Am Freitag, gegen 12:45 Uhr, wird eine Streifenbesatzung des Polizeikommissariates Emden zu einem Verkehrsunfall in der Petkumer Straße gerufen. Im Rahmen der Unfallaufnahme werden die Beamten darauf hingewiesen, dass ein 58-jähriger Unfallbeteiligter im Nahbereich bewusstlos zusammengebrochen wäre. Der Mann ist bereits durch weitere aufmerksame Personen vor Ort in die stabile Seitenlage gebracht worden. Da die hinzugerufenen Beamten weder Atmung noch Puls feststellen können, beginnen diese direkt mit lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen (Herzrhythmusmassage). Nach Eintreffen der Rettungskräfte werden die Maßnahmen gemeinsam fortgeführt, bis ein Puls festgestellt werden kann. Im Anschluss wird der Mann in ein Krankenhaus verbracht. Nach letztem Erkenntnisstand sei sein Kreislauf stabil.

PM (auszugsweise) der PI Leer/Emden vom 07.03.2020

Am Dienstag mussten sich drei jugendliche Ladendiebe in einem Laufduell mit zwei 57- und 60-jährigen Polizisten aus Dörpen und Papenburg geschlagen geben. Die drei Oldenburger hatten zunächst im Aldi eine Flasche Wodka gestohlen. Während einer von ihnen die Verkäuferin ablenkte, passierten die beiden anderen mit dem Diebesgut den Kassenbereich. Ein umsichtiger Zeuge war auf die Tat aufmerksam geworden. Er verfolgte die Jugendlichen bis zum Dörpener Busbahnhof und benachrichtigte die nahegelegene Polizeidienststelle.
Zwei gerade von einer Präventionsveranstaltung für Senioren zurückgekehrte Beamte nahmen sich des Falles umgehend an. Die drei Täter ergriffen die Flucht, hatten aber offenbar nicht mit dem hervorragenden Fitnessstand der 57- und 60-jährigen Beamten gerechnet. Die Schutzmänner holten die über 40 Jahre jüngeren Diebe ein und überwältigten sie ohne nennenswerte Probleme. Die folgenden Ermittlungen ergaben, dass die drei Oldenburger noch für mindestens einen weiteren Ladendiebstahl verantwortlich waren. Nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen, wurden sie an ihre Erziehungsberechtigten übergeben.

PM der PI Emsland/Grafschaft Bentheim vom 06.03.2020

Nach der Sicherstellung von Amphetamin im Januar dieses Jahres führten weitere Ermittlungen der Polizei Bad Brückenau und der Kripo Schweinfurt zu Untersuchungshaftbefehlen, die insgesamt drei junge Männer ins Gefängnis brachten.

Bereits seit mehreren Monaten hatten die Polizisten der Inspektion Bad Brückenau ein Auge auf das geschäftige Treiben eines 19-Jährigen aus dem Altlandkreis Bad Brückenau geworfen. Bereits im Januar dieses Jahres unterzogen die Beamten den jungen Mann gemeinsam mit seiner minderjährigen Freundin und zwei weiteren Mitfahrern bei einer Fahrt in ihrem Auto von Fulda in Richtung Bad Brückenau einer Kontrolle.

Dem Stand der Ermittlungen nach hatte der Tatverdächtige kurz vor der Kontrolle seiner 15-jährigen Freundin ein Päckchen mit 50 Gramm Amphetamin gegeben, um es zu verstecken. Doch ihr Versteck in der Unterhose blieb der durchsuchenden Polizistin nicht verborgen und führte zur vorläufigen Festnahme der vier Fahrzeuginsassen.

Bei der richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung konnte weiteres Betäubungsmittel sichergestellt werden, sodass der 19-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde. Dieser folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die zwei Begleiter, wie auch die 15-Jährige, konnten wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Die weiteren Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass der 19-Jährige auch im Umkreis des Wohnortes seiner 15-jährigen Freundin in Bad Brückenau wohl schwunghaften Handel mit Betäubungsmittel betrieben hatte. Aus diesem Grund suchte die Polizei Bad Brückenau Ende Januar mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei und eines Diensthundes ein Waldgebiet im Bereich des Kalkgrundes ab. In diesem Zusammenhang suchte die Polizei auch ein zweites Mal die Umgebung der Wohnung des Tatverdächtigen ab und konnte in einem Erdversteck weiteres Rauschgift sicherstellen.

Im Zuge der weiter unter Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft andauernden Ermittlungen gerieten zwei weitere Bad Brückenauer in den Fokus der Polizei. Bei richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchungen am 13. Februar stellte die Kripo mit Hilfe der Polizeiinspektion Bad Brückenau und dem Unterstützungskommando der Würzburger Bereitschaftspolizei weitere Betäubungsmittel sicher.

Einem 28-Jährigen und einem zehn Jahre jüngeren Tatverdächtigen erklärte die Polizei die vorläufige Festnahme und führte sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt am Folgetag dem Ermittlungsrichter vor, welcher wegen des dringenden Tatverdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge jeweils einen Haftbefehl erließ.

Ausgehend von den seit Herbst letzten Jahres geführten Ermittlungen der Polizei aus Bad Brückenau wurden bislang sieben Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt und drei Tatverdächtige befinden sich in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft.

PM des PP Unterfranken vom 05.03.2020

Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurden Polizeibeamte am Mittwochmorgen auf dem Rasthof Fichtenplan-Süd gleich mehrfach fündig. Nicht nur, dass an einem PKW BMW die amtlichen Kennzeichen eines offiziell zugelassenen VOLVO montiert waren, gegen den 33-jährigen Fahrer aus Lettland lag auch ein aktueller Haftbefehl aus Bayern vor. Zudem reagierte ein Drogenvortest bei dem Mann positiv auf Amphetamine, was eine beweissichernde Blutprobe nach sich zog. Die Nummernschilder wurden sichergestellt und der Fahrer in Polizeigewahrsam genommen. Inzwischen hat die Kriminalpolizei weitere Ermittlungen dazu übernommen.

PM der PD Brandenburg Süd vom 04.03.2020

Anrufstraftaten wie Enkeltrick oder falscher Polizeibeamter haben nach wie vor Hochkonjunktur. Besonders beklagenswert: Es trifft meist hochbetagte, arg- und wehrlose Menschen, die unbedarft in die Telefonfalle hochorganisierter und international operierender Banden tappen.

Um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger auf die Betrugsmasche aufmerksam zu machen, arbeitet das Polizeipräsidium Freiburg eng mit den Kommunen und Gemeinden im eigenen Zuständigkeitsbereich zusammen. Diese sind aktuell dazu aufgerufen, kostenlos zur Verfügung gestellte Din-A-3-Plakate mit Hinweisen der Polizei an möglichst stark frequentierten Orten (bspw. Rathäuser, Tankstellen, Seniorenwohnanlagen, Banken, Apotheken, Bäckereien, Metzgereien, Kioske, Schaukästen der Kirchen) zur Bürgerinformation aufzuhängen. Bereits in den ersten Tagen der Aktion wurden rund 500 Plakate geordert. Auf den neu gestalteten Plakaten ruft die Polizei dazu auf, bei verdächtigen Wahrnehmungen umgehend die Notrufnummer 110 zu wählen.

Eine flächendeckende Plakatierung wirkt einprägsam und warnt die breite Bevölkerung nachhaltig vor dieser Betrugsmasche. Gleichzeitig erhofft man sich bei der Polizei, schneller informiert zu werden, wenn Verdachtsmomente durch Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen werden.

Weitere Informationen und Tipps rund um das Thema Anrufstraftaten gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de

PM des PP Freiburg vom 04.03.2020

45329 E.- Karnap: Bereits am vergangenen Dienstag (25. Februar) konnten Zivilfahnder der Polizeiinspektion Mitte einen 34-jährigen Essener in Karnap erfolgreich festnehmen. In einer Wohnung stellten die Beamten umfangreiches Betrugsgut sicher. Vorrausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen des Kommissariats 14, dessen Mitarbeiter auch Trickbetrüger verfolgen, die oft auf verschlungenen elektronischen Wegen versuchen, ihrer Strafverfolgung zu entkommen. In diesem Fall hatte der Essener Sozialhilfeempfänger (34) hochwertige Computertechniken bei einem Brandenburger Unternehmen bestellt.
Fünfstellig war bereits die entstandene Schadenshöhe für die mittelständische Firma. IT-Ermittlungen führten die Fahnder schließlich zu einer Wohnung in Essen- Karnap. Kurz nach dem schnellen Betreten der Wohnung durch die Zivilfahnder, konnten der dringend Tatverdächtige in den Räumen festgenommen werden. Seine „Gegenanzeige“, in der er darlegte, dass eine fremde Person seine Identität für Straftaten genutzt hätte, wird jetzt in einem weiteren Strafverfahren verfolgt. Neben dem Trickbetrug muss ihm jetzt auch noch das Vortäuschen einer Straftat zur Last gelegt werden. Schwedische Polizeibeamte, die zurzeit die Arbeit ihrer Essener Kollegen hautnah begleiten, waren dabei, als der Mann überwältigt und in der Wohnung vorsorglich Vermögenswerte im Wert von einigen tausend Euro beschlagnahmt wurden.

PM der POL Essen vom 03.03.2020

Ende September versetzten kurz vor Mitternacht bis zu 100 Personen Passanten und Anwohner am Bahnhof Sterkrade in Unruhe. Mit Latten und Stöcken bewaffnet und teilweise vermummt, kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den Gruppierungen. Die ersten Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass die Beteiligten der Problemfanszene verschiedener Fußballvereine zuzurechnen sind.
(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/62138/4390025)

Die Ermittlungskommission „EK Rampe“ der Polizei Oberhausen übernahm am Folgetag die Untersuchungen und fahndete landesweit nach Zeugen, Handyaufnahmen und Bildern der Tat.

Die Ermittlungsergebnisse deuteten schnell darauf hin, dass es sich bei den Tatverdächtigen um Gewalttäter aus der Hooligan-Szene handeln könnte.

Schon zwei Wochen später durchsuchten Polizei Oberhausen und Staatsanwaltschaft Duisburg zeitgleich zehn Objekte von Tatverdächtigen in Oberhausen, Essen, Dinslaken und Iserlohn. Umfangreiche Beweismittel konnten sichergestellt werden.
Mehrere Personen wurden erkennungsdienstlich behandelt.
(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/62138/4400035)

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg ordnete das Amtsgericht Duisburg jetzt erneut die Durchsuchung von insgesamt 31 Wohnungen von Tatverdächtigen in Oberhausen, Essen, Bochum, Duisburg, Kreis Wesel (Dinslaken und Hünxe) und Kreis Borken (Heiden) an.

In einer konzentrierten Aktion betraten die Oberhausener Ermittler, unterstützt von Polizisten der lokalen Polizeibehörden, am frühen Morgen (3.3.) zeitgleich alle Wohnungen und durchsuchten sie nach Beweismitteln.

In den Objekten trafen sie insgesamt 27 Tatverdächtige an. Die Männer im Alter von 17 bis 35 Jahren wurden erkennungsdienstlich behandelt und konnten anschließend entlassen werden. Gegen Sie wird nunmehr wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Bisher identifizierte die Ermittlungskommission bereits mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen, die an der tätlichen Auseinandersetzung am Sterkrader Bahnhof beteiligt gewesen sein sollen. Bei den insgesamt 41 Wohnungsdurchsuchungen in acht Städten stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial, u. a. Mobilfunkgeräte sicher.

Insgesamt 34 Personen wurden im Rahmen der Ermittlungen bisher erkennungsdienstlich behandelt.

Mit den noch weiter andauernden Ermittlungen sendeten Polizei und Justiz ein klares Zeichen an die gesamte Hooligan-Szene: „Gewaltexzesse in unseren Städten werden konsequent und zeitnah verfolgt und bleiben nicht ohne spürbare Konsequenzen für die von Beteiligten.“

PM der POL Oberhausen vom 03.03.2020

Während eines Streifengangs auf dem Gelände eines Hamburger Betriebsbahnhofs entdeckten Bundespolizisten ein Zelt. Eine Überprüfung des Bewohners ergab einen offenen Untersuchungshaftbefehl sowie drei Fahndungsnotierungen.

Am 02.03.2020 gegen 10:30 Uhr entdeckten Hamburger Bundespolizisten während eines Streifengangs im Betriebsbahnhof nahe des Hamburger Hauptbahnhofs unweit der Gleise ein Zelt. Die Beamten konnten in diesem einen 24-jährigen afghanischen Staatsangehörigen feststellen, welcher sich dort häuslich niedergelassen hatte.

Eine Überprüfung der Person ergab einen Untersuchungshaftbefehl des Landgerichts Hamburg wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ferner bestanden gegen den 24-Jährigen drei Fahndungsnotierungen der Staatsanwaltschaft Hamburg zur Ermittlung seines Aufenthaltsortes nach einem weiteren Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, nach besonders schwerem Fall des Diebstahls sowie nach Betrug.

Der Mann wurde verhaftet und dem Bundespolizeirevier Hamburg-Hauptbahnhof zugeführt. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde er in die Untersuchungshaftanstalt überstellt.

PM der BPOLI Hamburg vom 02.03.2020

Heute Vormittag (02.03.2020) nahmen die Bundespolizisten einen gesuchten Mann auf dem Bahnhof Neubrandenburg fest. Der 29-jährige Neubrandenburger und sein 31-jähriger Begleiter wollten den Zug nach Berlin nehmen. Daraus wurde aber nichts.

Die Überprüfung der Personalien ergab, dass gegen den 29-Jährigen vier aktuelle Ausschreibungen zur Festnahme der Strafvollstreckung wegen Erschleichen von Leistungen und Betruges durch die Amtsgerichte Neubrandenburg und Berlin vorlagen. Knapp 5.000,00 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 330 Tage Freiheitsstrafe waren seit 2019 noch nicht beglichen oder angetreten. Da der Mann den Aufforderungen der Gerichte nicht nachkam, wurden Haftbefehle erlassen.
Auch heute Vormittag konnte der Mann das Geld nicht aufbringen, sodass es für ihn direkt in die Justizvollzugsanstalt Neustrelitz ging.

Sein 31-jähriger Begleiter musste die Beamten auch zur Wache begleiten, denn er hatte gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen und muss sich nun verantworten.
In seinem Rucksack fanden die Beamten knapp 150 Gramm Betäubungsmittel in Form von Cannabis, Haschisch und Speed.

PM der BPOLI Stralsund vom 02.03.2020

Tatzeitraum: November 2019 bis Februar 2020 Tatorte: Hamburg und Niedersachsen

Betrug durch falsche Polizisten: Hamburger Ermittler haben am Mittwoch zwei Männer und eine Frau aus Niedersachsen verhaftet. Ein aufmerksamer Pastor brachte die Ermittlungen erst ins Rollen.

Bereits Mitte November versuchten falsche Polizisten, eine 81-jährige Frau aus Eppendorf um ihr Erspartes zu bringen. Die in einer Seniorenunterkunft lebende Frau hatte schon ihr Bankschließfach geleert und war im Begriff, Schmuck, Goldmünzen und Goldbarren im Wert von insgesamt knapp 50.000 Euro zu einem mit den Tätern vereinbarten Ablageort zu bringen. Auf dem Weg dorthin traf sie allerdings vollkommen zufällig auf einen ihr bekannten Pastor. Diesem fiel der augenscheinlich gut gefüllte und schwere Jutebeutel auf, den sie bei sich führte. Darauf angesprochen berichtete die Frau von der Aufforderung der angeblichen Polizisten. Der Pastor witterte den Betrugsversuch und informierte umgehend die Polizei. Zudem war ihm auf dem Gelände bereits ein verdächtiger Mann aufgefallen, den er ebenfalls der Polizei meldete und zu dem er eine detaillierte Beschreibung abgab. Durch die alarmierten Beamten des Polizeikommissariats 23 wurde daraufhin ein 22-jähriger Deutscher als mutmaßlicher Abholer vorläufig festgenommen. Bei den sofort aufgenommenen Ermittlungen wurde bekannt, dass der Festgenommene bereits einen Tag zuvor einer 75-jährigen Frau aus Wandsbek knapp 80.000 Euro Bargeld an der Haustür abgenommen und das Geld sofort an Hintermänner weitergegeben hatte. Der Mann kam vor einen Haftrichter, der auch einen Haftbefehl erließ. Dessen Vollzug wurde inzwischen allerdings gegen Auflagen ausgesetzt.

Durch diese Festnahme kamen die Beamten der Fachdienststelle für Trickbetrug und Trickdiebstahl (LKA 433) bei den weiteren Ermittlungen auf die Spur eines 30-jährigen Türken aus Bremen und eines 22-jährigen Deutschen aus Weyhe, die nach den Erkenntnissen der Ermittler im Hintergrund als Logistiker fungierten.
Sie haben darüber hinaus Erkenntnisse über Verbindungen in die Türkei und gehen daher davon aus, dass die betrügerischen Anrufe jeweils von dort erfolgten, mutmaßlich aus entsprechenden Callcentern. Weiterhin rückte auch noch eine 26-jährige Libanesin aus Osterholz-Scharmbeck als weitere mutmaßliche Abholerin ebenfalls in den Fokus.

Diese 26-jährige Frau wurde am Valentinstag vorläufig festgenommen, nachdem sie an der Autobahn 7 in Höhe Schwarmstedt etwa 25.000 Euro Bargeld abgeholt hatte.
Dieses Geld hatte eine 73-jährige Frau dort gemeinsam mit ihrem Ehemann deponiert. Beide waren von den falschen Polizisten aus dem zwei Autostunden entfernten Thüringen eigens für die Ablage des Geldes dorthin dirigiert worden.
Die Tatverdächtige wurde nach den kriminalpolizeilichen Sofortmaßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Hamburg zunächst wieder entlassen.

Nach weiteren umfangreichen Ermittlungen erwirkte die Staatsanwaltschaft Hamburg schließlich Haftbefehle sowie Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der beiden mutmaßlichen Hintermänner und der am Valentinstag festgenommenen Frau.

Bei den am Mittwoch erfolgten Durchsuchungen stellten die Ermittler diverse Beweismittel sicher, unter anderem Handys und IT-Geräte. Die Frau aus Osterholz-Scharmbeck und der Bremer wurden an ihren Wohnanschriften angetroffen und im Rahmen der Durchsuchungen verhaftet, die Verhaftung des Tatverdächtigen aus Weyhe erfolgte an einer Berufsschule in Gelsenkirchen. Die Hamburger Ermittler wurden dabei von Beamten aus Bremen, Diepholz, Osterholz, Verden, Weyhe und Gelsenkirchen unterstützt.

Das Trio steht auch in Verdacht, bereits im Januar versucht zu haben, einen 81-jährigen Mann aus St. Georg um sein Erspartes zu bringen. Der Mann und seine Frau hatten bereits Goldmünzen im Wert von etwa 50.000 Euro aus einem Bankschließfach geholt. Zur Übergabe des Geldes war es letztlich nicht gekommen, da die Täter offenbar von einem Kontakt der Senioren zur richtigen Polizei ausgingen.

Die abschließenden Ermittlungen dauern an. Es wird geprüft, ob den Tatverdächtigen weiteren Taten zugeordnet werden können.

Die Polizei weist darauf hin:

Erfahrungen zeigen, dass es den Tätern nicht nur darum geht, große Beute zu machen, sondern dass sie ihre Opfer auch verhöhnen.

Die Falsche-Polizisten-Masche ist und bleibt beliebt. Sprechen Sie mit Ihren Eltern und Großeltern darüber und schieben Sie ein solches Gespräch nicht auf die lange Bank.

Und wenn Sie glauben, nicht betroffen zu sein, dann machen Sie sich klar: In den wenigen Fällen, in denen die Täter zum Erfolg kommen, erbeuten Sie häufig mehrere zehntausend Euro. Es könnte Ihr Erbe sein, auf das es die Täter abgesehen haben!

PM der POL Hamburg vom 01.03.2020