Potsdam vorerst Ermittlungen zum Verdacht der Freiheitsberaubung gemäß 239 StGB eingeleitet.
In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wird ab Montag die Pressehoheit von dort übernommen. Bis dahin laufen die Ermittlungen und Befragungen intensiv weiter. Weitere Informationen dazu werden am heutigen Tag jedoch nicht mehr veröffentlicht.

Wir bitten die Bilder der Vermissten, die zum Zwecke der Suche veröffentlicht wurden, aus allen Medien zu entfernen. Gleichzeitig bedankt sich die Polizei bei den Medien für ihre schnelle Unterstützung bei der Öffentlichkeitsfahndung.

PM der PD Brandenburg West vom 26.05.2019

Polizisten nahmen Samstagabend (25.5., 21:10 Uhr) nach einem Raub an der Dieckmannstraße drei Jugendliche vorläufig fest.

Zwei 16-Jährige saßen auf dem dortigen Spielplatz, als eine etwa 20-köpfige Gruppe sich ihnen näherte und offensichtlich Streit suchte. Die Männer schubsten das Duo herum, einer stieß mit dem Kopf gegen den Oberkörper eines Münsteraners und ein weiterer hielt ein eingeklapptes Messer in der Hand und forderte Bargeld. Nachdem die 16-Jährigen einen Schein herausgegeben hatten, konnten sie vom Spielplatz vor der Gruppe flüchten.

Alarmierte Polizisten nahmen noch in Tatortnähe zwei 19- und einen 17-jährigen Jugendlichen fest. Ein 19-Jähriger hatte ein Messer und einen Geldschein dabei. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 0,96 Promille. Die Ermittlungen dauern an.

PM der POL Münster vom 26.05.2019

Die Besatzung eines Fahrgastschiffes hat gestern an der Moltkebrücke in Moabit einen Mann schwimmend im Wasser gesichtet. Gegen 13.20 Uhr schwamm der Mann aus bisher unbekannten Gründen in der Spree. Die Besatzung des Schiffes hatte dem offensichtlich entkräfteten Mann zwei Rettungsringe zugeworfen, an denen dieser sich festhielt. Alarmierte Kräfte der Wasserschutzpolizei übernahmen die Rettungsmaßnahmen. Ein Polizeikommissar des Bootes begab sich in das 17 Grad kalte Wasser und brachte den leicht Alkoholisierten an Land. Hinzugerufene Kräfte der Berliner Feuerwehr fuhren den 33-Jährigen mit Unterkühlung in ein Krankenhaus, wo er zunächst stationär aufgenommen wurde.

PM des PP Berlin vom 26.05.2019

Ein Kind in einer Gefahrenlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses in der Friedinger Straße wurde der Polizei am heutigen Mittwoch gegen 08.30 Uhr gemeldet. Mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Singen fuhren beschleunigt an den Einsatzort, wo sich die Mitteilung bestätigte.
Ein vierjähriger Junge stand in einer Höhe von etwa zehn Metern ungesichert auf dem Dach des Gebäudes an einem am Rand des Daches installierten Schneefanggitter, das dem Kind noch etwas Halt gab.
Während eine Polizeibeamtin von der Straße aus beruhigend auf das Kind einwirkte, drangen ihre Kollegen in die betreffende Wohnung ein, nachdem auf Klingeln niemand öffnete. In der Wohnung stellte sich heraus, dass der Vierjährige mit seinem dreijährigen Bruder in der Dachgeschoßwohnung an einem Dachflächenfenster gespielt hatte und dass den beiden Kindern ein Spielzeug aus dem Dachfenster auf das Dach des Gebäudes gefallen war. Der Vierjährige wollte das Spielzeug vom Dach zurückholen, kletterte aus dem Dachfenster und geriet so in die beschriebene Notsituation. Nachdem die eingesetzten Polizeibeamten das vierjährige Kind über das Dachfenster zurück in die Wohnung gerettet hatten, weckten sie den im gleichen Zimmer unter dem Dachfenster schlafenden, 26-jährigen Vater der beiden Jungen, der die Ereignisse bis dahin nicht mitbekommen hatte. Ganz abgesehen vom Tun der Kinder am offenen Dachfenster hatten die Beamten des Polizeireviers nach vergeblichem Klingeln seine Wohnungstür und die ebenfalls verschlossene Zimmertüre eingetreten und waren zuletzt zur Rettung des Kindes auf sein Bett gesprungen, wodurch der Lattenrost beschädigt wurde. Die Mutter der Kinder war nicht in der Wohnung anwesend, der Vater vermochte keine Erklärung zu seinem Tiefschlaf abzugeben. Anhaltspunkte auf eine Beeinflussung des Vaters durch Alkohol oder Drogen stellten die Beamten nicht fest.

PM des PP Konstanz vom 22.05.2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Aurich und der Polizeiinspektionen Aurich/Wittmund und Wilhelmshaven/Friesland:

Gemeinsame Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektionen Aurich/Wittmund und Wilhelmshaven/Friesland beschlagnahmt Diebesgut und Betäubungsmittel – zwei Täter in Untersuchungshaft.
Die Polizeiinspektionen Aurich/Wittmund und Wilhelmshaven/Friesland haben in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Aurich eine Einbruchserie im Raum Wilhelmshaven, Friesland und Ostfriesland aufklären können. Die gemeinsame Ermittlungsgruppe führte im April 2019 im Landkreis Friesland in Zusammenarbeit mit Spezialkräften der Polizei Niedersachsen sowie in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aurich eine groß angelegte Durchsuchungsaktion durch. Aufgrund der Durchsuchungen und der intensiven Ermittlungsarbeit konnten verantwortliche Täter festgenommen sowie umfangreiches Diebesgut und Betäubungsmittel beschlagnahmt werden.
Die Ermittlungsgruppe war im Dezember 2018 gemeinsam durch die Polizeiinspektionen Aurich/Wittmund und Wilhelmshaven/Friesland gegründet worden, um gegen die für zahlreiche Wohnungseinbrüche verantwortliche Tätergruppe im Raum Wilhelmshaven, Friesland und Ostfriesland vorzugehen.
Im Rahmen der Ermittlungen ergaben sich auch Anhaltspunkte für Betäubungsmitteldelikte, so dass die Ermittlungen auch hierauf ausgeweitet wurden. Aufgrund intensiver Ermittlungsmaßnahmen konnten die Ermittler bei der Festnahme von zwei Tätern mehr als zwei Kilo Marihuana beschlagnahmen. Gegen die Täter erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich Haftbefehl. Die beiden Männer im Alter von
24 und 40 Jahren befinden sich seither in Untersuchungshaft.
Gegen weitere Personen dieser Tätergruppe wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Im Zuge der Durchsuchungen konnten unter anderem hochwertiger Schmuck, Bargeld, aufgebrochene Tresore und elektronische Geräte beschlagnahmt werden. Als besonderer Erfolg ist das Auffinden von insgesamt neun Langwaffen und mehr als 1.200 Schuss Munition zu werten. Die Waffen, die Munition und der Schmuck stammen aus zahlreichen Einbrüchen, die die Tätergruppe im vergangenen Oktober und November unter anderem in Friedeburg, Zetel, Sande und Bockhorn verübt hat.
Die Ermittler gehen nach bisherigem Erkenntnisstand davon aus, dass die Tätergruppe neben den Einbrüchen auch umfangreichen Handel mit Betäubungsmitteln getrieben hat.
Nicht alle beschlagnahmten Schmuckstücke konnten bislang möglichen Einbrüchen zugeordnet werden. Viele von ihnen weisen individuelle Merkmale auf. Die Ermittler hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung, um das Diebesgut den Besitzern zuordnen und weitere Straftaten aufklären zu können.
Die Ermittlungen gegen die Tätergruppe, die überörtlich agiert hat, dauern an.
Wer Hinweise zur Aufklärung weiterer Straftaten geben kann, wird gebeten sich bei der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund (Tel. 04941 /606-215) oder der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland (Tel. 04421 / 942-0) zu melden.

PM der PI Wilhelmshaven/Friesland vom 20.05.2019

Dank Videobeobachtung hat die Polizei Köln am Samstagmorgen (18. Mai) zwei brutale Räuber (21, 24) unmittelbar nach der Tat auf dem Hohenzollernring festgenommen. Polizisten der Leitstelle in Kalk sahen auf ihren Bildschirmen, wie um kurz vor 3 Uhr zwei Männer einen entgegenkommenden Nachtschwärmer (21) direkt mit Fäusten traktierten und ihm Handy und Geldbörse raubten. Während sich der junge Mann nach dem Angriff in einen Kiosk flüchtete, rannten die Täter mit ihrer Beute davon. Wegen der gestochen scharfen Bilder der Polizeikameras erhielten alle Streifenbeamte in Tatortnähe per Funk exakte Personenbeschreibungen und die genaue Fluchtrichtung der Täter. Wenige Augenblicke später kamen den Einsatzkräften die beiden Verdächtigen entgegengerannt – Festnahme!

Kurz bevor die Polizisten die Männer zum Gefangenentransporter und zur Wache brachten, warfen die Räuber noch ihre Beute auf den Gehweg und auf die Straße, um das belastende Beweismaterial loszuwerden. Die Beamten übergaben Handy und Portemonnaie noch vor Ort dem leichtverletzten 21-Jährigen. Das Räuber-Duo wird sich nun wegen Raub und Körperverletzung verantworten müssen.

PM der POL Köln vom 20.05.2019

Das aktuelle Stück der Verkehrspuppenbühne der Polizei Gelsenkirchen heißt „Tim&Lisa und der Stoppstein“. Foto: Polizei Gelsenkirchen

Regelmäßig wiederkehrend das gleiche Spiel: Kindergartenkinder, laufen wie an einer Kette aufgezogen in Zweierreihen über den Hof des Polizeipräsidiums in Gelsenkirchen-Buer bis zu einer kleinen Halle auf dem Gelände. Hier befindet sich die Puppenbühne der Polizei. Hier bringen Polizeibeamte Kindern bereits seit 55 Jahren kindgerecht bei, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten sollen. Seit Ende April spielen die Beamten das Stück „Tim & Lisa und der Stoppstein“. Es handelt davon, wie sich die beiden Kinder Tim und Lisa auf dem Weg zur Schule aus den Augen verlieren und es fast zum Unfall kommt, als Tim die Straße überquert, obwohl die Ampel rot ist. Die Kinder im Publikum sind in der geschickten Inszenierung, die ständig zwischen dem Geschehen der Puppen auf der kleinen Bühne und dem zwischenmenschlichen Agieren von „echten“ Polizisten und Publikum wechselt, Teil der Geschichte. Sie sind von Anfang an eifrig dabei, sogar mittendrin und helfen dem Puppen-Polizisten, Tim zu finden. So lernen sie, ganz nebenbei, wie man eine Straße sicher überquert.
Dabei fallen immer wieder eingängige Parolen wie „Am Stoppstein halt, damit es nicht knallt!“ oder „Beim Straße queren nicht rennen und nicht pennen.“ Am Ende sollen die Kinder verinnerlicht haben, wie man eine Straße richtig überquert, ohne sich selbst und andere in Gefahr zu bringen. Gestaltet und konzipiert haben das neue Stück die Polizeibeamten Katja Flanz, Christina Kleine und Carsten Jahns, die als Verkehrssicherheitsberater der Polizei Gelsenkirchen darüber hinaus in verschiedenen Einrichtungen präventiv tätig sind und Jung und Alt über die Gefahren im Straßenverkehr aufklären. Die Verkehrspuppenbühne der Polizei Gelsenkirchen gibt es seit 1964, sie feiert in diesem Jahr also ihren 55. Geburtstag. Die Puppenbühne an sich ist aber nur ein Teil des Verkehrserziehungskonzeptes der Polizei Gelsenkirchen. So machen alle Vorschulkinder in Gelsenkirchen einen so genannten „Fußgängerführerschein“, um die Kinder auf den nicht immer gefahrenfreien Weg zur Schule vorzubereiten. Die Verkehrssicherheitsberater führen darüber hinaus Informationsnachmittage für die Eltern durch, um auch sie für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und es gibt Kennlerntreffen mit Übungen für die Kinder in deren Einrichtung, bei dem sie unter anderem in einem Streifenwagen „Probe“ sitzen dürfen.
„Tim & Lisa und der Stoppstein“ wird noch bis Anfang Juni in etwa 60 Vorstellungen allen 122 Kindertagesstätten in Gelsenkirchen präsentiert. Einige hundert Vorschulkinder werden so spielerisch auf die Gefahren im Straßenverkehr vorbereitet. Nach Ende der Vorstellung laufen die kleinen Gäste wieder in Zweierreihe vom Hof. In ihrem Rucksack haben sie dann hoffentlich das Wissen, wie man eine Straße richtig überquert, ohne sich selbst und andere in Gefahr zu bringen.
Die drei Kollegen, die den Puppen ihre Stimme geben, können sich erholen und freuen sich auf die nächste Gruppe, die ihnen hilft, Tim & Lisa sicher über die Straße zu bringen.

PM der POL Gelsenkirchen vom 20.05.2019