Auf „Ziegenjagd“ gingen am Donnerstagabend zwei Polizeibeamte, nachdem eine Ziege aus einem Gehege in der Lingenfelder Straße ausgebrochen war.
Als das Tier mittels Futter wieder angelockt werden konnte, gelang es der Polizeistreife, die Ziege wieder einzufangen und zurück in ihr Gehege zu bringen.

PM der PD Ludwigshafen vom 19.06.2020

Am frühen Donnerstagmorgen werden diverse Anwohner auf einen laut schreienden Mann in der Neutorstraße aufmerksam. Der 46-Jährige ist augenscheinlich alkoholisiert und schlägt gegen die Autospiegel von mehr als 10 dort geparkten Autos. Im Anschluss begibt sich der Mann über die Dagobertstraße in Richtung Rheinufer. Als eine Streifenwagenbesatzung bei ihm eintrifft, flüchtet er und wird prompt von der Glasscheibe eines Gebäudes gestoppt. Die Scheibe bleibt unbeschädigt, der Mann verletzt sich hierbei augenscheinlich nicht. Nach anschließender Personalienfeststellung und Anzeigenaufnahme erteilen die Beamten ihm einen Platzverweis. Kurz darauf begibt sich der 46-Jährige zum Stresemannufer, wo er kurzerhand in den Rhein springt. Erst nach mehreren Zurufen der Beamten tritt er wieder aus dem Fluss heraus. Dabei stolpert er jedoch und fällt nach hinten zurück in den Rhein. Dieses Mal schwimmt er den Polizeibeamten jedoch entgegen, welche ihn mit vereinten Kräften ergreifen und mit erheblichem Kraftaufwand zurück an Land ziehen können. Der 46-Jährige bleibt bis auf ein paar Schürfwunden unverletzt und wird zuletzt in eine Klinik verbracht.

PM des PP Mainz vom 18.06.2020

Am Dienstag, den 16. Juni 2020 kontrollierten Bundespolizisten gegen 20.00 Uhr einen 31-jährigen Mann auf dem Magdeburger Hauptbahnhof. Dieser wies sich mit seinem Personalausweis aus. Bei der sich anschließenden Überprüfung seiner Personalien in dem polizeilichen Fahndungssystem stellten die Beamten einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Stendal vom Februar dieses Jahres fest. Demnach verurteilte ihn das Amtsgericht Burg im Dezember 2019 wegen Betruges zu einer Geldstrafe von 300 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. Da der Deutsche unbekannten Ortes verweilte und weder die geforderte Geldstrafe beglich, noch sich dem Strafantritt stellte, erging der Haftbefehl. Der Gesuchte wurde festgenommen und die Bundespolizisten eröffneten ihm jenen Vollstreckungshaftbefehl. Der Mann konnte die Geldstrafe begleichen und anschließend die Diensträume der Bundespolizei am Hauptbahnhof als freier Mann wieder verlassen.

PM der BPOLI Magdeburg vom 17.06.2020

Wegen Streitigkeiten zwischen Nachbarn musste die Polizei am Montagabend (15. Juni, 22:35 Uhr) zu einem Mehrfamilienhaus in der Straße „Am Stadtgarten“ ausrücken. Wechselseitige Beschimpfungen, Beleidigungen und der Verdacht, dass bei der Auseinandersetzung Waffen eine Rolle spielen könnten, führten dazu, dass die Beamten die Wohnungen beider Parteien durchsuchen wollten. Weil eine Partei, ein Pärchen im Alter von 34 und 38 Jahren, ablehnte, durchsuchten die Polizisten schließlich auf Anordnung der Duisburger Staatsanwaltschaft Wohnung und Kellerräume. Dabei entdeckten sie Pillen in verschiedenen Farben, ein Bündel Cannabis, rund 200 Gramm Amphetamine, eine Feinwaage, einen Elektroschocker und einen Baseballschläger. Die Beamten stellten alles sicher und nahmen das tatverdächtige Pärchen vorläufig fest.
Wegen des dringenden Tatverdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln werden der 38-Jährige und die 34-Jährige auf Antrag der Duisburger Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt.

PM der POL Duisburg vom 16.06.2020

Ein 21-Jähriger gab am Dienstagabend beim Erblicken einer Polizeistreife Fersengeld. Einsatzkräfte wollten den Mann und seinen Begleiter in der Tannenstraße kontrollieren. Der 21-Jährige kam nicht weit, Polizisten holten ihn schnell ein. Der Grund für seine Flucht war dann auch schnell
geklärt: Der Mann hatte zwei Plastiktütchen mit Marihuana dabei. Es handelte sich um wenige Gramm. Der 21-Jährige blickt jetzt einem Strafverfahren entgegen.

Auch sein Begleiter muss mit einem Verfahren rechnen. Er hatte ebenfalls Marihuana einstecken. Sein Versuch, ein Plastiktütchen mit der Droge unter einem parkenden Wagen verschwinden zu lassen, scheiterte. Das Rauschgift wurde sichergestellt

PM des PP Westpfalz vom 10.06.2020

Ein 32-Jähriger und sein Begleiter waren Montagnacht (08.06.2020) in der Innenstadt zu Fuß unterwegs, als sie ein zunächst Unbekannter mit dem Tode bedrohte und dabei eine Zigarette „erbeutete“. Kurz darauf nahm die Polizei den erheblich Alkoholisierten (37) fest.

Der Tatverdächtige sprach kurz vor Mitternacht am Kornmarkt den 32-Jährigen an und wollte eine Zigarette. Zur Untermauerung seiner Forderung zückte er einen großen Schraubenschlüssel und drohte sein Gegenüber umzubringen. Derart eingeschüchtert, händigte das Opfer eine Zigarette aus und flüchtete mit seinem Begleiter. Ein Polizeibeamter der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte, der gerade auf dem Nachhauseweg war, bekam den Vorfall mit und verständigte seine im Dienst befindlichen Kollegen. Diese nahmen den 37-Jährigen fest, als er im Begriff war, weitere Passanten anzupöbeln. Den Schraubenschlüssel stellten die Beamten sicher.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde der Tatverdächtige einem Ermittlunsrichter beim Amtsgericht Nürnberg zur Prüfung der Haftfrage überstellt.

PM des PP Mittelfranken vom 09.06.2020

Am Sonntagmorgen fiel einer Streife der Polizei Koblenz auf dem Friedrich-Ebert-Ring ein Pkw auf, der angehalten und kontrolliert werden sollte.
Nach der Erteilung der Anhaltesignale stieg der Fahrer sofort aus und kam auf die Polizeibeamten zu. Aufgeregt schilderte er wörtlich: „Ich weiß, das ist jetzt wie in einem schlechten Film, aber meiner Frau ist gerade die Fruchtblase geplatzt. Wir sind auf dem Weg ins Krankenhaus.“ Nach einem kurzen Blick in das Fahrzeug handelte die Streife schnell und eskortierte die werdenden Eltern mit Blaulicht ins Krankenhaus, um zumindest für den restlichen Weg keine Komplikationen aufkommen zu lassen.

PM des PP Koblenz vom 07.06.2020

Die Polizei ermittelt gegen einen 45-Jährigen wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls.

Dem Mann wird vorgeworfen, am Dienstagabend in einem Lebensmitteldiscounter in der Friedenstraße eine Flasche Rum gestohlen zu haben. Als eine Kassiererin den Diebstahl bemerkte, sprach sie den 45-Jährigen an. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen stieß der Mann die Frau um und rannte davon. Die Kassiererin wurde leicht verletzt. Zeugen konnten den Flüchtenden beschreiben. Während der Fahndungsmaßnahmen stellte eine Polizeistreife den Verdächtigen im Volkspark fest. Die Beamten kontrollierten ihn. In seinem Rucksack fanden die Polizisten die mutmaßlich gestohlene Spirituosenflasche. Der 45-Jährige räumte die Tat ein.
Er blickt einem Strafverfahren entgegen. Die Flasche wurde an den Markt zurückgegeben

PM des PP Westpfalz vom 03.06.2020

Am Sonntagvormittag (31. Mai, gegen 10:30 Uhr) gab es einen Einbruch in einer Kita an der Flottenstraße. Mehrere Zeugen meldeten der Polizei, dass der Täter noch vor Ort sei und gaben den Beamten eine Beschreibung. Dank dieser konnten Polizisten auf dem Weg zum Einsatz einen Tatverdächtigen aufgreifen. Der 53-Jährige stritt ab, etwas mit dem Einbruch zu tun zu haben. Allerdings muss er sich jetzt mit einer Anzeige wegen illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln auseinandersetzen – die Polizisten haben ein Röhrchen mit Kokain bei dem Verdächtigen gefunden und ihn zur Blutprobe mit zur Wache genommen. In der Zwischenzeit hatten weitere Streifenwagen die besagte Kita erreicht und festgestellt, dass sich ein Täterverdächtiger noch im Gebäude befinden musste. Die Polizisten umstellten das Gebäude und forderten den mutmaßlichen Einbrecher auf, die Kita zu verlassen. Der 44-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen und sagte den Polizisten, dass er Kupfer stehlen wollte, um sich Drogen beschaffen zu können. Die Polizisten nahmen den Mann vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde er wegen des Verdachts des Diebstahl im besonders schweren Fall dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

PM der POL Duisburg vom 02.06.2020

Trier/Oberkail/Boos/Essen – Am 01. Februar 2017 überfielen zunächst unbekannte Täter die Filiale der Kreissparkasse Bitburg-Prüm in Oberkail und nur drei Wochen später, am 21. Februar, eine Filiale der Kreissparkasse Mayen in Boos.

Dabei betraten jeweils zwei maskierte Täter die Bankfilialen und bedrohten die dortigen Mitarbeiter mit ihren Schusswaffen. Bei dem Überfall in Boos verletzten sie zudem eine weitere, zufällig anwesende Kundin der Sparkasse.

So konnten die Täter insgesamt einen sechsstelligen Betrag erbeuten und in beiden Fällen unerkannt fliehen. Frühzeitig gab es bereits Hinweise darauf, dass ein dritter Täter vor der Bank in einem Fluchtfahrzeug gewartet haben könnte.

Die damals intensiv geführten Fahndungsmaßnahmen, insbesondere eine groß angelegte Öffentlichkeitsfahndung mit einem weltweit neuartigen 3D-Phantombild eines der Täter, konnten zunächst nicht zu einer Aufklärung der Tat beitragen.
Gleiches gilt für die Veröffentlichung der Fälle in der Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“, die am 6. September 2017 ausgestrahlt wurde.

Jetzt konnte die Kriminalpolizei Trier die beiden Banküberfälle aufklären. Drei Tatverdächtige sitzen derzeit in Haft. Gegen sie hat die Staatsanwaltschaft Trier inzwischen Anklage wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes und weiterer Straftaten zum Landgericht Trier erhoben.

Ein DNA-Abgleich einer Spur am Tatort in Oberkail führte im Nachhinein zur Identifizierung des ersten Tatverdächtigen. Durch weitere Ermittlungen im Umfeld der Person konnten schließlich die Identitäten der beiden weiteren vermeintlichen Tatbeteiligten geklärt werden. Die drei zwischen 27 und 31 Jahre alten Männer stammen aus dem Großraum Essen.

Im Rahmen von Ermittlungs- und Durchsuchungsmaßnahmen konnten bei den Tatverdächtigen belastende Gegenstände sichergestellt werden.

Die beiden Haupttäter wurden nur wenige Wochen nach den Überfällen aufgrund eines von ihnen begangenen versuchten Tötungsdelikts in Nordrhein-Westfalen inhaftiert und hier bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Diese Inhaftierung sowie die Veränderung ihres Aussehens nach den Taten, insbesondere der Barttracht, könnten Gründe dafür sein, dass die Veröffentlichung des Phantombildes und der Täterfotos nicht wesentlich zur Tatklärung beitragen konnten.

PM des PP Trier vom 02.06.2020